Samstag, 15. Juli 2017

Flop | Paper Prince von Erin Watt

Im März hatte ich den ersten Teil "Paper Princess" gelesen und war nicht sicher, wie ich die Geschichte bewerten sollte, ich war enttäuscht, einem Hype aufgesessen und ein wenig fasziniert, da ich gerne erfahren wollte, wie es weitergeht. Als mir nun die Fortsetzung bei Tauschtiket über den Weg lief, habe ich kurzerhand zugeschlagen und bereits nach den ersten Seiten bereut, dass ich mir die Charaktere ein weiteres Mal freiwillig antue.


Reed tat etwas unverzeihliches und so ist Ella auf den Weg nach nirgendwo. Daheim im Royal Palace gehen sich die 6 Royal-Männer mal wieder gegenseitig an die Gurgel aus Sorge um Ellas Verschwinden. Als ein Privatdetektiv die Schülerin schließlich aufspürt und Heim bringt, scheint alles wieder in Ordnung zu kommen, bis die "böse Stiefmutter" wieder auf der Bildfläche erscheint.

Der Cliffhanger von Band eins war fies, doch sehr schnell auf den ersten Seiten wieder aufgelöst. Teile des Buches sind aus Reeds Perspektive verfasst, was mir meinen ersten Eindruck von ihm bestens bestätigen konnte. Reed ist wirklich ein notgeiler, aggressiver Idiot mit eigenartiger Moral. Seine Gedankengänge waren zum Fremdschämen. Klar gibt es solche Teenager, die denken, reden und sich aufführen wie er. Aber warum müssen die Autorinnen dies so verherrlichend darstellen?
Es gibt genug junge Mädchen, die diese Reihe lesen und denken könnten, dass es ok ist, sich von solchen Typen schlecht behandeln zu lassen, nur weil sie toll aussehen und vielleicht viel Geld haben.

Ella ist auch so ein Paradebeispiel einer missratenen Protagonistin. Im ersten Teil konnte ich sie noch halbwegs verstehen, doch hier kommt sie von einem Extrem ins nächste. Sie findet Reed so heiß und möchte sich am liebsten auf ihn werfen, doch zuerst muss sie sämtlich Leute, die sie schräg anschauen zusammenschlagen. Es war einfach nur anstrengend und unreif und nervig. Auch hier bin ich mir sicher, dass es solche Mädchen gibt, das Schlimme ist, wie die Autorinnen mit ihren Charakteren umgehen. Sie bekommen einfach nicht die Quittung für ihr Verhalten, sodass die Botschaft des Buches ganz klar ist: Bekämpfe Gewalt mit noch mehr Gewalt.

Die Geschichte ist kein bisschen romantisch. Reed und Ellas Verbindung scheint nur auf ein körperlicher Ebene stattzufinden, was sich hauptsächlich in Oralverkehr für ihn äußert. Es war einfach nur so dermaßen daneben was in diesem Buch passiert.

Handlungstechnisch war dies nicht wirklich viel. Neben den High School Schlägerein und Intrigen innerhalb der Familie passieren keine weiteren Entwicklungen. Das Buch war größtenteils einfach nur Langweilig. Im letzten Kapitel überschlagen sich jedoch wieder die Ereignisse. Eines muss ich den Autorinnen lassen, sie können böse Cliffhanger entwickeln. Doch das ist einfach viel zu wenig. Ihre Charaktere sind erschreckend, die Handlung total daneben, die Geschichte sendet die falsche Botschaft und der Schreibstil war streckenweise auch zum Fremdschämen.

Ich bin wirklich enttäuscht von der bisherigen Reihe, dabei habe ich damals einige positive Stimmen zu Paper Princess gehört. Ich frage mich, ob diejenigen eine andere Geschichte gelesen haben. Für mich endet die Reihe hier.

1/5

Dafür will ich keinen Link zu Amazon setzen!

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