Dr. Quincy Monroe ist eine brillante Meteorologin, die ihre Leidenschaft für das Wetter, Stürme und Hurricanes mit ihren 3 Millionen Social Media Followern teilt. Keiner macht ihr in ihrem Fachgebiet etwas vor. Nicht mal Sebastian, der ein arroganter Wetterstar ist und für eine Dokumentation in seine alte Heimatstadt zurückkehrt. Ausgerechnet zur schlimmsten Hurricane-Saison wirbelt er Quincys Leben mächtig durcheinander.
Das Cover hatte mich neugierig gemacht und ich hatte Lust auf eine Lovestory mit Sommervibes. Die sollte ich eigentlich auch bekommen, denn das Setting in Florida, war heiß, schwül und spannungsgeladen.
Wir lernen Quincy als sehr ambitionierte, junge Frau kennen, die Social Media zu ihrem Job machte und ihr Wissen mit einem Millionenpublikum teilt. Doch sie strebt nach mehr und bewirbt sich für einen Job in einer staatlichen Forschungseinrichtung. Quincy kämpft allerdings auch mit den Vorurteilen in ihrer Branche, weil sie eine Frau ist. Ehrlicherweise konnte mich dieser Aspekt der Geschichte nicht so überzeugen, den sie hat einen Doktortitel und ein riesiges Publikum, welches hinter ihr steht. Trotzdem lässt sie sich von blöden Kommentaren in der Branche aus der Bahn werfen, anstatt diese als Unsicherheiten schwacher Männer zu entlarven. Sie ist super schlau und selbstbewusst, mach die Typen doch einfach fertig! Allerdings war Quincy eher die Kandidatin, die sich retten lassen musste. So richtig bin ich mit ihr nicht warm geworden.
Sebastian war für mich auch ein schwieriger Kandidat. Er ist der Bruder von Quincys bester Freundin. Beide kennen sich also schon seit der Schule und stehen seit dem heimlich aufeinander. Sie verfolgten seit dem, was der jeweils andere tut. Als er zurück nach Florida kommt, ist von „messerscharfen Schlagabtäuschen“ (wie es im Klappentext heißt) für mich nicht viel zu spüren gewesen. Beide ergänzen sich recht schnell und gehen gemeinsam auf Sturmjagd. Rivalitäten? Keine Spur! Was eigentlich ganz süß hätte sein können, bekam in den Spiceszenen ein Cringe-Level 500. Sebastian hat so ein übersteigertes Selbstbild, dass er agierte, als wäre er in einer anderen Branche vor der Kamera tätig und nicht als Wettermoderator. Ich empfinde wirklich sehr selten so, was Spice anbelangt, aber dieser war für mich echt zum Fremdschämen. Ich fand es auch so unrealistisch, dass beide im schlimmsten Hurricane schutzlos übereinander herfallen. Dabei sind beide verletzt und müssen um ihr Leben bangen, wie konnten die da in Stimmung kommen?!
Die Protagonisten waren also nicht mein Fall und auch die Nebencharaktere konnten mich nicht von den Socken hauen. Sie bekommen sehr viel Raum und wir lernen sie schon gut kennen, daher gehe ich davon aus, dass es weitere Bände geben wird, doch emotional hat mich einfach keiner erreicht.
Die Thematik ist mal was anderes. Ich habe noch kein Buch gelesen bzw. gehört, in dem es um Hurricanes ging. Das war schon interessant gemacht und auch sehr atmosphärisch, wenn die Autorin die Wetterlagen beschrieb, mit denen die Figuren gerade konfrontiert wurden. Das war allerdings das Einzige, was mich wirklich bei der Stange halten konnte.
Das Hörbuch umfasst 12,5h und wurde von Pia-Rhona Saxe und Alexander Schwarz eingelesen, die einen guten Job machten.
„In Stormy Weather“ von Chelsea Curto konnte mich leider nicht vom Hocker wehen. Dafür wurde ich mit den Figuren einfach nicht warm genug. Schade eigentlich, denn die Thematik ist wirklich interessant.
3/5




