Donnerstag, 26. Februar 2026

Kinderbuch | Das Zauberwort heißt Nein! von Rebecca Mir

Über Vorablesen zog dieses neue Kinderbuch bei mir ein, welches ich mir mit den Jungs direkt abends zu Gemüte führte. Wenn neue Bücher für sie einziehen, sind sie immer ganz aus dem Häuschen und sie müssen sofort vorgelesen werden.

 



Fiete ist ein süßer, kleiner, roter Kater, der alles für seine Freunde tun würde. Doch diese nutzen Fiete aus und fordern Gefallen von ihm, die den kleinen Kater in ziemliche Schwierigkeiten bringen. Da muss erst eine kleine Heldin auftauchen, die Fiete zeigt, was Freundschaft bedeutet und das es da ein ganz wichtiges Zauberwort gibt: NEIN!

 

Das Cover des Kinderbuchs ist sehr aussagekräftig, zum einen sieht man den niedlichen Kater und ist direkt bezaubert, doch dann entdeckt man, was da eigentlich los ist, in welcher Bredouille er steckt. Das haben auch die Jungs direkt erkannt und waren bestürzt, was da gerade mit Fiete passiert. Ich war echt erstaunt, welche Gefühle das Cover bei den Kids ausgelöst hat und das auf subtilere Art und Weise.
Etwas unglücklich finde ich, dass auf dem Cover mit einem prominent platzierten Störer gearbeitet wurde, um ja darauf aufmerksam zu machen, dass dies das erste Kinderbuch von Rebecca Mir ist. Ich finde sie super, keine Frage, doch wirkt ihr schönes Portraitfoto wie ein Fremdkörper auf dem Cover und würde mich eher vom Kauf abschrecken als diesen anzureizen.

Tatsächlich hat sie das Buch auch nicht allein geschrieben, sondern zusammen mit Ruth Rahlff. Rebecca Mir setzt sich für den Schutz von Kindern vor Missbrauch ein und dahingehend sensibilisiert die Thematik des Buches. Nein ist ein wichtiges Wort und sollte in jedem Kontext akzeptiert werden. Das müssen die Kids früh genug lernen.
Hier begleiten wir also Kater Fiete dabei, wie er gefährliche Aufgaben für andere Katzen erledigen soll, die sich als seine Freunde ausgeben. Er traut sich nicht nein zu sagen. Erst eine kleine Maus hilft ihm den Mut dazu zu finden. Unterlegt wird die Geschichte mit großflächigen, farbigen Illustrationen, die wunderschön anzusehen und sehr niedlich sind. Gleichzeitig transportierten die Figuren über ihre Mimik ganz viel Gefühlsregungen, die meine Jungs sehr wohl zu interpretieren wussten und somit richtig mitfieberten.

 

Das Ende der Geschichte war recht abrupt und die Jungs und ich auch waren ein wenig verwirrt, dass die Story schon auserzählt war. Das hätte gerne runder auserzählt werden können. Dennoch kann ich sagen, dass uns „Das Zauberwort heißt Nein!“ richtig gut gefiel. Die Botschaft des Kinderbuchs ist super wichtig , der Held ist liebenswert und die Illustrationen sind schön und emotional. Daher würde ich es auf jeden Fall weiterempfehlen.

4/5

Dienstag, 24. Februar 2026

Hörbuchrezension | Bite the Bride von Penny Juniper

Auf dieses Buch war ich so gespannt und ließ es dann doch recht lange auf dem Sub schmoren. Als ich sah, dass Band zwei bereits in dieser Woche erscheinen wird, gab ich mir endlich den entscheidenden Ruck und drückte auf Play.



Katherine studiert an einer Universität für magische Wesen, dabei ist sie ein gewöhnlicher, nicht magischer Mensch und erfährt als diese Unterdrückung von so vielen Leuten an der Uni. Kat hat eine rebellische Ader und bricht in die Uni-Bibliothek ein, um ein verbotenes Zauberbuch zu stehlen. Dabei befreit Kat einen gefährlichen Fluch, der von ihr Besitz ergreift. Ihre einzige Rettung ist ein Vampirbiss und das täglich! Das Problem: Vampiren ist es strengstens untersagt, Menschen zu beißen. Einziger Ausweg: Eine Heirat! So gerät Kat an ihren verhassten Retter, Ethan Hawthorne. Seines Zeichens mächtiger Vampir und verstaubter Bibliothekar.

Ich bin so ready für spicy RomComs mit Fabelwesen. Als ich den Klappentext sah, war schnell klar, dass mir die Geschichte mit großer Wahrscheinlichkeit gefallen würde. Diese spielt im Schottland der 1920er Jahre, was ein ungewöhnliches und sehr atmosphärisches Setting war. Die Welt ist im Aufbruch, was Frauen- und Menschenrechte anbelangt. Sie wird allerdings regiert von adligen Fabelwesen, die offen auftreten und die Menschen seit jeher unterjochten. Das war ein interessantes Worldbuilding. Auch die Hierarchien, die vorherrschen sind spannend. So gibt es mehrere Clans von Vampiren, Werwölfen, Fae, die ein Oberhaupt haben und teilweise rivalisierend sind. Mir hat das richtig gut gefallen und so gibt es einiges an Potenzial für die weiteren Bände.

Kat ist eine typische Vertreterin des modernen Frauenbilds aus dieser Zeit. Sie will alles an Möglichkeiten mitnehmen, die sich neu für Frauen auftun. Sie will studieren, arbeiten, aber auch tanzen gehen und all die knappen Kleider tragen, auf die sie Bock hat. Sie führt ein selbstbestimmtes Leben und zeigt während ihrer Arbeit bei der Unizeitung all die Missstände auf, die ihr über den Weg laufen. Damit macht sie sich bei den Männern und magischen Wesen gleichermaßen keine Freunde. Kat ist total mutig, kämpft für sich und ihre Freundinnen. Damit hat sie mir sehr imponiert.

Das letzte was Katherine will, ist sich mit einer Heirat an einen Mann zu binden, schon gar nicht an einem mächtigen Vampir, um ihre Freiheiten aufzugeben. Also gibt sie alles, um heimlich zu tun, wonach ihr der Sinn steht und das treibt Ethan natürlich in den Wahnsinn. Dabei will er Kat nur beschützen, denn es sind einige Leute hinter dem Fluch in ihr her.

Ethan ist ein ziemlich mächtiger Vampir, der sehr auf Vorschriften bedacht ist und über seine Bibliothek nahe zu diktatorisch herrscht. Mit Kat geriet er schon oft aneinander und auch er ist über die Heirat alles andere als happy. Er tut es aus selbstlosen Gründen und die Spannungen zwischen beiden wachsen an. Außerdem taucht er immer dort auf, wo Kat sich gerade mal wieder in Gefahr bringt.

Beide zusammen fand ich echt unterhaltsam, auch wenn mir die Entwicklung nach all dem Hass ein wenig zu schnell vorkam, gerade auch im Hinblick auf das Ende, was Kat für Ethan in Kauf nimmt. Das war mir zu schnell zu viel, um für mich überzeugend zu sein. Auch die Auflösung erfolgte ohne großen Spannungsbogen. Das waren aber die einzigen kleinen Schwachstellen, die die Geschichte in meinen Augen besaß.

Was ich übrigens echt clever gemacht fand: Band zwei findet scheinbar zeitgleich mit den Handlungen dieser Geschichte statt. Wir werden also schon angeteasert, was es mit Kats Freundin Grace und einem Werwolf auf sich haben wird. Somit bin ich super gespannt auf diese Geschichte und möchte sie am liebsten auch als Hörbuch verschlingen.

„Bite the Bride“ wurde nämlich von Yesim Meisheit und Vincent Fallow eingelesen, die beide einen großartigen Job machten. Gerade Vincent Fallow konnte Ethans Blasiertheit sehr gut rüberbringen. Das war wirklich ein tolles Hörerlebnis!

Dies war das erste Buch von Penny Juniper für mich und bestimmt nicht das letzte. Das Worldbuilding ist grandios und die Charaktere super interessant. Ich bin ganz gespannt, wie es nach „Bite the Bride“ weitergehen wird.

4,5/5

Freitag, 20. Februar 2026

Hörbuchrezension | Betreutes Morden von Fergus Craig


Carol Quinn ist Serienkillerin im Ruhestand und als diese zieht sie nun in ihre neue Eigentumswohnung im luxuriösesten Eigenheim Londons ein. Nach 35 Jahren abgesessener Haft scheint ihre Vergangenheit sie einzuholen, als vor ihrem Fenster eine Leiche auftaucht. Schnell wird sie zur Verdächtigen Nummer eins und von den anderen SeniorInnen angefeindet. Doch Carol hätte nicht so eine steile Karriere hingelegt, wenn sie nicht genau wüsste, wie Mord funktioniert und so ist sie dem Täter auf der Spur.

Seit dem Donnerstagsmordclub bin ich ein großer Fan von kuriosen und etwas anderen Ermittlern. Diese Neuerscheinung schlägt auch in diese Richtung ein. Wir sind auch in einem Altenheim und die Insassen sind namhafte Persönlichkeiten. So ist eine ehemalige Innenministerin Carols Nachbarin, aber auch eine Krimiautorin, Pathologin oder ein Ex-Polizeibeamter. Kein gutes Pflaster für einen Täter. Doch Caroll ist aufgrund ihrer bekannten Vergangenheit die Verdächtige Nummer eins. Und das auch zu Recht. Die Geschichte geht auf ihre Morde ein und die hatten es in sich. Carol ist eine Soziopathin, die Leute spontan ermordete, die ihr negativ auffielen, weil sie ihr oder anderen Leid antaten. Das schaffte sie ganz ohne Gewissenbisse. Mittlerweile ist sie etwas reflektierter unterwegs und will eigentlich nur noch einen angenehmen Lebensabend in interessanter Gesellschaft verbringen. Die Mittsiebzigerin war schon echt kurios und auch gruselig, wie sie so von ihren Taten berichtete, als wären sie nichts. Carol spielt auch jetzt mit dem Gedanken ab und zu Leute auszuschalten, es mangelt ihr auch nicht an den Möglichkeiten, doch sie entscheidet sich ganz bewusst dagegen, es zu tun. Carol war schon eine interessante Protagonistin, auch wenn man sich nicht wirklich mit ihr identifizieren kann (ich zumindest nicht) begleitete ich sie trotzdem gerne durch ihre Geschichte.


Der Krimi ist auch gut und unterhaltsam gemacht, der Autor spielt mit verschiedensten Elementen des Genres und referiert ganz bewusst den Donnerstagsmordclub, was irgendwie auch ganz charmant war. Mir fehlten am Ende die Überraschungsmomente, irgendwie war mir lange klar, wer involviert sein würde, sodass die Auflösung für mich nicht so spannend war.

 

Das Hörbuch umfasste 8,5h und wurde von Manon Straché eingelesen, die einen richtig guten Job machte. Man merkt, dass sie Schauspielerin ist und so stimmlich den Figuren ganz viel Leben einhauchen konnte. Das hat mir richtig gut gefallen.

 

Ich bin gespannt, ob es von Fergus Craigs „Betreutem Morden“ noch weitere Teile geben wird. Potenzial hätte die Reihe mit ihrer kuriosen Killer-Seniorin auf jeden Fall. Vielleicht werden die Kriminalfälle dann auch besser.

4/5

Dienstag, 17. Februar 2026

Kinderbuch | Eilig, so unglaublich eilig von Christian Merveille

 Auf Vorablesen gewann ich dieses bezaubernde Kinderbuch, welches mit dem Häschen einigen Ostercharme versprühte, doch das würde der Geschichte wohl nicht gerecht werden.


Der Protagonist ist ein kleiner Hase, der allerdings kaum zu Wort kommt, denn er hat es eilig, so eilig. So rennt er durch die Geschichte, aus seinem Haus heraus, durch die Straßen seiner Stadt und schließlich über Wege zu seinem Ziel. Dabei hat er keinen Blick nach links oder rechts übrig, sondern flitzt, als würde er zu spät kommen. Wo will er hin und warum rennt er so schnell?

Darum geht es in dem Buch. Für mich lag das Hauptaugenmerk auf den wunderschönen Illustrationen. Die Tiere sind von ganz unterschiedlicher Art in vermenschlichter Darstellung. Sie sind bezaubernd niedlich anzuschauen und leben in so einer idyllischen Umgebung. Es ist einfach nur schön und steht in eindeutigem Kontrast zu dem eilig dahin rasenden Häschen. Warum es so schnell flitzen musste? Hm, keine Ahnung. Wir wissen am Ende zwar, wo es hinwollte, doch fehlte mir ein wenig die Pointe.

Die Jungs hatten viel Freude an der Geschichte als ich sie vorlas und liebten es mit mir die Bilder zu erkunden. Man kann ebenso schnell wie das Häschen durch die Geschichte huschen oder sich ganz bewusst Zeit nehmen und die Bilder auf sich wirken lassen, wie wir es getan haben. Man kann das Buch einfach immer wieder zum Vorlesen heranziehen und daher empfehle ich „Eilig, so unglaublich eilig!“ von Christian Merveille und Lorenzo Sangio unbedingt weiter.

5/5

Montag, 16. Februar 2026

Hörbuchrezension | Rebel Witch von Kristen Ciccarelli


Rune ist auf der Flucht. Ihre Identität als Hexe ist preisgegeben und Hexenjäger Gideon setzt alles daran um sie zu finden. Vergessen sind scheinbar all die Gefühle, die zwischen ihnen entstanden sind. Doch beide müssen zusammenarbeiten um einer gemeinsamen Feindin das Handwerk zu legen, denn sonst droht die Welt, wie sie sie kannten zerstört zu werden.

Ich habe Band eins im Sommer gehört und war sehr angetan von der Geschichte. Ich freute mich auf Band zwei, das Finale der Dilogie und war gespannt wie die Geschichte zwischen Hexe und Hexenjäger ausgehen würde.

Die Handlung schloss fast nahtlos an Band eins an. Wir stecken also direkt mitten drin, was es mir schon schwer machte, mich wieder in der Geschichte einzufinden. Es gab nicht viele Atempausen und ich nahm die Handlung als ein wildes Hin-und-Her wahr. Gideon und Rune treffen aufeinander, Rune flieht und reist zu einem komplett anderen Ort, ein paar Seiten später treffen beide wieder wie zufällig aufeinander. Und so ging das wirklich oft, dass die Handlung fast nur aus diesem Muster zu bestehen schien. So richtig gepackt hatte es mich dieses Mal nicht. Auch die Wendungen und Enthüllungen erschienen mir sehr konstruiert. Wow-Momente hatte ich in Band zwei nicht.

Auch die Emotionalität zwischen Gideon und Rune konnte ich nicht mehr so fühlen wie in Band eins, dabei fand ich diesen damals so gut! Was ist für mich nur mit der Geschichte passiert?

Das Hörbuch umfasst fast 14,5h und war aufgrund der sich wiederholenden Handlungsmuster schon eine zähe Angelegenheit für mich. Die SprecherInnen Henriette Schreurs und Moritz Frinberg machten zwar einen guten Job, konnten allerdings nicht dazu beitragen, dass mich die Handlung gepackt hätte. Leider.

Ich hätte mir wirklich gewünscht das „Rebel Witch“ von Kristen Cicarelli die tolle Geschichte um den roten Nachtfalter würdig zu Ende führt, das hat sie für viele auch, doch mich konnte die Geschichte einfach nicht abholen.

3/5

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