Freitag, 31. Mai 2013

"Rubinrot" von Kerstin Gier

Zeitreisen für Anfänger.

Nun was soll man tun, wenn einem plötzlich schwindelig wird und man sich aus heiterem Himmel in einer anderen Zeit wiederfindet? Vollkommen unrealistisch? Stimmt! Doch so ist es Gwendolyn Sheperd in Kerstin Giers neuem Jugendroman "Rubinrot - Liebe geht durch alle Zeiten" ergangen.
Gwen wächst in einer Familie voller Mysterien auf. Ein großes altes Haus, ein sonderbarer Haushätlter, schrullige Tanten und eine verwöhnte Cousine namens Charlotte, die scheinbar das "Zeitreise - Gen" geerbt haben soll. Nun dies soll sich schon bald als Irrtum erweisen, als Gwen zum ersten Mal in der Zeit "springt". Von da an ist nichts mehr wie es einmal war. Die 16-Jährige wird in die Machenschaften eines Geheimbundes hineingezogen, in dem auch Gideon ist. Er hat ebenfalls ein Zeitreise - Gen geerbt, doch weiß er besser damit umzugehen. Gemeinsam müssen sie sich auf den Weg durch alle Jahrhunderte machen, um das Geheimnis der Zeitreise zu erkunden. In der Vergangenheit begegnen ihnen zwielichtige Gestalten der Geschichte, sowie Verwandte aus der Gegenwart. Werden sie es schaffen in ihre Gegenwart zurückzukehren, ohne in der Vergangenheit zu großen Schaden anzurichten?

Mit dem ersten Roman einer Trilogie gelang Kerstin Gier gleich ein fulminanter Einstieg, welcher an Spannung kaum zu überbieten ist. Mit viel Humor zeichnet sie die kleinen Probleme der Jugendlichen, die sich nicht gerade durch die Fähigkeit in der Zeit reisen zu können, lösen. Einziger Wehrmutstropfen ist das abrupte Ende, welches Fragezeichen auf der Lesebrille hinterlässt und Hunger auf mehr macht. Wer sich mit dem Zeitreisefieberangesteckt hat, kann nur mit saphirblauer und smaragdgrüner Medizin kurieren, etwas anderes hilft da nicht...

Wertung 5/5

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen