Donnerstag, 5. November 2026

Mehr erwartet | Symphony of the Sinner von Becca S. Hale

Ich hatte das Glück dieses Buch im Rahmen einer Lovelybooks Leserunde lesen zu dürfen. Tatsächlich stand es auch auf meiner Wunschliste und so war die Vorfreude ganz besonders groß! Doch leider war die Geschichte dann nicht so wie erhofft.



In Grimmwood Creek öffnen sich an Halloween die Tore zur Hölle. Dämonen treten heraus und machen Jagd auf die Menschen. Parker verlor vor einigen Jahren ihre Mutter bei diesen Überfällen. Seit dem sinnt sie auf Rache und sucht den Dämon, der ihrer Mutter das Leben nahm. Dieses Halloween wähnt sie ihre Chance, geht einen Pakt mit einem Dämon ein und lässt sich von ihm in die Unterwelt führen. Um wieder zurück zu können, muss sie das Ritual der sieben Todsünden bestehen. Doch je länger Parker in der Unterwelt bleibt, desto mehr verschwimmen die Grenzen von Monster und Mensch. Außerdem soll Parker herausfinden, dass sie absolut niemandem in der Unterwelt vertrauen darf…

Wir lernen Parker an Halloween in einer sehr düsteren und trostlosen Umgebung kennen. Sie hat niemanden mehr, keine Familie, keine Freunde. Im Gegenteil, sie muss ständig auf der Hut vor ihren Mitmenschen sein. Wenn Parker nicht durch einen Dämon stirbt, dann wohl durch menschlicher Hand. Ihre Situation ist also aussichtslos und so fühlt es sich fast schon logisch an, dass sie mit Dämon Azael in die Unterwelt geht. Verlieren kann sie nicht viel. Sie erhofft sich davon die Erkenntnis, wer ihre Mutter vor all den Jahren tötete. Parker ist unglaublich mutig und verlor auch unter all den Dämonen nie ihre Menschlichkeit.

Azael genießt in der Hölle kein sehr hohes Ansehen. Ihm wurde aufgrund eines Vergehens eines seiner Hörner abgeschlagen. Alle schauen auf ihn herab, dabei ist er ein sehr mächtiger Dämon. Er tarnt Parker mit einem Illusionszauber und so erscheint sie für alle anderen als Dämon. Er hilft ihr bezüglich der Prüfungen für die 7 Todsünden und eigentlich erscheint Azael als ein Charakter, der Parker nichts böses will, doch wie sehr können wir ihm vertrauen und welche sind seine wahren Beweggründe?

Mir gefiel das Setting ausgesprochen gut. Ja, es ist die Hölle und diese ist düster und grausam. Doch es war einfach mal etwas anderes und die Autorin konnte dies sehr atmosphärisch verpacken. Ich war am Anfang auch sehr gefesselt von der Story, weil auch die Dämonen sehr spannend gestaltet waren und ich mir alles sehr bildhaft vorstellen konnte. Wir sehen alles durch Parkers Augen und versuchen uns zusammen mit ihr dort zurecht zu finden.


Tja, dann begann der sehr lange, sehr schleppende Mittelteil, in dem mich die Autorin tatsächlich verlor. Die Handlung stagniert einfach komplett und es gibt keinen Spannungsbogen. Parker streift durch die Unterwelt, hat den immer gleichen Alltag, ohne Erkenntnisse zu gewinnen. Das Ritual der sieben Todsünden klingt auch spektakulärer als es war. Sie soll die Todsünden begehen, um das Ritual zu erfüllen. Dafür muss sie sich nicht mal sonderlich anstrengen, sondern es passiert meist nebenbei, ohne dass sie es eigentlich mitbekommt. Das fand ich als Rahmenhandlung super lahm. Die meiste Zeit hat mich das Buch wirklich gelangweilt und so brauchte ich auch verdammt lange dafür. Ich las auch mal 2 Wochen nicht und überlegte es abzubrechen. Tat es nur nicht, weil ich bei der Leserunde teilnahm. Das war wirklich frustrierend!

Die Verbindung von Parker und Azael konnte mich auch nicht wirklich bei der Stange halten, weil beide nicht sehr viel miteinander interagieren. Azael hält sich sehr lange im Hintergrund und Parker ist hauptsächlich auf sich allein gestellt. Wie sich da überhaupt etwas zwischen beiden entwickeln konnte, ist mir komplett schleierhaft.

Die letzten 100 Seiten konnten mich etwas fesseln. Die Story kam endlich zu ihrem Ziel. Spannung gab es trotzdem keine! Ich würde auch nicht sagen, dass ich über die Enthüllungen überrascht gewesen wäre. Eigentlich war klar, dass es darauf hinauslaufen würde. Ich muss auch sagen, dass die Dilogie mit diesem Band für mich abgeschlossen ist, da es mich nicht interessiert wie es weitergehen wird. Das ist wirklich schade, denn meine Hoffnungen an die Geschichte waren einfach andere.

„Symphony of the Sinner“ von Becca S. Hale begann echt stark, um dann viel stärker nachzulassen. Mir gefiel das Worldbuilding richtig gut, doch die Handlung trat nur auf der Stelle. Das war kein vergnügliches Leseerlebnis.

3/5

Dienstag, 3. November 2026

Hörbuchrezension | Purpose von Antonia Wesseling

Nach dem mich Loverboy von Antonia Wesseling nachhaltig beschäftigt hat, war ich sehr gespannt auf ihr neuestes Buch und musste es mir sofort anhören, als es bei mir einzog.


Paula ist True Crime Podcasterin und lebt allein in ihrem Elternhaus auf der Nordseeinsel Juist. An einem Abend lernt sie in der Bar einen Fremden kennen, nimmt ihn mit nach Hause und hat einen One Night Stand mit ihm. Kurze Zeit später wird Paulas Fremder zum Hauptverdächtigen in einem Serienkillerfall. Paula glaubt nicht an seine Schuld und als Tristan entkommt, steht er wieder vor Paulas Tür. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach dem wahren Killer.

Ich war direkt gefesselt von der Geschichte und konnte gar nicht aufhören ihr zu lauschen. Hier stimmte wieder ganz viel!

Das stürmische, graue Herbstsetting auf der kleinen Nordseeinsel Juist war total atmosphärisch. Ich konnte mir alles sehr bildhaft vorstellen und mochte den Charme dahinter. Auf Juist sind keine Autos erlaubt und so führt Paula eigentlich ein sehr entschleunigtes Leben, in dem sie sich hauptsächlich um ihren Podcast kümmert. Nach dem abgebrochenen Studium liegt ihr ihre Mutter ständig in den Ohren und Paula hat ein eher schwieriges Verhältnis zu ihren Eltern. Dazu kommt, dass ihr Vater Selbstmord begann aus Gründen, die Paulas Charakter sehr prägten. Ich möchte nicht spoilern, aber unbedingt sagen, dass ich diesen Aspekt der Geschichte sehr interessant und mutig fand. Die Autorin hat uns hier einiges zum Nachdenken gegeben: Wie hätte ich an Paulas Stelle gehandelt? Paula will an die Unschuld glauben und manchmal fand ich sie damit schon recht naiv. Dennoch folgte ich ihr gerne durch die Handlung.

Tristans Vergangenheit führte ihn nach Juist. Nach seinem One Night Stand mit Paula stellt er fest, dass gerade sie mit seiner Vergangenheit verbunden ist. Also haut er ab, um irgendwie in die Fänge der Polizei zu gelangen. Auf Juist wurde nämlich eine Frau ermordet und alles deutet auf den Serienmörder Hades hin. Doch Tristan entkommt und landet wieder bei Paula. Was mich sehr verwunderte, ist, wie gut beide damit wegkamen. Die Polizei kennt die Verbindung der beiden, überwacht Paula aber nicht. Tristan kann bei ihr ein und aus spazieren, ohne gefasst zu werden. So ganz konnte ich das nicht glauben. Tristan hat eine schwere Vergangenheit. Wir erleben die Geschichte auch aus seiner Perspektive und trotzdem bleiben die Zweifel bei ihm, ist er wirklich ein Guter oder versteckt er doch ein dunkles Geheimnis. Nach Loverboy traute ich der Autorin alles zu und blieb skeptisch bis zum Ende.

Die Autorin flocht zwischen den Kapiteln kurze Sequenzen des True Crime Podcasts ein, recherchierte Hintergründe und wahre Fälle. Das fand ich richtig gut gemacht.

Die Auflösung des Mordfalls auf der Insel war für mich recht naheliegend, wenn man einfach die Statistiken kennt. Allerdings war dies nur die Spitze des Eisbergs und die Autorin hatte natürlich noch ein Ass im Ärmel. Ich fand die Thematik sehr wichtig und berührend. Femizide bekommen hier eine Bühne, die Frauen dahinter bekommen Gehör. Das hat die Autorin unglaublich gut gemacht und ich war mal wieder sehr beeindruckt.

Das Hörbuch umfasst über 12h und wurde von Luisa Wietzorek, Julian Tennstedt und Tim Gössler eingelesen, die den Charakteren ihre Stimme gaben. Das war sehr passend und atmosphärisch.

Antonia Wesseling konnte mich auch mit „Purpose“ schwer begeistern und mausert sich langsam zu einer Must-Read-Autorin. Ich hoffe, sie bleibt dem Romantic-Suspense Genre treu, denn ich bin total hyped, was sie noch so im Ärmel hat!

5/5

Montag, 26. Oktober 2026

Hörbuchrezension | Moonwings von Nathalie Bröske

 Ich verfolge nathalie_reads schon eine ganze Weile auf Instagram und mag ihren Bookcontent. Als sie veröffentlichte, dass sie ein Buch geschrieben hat, war ich nicht im auto-buy-modus, da mich der Klappentext nicht unbedingt ansprach. Als das Hörbuch allerdings bei Netgalley bereitgestellt wurde, packte mich doch die Neugier und ich wollte wissen, was die sympathische Nathalie veröffentlicht hat. Ich hoffe nun, sie liest nicht meine Rezension, denn Moonwings war für mich ein Abbruch und das passiert mir bei Hörbüchern äußerst selten!

Nova gehört zu einer der Gründerfamilien in Ethereal. Ihre Familie hat Macht und Ansehen, so wird auch von Nova verdammt viel erwartet und ihr Weg ist bereits vorbestimmt. An der Stellarium Academy soll sie nun lernen ihre magischen Kräfte zu beherrschen. Dort trifft sie auf ihren ehemals besten Freund und auf ihren Ex-Freund.

Nova ist eine Faerie und hat lilafarbene Flügel, überhaupt schimmert sie violett und ist neben ihrer neuen besten Freundin, die ganz rosa ist ein ziemlicher Hingucker. Nova hat kein gutes Verhältnis zu ihrer Mutter, diese scheint sehr auf die Außenwirkung der Familie bedacht zu sein und nicht viel Liebe für Nova übrig zu haben. Das Mutterthema ist für Nova sehr präsent. Allerdings kam bei mir als Leserin nicht viel dazu an, da wir die beiden kaum miteinander erleben. Ich will selbst miterleben, warum es zwischen beiden so schwierig ist und mich nicht nur auf Novas Erzählungen verlassen müssen, wann ihre Mutter mal etwas gemeines zu ihr gesagt hat.

Wir starten also direkt an der Akademie durch und werden mit ganz unterschiedlichen Wesen wie Vampiren, Werwölfen und Gestaltwandlern konfrontiert. Dazu kommen natürlich die Feen und es erfolgte ein Namedropping der Extraklasse. Ich schreibe mir beim Hören die wichtigsten Figuren immer auf. Die Liste ist dieses Mal verdammt lang. Hier wurden für mich zu viele Figuren eingeführt, die alle eine ähnliche Funktion haben. Es gibt mehrere Mean Girls und Bad Boys, zwei ehemalige Freunde von Nova, die sie schwer enttäuschten. Das machte es für mich wirklich schwierig durchzublicken und mir einfach jeden zu merken. Die Figuren waren so austauschbar beschrieben, dass mir in den Dialogen auch nicht immer bewusst war: spricht Nova nun mit ihrem Ex oder dem Ex-Bestie. Dass die Autorin eine blühende Fantasie haben kann, hat sie in den Beschreibungen ihrer Welt schon bewiesen, für mich erschien es wie eine bunte Barbie Fairytopia Welt. Alles ist sehr märchenhaft und phantastisch gestaltet. Außerdem gibt es für jeden in Ethereal ein Wesen als Begleiter. Natürlich hat jedes von ihnen einen abgedrehten Namen und eine irre Beschreibung. Kombiniert mit dem jeweiligen Besitzer war es für mich eine Flut an Infos, die ich in einem Hörbuch nicht verarbeiten kann. Es waren für mich immer nur Namen, ohne Bilder im Kopf. Ich merkte während des Hörens, wie ich abschaltete und gar nicht lauschte. Oder wie ich mich an wiederkehrenden Phrasen störte. Es ist erstaunlich, was alles weißglühend sein kann.

Das Hörbuch hat über 16h und wurde von Leandra Seyfried eingelesen, die eine angenehme, junge Stimme hat. Nach 51% zog ich allerdings die Reißleine, da ich nicht das Gefühl hatte irgendwas von der Handlung mitzunehmen, was mich hätte fesseln können. Es hätte für mich keinen Sinn gemacht weiterzuhören und die Handlung nicht genießen zu können. Vielleicht lag es gerade an mir, doch als ich in ein anderes Hörbuch reinhörte, war das Feeling ganz anders und ich war wieder gefesselt.

Ich hätte „Moonwings“ von Nathalie Bröske der Autorin wegen gerne gemocht, doch leider ist dies nicht meine Geschichte gewesen.

2/5

Dienstag, 20. Oktober 2026

Hörbuchrezension | Bound & Unbound von Ali Hazelwood

 Ich hatte so Lust auf einen witzigen, coolen und erwachsenen Romantasytitel, dass ich direkt mit dem neuen Ali Hazelwood startete, als das Hörbuch über Netgalley bei mir einzog. Ich wusste nicht, was mich erwarten würde, denn das Cover sah schon wild aus, doch ich ließ mich gerne auf die Story, bzw. Stories ein…


Vero hat in der Not ihr Talent und ihre Interessen für Kunstgeschichte zur Tugend gemacht und fälscht kurzerhand historische Schriftstücke, um sie dann gewinnbringend an zwielichtige, reiche Geschäftsleute zu verkaufen. Allerdings hat sie sich so die Aufmerksamkeit des undurchsichtigen Professors Viktor Ashworth auf sich gezogen, der sie kurzerhand ganz gentlemanlike entführt und für den sie eine Fälschung anfertigen soll.

Vero war eine ziemlich coole Protagonistin. Sie lebt für die Kunstgeschichte und arbeitet in einem kleinen Antiquariat, welches mächtig in Schwierigkeiten steckt. Um ihre liebgewonnen KollegInnen zu retten, macht sie sich zum ersten Mal ans Fälschen. Dabei hat Vero definitiv ein Gewissen und lässt ihre Fälschungen nur an üble Geschäftsmänner verkaufen, die den wahren Wert der historischen Artefakte eh nicht zu schätzen wissen. Vero ist schlau, schlagfertig und witzig. Ich mochte sie total.

Viktor war da schon eher ein sehr reservierter und zurückhaltender Protagonist. Er ist so ganz der typische, unterkühlte, englische Gentleman bei dem man merkt, dass er irgendwie nicht mehr in diese Zeit passt. Um einen Rivalen eins auszuwischen, nimmt er Veros Können in Anspruch.

Dabei haben wir keine klassische Entführungsstory. Viktor schätzt Vero sehr und sie bekommt sehr viel Geld für ihre Arbeit, daher lässt sie sich bereitwillig darauf ein. Ich mochte die beiden zusammen von der ersten Minute an. Die Chemie ist da und der Kontrast zwischen beiden sehr groß. Gegensätze ziehen sich hier definitiv an und man muss schon Geduld mitbringen bei diesem Slow Burn.

Doch die Geschichte konnte mich trotzdem total bei der Stange halten, denn die Thematik war super interessant, die Figuren vielschichtig und Viktor und seine Leute haben ein Geheimnis, welches mich in die Zeit der Fantasyromane von vor 15 Jahren zurück versetzte. Nostalgie pur mit einem modernen, zeitgemäßen Touch und ich habe alles daran geliebt.

Das war die Story zu „Bound“. Mit „Unbound“ bekommen wir gleich das Sequel in einem Buch. Wir lernen die Protagonistin bereits am Ende von „Bound“ kennen. Man sollte beim Lesen auch unbedingt mit „Bound“ starten.

In „Unbound“ lernen wir Lilit kennen, die als Wiederkehrerin seit Jahrtausenden auf der Erde unterwegs ist und ein Herz für Sterbliche hat. Allerdings würde sie sich nicht mehr auf einen Einlassen. Dann lernt sie an einem unfreiwilligen Nachmittag in der Notaufnahme den Kinderarzt Roman kennen und kommt über die Jahre hinweg nicht von ihm los. Mit Lilit bekommen wir im Sequel die andere Perspektive und erfahren mehr zu den Wiederkehrern. Das war echt gut gemacht! Lilit ist fast schon ein ätherisches Wesen, welches sich immer wieder neu an die Gegenwart anpassen musste, doch meist Kinder ahnen, irgendwas ist anders an ihr. Lilit hat eine liebliche Erscheinung, doch sie ist super mächtig und kann verdammt gefährlich werden. Roman hat keine Ahnung, was und wer seine Geliebte ist. Die beiden sehen sich nicht regelmäßig, doch über die Jahre hinweg immer wieder intensiv. Irgendwann stellt Roman Fragen, wie kann es sein, dass Lilit sich äußerlich so gar nicht verändert… Die Lovestory war wirklich toll und noch mal auf eine andere Art berührend. Lilit ist Romans Sterblichkeit total gewahr und das macht sie sehr sentimental, weil sie ihn nicht gehen lassen möchte. Gleichzeitig haben es andere uralte Wiederkehrer auf Roman abgesehen, um Lilit eins auszuwischen. So wird es spannend und actionreich. Auch die Story hat mir aufgrund seiner starken Figuren unglaublich gut gefallen!

Das Hörbuch umfasst 12,5h und wurde von Viola Müller eingelesen. Sie machte einen richtig guten Job und ich lauschte ihr unglaublich gerne. Dennoch hätte ich es wohl mehr gefeiert, wenn die zweite Geschichte eine andere Sprecherin bekommen hätte, weil beide Stories jeweils in der Ich-Perspektive erzählt wurden. Das wäre einfach runder gewesen.

„Bound & Unbound“ von Ali Hazelwood war für mich Lese-Nostalgie in die Gegenwart gehoben. Ich suchtete vor knapp 15 Jahren ständig Fantasyromane, die in der Gegenwart spielten und in denen uralte Wesen auf normale Menschen trafen, weg. Ali Hazelwood gab mir dieses Gefühl zurück und schuf mit ihren tollen Figuren gleichzeitig etwas ganz eigenes.

5/5

Mittwoch, 14. Oktober 2026

Hörbuchrezension | Lovestruck Cottage von Lea Melcher


Poppy ist auf Recherchereise für ihr neues Buch, welches sich mit Betrügereien rund um das Thema Liebe auseinandersetzt. So kommt sie nach England zum Lovestruck Cottage, welches ein Geheimtipp ist, den Poppy nun entlarven will. Sie hält alles für einen cleveren Marketingtrick, dass das Cottage seine Gäste verkuppeln soll. Doch die Zimmer verschieben sich wirklich wie von Geisterhand jede Nacht oder es entstehen Verbindungstüren, die zuvor gar nicht da waren. Als das Haus sie mit dessen Besitzer August verkuppeln möchte, ist sie sicher einem Betrug aufzusitzen oder sabotiert sie nur ihre eigene Liebesgeschichte?

Bei diesem Buch hatte mich direkt der Klappentext gecatched. Eine RomCom mit magischem Twist – das durfte ich mir nicht entgehen lassen!

Wir lernen Poppy als Skeptikerin kennen, die für romantische Konzepte nicht viel übrig hat. Heiraten in Vegas ist der größte Kitsch und auch Paris ist für sie nicht die Stadt der Liebenden. Im Lovestruck Cottage verliebte ihre Mutter sich mehrfach und jedes Mal waren die Beziehungen nach kurzer Zeit zum Scheitern verurteilt. Poppy macht das Cottage bzw. dessen Besitzer persönlich für ihre Familiengeschichte verantwortlich. Ich mochte es, wie sehr sie sich trotzdem auf August einlassen wollte und wie ihre Entwicklung war, die dazu führte, dass sie an die Magie des Cottages glauben wollte.

August hat eine eiserne Regel: Er darf nichts mit einem Gast anfangen! Er wurde schon einmal vom Cottage verkuppelt und die Beziehung scheiterte schmerzhaft. Doch er weiß ganz genau um die Magie des Cottages und versucht alles, damit diese nicht in die Öffentlichkeit gerät, um einen Massenansturm und zu großes Interesse zu vermeiden. Dass Poppy alles in einem Buch enthüllen will, geht also gar nicht. August ist grumpy, aber ich mochte ihn dafür. Wie er und Poppy sich mit Umwegen aufeinander einließen war wirklich toll zu verfolgen.

Ich muss auch sagen, dass mich die Handlung schon verzaubert hat. Die Idee mit dem kuppelnden Cottage ist wirklich kurios und fantasievoll. Die Historie dahinter verbarg einige Geheimnisse und ich fand es toll, dass die Autorin auch unterschiedliche Konzepte von Liebe ins Spiel brachte, sich da etwas traute! So war die Rahmenhandlung mit der anstehenden Adelshochzeit echt unterhaltsam und die Geschichte hatte ihren ganz eigenen Charme.

Das Hörbuch umfasst 10,5h und wurde von Nora Jokhosha und Florens Schmidt eingelesen, die einen sehr guten Job machten, den Figuren Leben einzuhauchen.

„Lovestruck Cottage“ von Lea Melcher ist ein Cozy Read für den Herbst. Ich mochte die Story um das magische Cottage unglaublich gerne und wurde bestens unterhalten.

5/5

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