Samstag, 1. Juni 2013

"Die Teeprinzessin" von Hilke Rosenboom

 Scheinadlige Teehändlerin sucht ihr Glück und die perfekte Mischung weltweit

Welche Düfte besitzt der grüne Tee? Oder gar der Weiße? Wie viele einzelne noch so feine Geschmacksnuancen ist die Nase in der Lage herauszufiltern?
"Eine Menge", würde Betty Henningson die Frage mit Leichtigkeit beantworten. Das Mädchen, welches im Norden Deutschlands des mittleren 19. Jahrhunderts aufwuchs, ist mit der Begabung gesegnet einen besonders feinen Riecher zu haben. Nachdem sie das Teelager der Familie ihres Jugendfreundes Anton niederbrannte, wird sie von ihrer Familie als Dienstmädchen nach Hamburg geschickt. Ein Ort, wo schwangere Dienstmädchen, wie die Fliegen zu sterben scheinen, an jeder Ecke ein Sexualverbrecher lauert und ihr angebeteter Teehändler, John Francis Jocelyn, sie aus jeder noch so misslichen Lage zu befreien versucht.
Um ihren Freund Anton aus der Patsche zu helfen, macht Betty sich auf den Weg Nach Asien, um dort für ihn Tee einzukaufen. In Darjeeling findet sie schließlich die perfekte Mischung und ihre große Liebe, John, wieder. Nach einer Verkettung von unglücklichen Umständen flieht sie mit dem Tee um die ganze Welt. Verfolgt und gequält vonn exzentrischen Persönlichkeiten der Teemafia, muss Betty mit ansehen, wie Kiste für Kiste ihres kostbaren Gutes der strapazenreichen Reise ihren Tribut zollen müssen.
"Die Teeprinzessin" von Hilke Rosenboom ist ein Jugendroman, welcher die Landschaften und Persönlichkeiten Asiens mit einer unverkennbaren Einzigartigkeiten zeichnet und den noch so größten "Nicht - Teetrinker" gern auf eine Tasse einlädt. Das perfekte Buch für einen warmen Gewitterabend, bei dem der obligatorische Eistee nicht fehlen darf, wobei man aufpassen muss, dass man diesen nicht vor Spannungsgeladenheit umstößt.
"Die Teeprinzessin" schafft es jeden zum Teetrinken zu verführen.

Wertung 5/5

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