Mittwoch, 20. November 2013

"Eternal Riders. Limos" von Larissa Ione

Die einzige Frau im apokalyptischen Reiterstall hat so ihre Mühe und Not...

Bildquelle
Limos ist die einzige Reiterin der Apokalypse, doch steht sie ihren drei Brüdern in nichts nach. Doch das tausende Jahre alte Wesen hat Geheimnisse vor ihnen, deren Auswirkungen das Verhältnis aller kräftig erschüttern sollte. Nichts was die Reiter gebrauchen könnten im Kampf gegen ihren gefallenen Bruder Reseph oder im Bestreben die Apokalypse aufzuhalten...
Währenddessen überkommt es RX-R Agent Arik auf einer Strandparty vollkommen, er sieht Limos und küsst sie aus einem Impuls heraus, der schon lang in ihm schwillt. Doch der Kuss ist sein Verderben, prompt wird er in die Hölle hineingesogen und wird dort im Auftrag von Limos Verlobten, Satan höchstpersönlich, gefoltert...

Ich war von Serienauftakt "Ares" wirklich begeistert gewesen, da ich eh ein Fan von Larissa Ione bin, war es klar, dass ich auch mit den Eternal Riders reiten würde. Besonders angetan haben es mir die mystischen und mythologischen Elemente und Wesen der Geschichte.
Ein Pluspunkt ist es daher auch in Limos Erzählung, dass sämtliche Reiter aber auch Mitarbeiter des Underworld Generals wieder ihren Part bekommen. Ein kleines Highlight bleiben für mich Cara und ihre Höllenhunde, wobei ich mir nicht vorstellen kann, wie so ein 1000kg schwerer Welpe auf einem normalen Bett Platz finden soll, wenn bereits ein Reiter darin liegt... ;)
Die Handlung ist dieses Mal wieder sehr engelslastig geworden. Es werden neue Erkenntnisse zu ihrer Mythologie eingebaut und Harvester sowie Reaver haben so einige Qualen zu erleiden. Was bin ich auf ihr Buch gespannt!

Ein wichtiger und großer Teil von Thanatos zukünftiger Handlung fand auch in Limos und Ariks Geschichte statt. Was für mich ein wenig ein Problem darstellte, da Than und Regan eine viel spannendere und konfliktgeladenere Paarung waren als die eigentlichen Protagonisten. Das war wirklich schade. Ich habe gerade ihre Parts herbeigesehnt und konnte mich somit nicht mehr wirklich auf Arik und Limos konzentrieren und ihr Aufeinandertreffen genießen.

Ein weiterer Wehrmutstropfen des Buches ist, dass recht viel geschieht, immer wieder und man sich die ganze Zeit über auf einem Spannungshoch befindet, welches zum Ende hin auch nicht abflaut. Die Handlung könnte nach der letzten Seite so ewig weitergehen, (sicher auch in Hinsicht auf die beiden nachfolgenden Bände) doch dadurch fühlt sich "Limos" sehr unfertig an. Eine Ruhepause, beziehungsweise ein vernünftigerer, runder Abschluss hätte dem Buch gut getan und nicht so ein offenes Ende, dass sofort den nächsten Teil herbeisehnen lässt.

Einen negativen Eindruck hinterließen auch die Schnitzer in der Übersetzung, da verwechselte man des Öfteren Arik mit Ares. Es war sicher auch nicht die cleverste Idee von Larissa Ione zwei so ähnlich klingende Protagonisten in eine Reihe zu nehmen. Oder aber Harvester, die nach "Wein" schreit, obwohl eigentlich ihr Sklave "Whine" gemeint war...

Nun ja, leider konnte das einzige Mädchen unter den Reitern mit ihren Brüdern nicht mithalten. Doch ich hoffe, dass mit der schwangeren Regan mal wieder eine interessantere weiblichere Hauptfigur gefunden wurde.


Wertung 4/5

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen