Mittwoch, 12. Juni 2013

"Black Dagger 2: Ewige Liebe & Bruderkrieg" von J.R. Ward

Mary goes to Hollywood.

 Der zweite Vampir der Bruderschaft Black Dagger soll nun unter die Haube gebracht werden, doch so vielschichtig wie seine Persönlichkeit ist auch Rhages Liebesleben. Um die Bestie in ihm in Schach zu halten, braucht er viel Sex und Gewalt und das die ganze Nacht lang.
Aufgrund seines blendenden Aussehens von den Brüdern nur (Mr.) Hollywood genannt, weiß Rhage dass sich etwas ändern muss, als er zum ersten Mal Mary begegnet und abrupt hingerissen ist. Doch die todkranke Mary ist gar nicht so angetan von ihm, wie er es gerne hätte. Ihr tragikkomisches Rendezvous beginnt…
Ich war sehr gespannt auf die Geschichte von Rhage, der bereits im ersten Teil der Reihe sein wahres, zweites Wesen offenbaren konnte. Mit der an Leukämie erkrankten Mary ist ihm auch die richtige Partnerin an die Seite gestellt wurden, die seinen Drachen zu besänftigen weiß. So eine zahme Bestie hat durchaus ihre Vorzüge, da könnte auch ich schwach werden… ;)
Toll an dieser Paarung fand ich, dass Mr. Hollywood, dem jede Frau im Buch freiwillig die Bluse und mehr öffnen würde, sich so richtig anstrengen musste, um Mary für sich zu gewinnen. Das lag zwar an ihrer wiedergekehrten Krankheit und ihrem anfangs mangelnden Selbstvertrauen, aber auch darin stand ihr Rhage in nichts nach und J.R Ward ließ ihn bis zum ersten „Ich liebe dich, Rhage“ so richtig schön leiden, was in diesem „Hallo, ich bin ein Vampir und toll, lass uns auf Ewig Zusammensein“- Genre nicht unbedingt oft vorkommt.

Tatsächlich kam mir die Grundproblematik dieser Paarung ein wenig zu kurz. Die Frage, wie der nur schwer-sterbliche Rhage mit der menschlichen und todkranken Mary ein Happy End bekommen kann, wird im Buch erst einmal außen vor gelassen. Vielmehr dreht sich alles um Rhages Probleme mit der Bestie – ich fand es übrigens großartig, dass die Autorin seinen Zwang mit anderen Frauen schlafen zu müssen nicht mit der ersten Begegnung von Mary und ihm abstellte.
Wie die beiden eventuell glücklich werden können, wird erst in den letzten 30 Seiten enthüllt. Eine richtige Steigerung erhielten auch die heißeren Szenen, in diesem Teil kamen sie nun häufiger und besser vor, aber nur so, dass sie sich auch nahtlos in die Handlung einfügten und nicht gezwungen erschienen.
Mich nervten die Nebenplots mit den Häusle bauenden Lessern. Das war sogar nicht spannend.
Dafür war es umso besser, dass die anderen Brüder und ihre Schicksale immer mehr Konturen bekommen. Das nächste Paar Bella und Zsadist erhielt schon einige hochspannende, erschütternde und dramatische Zwischenspiele. Ich freue mich darauf und greife gleich zu ihrer Geschichte!


Wertung 4/5

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