Freitag, 4. November 2016

Reihenfinale | Selection. Die Krone von Kiera Cass

Die Selection Reihe begleitet mich bereits seit der erste wunderschöne Band erschienen ist. Nach mittlerweile 5 Büchern heißt es nun Abschied nehmen vom fiktiven Königreich Illea und dessen Royal-Family.
Eadlyn, Maxons und Americas älteste Tochter, steckt mitten in ihrem Casting auf der Suche nach dem Traumprinz. Die Reihen minimieren sich immer stärker, doch so wirklich wollte noch kein Funke bei einem der Kandidaten überspringen. Als sich die Lage im Land und bei der Königsfamilie verschärft, sieht sich Eadlyn unter Zugzwang und muss schwerwiegende Entscheidungen treffen.

Achja, eigentlich habe ich die Selection-Erzählung um America und Maxon sehr genossen, auch dem ersten Spin-Off um Eadlyn konnte ich noch einige interessante Aspekte finden, doch leider ist das große Finale der schwächste Teil der Reihe und nicht so würdig, wie es hätte sein müssen.

Viele können mit Eadlyn nichts anfangen, ich fand sie allerdings nicht so unsympathisch, wie immer behauptet wird. Sie ist eben nicht wie America, die aus ärmlichen Verhältnissen kam. Eadlyn ist ein Königskind, die zukünftige Herrscherin des Landes und dementsprechend selbstbewusst. Das macht sie nicht gleich zu einer schlechteren Protagonistin, ich fand ihr Auftreten meißt stimmig.

Was an diesem Band leider kränkelt, ist die Handlung. Das Buch umfasst gerade einmal 327 Seiten, die schnell dahinfliegen, ohne, dass sehr viel geschieht. Es sind nur noch 6 Bewerber im Feld, von denen der Großteil sehr blass bleibt. Das Casting nimmt nicht mehr sehr viel Raum ein. Eadlyn muss sich hauptsächlich auf neue Aufgaben konzentrieren, einen unliebsamen Verehrer auf Abstand halten und einen der Castingteilnehmer auswählen, von denen sie allerdings keinen so recht will.
Es hätte viel Potenzial im Buche gesteckt, doch Kiera Cass weiß dieses nicht zu 100% zu nutzen.
Ich fand es auch unnötig, dass sie zum Schluss noch ein paar Bomben platzen ließ, auf die im Laufe des Buches nicht hingearbeitet wurden sind. Sie wurden einfach in den Raum geworfen ohne Verbindung zur Handlung.
Das Ende naht auch viel zu schnell. Man befindet sich noch mitten in einem großen Konflikt, doch dessen Auflösung wird in den letzten 10 Seiten herbeigeführt. Kiera Cass hätte sich da lieber mehr Zeit nehmen sollen, auch um einen würdigen Epilog zu schreiben. Ich hätte eine Hochzeitsszene viel passender gefunden, als die belanglosen wenigen Sätze.

Warum mir die Geschichte trotzdem in guter Erinnerung bleiben wird, liegt an der süßen Liebesgeschichte, die ein wenig unkonventionell war und sich erst später herauskristallisiert. Oft steht für mich schon zu Beginn einer Reihe fest, wohin der Weg führt. Dies war hier nicht der Fall und hat mich auch ein wenig berührt.

Selection. Die Krone ist für Fans der Reihe natürlich ein Muss und ein runder Abschluss. Allerdings ist der 5. Band für mich der schwächste der Reihe. Kiera Cass hatte es in der Hand und viel gutes Potenzial verschenkt. Schade!
4/5

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