Samstag, 6. September 2014

4/5 für "An der Schwelle des Todes von" Shannon McKenna

Schwindelerregend - spritzig - separiert: Nina und Alex.



Alex Aaro ist ein einsamer Wolf und wollte dies auch immer bleiben. Doch da hätte er niemals die McClouds und ihre Freunde kennen lernen sollen. Ihnen einen Gefallen schuldend, wird er in einen Fall hineingezogen der es in sich hat:
Die unscheinbare Nina Christie wird in New York mitten auf der Straße von einer alten Bekannten, die ihr eine Spritze mit einer unbekannten Substanz setzt. Verzweifelt wendet sich Nina an ihre Freundin Lily und diese ist ja bekanntlich mit Bruno verheiratet, das McCloudsche Zahnrad beginnt sich zu drehen...

Endlich komme ich auch einmal dazu den neuen Roman von Shannon McKenna zu rezensieren, nach dem ich aus Zeitgründen auch wirklich lange an ihm las. Ich muss leider auch sagen, wäre das Buch ein wenig spannender und mitreißender gewesen, wäre es sicher in einem Rutsch durchgelesen.

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Aber der Reihe nach. Ich fand Aaro als Ausgangscharakter schon ziemlich spannend, mürrisch, abgekapselt und zu allem bereit - außer zum Gebraucht werden und sich auf andere Menschen einzulassen. Wenig begeistert ist er demnach auch, als Bruno ihn nötigt die Freundin seiner Frau aus einer misslichen Lage zu befreien. Nach langer Diskussion fährt er schließlich doch zu Nina ins Krankenhaus um einen Mitschnitt des Überfalls zu übersetzen, schnell stellt sich heraus, dass ihr eine bewusstseinserweiternde Droge verabreicht wurde, die eines Gegenmittels benötigt, um nicht daran zu verenden.
Aaro ist schnell fasziniert von der störrischen und schnippischen Nina, die ihm mächtig Paroli bietet. Doch beide haben keine Zeit für große Liebeleien, denn die Leute hinter der Psy-Droge sind ihnen schon lange auf den Fersen.

Eine der Schwächen des Romans war für mich die Beziehung von Nina und Aaro, es fehlte ihr ein wenig an Tiefe, der Sex - ist im Vergleich zu den Bänden vor Lily und Bruno - weiter zurückgeschraubt wurden und der ganz große emotionale Twist am Ende fehlte auch. Eigentlich Schade! Und mir fehlten die McClouds! Selten kam ein Buch der Reihe mit so wenig Beteiligung der ganzen Sippe aus. Das geht doch nicht!

So lag der Fokus verstärkt auf dem Thrillerplot, der an sich spannend war und noch Raum im nächsten Buch haben wird, da der ganz große Bösewicht noch nicht gestellt wurde. Eine Schwäche gab es aber auch hier: die vielen Namen und unterschiedlichen Bösewichte, die nicht alle in einem Team spielten und untereinander auch noch angefeindet waren. Wer sollte da noch durchblicken?

Toll fand ich allerdings den wohl übelsten Verbrecher von allen: Aaros Vater, er demonstriert, was Familienbande wohl heißen könnten und was für Probleme sie mit sich bringen. Oleg macht neugierig auf mehr und vielleicht sehen wir ihn noch einmal wieder.
Eine Figur, die wir schon im nächsten Band wiedersehen werden, ist Miles und darauf freue ich mich schon sehr, und hoffe das Shannon McKenna seiner Geschichte wieder würdig wird. Bereits in diesem Band ist er auf der Suche nach Lara Kirk, einer Verwandten Ninas. Dabei erfährt und sieht er Dinge, die ihn noch mehr veränderten als die Trennung von Cindy. Ich hoffe ja, dass sie im nächsten Band noch mitmischt und wir mal eine Dreieckskiste bekommen!

Ansonsten muss ich leider sagen, dass Ninas und Alex Geschichte nicht ganz so stark war wie die Geschichten um Sean, Nick oder Kevin.
Aber Fans der Reihe werden genauso wenig daran vorbeikommen wie an dem nahenden Highlight im Januar.

Reihenfolge der McCloud Serie:
1.Die Nacht hat viele Augen (Seth MacKey + Raine Cameron)
2.In den Schatten lauert der Tod (Connor McCloud + Erin Riggs)
3.Blick in den Abgrund (Davy McCloud + Margot Vetter)
4.Sünden der Vergangenheit (Sean McCloud + Olivia Endicott)
5.Spiel ohne Regeln ( Nick Ward + Becca Cantrell)
6.Stunde der Vergeltung (Val Janos + Tamara Steele)
7.Die Macht der Angst (Kev Larsen + Edie Parrish)
8.Flammen der Rache (Bruno Ranieri + Lily Parr)
9.An der Schwelle des Todes (Nina Christie + Alex Aaro)
10.Scherben der Erinnerung (Miles + Lara Kirk)
11. Sveti und Sam

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