Montag, 9. Januar 2017

3 von 5 für "Crazy, Sexy, Love" von Kylie Scott

Lydias großer Tag ist gekommen. Doch anstatt zum Traualtar zu schreiten, flüchtet die Braut und landet in der Badewanne eines Wildfremden. Lydias Zukünftiger betrog sie mit seinem Trauzeugen. Höchste Zeit für ein Abenteuer, das Lydias Ego wieder aufbügeln soll und wer wäre da perfekter geeignet als Badewannenbesitzer Vaughan?

Der Klappentext hatte mich direkt neugierig auf das neue Buch von Kylie Scott gemacht. Die Beschreibung klang für mich, wie der perfekte Einstieg in eine romantische Komödie à la Hollywood. "Crazy, Sexy, Love" ist der Einstieg in eine Reihe mit unterschiedlichen Protagonisten und ein Spin-Off der Rockstars-Serie. Da dies meine erste Geschichte der Autorin war, wusste ich nicht worauf ich mich einlassen würde. Im Nachhinein habe ich länger für dieses Ebook gebraucht, als gedacht.

Dabei gefiel mir der Einstieg richtig gut. Lydia ist einfach mal eine erfrischend andere Protagonistin. Sie hadert mit ihrer Figur, ist allerdings nicht auf den Mund gefallen und konnte mich auch mit ihren sarkastischen Gedankengängen gut unterhalten. Mit Vaughan erhält sie einen Loveinterest, der mit seiner aktuellen Situation hadert. Seine Band hat sich aufgelöst und er muss von Geldsorgen geplagt sein Haus verkaufen. Lydia oder sich zu verlieben passen gerade nicht in seine Zukunftspläne. Doch natürlich muss es ein wenig anders kommen.

Ich bin mit Vaughan nicht warm geworden. Zum einen war er mir viel zu sehr Hippster. Das Buch wimmelt nur so von Undercuts, Manbuns, Vollbärten und Tätowierungen. Was in dieser Kombi nicht unbedingt meinem Lieblingsmännerbild entspricht. 
Doch schlimmer war sein Verhalten Lydia gegenüber. Gerade zum Ende hin stößt er sie mit aller Kraft von sich, um dann ein paar Tage später eine 180 Grad-Wende hinzulegen. Bei mir wäre er da untendurch gewesen.

Nach dem gelungenen Einstieg stagniert die Handlung total. Lydia beginnt in der Bar von Vaughans Schwester zu arbeiten. Deren Männerprobleme ich übrigens viel spannender fand. Allein zwischen Bar und Vaughans Haus spielt sich die Handlung ab, welche aus Streiterein und Bettsport bestand. Das hat mich leider überhaupt nicht fesseln können, sodass ich gegen Ende nur noch querlas, was sehr untypisch für mich ist.

Das Ende war sehr abrupt und auch die Kürzer der erzählten Zeit macht die Handlung nicht gerade glaubwürdig.
"Crazy, Sexy, Love" hatte das Potenzial eine sehr unterhaltsame, romantische Lovestory werden zu können, aber manchmal sind ein witziger Stil und eine tolle Idee einfach nicht genug.

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