Dienstag, 5. November 2013

"Eine Lady zu gewinnen" von Sabrina Jeffries

Eine Leserin zu gewinnen...



...ist nicht wirklich schwer, wenn man wie Sabrina Jeffries in ihrer Sharpe-Geschwister-Serie alles richtig macht.

Bildquelle 
Virginia Waverly ist der einzige Augenstern ihres Großvaters, nachdem ihr Bruder vor einigen Jahren unter tragischen Umständen bei einem Wettrennen verstarb. Seit dem hasst die 20-Jährige den Herausforderer und Sieger des Todesrennens, Gabe Sharpe, bis aufs Blut. Doch Gabe ist schnell Feuer und Flamme für die kleine Schwester seines verstorbenen, besten Freundes und will sie zu einer Ehe mit ihm überzeugen, natürlich immer das Ultimatum seiner Großmutter im Hinterkopf...

Der mittlerweile 4. Teil der Halstead Hall-Saga um Hetty Plumtree und ihrer heiratsunwilligen Enkelkinder konnte wieder ganz mit Gefühl, Witz, Charme und dem Flair der Regency-Zeit überzeugen. Nachdem Minerva und Giles im letzten Band an meinen hohen Erwartungen scheiterten, setzte ich für Gabe und Virginia keine Maßstäbe an und wurde belohnt.

Sabrina Jeffries konzentriert sich in diesem Teil besonders auf das Gefühlsleben und den Charakter der beiden. Besonders konnte da die freche, eigenständige und mutige Virginia bei mir punkten, die Gabe so richtig Paroli bietet und ihn sogar zum Kutschenrennen herausfordert.
Gabe hingegen  muss mit seinem Ruf als Todesengel kämpfen und sieht die einzige Möglichkeit darin weiter Rennen zu fahren, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten und das Andenken seines besten Freundes zu wahren. Das stößt nicht nur Virginia, sondern auch seine Familie vor den Kopf.

Als besonders gelungen, empfand ich erneut den leichten, ironischen Sprachstil, der die Seiten und Szenerien dahinfliegen lässt. Sabrina Jeffries schafft es einfach mit wenig Aufwand große Gefühle und viel Knistern in ihre Geschichten zu bringen. Das große Plus der Serie ist auch hier mal wieder das Auftauchen aller vorangegangener Protagonisten und die Rahmenhandlung um den Mordfall an Lord und Lady Sharpe. Es treten nicht so viele Erkenntnisse und Wendungen in dieser Sache auf, wie noch im letzten Teil. Doch das spart sich die Autorin sicher für den nächsten Teil um Celia und Jackson Pinter auf. Wie sehr ich mich schon darauf freue!

"Eine Lady zu gewinnen" ist eine äußerst gelungene Fortsetzung, die Makel vermissen lässt und viel Lust auf den nächsten Band macht, hoffentlich lässt dieser nicht so lang auf sich warten. Meine vollste Leseempfehlung schon allein, weil für Oma Hetty Plumtree liebestechnisch endlich auch einmal etwas abfällt! ;)

Wertung 5/5

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