Dienstag, 20. September 2016

4 von 5 für "Das Juwel. Die Gabe" von Amy Ewing

Ich bin in letzter Zeit immer wieder um dieses Buch herumgeschlichen. Ursprünglich war ich von einigen negativen Rezensionen abgeschreckt, aber das Cover war so toll und eigentlich sagte mir der Inhalt doch zu... Als ich die Hardcoverausgabe schließlich günstig bei Arvelle bekam, war mein Leseschicksal besiegelt. Und ich bin wirklich froh, dass ich dem ersten Teil einer Trilogie eine Chance gegeben habe.
Violet ist im Armenviertel der "einzigen Stadt" aufgewachsen. Mit 12 Jahren wurde festgestellt, dass sie ein Surrogat ist - eine Leihmutter für die Adelsgesellschaft der Stadt. In einem Internat wird sie mit anderen Mädchen ausgebildet, um schließlich höchstbietend von einer Adelsfamilie ersteigert zu werden, im Luxus zu leben und ihrer einzigen Aufgabe nachzugehen.

Ich hatte keine Erwartungen an das Buch, umso überraschter war ich schließlich von dem was mich erwartete.
Das Setting der "einzigen Stadt", die auf einer Insel liegt und deren Mauern die einzelnen Gesellschaftsschichten abgrenzen, war einmal etwas anderes. Der Adel lebt im Juwel, spinnt dort seine Intrigen und will seine potenziellen Leihmutterschaftsbabys mit dem Sohn des Fürsten verheiraten, um Macht zu erlangen.
Die Surrogate sind eine Interessante Gruppe. Violet ist 16 und wie ihre anderen Mitstreiterinnen schön und begabt. Die Surrogate haben besondere Fähigkeiten. Ich hätte mir gewünscht, dass die Autorin erklärt woher das kommt und auf ein paar Begrifflichkeiten genauer eingeht. So war vieles einfach nur gegeben. Irgendwann gewöhnt man sich zwar an die Begrifflichkeiten oder sie erschließen sich aus der Handlung, aber bei mir war zu Beginn ein klein wenig Verwirrheit angesagt.

Ansonsten fand ich die neue Welt, die uns Amy Ewing hier zeigt sehr faszinierend. Die Buchseiten flogen nur so dahin.
Zur Mitte und zum Ende des Buches hin kamen dann ein paar kleinere Längen hinzu. Die Liebesgeschichte bahnt sich erst recht spät an und war für mich noch nicht überzeugend. Ash ist recht blass geblieben. Violets Gefühle zu ihm erscheinen recht willkürlich. Ich hoffe, dass dies im zweiten Band noch ausgebaut wird, wenn das Ende des ersten Teils dem mal nicht im Wege steht.

Wirklich gut fand ich Violets "Käuferin", die Herzogin. Sie ist nicht gerade von der netten Sorte und die Bösewichtin im Spiel. Mir gefiel jedoch ihre Vielschichtigkeit. Für mich ist sie seit längerem mal wieder eine interessante Gegenspielerin.

Mir hat der erste Teil der Juwel-Trilogie wirklich gut gefallen und mich überrascht. Ich bin froh, dass ich den ganzen negativen Bewertungen nicht zustimmen muss und bin gespannt auf Teil zwei, welcher bereits erschienen ist.

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