Freitag, 9. Dezember 2016

Teil 2 | Das wilde Leben der Jessie Jefferson von Paige Toon

Auf Lovelybooks durfte ich an der Leserunde zum zweiten Teil der Jessie Jefferson-Trilogie von Paige Toon teilnehmen. Ich hatte in diesem Jahr bereits ein Rezensionsexmplar zum ersten Teil (hier gehts zur Rezension) erhalten und war ganz gespannt, wie es mit Rockstartochter Jessie weitergehen würde. 
Bildquelle


Jessie ist frisch aus LA zurückgekehrt, wo sie 15 Jahre nach ihrer Geburt endlich ihren Vater kennenlernte. Dass es sich bei diesem um Rockstar Johnny Jefferson handelte, war ein echter Schock für den Teenager. Zurück in England holt Jessie dann wieder der Alltag einer Schülerin ein. Doch zum Glück gibt es da ihren Schwarm Tom, mit dem es endlich ernster wird. Nur blöd, dass Jessie in LA neben ihrer neuen Familie auch noch den heißen Newcomer Jack zurücklassen musste...

 Ich war mir unschlüssig, ob ich in Jessie Leben weiterlesen wollte. Doch bereits nach den ersten Seiten hatte mich Autorin Paige Toon wieder in ihrer tollen Welt gefangen genommen. Sie hat einen einfachen und fließenden Stil. Kleine Rückblenden machten es mir auch leicht wieder in die Handlung hineinzufinden.
Trotz dessen wir hier ein klassisches Jugendbuch haben, war die Geschichte für mich trotzdem recht unterhaltsam. Das liegt einfach am spannenden neuen Lebensstil der 15-Jährigen. Wer wacht schon eines morgens auf und erfährt, dass sein leiblicher Vater ein Rockstar ist. Im Jugendbuchgenre ist dies einfach mal etwas anderes, was auch noch toll umgesetzt wurde. 

Die Charaktere sind allesamt gut gezeichnet und so bekommt selbst die kleinste Rolle einen gewissen Stempel für die Handlung aufgedrückt. Das hat mir gut gefallen und so habe ich einige Sympathien für Nebenfiguren wie Tom, Agnes oder Meg und Johnny aufgebaut.
Auch mit Jessie konnte ich gut mitfiebern, auch wenn ich ihre Entscheidungen und ihr Verhalten in der letzten Hälfte des Buches nicht gutheißen konnte. Ich erhoffe mir für sie noch ein wenig mehr Entwicklungsspielraum für den dritten Teil, welcher im Mai erscheinen soll.

Die Schwächen des Buches sind für mich ein recht unsympathischer Loveinterest und der Spannungsbogen des Buches. Doch beginnen wir mit ersterem. Jack lernten wir bereits im ersten Teil kennen. Jessie hat sich Hals über Kopf in ihn verschoßen und wild mit ihm Herumgeknutscht. Dann musste Jessie allerdings erkennen, dass Jack nichts anbrennen lässt. Auf ihre Mails antwortet er nicht. Die Erklärung, er hätte sie nicht bekommen, ist heutzutage irgendwie unglaubwürdig. Ich muss sagen, dass mir sein Verhalten auch im zweiten Teil ganz schön auf die Nerven ging. Doch leider fährt Jessie nach wie vor voll auf ihn ab.
Die Handlung im Buch kommt ohne großen Verlauf daher. Die Geschichte plätschert zwar unterhaltsam vor sich hin, doch es gibt keinen erkennbaren Höhepunkt. Paige Toon berichtet hier von verschiedenen Ereignissen, ohne dass auf etwas hingearbeitet wird. Die verschiedenen Situationen werden einfach niedergeschrieben. Mir fehlte da der Blick auf das große Ganze. Wo will die Geschichte um Jessie eigentlich mit uns hin? Ich weiß es noch nicht.

Doch ansonsten war der zweite Teil der Jessie Jefferson Trilogie recht unterhaltsam. Die Geschichte ist luftig leicht mit sentimentalen Momenten. Paige Toon schafft es erfrischend und vielschichtig zu erzählen und sympathische Nebencharaktere zu erschaffen. Ich bin gespannt, wie es weitergehen wird.  

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