Freitag, 27. Mai 2016

3 von 5 für "Das Amulett der Goldenen Flammen" von Amanda Koch

Ich hatte mich mal wieder bei einer Blogg-dein-Buch-Publikation beworben. Dieses Mal war es sehr sicher, dass ich "Das Amulett der Goldenen Flammen" bekommen würde, da es für den Titel weniger Bewerbungen als verfügbare Titel gab. Ich habe mich für die Fantasygeschichte beworben, weil mich das Cover und der Titel sehr neugierig gemacht haben. Als das Buch bei mir eintruddelte war ich sehr über dessen Format überrascht. Es ist wahnsinnig niedlich!
Doch welche Geschichte steckt hinter dem winzigen Einband?

Ena ist eine Fee, die zusammen mit ihrer Mutter, der Königin, im Tal der ungezählten Seen lebt. Dort blüht die Natur und alle Lebewesen sind freundlich. Allerdings lasstet auf ihrer Familie ein Fluch, den nur das Amulett der goldenen Flammen aufheben kann. Der Fluch machte die Königin und ihre Zwillingsschwester zu erbitterten Feindinnen, deren Reiche nur durch eine Wasserwand miteinander getrennt sind. Ena macht sich auf die Suche nach dem Amulett, um den Fluch zu brechen.

Das kleine Büchlein ist im fehu-Verlag erschienen und wurde dort sehr liebevoll gestaltet. Mir gefällt der sehr feste Einband und der Geruch, welcher zwischen den Seiten aufsteigt und mich an die Bücher erinnert, welche ich zu Kindertagen las. Tatsächlich ist "Das Amulett der goldenen Flammen von Amanda Koch auch ein Kinderbuch, bzw. eine Fantasygeschichte, deren empfohlenes Lesealter bei 10 Jahren liegt.

Leider muss ich sagen, dass man dies der Geschichte auch anmerkt. Mir fällt es schwer zu beurteilen, welche Geschichten man ab welchen Alter bewältigen kann. Allerdings habe ich nur rein positive Rezensionen zu diesem Titel gelesen, die davon sprachen, dass die Geschichte auch durchaus für erwachsene Leser geeignet sei. Dies stimmt sicher, doch fühle ich mich als erwachsene Leserin leider nicht wirklich unterhalten.

Natürlich ist die Geschichte süß. Da schon allein Ena eine herzensgute Fee ist, die neugierig die Welt erkunden möchte um ihrer Mutter auch zu helfen, dabei schließt sie Freundschaft mit einem kleinen Bären mit dem sie sich gemeinsam auf die Suche macht. Amanda Koch erzählt dies recht flüßig, allerdings auch sehr blaß gehalten. Ich hätte mir mehr Beschreibungen gewünscht, die einfach die Fantasy anregen können. Wäre der Text mit Illustrationen unterlegt, würde die Geschichte besser funktionieren und ein runderes Gesamtbild ergeben.

Was mich ebenfalls störte, war die Einfachheit der Handlung. Ena will sich auf die Suche nach dem Amulett begeben, muss allerdings nach Hause, sodass der kleine Bär die möglichen Orte ausmacht, wie wir später erfahren. Und gleich das erste mögliche Versteck bringt den Treffer. Auch später lösen sich mögliche Konfliktsituationen wie von allein auf. Aus böse wird gut wie durch einen Flügelschlag. Die Geschichte hätte einfach mehr Spannung und Reibung gebraucht und ich denke, das können 10-Jährige auch durchaus vertragen.

Klar, "Das Amulett der goldenen Flammen" ist eine Fantasygeschichte für junge Einsteiger des Genres, welches ich als Mittzwanzigerin las und bewerte. Ich habe es aus den genannten Gründen weniger genossen, doch ist die Geschichte mit ihren 120 kleinen Seiten und der großen Schrift schnell erzählt. Man kann das Büchlein auch getrost seinem Nachwuchs überlassen, ohne zu befürchten, dass dieser von Ena Albträume bekommt. Erwachsene LeserInnen, die Fantasy lieben, werden aber sicher
 zu anderen Geschichten greifen, die mehr Atmosphäre und Spannung aufweisen.

Wer neugierig geworden ist, kann sich diesen Titel und das weitere Verlagsprogramm hier ansehen...

Vielen Dank an für diese Leseerfahrung.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen