Mittwoch, 31. August 2016

3 von 5 für "Drei Wünsche hast du frei" von Jackson Pearce

Vor ein paar Wochen hatte ich zwei große Arvelle-Bestellungen getätigt. Unter anderem war da folgendes, niedliches, wunderbar gebundenes Buch zum Schnäppchenpreis von 1,99Euro dabei. Allerdings habe ich es nicht nur gekauft, weil der Preis unschlagbar war, sondern auch, weil mich dessen Inhalt ansprach.
Viola war mit dem beliebtesten Jungen der Highschool liiert bis dieser sich als schwul outete. Dies hat seiner Popularität keinen Abbruch getan, doch dafür fühlt sich Viola seitdem wie eine leere, unsichtbare Hülle. Sie wünscht sich dazuzugehören. Nach diesem Gedanken erscheint ihr immer wieder ein seltsamer Junge in der Schule. Als er sich als ihr persönlicher Dschinn vorstellt, kann Viola es schwer glauben und brauch einige Zeit um sich für einen Wunsch zu entscheiden, doch Dschinn läuft die Zeit davon.

Ich hate noch kein romantisches Jugendbuch zur Dschinn-Thematik gelesen und kenne eigentlich auch keines, daher war ich sehr auf "Drei Wünsche hast du frei" gespannt. Außerdem fand ich den Aufhänger mit Violas schwulem Ex-Freund sehr innovativ und fragte mich, wie die Autorin dies umsetzen würde.
Tatsächlich waren Viola und Lawrence von Anfang an beste Freunde, als sie sich entschlossen, es miteinander zu versuchen, nach seinem Outing sind sie beste Freunde geblieben.
Violas Abkapseln und Einsamkeit sind von ihr selbst produziert, ihr resultierendes Selbstmitleid fand nicht gerade sympathisch. Mir kam es so vor, dass sich Viola allein über andere definierte, was sie sehr schwach erscheinen ließ.

Sie und unser Protagonist Dschinn konnten mich nicht überzeugen, sie waren zu blass geblieben, ihre Liebe nicht nachvollziehbar. Ich habe während des Lesens einfach nicht miterleben können, wie die beiden sich ineinander verlieben. Sie waren es auf einmal. Das fand ich schade, da sich darum einfach die Handlung dreht.
Schließlich muss Dschinn sie nach den drei Wünschen wieder verlassen, was aber beide gar nicht wirklich wollen.

Zu den drei Wünschen kann ich nur sagen: Man hätte nicht mehr Potenzial verschenken können!

Gut gefallen hat mir dafür die Aufmachung des Büchleins, das war mal etwas anderes, wenn man denn die gebundene Ausgabe und nicht das Taschenbuch hat.
Lawrence war für mich der einzig sympathisch Charakter. Ihm hätte ich ein eigenes Happyend gewünscht.
Ich habe mich zum Glück nur etwas länger als einen Tag an den 280Seiten aufgehalten, zum Glück hat mir das verschenkte Potenzial nicht mehr Lesezeit geraubt...

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