Donnerstag, 13. Oktober 2016

4 von 5 für "New York Diaries. Claire" von Ally Taylor

Für die Leseplattform vorablesen.de durfte ich den ersten Teil der New York Diaries Reihe von Ally Taylor (Anne Freytag) lesen. Die Serie besteht aus vier Bänden und wird im Wechseln mit einer anderen Autorin verfasst - wie ich finde, ein spannendes, neues Konzept.
Doch worum geht es eigentlich?
Frisch getrennt kehrt die 32-jährige Claire von London zurück nach New York. Arbeitslos und allein findet sie sich in ihrem alten Kinderzimmer wieder. Geht irgendwie gar nicht, findet sie und zieht kurzerhand in das Ankleidezimmer ihrer Freundin June ein. Diese lebt im berüchtigten Knights Building, einem Ort, an dem viele Schicksale zusammenlaufen und neue Wege starten.

Der Klappentext des Buches ist recht kryptisch gehalten, sodass ich lange Zeit gar nicht wusste, wie ich das Buch einordnen konnte. Ist es nun Chic-Lit, ein Selbstfindungsroman oder New Adult. Wobei Claire für letzteres zu alt wäre. Für mich ist es zumindest keine klassisch, romantische, literarische Liebesgeschichte.
Die Handlung besitzt so viele Szenen und Elemente, die für einen Film, eine Liebeskomödie, sehr gut funktionieren würden, ich als Buch allerdings zu Beginn etwas problematisch fand.

Wir lernen Claire an einem Scheidepunkt ihres Lebens kennen. Ihr Freund betrog sie, woraufhin sie aus London zurück nach New York kehrt. Dort steht sie vor dem nichts. Selbstmitleid und Missgunst ist zu diesem Zeitpunkt ein großer Bestandteil ihres Charakters, was nur menschlich ist, mich aber nicht für Claire einnehmen konnte. Sie hat eine sarkastische Ader, ihr Humor hat mich nicht komplett abholen können.

Ich war mir bis kurz vorm Ende des Buches unsicher, welchen Loveinterest Claire wählen würde. Im Knights Building lebt sie in einer WG mit ihren Schulfreunden June und Danny. June ist kein Kind von Traurigkeit und Danny, für den Claire als Kind schwärmte, mittlerweile in einer festen Beziehung. Dann ist da aber auch noch Jamie, Claires erste große Liebe, der tatsächlich über ihr wohnt. Irgendwie hatte ich auf Jamie gesetzt, doch aus heiterem Himmel hatte sich Claire auf Danny eingeschossen. Für mich war es sehr unklar, woher ihre Gefühle für ihn plötzlich auftauchten. Die Autorin hat dies für mich nicht gut genug rüberbringen können. Dass Claire nun so für den vergebenen Danny schwärmt und hämische Gedanken gegenüber seiner Freundin hägt, haben ihr keine Pluspunkte eingebracht, sie kommt schließlich aus einer ähnlichen Beziehungssituation.

Das hat mir das Lesen des Buches größtenteils echt schwer gemacht, doch auf den letzten 50 Seiten geschieht dann eine Kehrtwende, sodass ich die "New York Diaries" schließlich echt gut fand.
Es werden immer mehr Motive aus Claires und Dannys Vergangenheit offenbahrt, die zu einer schönen und romantischen Lovestory werden. Das Ende kommt dann schneller als gedacht, versöhnt mich aber für den Rest des Buches.

Die "New York Diaries" um Claire würden perfekt als romantische Komödie auf der Kinoleinwand funktionieren. Als literarische Erzählung hatte ich größte Teile des Buches allerdings Probleme mit den Figuren und der Handlung. Das Ende konnte mich allerdings versöhnlich stimmen.

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