Mittwoch, 10. August 2016

4 von 5 für "Nacht des Begehrens" (IaD1) von Kresley Cole

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Bücher aus dem LYX-Verlag begleiten mich schon seit einigen Jahren in meinem Leseverhalten. Die Immortals after Dark-Reihe von Kresley Cole ist bis jetzt immer an mir vorbeigezogen. Was sicher auch an den schrecklichen Covern und eindeutigen Titeln lag. Allerdings schwärmen so viele von der Reihe, welche mittlerweile fast 15 Titel umfasst, dass ich einfach zugreifen musste, als ich die ersten beiden Teile der Reihe günstig gebraucht bekam.

Doch was passiert im ersten Band "Nacht des Begehrens"?
Lachlain, König der Werwölfe, wurde vor 150 Jahren von den Vampiren gefangen genommen und seitdem aufs Grausamste gefoltert. Als er seine zukünftige Gefährtin wittert, kann er fliehen und trifft zu seinem Entsetzen auf Emmaline.
Emmaline ist ihm nicht nur vorherbestimmt, sie ist auch noch ein Vampir und beide sind sich spinnefeind.

Ich mag fantastische Liebesgeschichten sehr, die Demonica-Reihe von Larissa Ione ist da ein wahres Highlight. Ähnliche Wege geht die Immortals after Dark-Reihe. Unterschiedliche Mythenwesen suchen ihre Liebe und bekämpfen sich gegenseitig. Also beste Vorraussetzungen für gute Unterhaltung.

Vor dem Lesen wusste ich nicht, in welcher Zeit die Handlung angesiedelt sein würde. Der Klappentext klang sehr altertümlich, doch die Handlung spielt in der Gegenwart. Die Strukturen und Hierachien sind auch nicht die modernsten. Nicht verwunderlich, denn unser Protagonist ist immerhin über 1000 Jahre alt. Umso schwerer tut sich Lachlain mit der modernen Welt, in die er nach seiner Flucht hineinkatapultiert wird und vor scheinbar unlösbaren Rätseln steht. Was sind Autos und wie bedient man diese? Dies war eine nette Abwechslung zu all den gelesenen Fantasygeschichten. Etwas anders war auch Emmaline, die als Angsthäsin erzogen wurde. Erst im Laufe des Buches muss sie ihre Attitüde finden und entwickelt sich zu einer ernstzunehmenden Vampirin, bzw. Vampiküre. Ein Pluspunkt der Geschichte sind die vielfältigen Mythenwesen. Neben Lykae und Vampiren hatten auch Walküren einen wichtigen Part der Story inne. Emmas Tanten sind allesamt ziemlich durchgeknallte Walküren, die die Geschichte für mich erst richtig unterhaltsam machten.

Kresley Cole offenbahrt ein humoristisches Talent, wenn sie Emmas Tanten aus Vall Hale freilässt und diese über die Mythenwelt hereinbrechen. Ich freue mich schon sehr sie in den Folgebänden wiederzutreffen. Die Walküren waren mein Highlight aus "Nacht des Begehrens", welche allerdings erst recht spät die Geschichte ins Laufen brachten.

Ich hatte zu Beginn ein wenig Probleme in die Geschichte zu kommen. Ich hatte Schwierigkeiten mit der schreckhaften Emmaline warm zu werden. So wollten auch die Funken zwischen ihr und Lachlain nicht so recht sprühen. Ich hoffe, es kommen noch explosivere Paarungen in den nachfolgenden Bänden hinzu. Die ersten Andeutungen gibt es bereits.

Außerdem konnte mich die Rahmenhandlung nicht ganz überzeugen. Zuerst drehte sich alles nur um Lachlains Trieb Emmaline an sich zu binden, erst auf den letzten 70 Seiten rückt seine Rache an die Vampire in den Vordergrund. Der Spannungsbogen glich da für mich einem schlaffen Seil. Ich hoffe auf bessere Plots.

So quälte ich mich anfangs ein wenig durch die Handlung, wurde aber auf den letzten 100 Seiten mehr als entschädigt. Den Tanten und Emmas neuem Selbstbewusstsein sei Dank.

Alles in allem ist "Nacht des Begehrens" ein recht guter Start, der viel Luft nach oben lässt. Band zwei steht bereits im Regal und die Geschichten 3-7 machen sich als Rebuy-Bestellung auf den Weg zu mir. Ich hoffe es lohnt sich!

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