Dienstag, 11. Juni 2024

Buchtipp | Like Love but darker von Jasmin Romana Welsch

 Ich lese aktuell den 7. Band der Evig Roses Reihe von Jasmin Romana Welsch. Beim Recherchieren bin ich auf den Start einer neuen Reihe von ihr gestoßen, dessen Ebook ich mir spontan auf den Kindle lud. Für 99 Cents konnte man eigentlich nicht viel falsch machen, dachte ich.


Hazel ist ein soziales Einhorn, die meisten Menschen nerven sie total. Am liebsten verbringt sie Zeit mit ihrem Zwillingsbruder. So erfährt sie allerdings an ihrer Uni soziale Ausgrenzung und das nagt an ihr. Ihren Frust lässt sie in einem Aufsatz bei Prof. Hastings freien Lauf. Dieser meint etwas Außergewöhnliches zwischen den Zeilen herauszulesen und zitiert sie in seine Sprechstunde, wo er ihr ein unkonventionelles Angebot unterbreitet.

Ich hatte nicht viel Ahnung, was mich erwarten würde, allerdings wurde meine Neugier geweckt und mit gerade mal 219 Seiten sollte das Buch ein schneller Snack für Zwischendurch sein.

Die Autorin hat mit Hazel eine Protagonistin erschaffen, die sehr anders ist. Dafür aber auch für mich sehr nahbar, authentisch und liebenswert. Sie hasst die Affektiertheit und Selbstdarstellung ihrer Mitmenschen und meidet diese daher ganz bewusst. Nur bei ihrem Zwillingsbruder und dessen besten Freund kann sie ganz sie selbst sein, ohne dafür verurteilt zu werden. Trotzdem macht dieser Umstand etwas mit ihr, was sie sich im Philosophiekurs bei Prof. Hastings von der Seele schreibt. So wird dieser auf sie aufmerksam.

Der erste Teil des Buches kümmert sich erst einmal ausgiebig um Hazel und ihr Leben, wir lernen sie also sehr gut kennen, wenn sie zum ersten Mal auf Aiden trifft, der von allen Studentinnen angehimmelt wird. Er ist super anspruchsvoll und streng, die Durchfallquote seines Kurses ist extrem hoch. Ist Hazel eines seiner Fangirls? Nein. Dennoch werden sie bald mehr Kontakt miteinander haben als sie sich jemals erträumt hätte.

Nur wenige Kapitel werden aus Aidens Sicht geschildert. Er bleibt ziemlich mysteriös und dieser Eindruck wird im letzten Kapitel noch einmal mehr befeuert. Ich bin definitiv gespannt, was da noch kommen mag.

Wir werden im Buch mit einem ziemlichen Altersunterschied von 19 Jahren konfrontiert, der allerdings erstmal funktioniert, weil Hazel kein naives Dummchen ist. Etwas eigenartig ist allerdings dann schon, auch wie die ganze Verbindung zustande kam. Richtig glaubwürdig war dies erstmal nicht, auch dass Aiden sich so ganz öffentlich mit seiner Studentin sehen lässt. Diese sogar mit in seine Wohnung nimmt, die auf dem Campus liegt. Würde das wirklich jemand machen, der seinen Job behalten möchte? Ich denke nicht. Konnte mich die Geschichte dennoch sehr gut unterhalten? Absolut. Bin ich gespannt auf die Fortsetzung im Juli? Auf jeden Fall. Das warten bis dahin ist auch nicht mehr so lange und vielleicht habe ich bis dahin auch die „Evig Roses“- Reihe beendet.

„Like Love but darker“ von Jasmin Romana Welsch ist der Beginn einer neuen Reihe mit einer ziemlich unkonventionellen Paarung. Dieser war sehr kurzweilig und macht definitiv Lust auf mehr.

4,5/5

Freitag, 7. Juni 2024

Hörbuchrezension | Mord stand nicht im Drehbuch von Anthony Horowitz

 Anthony Horowitz kündigt die Zusammenarbeit mit dem Ermittler Hawthorne. Es soll keine weiteren Bücher mehr über ihre Fälle geben. Der Autor will sich gerade nur auf die Premiere seines ersten Bühnenstücks konzentrieren. Diese lief gut, doch dann kommt die erste vernichtende Kritik und das Stück scheint am Ende zu sein. Als die Kritikerin ermordet aufgefunden wurde, gerät Anthony als Hauptverdächtiger in den Fokus der Polizei. Nun kann ihm doch nur noch einer helfen: Hawthorne.



„Mord stand nicht im Drehbuch“ war für mich das zweite Buch in dieser Reihe, welches ich hörte. Der Vorgängerband gefiel mir richtig gut und so freute ich mich auf diese Geschichte. Zu Beginn werden einige Figuren eingeführt, deren Namen man sich besser schnell merken sollte: Schauspieler, Regisseure, Theatermitarbeiter, Kritiker. Die Liste ist lang und so gingen mir irgendwann während des Hörens ein paar Identitäten durch die Lappen.

Die Handlung wird schnell vorangetrieben. Anthony ist der alleinige Verdächtige und die Hinweise deuten auf ihn, nur der geniale, aber schwierige Ermittler Hawthorne kann ihn da herausholen und so machen sie sich gemeinsam auf die Tätersuche. Es gibt einiges in der Vergangenheit der Theaterleute aufzudecken. Der Krimi ist auf jeden Fall kurzweilig, allerdings muss ich sagen, dass mich die Geschichte nicht so überzeugt hat. Gerade im Vergleich zum sehr starken Vorgänger. So konnte ich das Ende auch schon vorhersagen.

Das Hörbuch umfasst gerade mal 4,5h und ich hatte es an einem Stück durchgehört. Gelesen wurde es von Uve Teschner, der einen guten Job macht.

„Mord stand nicht im Drehbuch“ von Anthony Horowitz ist ein kurzweiliges Vergnügen, welches mich leider nicht komplett abholen konnte. Nach dem starken Vorgänger hatte ich einfach mehr erwartet.

3/5

Buchtipp | Three swedish Mountain Men von Lily Gold

 Als ich dieses Buch entdeckte, war ich sehr neugierig auf die Geschichte und auch erstaunt, dass sie unter diesem süßen, harmlos wirkenden Cover ein Zuhause bei einem „ganz normalen Publikumsverlag“ bekommen hat.

 



Daisy ist auf der Flucht. Nichts wie raus aus England, denn dort ist ihr Leben ruiniert. Ihr Ziel ist Schweden, dort wollte sie schon immer mal hin. Nordlichter sehen und malen. Womit sie nicht rechnete, war der Elch auf der Straße und der anhaltende Schneesturm. Gerettet wird sie von drei unwiderstehlichen Schweden, die sich eine Hütte in den Bergen teilen und manchmal auch mehr als das…

 

Wir lernen die junge Lehrerin Daisy sehr ausführlich kennen. Die Autorin konnte ihre körperlichen Attribute sehr gut wiedergeben und auch ihr Wesen wurde perfekt eingefangen. Daisy ist zunächst im Fluchtmodus, geheimnisvoll und möchte keinen zu nahe an sich heranlassen, da niemand in Schweden erfahren soll, was ihr passiert ist. Die drei beeindruckenden Kerle geraten allerdings hinter die Schale und so lässt Daisy sich auf sie ein, wird von der stillen Maus zu einer fordernden Frau, die endlich für sich einzustehen weiß.

 

Cole, Riven und Eli sind Freunde seit ihrer Jugend. Jeder hat sein eigenes Päckchen zu tragen und dabei könnten sie nicht unterschiedlicher sein. Riven ist Arzt und kommt aus einem sehr reichen Elternhaus. Eli ist Skilehrer und der Sunnyboy der WG. Ranger Cole zieht die Natur den Menschen vor und so ist der Hüne meist brummig unterwegs. Die Autorin konnte mir ein sehr authentisches Bild von ihren Figuren abliefern. Die Jungs haben eine ganz eigene Dynamik, in der Daisy ihren Platz fand.

Wir haben es hier mit einem Reverse Harem Roman zu tun, in dem nicht so viele explizite Szenen auftauchen, wie man zunächst erwarten würde. Im Fokus stehen Gefühlsthemen, wie Vertrauensmissbrauch und Verrat aber auch, wie man einen schwedischen Winter in den Bergen übersteht.

Das Setting war echt toll und die Autorin konnte mich mit ihrem Erzählstil komplett abholen. Die Geschichte hat mich sehr gut unterhalten und war ein kurzweiliges Lesevergnügen, welches mich Neugierig auf die weiteren Bücher der Reihe gemacht hat. Ist sie glaubwürdig? Nicht wirklich, aber den Anspruch muss ich an der Stelle nicht haben.

 

Ich kann die „Three swedish Mountain Men“ von Lily Gold auf jeden Fall empfehlen, so eine Geschichte bekommt man nicht alle Tage serviert.

4,5/5

Dienstag, 4. Juni 2024

Teil 5 | The darkest Gold. Die Rebellin von Raven Kennedy

 Ich war ganz schön verzweifelt als der Erscheinungstag des 5. Bands der the darkest Gold Reihe verstrich und weit und breit kein Hörbuch erschienen war. Es war auch nirgends angekündigt. An dieser Stelle beste Grüße an den USM-Audio-Verlag, die auf keine Nachfrage reagierten. Also ging ich in meine örtliche Buchhandlung des Vertrauens und kaufte mir die Printfassung des 5. Teils, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht!


Auren und Slade sind getrennt durch einen Riss, der die Welten miteinander verband. Doch dieser ist nun geschlossen und so sitzt Auren im Feenkönigreich Annwyn fest, während Slade in Orea einen Rachefeldzug vollführt und jeden dafür zur Rechenschaft zieht, der Auren beim Conflux verurteilen wollte. Währenddessen muss Auren ihre Identität in Annwyn geheim halten. Ihre goldene Erscheinung weist sie nämlich als Mitglied der abgesetzten Königsfamilie aus, die als ausgerottet galt. Zum Glück gibt es in Annwyn einige Sympathisanten und so schließt Auren sich einer Rebellengruppierung an, in der Hoffnung ihren Weg zurück zu Slade zu finden.

Ich habe mich so sehr auf diese Fortsetzung gefreut. Die Reihe ist einfach pures Fantasygold. Nach dem Cliffhanger des 4. Bands, der mich atemlos zurückließ, konnten wir auch erahnen, dass es dieses Mal verdammt gefährlich werden würde.

Die Fae ziehen in Orea ein und wollen alles platt machen. Königin Malina ist die einzige, die davon weiß, doch niemand in ihrem abtrünnigen Königreich will ihr Glauben schenken. Die Geschichte wird in großen Teilen auch aus ihrer Perspektive erzählt und so erleben wir ihre spannende Charakterentwicklung hautnah mit. Von der kalten Königin wird sie nun nahbarer, muss sich allerdings mit einer neuen Art der Kälte auseinandersetzen. Ihre Verbindung zum Meuchelmörder wird immer intensiver, was man vorher wohl auch nicht geahnt hätte.

Slade läuft Amok in Orea und zieht jeden zur Rechenschaft, der Auren tot sehen wollte. Das hinterließ auch bei mir eine gewisse Genugtuung. König Fäule wird seinem Namen absolut gerecht und unterstreicht so wie verloren er ohne Auren erscheint. Die ungewollte Trennung hinterlässt bei ihm bedrohliche Spuren und wir erfahren so einiges mehr zu ihrer Verbindung. Ich bin gespannt, wie die beiden im Finale hoffentlich wieder zusammenfinden werden.

Aurens Handlungsstrang war superspannend. Die neue Welt Annwyn hält einige Gefahren bereit und wir erfahren so einiges über dessen Geschichte. Dabei werden auch brisante Geheimnisse aufgedeckt und das Ende macht mich völlig fertig. Ich muss unbedingt wissen wie es weitergeht! Leider erscheint das Finale erst im Dezember… Was auch hart werden wird, denn ich möchte keinen Abschied von dieser grandiosen Fantasywelt nehmen, von der ich einfach alles liebe. Die Charaktere sind so vielschichtig und interessant, der Weltenentwurf ist magisch. Die Autorin schafft es mit ihren Worten ganze Orte in meinem Kopf entstehen zu lassen. Dabei nimmt sie mich so sehr gefangen, dass ich allem entgegenfiebere und jedes Mal überrascht bin von den genialen Wendungen.

Ein kleines Trostpflaster bleibt für mich bis zum Dezember: Mittlerweile ist auch die Hörbuchfassung erschienen, nachdem ich befürchtete, dass diese gecancelt wurde. Also werde ich mir diese vor Band 6 definitiv auch noch anhören und ich freue mich jetzt schon darauf und hoffe einfach, dass das Hörbuch beim nächsten Mal zum E-Tag des Buches verfügbar sein wird.

Wie auch schon in meinen vier Rezensionen davor kann ich euch „The darkest Gold“ von Raven Kennedy nur wärmstens empfehlen. Was für eine grandiose Reihe, die einfach alles hat, was mein Herz höher schlagen lässt. Ich liebe alles an ihr!

5/5

Freitag, 31. Mai 2024

Hörbuchrezension | Funny Story von Emily Henry

 Die Autorin war mit ihrer vorherigen Geschichte „Book Lovers“ eine Entdeckung für mich und so freute ich mich sehr als ich ihren neuesten Roman „Funny Story“ über Netgalley als Hörbuch zur Verfügung gestellt bekam.

Daphne ist gestrandet mitten in einer idyllischen Kleinstadt in Wisconsin. Eigentlich wollte sie dort in wenigen Monaten ihren Verlobten Peter heiraten. Doch dieser hielt es für die bessere Idee an seinem Junggesellenabschied mit seiner besten Freundin Petra durchzubrennen. Jetzt steht Daphne ohne Liebe und Zuhause da. Die Notlösung ist Miles. Ihr neuer Mitbewohner ist ausgerechnet der Ex-Verlobte von Petra. Wer könnte also besser wissen, was Daphne gerade durchstehen muss. Etwas Alkohol und ein paar Missverständnisse später startet der Beginn einer Funny Story.

Autorin Emily Henry hat ein unglaubliches Talent ihre Romane so mitreißend zu beginnen, dass ich auch hier wieder sofort von ihrer Erzählweise gefangen genommen wurde. Wir erfahren sofort von Daphnes Misere und so nimmt die Geschichte ihren Lauf.

Daphne ist Kinderbibliothekarin und liebt ihren Job. Leider bringt dieser nicht viel Geld ein und so war sie stets abhängig von Peter. Lebte in seinem Haus und steht nach der Trennung nun ohne Bleibe da. Dann steht Miles vor der Tür und nimmt sie kurzerhand mit in seine kleine Wohnung. Daphne ist eine sehr authentische Protagonistin, die ein sehr enges Verhältnis zu ihrer Mutter hat. Die beiden waren allein und immer füreinander da. Daphnes größte Angst ist es, im Stich gelassen zu werden, wie es ihr Vater immer tat und nun auch Peter.

Am Boden zerstört nimmt sie Miles Angebot an und arrangiert mit dem Ex der neuen Freundin ihres Ex. Miles ist total deprimiert, erstickt seinen Kummer in Marihuana und traurigen Lovesongs. Es dauert ein wenig bis Miles sich wieder in den Griff kriegt und zeigt, dass er eigentlich der Sunnyboy der Kleinstadt ist, der von allen älteren Herrschaften geliebt wird und viel für seine Mitmenschen tut. Allerdings hat Miles auch das Problem, dass er bisher immer Reißaus nehmen möchte, wenn die Dinge ernster wurden.

Um ihren Ex-Partnern eins auszuwischen, behaupten Miles und Daphne kurzerhand selbst ein Paar zu sein. In einer Kleinstadt sollten sie dies besser überzeugend vorspielen. So beginnt für die beiden ein Sommer, in dem Miles Daphne all die tollen Ecken der Gegend zeigt und aus dem Spiel mehr werden könnte.

Ich fand Miles Transformation gut und wirklich wichtig, denn zunächst dachte ich „puh, ein Kiffer soll nun der Held der Story sein!“ Doch schnell zeigt sich, dass der Schein trügt und Miles alles für seine Menschen gibt und sich gerne aufopfert. Die Chemie zwischen beiden ist toll und ich liebe die humorvollen Momente, die die Geschichte zu etwas Besonderem machen.

Das Hörbuch hat über 13h, war aber so fesselnd, dass es nicht so langwierig erschien. Christiane Marx macht einen unglaublich guten Job und kann mit ihrer Stimme so viel Gefühl und Charakter den Figuren einhauchen, dass es Spaß macht, ihr zu lauschen.

Am Ende muss ich sagen, dass mich die Geschichte ein wenig verloren hat, als all die zwischenmenschlichen Probleme zusammenliefen. Da fand ich „Book Lovers“ stärker, dennoch ist „Funny Story“ von Emily Henry eine wundervolle Geschichte für den Sommer, die einfach Spaß macht und viel Tiefgang besitzt.

4,5/5

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