Mittwoch, 19. März 2014

4/5 für "Eternal Riders. Thanatos" von Larissa Ione



Wie der jungfräuliche Tod zum Kinde kam...

Thanatos, dritter Reiter der Apokalypse, hat mit seinem Siegel wohl die schwerste Bürde zu tragen, denn wenn dieses bricht und den Weltuntergang hervorruft, dann hatte der Reiter zum ersten Mal Sex. So lautet zumindest die Legende. Das dem dann doch nicht so ist, muss Than erfahren als Regan, ein Mitglied der Aegis, ihn verführt, um mit dem kleinen schreienden Resultat die Welt zu retten.
- So zumindest ist es im 2. Teil der Eternal Riders um Limos geschehen. Was recht spektakulär begann, erzählt Larissa Ione nun in "Thanatos" weiter.

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Für mich war die Handlung jedoch eher ein Schwachpunkt des Buches. Than entführt die hochschwangere Regan und sieht sich schnell mit seiner neuen Rolle als werdender Vater konfrontiert. Das ist aber weiter kein Problem für ihn und auch Regans Verrat wird schnell verziehen. Viel spannender scheint für Than die Frage zu sein, welcher seiner Vampire ihm nicht mehr treu ergeben ist und wie sie es schaffen können Pestilence wieder zu Reseph werden zu lassen. Das zieht sich elendlang hin, wobei ich nur auf die großen Ereignisse der Niederkunft und Pestilence Ende warten musste. Das folgt fast zeitgleich aufeinander während der letzten 50 Seiten.
Larissa Ione hätte das apokalyptische Baby schon viel früher aus der Gebärmutter zaubern sollen. Ich hätte es viel spannender empfunden, wie die frischgebackenen Eltern mit der neuen Situation und einander fertigwerden. So fürchte ich, dass die junge Familie zwischen den Bänden und in Resephs folgender Geschichte so ziemlich untergehen wird.

Ansonsten schafft es Larissa Ione wieder sehr gekonnt die vielen Charaktere ihres Demonica-Universums mit Fragmenten der Mythologie zu verknüpfen. Ich finde es toll, dass immer wieder alte Bekannte des Underworld Generals eine wichtige Rolle einnehmen, dafür wird das Loslassen am Ende der Reihe umso schwerer werden.
Die langersehnte Spannung kam im letzten Drittel dann auch endlich auf und es wurde ein würdiges Ione-Fantasywerk, welches für mich vielleicht das schlechteste der Reihe ist, daher gibt es schwächelnde 4 Punkte.
Negativauffallend waren für mich die gehäuft auftretenden Rechtschreibfehler, es hinterlässt einfach keinen guten Eindruck auf das Lektorat wenn ein Name innerhalb eines Absatzes in verschiedenen Variationen auftaucht...

Alles in allem ist Thanatos und Regans Geschichte einer Schwangerschaft natürlich ein absolutes Muss für Fans auch wenn es zu weniger, Sex, Drama und Spannung kommt. Ich werde eher den Gedanken nicht los, dass der erzählerische Höhepunkt dieser Paarung im vergangenen Band stattfand...

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