Sonntag, 28. Juni 2026

Hörbuchrezension | No place to be single von Felicia Kingsley

 Im Juni gab es eine Neuerscheinung, der ich entgegenfieberte. Ein neues Buch von Felicia Kingsley, deren vorherige Bücher mich richtig gut unterhalten konnten. Besonders Courting war ein absolutes Highlight. Ihr neuester Roman ist eine Adaption von Stolz und Vorurteil. Als ich dies erfuhr, war ich sofort all in!



Die Aufregung ist riesengroß als Michael D’Arcy nach Jahren an den Ort seiner Kindheit zurückkehrt und single ist. Sämtliche Mütter und deren unverheiratete Töchter laufen Sturm als Michael auf das Weingut, wo Elisa arbeitet, zurückkehrt. Michael soll den Verkauf des Gutes für seinen Freund auf den Weg bringen. Elisa weiß noch nicht, dass ihr Zuhause verschachert werden soll, um einem Golfplatz zu weichen. Sie freut sich über die Rückkehr ihres Kindheitsfreunds. Doch dann erfährt sie die Wahrheit und Michael punktet nicht gerade mit seiner Arroganz bei ihr. Wird Elisa das Weingut retten können und kann Michael all den heiratswütigen Damen entkommen?

Der erste Satz des Buches hatte mich direkt abgeholt und mitgenommen. Er ist an Stolz und Vorurteil angelehnt und ich war gespannt, wie die Autorin diese Geschichte in die Toskana der Gegenwart bringen würde.

Elisa ist Winzerin und lebt mit ihrer Tochter, Schwester und Mutter auf dem Weingut. Alles daran ist ihr Leben und zumindest Elisa geht voll darin auf. Elisa ist temperamentvoll und weiß was sie will. Sie kümmert sich um das Weingut als wäre es ihr eigenes und ist immer für die Frauen ihrer Familie da. Mit Michael verbindet sie die tollen Sommer ihrer Kindheit. Doch dann kommt er zurück und zeigt sich von seiner nervigsten Seite. Aus Rache für eine Kränkung zwingt sie ihm Dates mit den verzweifelten Singles des Dorfes auf.

Michael ist Partner einer Investmentfirma. Für ihn zählen nur Zahlen und keine Gefühle. Als sein bester Freund das Weingut erbt, reist er mit ihm dorthin um den Verkauf vorzubereiten. Elisa erkennt er gar nicht, als er nach all den Jahren wieder auf sie trifft. Sie reitet ihn in eine mächtige Misere auf die Michael sich einlassen muss. Wir merken schnell, dass sein Gebären Fassade ist und er eigentlich das Herz am rechten Fleck hat. Allerdings schreckt Michael auch nicht vor losen Damenbekanntschaften zurück und so kommt es zu einigen witzigen Verwicklungen in der Geschichte. Zwischen ihm und Elisa gibt es einiges an Feuer. Doch auch die Gefühle kommen nicht zu kurz und es gibt einiges an Drama, wie man es auch aus Stolz und Vorurteil kennen mag. Die Autorin erzählte den Klassiker nicht eins zu eins nach. Auch nicht alle Charaktere tauchen auf, bzw. deren Rollen wurden geändert. Das fand ich sehr interessant gemacht und liebte es, bekannte Handlungsstränge wiederzuentdecken.

Der Ort Belvedere und besonders dessen Bewohner ist so liebenswert, kurios und witzig, dass ich Michaels Spießrutenläufe bei den Dates, in der Apotheke oder auf dem Bauamt einfach liebte. Das war die beste Unterhaltung und ich musste so viel lachen, wie ich es zuvor nicht erwartet hätte. Die Autorin hat einen wunderbaren Schreibstil und immer wieder Zitate eingebaut, die mir im Kopf blieben und das passiert mir bei Hörbüchern sonst nicht. Die Geschichte hat den nötigen Tiefgang, gleichzeitig ist sie die perfekte Sommergeschichte und sprüht vor Witz. Ich habe alles daran geliebt.

Ich bin nur nicht wehmütig, dass sie nun zu Ende ist, weil es die Buchverfilmung schon zu Amazon Prime geschafft hat und ich weiß, was ich am Wochenende gucken werde!

Das Hörbuch wurde von Sven Macht und Sandra Voss eingesprochen, die einen grandiosen Job machten. Gerade die Verkörperung des Apothekers hat die Vertonung noch mal auf ein anderes Level gehoben. Es war einfach perfekt.

„No place to be single“ von Felicia Kingsley ist für mich das Sommerbuch des Jahres. Die Autorin hat mal wieder voll abgeliefert und mir mit ihrer Geschichte unterhaltsame Stunden beschert. Ich wünschte, ich könnte ewig bei Elisa und Michael verweilen. Ich bin gespannt, was als nächstes von der Autorin erscheinen wird und hoffe, dass dies einfach nicht so lange dauern wird…

5/5

Samstag, 20. Juni 2026

Hörbuchrezension | My evil Boss von Sarah Stankewitz

 Nach all den spicelosen Geschichten der letzten Wochen wollte ich eine Geschichte hören, die davon reichlich haben sollte. Das Hörbuch subbte schon ein Weilchen bei mir und schien dafür der perfekte Kandidat zu sein.

Als Aurora des nachts in eine verlassene Kirche einsteigt und sich im Beichtstuhl versteckt, erfährt sie die übelsten Geheimnisse eines Fremden. Ihre Begegnung endet verstörend, heiß und brutal. Ein paar Wochen später sitzt Aurora diesem Fremden bei einem Bewerbungsgespräch gegenüber und hofft unerkannt zu bleiben. Ayden ist der Boss des Nachtclubs Red Poison und hat etwas andere Wertevorstellungen und Ansichten, was man seine Angestellten zumuten darf…

Ich habe schon ein paar Bücher von Sarah Stankewitz gelesen und die waren mit wenigen Ausnahmen echt gut. Ich war gespannt auf diesen Ausflug in das Dark Romance Genre, denn das kommt bei mir auch nicht so oft vor. Ich zweifelte tatsächlich auch schon beim ersten Aufeinandertreffen von Ayden und Aurora daran, ob das eine gute Entscheidung war. Für mich war die Szene echt abstoßend und leicht verstörend. Ich gab den beiden dennoch eine Chance und hörte weiter.

Aurora lebt in beschissenen Verhältnissen. Ihre Mutter ist ein Junky und vernachlässigt dazu auch noch ihre beiden Kinder. Aurora kümmert sich um ihren kleinen Bruder und verdient das Geld für ihr Überleben. Auroras Situation hat mich wütend gemacht. Da wunderte es nicht, wie viel sie hinnehmen konnte, ohne schockiert zu sein. Aurora ist tough und schon recht kaputt, wenn man erfährt was sie anmacht und wie hörig sie ihrem Boss wurde.

Ayden ist der klassische Protagonist. Echt fies, gutaussehend, brutal und dauerhart. Nach und nach entpuppt sich, aus welchen Motiven er handelt und die Autorin schaffte es erstaunlicherweise somit seine Taten zu relativieren.

Es gibt eine präsente Handlung, die auch für Spannung sorgte. Die Spiceszenen fügten sich darin ein, ohne die Handlung zu dominieren. Auch wenn alles ein wenig too much war.

Das Hörbuch umfasst nicht ganz 10h und wurde von Larissa List und Sebastian Seidel eingesprochen. Ich denke, beide SprecherInnen waren neu für mich. Teilweise fand ich die Auswahl nicht ganz passend. Auroras Part klang mir zu reif für eine 21-Jährige. Die Stimme hätte auch super für Charaktere in einem Cosycrime Roman aus der Seniorenresidenz gepasst. Auch der Kinderpart klang strange. Das hat mir tatsächlich nicht so gut gefallen.

„My Evil Boss“ von Sarah Stankewitz ist moralisch höchstfragwürdig. Es hat mich trotz der Schwächen abgeholt und recht gut unterhalten. Das Genre wird trotzdem kein Dauerbrenner bei mir werden.

4/5


Freitag, 19. Juni 2026

Teil 2 | Die erste Braut von Julianna Grohe

 Beim Stöbern in der Buchhandlung fiel mir diese Schönheit ins Auge und in die Hände. Mittlerweile 10 Jahre ist es her, dass „Die vierte Braut“ von Julianna Grohe zu einem absoluten Lieblingsbuch wurde. Tatsächlich habe ich nie die weiteren Bücher der Reihe gelesen. Also gab ich mir einen Ruck und nahm die ziemlich teure Schmuckausgabe mit. Da ich Band eins so sehr glorifiziert hatte, tat ich etwas so seltenes und wagte einen Reread. Was soll ich sagen, das Buch hätte heute von mir nur noch 3 Sterne bekommen. Na gut ich kannte den Plottwist natürlich schon, aber ich hatte es dann doch deutlich überragender in Erinnerung und muss auch sagen, dass ich die Beziehung der beiden mit anderen Augen sah. Die Herren der Geschichte sind schon recht toxisch und Mayrin bekam nie ihren Mund auf. Was war da eigentlich los? Ich hatte also ein paar Bedenken als ich mit „die erste Braut“ startete und hoffte, dass es keine Enttäuschung werden würde.


Damit ihre Schwester den Mann heiraten kann, den sie liebt, reist Prinzessin Elaine an deren Stelle zur Brautschau in das benachbarte und verfeindete Königreich. Eine Heirat mit dem Königshaus soll die Wogen glätten und beiden Ländern endlich Frieden bescheren. Blöd nur, dass Elaine in die Brautschau gar nicht erst aufgenommen wird und sich als Magd verkleidet nach Wondringham Castle einschleichen muss. Dort soll sie in den Gärten aushelfen und lernt dabei einen jungen Gärtner kennen, der ihr Herz höher schlagen lässt und dabei ihre Mission absolut gefährdet, denkt sie zumndest...

Dies ist also die Geschichte wie Elaine den Kronprinzen kennenlernte und dies ist keinesfalls ein Spoilern, denn wir wissen sofort wer der Gärtner ist und überhaupt kennen wir den Ausgang ihrer Geschichte ja bereits aus Band eins. Dort präsentiere sich Elaine immer als makellose Kandidatin, die die Brautschau ohne Umschweife durchlief und zur zukünftigen Königin wurde. Dass ihr Weg allerdings ziemlich steinig war, erfahren wir nun hier.

Das tat ihrer Figur auch wirklich gut. Nahm ich Elaine in Band eins als unnahbar wahr, präsentiert sie sich in ihrer Geschichte als liebenswerte, naive junge Frau, für die es alles andere als glatt läuft. Gerade den Beginn der Geschichte fand ich toll, als sie sich von der Prinzessin in eine Bedienstete verwandeln muss und dies ohne zu meckern tut. Elaine ist unglaublich aufopferungsvoll ihrer Schwester gegenüber und könnte niemandem etwas zu Leide tun. Man muss sie einfach mögen!

Die Geschichte wird dieses Mal auch teilweise aus Alexanders Sicht erzählt und das tat ihm gut. Wir lernten ihn damals durch Mayrins Augen kennen und da kam er nicht immer so gut weg. Auf Alexanders Schultern liegt eine große Last. Sein Vater ist schwer krank und somit wird er ganz bald zum neuen König. Er muss bei der Brautschau also die perfekte Frau finden, weil sie die nächste Königin wird. Nach seinem Herzen kann er da nicht gehen. Dann lernt er Elaine als Magd in seinen geliebten Gärten kennen und ahnt, dass sie nicht aus einfachem Hause stammen kann. Dafür ist ihr Auftreten zu geschliffen. Er ermöglicht ihr also die Teilnahme in der Brautschau und so nimmt die Geschichte ihren Lauf.

Ich fand beide zusammenwirklich gut und konnte ihre Chemie spüren. Das erste Aufeinandertreffen war zwar nicht optimal, aber die Prinzen sind einfach von Geburt an herrisch. Ich war dann doch überrascht wie sehr mich ihre Lovestory mitreißen konnte und das erleichterte mich nach dem Reread von Band eins sehr.

Handlungstechnisch ist einiges los und ich war doch erstaunt, was alles passierte gerade zum Ende hin, wovon wir in Band eins gar nichts ahnten. Ich glaube, dass dies von der zeitlichen Logik auch nicht ganz passen konnte. Doch mich hat die Geschichte wirklich gut unterhalten und sie gefiel mir im direkten Vergleich auch besser als „Die vierte Braut“.

Ich bin auf den nächsten Teil gespannt. Die Autorin hat einige spannende Andeutungen am Ende einfließen lassen und ich frage mich, was da noch auf uns zukommen mag.

„Die erste Braut“ von Julianna Grohe erzählt Elaines und Alexanders Geschichte, die mich wirklich gut unterhalten konnte und der Brautschau auf Wondringham Castle eine ganz neue Perspektive verlieh. Es gibt ein paar Ungereimtheiten, doch alles in allem war dies wirklich ein starker zweiter Band.

4,5/5



Donnerstag, 18. Juni 2026

Abgebrochen | Dragon Cursed von Elise Kova

 Auf Vorablesen gewann ich dieses Schmuckstück und war ganz gespannt auf den Titel, denn der Inhalt klang spannend und auch die Sonderausstattung des Buches hat mich total neugierig gemacht.



Isola lebt in der letzten Bastion der Menschheit. Der Rest wurde von Drachen zerstört. Und auch Vingard wird immer wieder von Drachenangriffen erschüttert. Isola soll nun am Tribunal teilnehmen, welches alle jungen Leute Vingards zu durchlaufen haben, um herauszufinden ob diese drachenverflucht sind und sich in diese Bestien verwandeln würden. In Isola liegt die Hoffnung, dass sie die Reinkarnation des großen Drachtöters ist, doch insgeheim glaubt sie, dass sie ebenso verflucht ist…

Zuerst möchte ich ein paar Worte zur Ausstattung des Buches verlieren, die sehr vollmundig beworben wurde. Schließlich hat das Buch in der Specialedition mit 28 Euro einen stattlichen Preis, dafür dass es knapp über 400 Seiten hat und mal nicht so ein dicker Schinken ist. Das einzig spezielle in meinen Augen ist die Kartonage, welche als Minischuber für das Buch dienen soll und das Cover des Buches zeigt. Diese ist allerdings von so minderer und weicher Qualität, dass extra ein Warnhinweis auf den Barcode gedruckt werden musste, dass man das Buch ja vorsichtig auspacken sollte. Während des Lesens ließ ich den Schuber gleich komplett ab. Wenn ihr Interesse am Buch habt, kauft die normale gebundene Ausgabe. Diese ist 4 Euro günstiger und hat einen Schutzumschlag. Der Rest ist gleich. Also die angepriesene Optik konnte mich leider nicht vom Hocker hauen.

Tatsächlich machte es mir auch der Inhalt sehr schwer. Wir werden direkt in die Handlung geschmissen, was nicht schlecht ist. Somit hatten wir einen rasanten Einstieg und lernten Isolas Lebensumstände kennen. Was die Autorin nur vergaß, war uns etwas über ihre Welt zu erzählen. Es wurde so gut wie gar nichts erklärt und das frustrierte mich ungemein, weil ich mich nicht zurecht fand und auch die ganzen Begrifflichkeiten wie Geißeln, Sigilien oder Ätherlicht in keinen Kontext einordnen konnte. Das ist als würde man teilweise in einer Sprache lesen, die man gar nicht versteht. Das hat mich so oft aus der Handlung gerissen, dass ich am Stück nie viel lesen konnte und das ist bei meiner begrenzten Lesezeit wirklich fatal. Die Geschichte machte mir keinen Spaß. So dass ich immer wieder mit dem Gedanken spielte, das Buch einfach zur Seite zu legen.

Isola war als Protagonistin recht interessant. Die Leute von Vingard setzen so viele Hoffnungen auf sie, doch Isola weiß schon lange, das etwas mit ihr nicht stimmt und rechnet fest damit, dass sie das Tribunal nicht überleben wird. Dann gibt es da noch Lucan, der sie auf Schritt und Tritt verfolgt und der Sohn eines üblen Mannes ist. Die Liebesgeschichte wurde als Enemies to Lovers beworben, doch als die beiden während ihres ersten Aufeinandertreffens im Tribunal direkt anfingen zu flirten, war ich einfach raus. Ich wusste, das wird nicht meine Geschichte und so brach ich sie nach ca. 30% ab.

„Dragon Cursed“ war mein erstes Buch von Elise Kova und sie hat es mir mit diesem Titel verdammt schwer gemacht, sie zu mögen. Ich konnte der Geschichte kaum was Gutes abgewinnen und beendete sie vorzeitig, da mir meine Lesezeit einfach zu kostbar ist, um sie mit schwachen Büchern zu verschwenden.

2/5

Montag, 8. Juni 2026

Hörbuchrezension | The Sea Spinner von Julie Johnson

 Bei Vorablesen gewann ich das Hörbuch dieses zweiten Teils. Dabei war ich so gar nicht sicher, ob ich die Reihe überhaupt weiterlesen sollte. Ich wusste, Band eins fand ich ganz gut, allerdings war mir dazu nicht so viel im Gedächtnis geblieben. Was bin ich froh, dass ich auf diesem Weg zum Hörbuch kam, denn mein Gott, was hätte ich verpasst!!!



Nach dem großen Angriff in der Fyrenight liegt Caldera in Trümmern. Rhya gibt sich die Schuld. Pen zieht sich vor ihr zurück und versucht alles um die Schutzmauern seines Königreichs wieder hochzuziehen. Rhya existiert nur noch für andere und gibt sich und ihre Fähigkeiten als Windweberin fast auf. Durch einen riesigen Irrtum landet sie im Water Court bei König Soren, dem Wassergebundenen. Dort lernt Rhya ein ganz anderes Leben kennen. Aber vor allem lernt sie dort ihre Fähigkeiten ganz neu kennen und entwickelt schon bald Gefühle, die ihr alles anzweifeln lassen, was sie zu kennen glaubte.

Die Handlung steigt kurz nach den Geschehnissen aus Band eins ein und ich habe mich erstaunlich gut wieder zurecht gefunden. Rhya versucht als Heilerin den Menschen von Caldera zu helfen. Nur Pen, der Feuergebundene, will sich von ihr nicht helfen lassen und ertrinkt in seiner Rache gegen den Magier, der sein Königreich in Schutt und Asche legte. Pen gab mir in diesem Band viel stärkere Toxic-Dude-Vibes und ich hoffte nur, dass Rhya von ihm los kommen würde.

Ich mag Rhya unglaublich gerne, sie hat eine sehr empathische und fürsorgliche Seite, die sie fast bis zur Selbstaufopferung treibt. Die Menschen in Caldera sind zu ihren Freunden geworden. Doch sie verlässt das Reich und gelangt an den Wasserhof. Dort trifft sie Soren wieder, der am Ende des ersten Bands schon einen nachhaltigen Eindruck auf mich hinterlassen hatte. Ich war so froh, dass seine Rolle hier immer größer wurde. Er tut Rhya unglaublich gut, hört ihr zu und hilft ihr beim Beherrschen ihrer Fähigkeiten weiter. Rhya blüht wieder auf und entwickelt sich unglaublich weiter. Soren und sie haben eine unglaubliche Chemie und ich liebte ihr Zusammenspiel. Gleichzeitig verfluche ich die Reihe für ihren übertrieben Slow Burn. Wie oft will man bitte unterbrochen werden???!!!

Aber gut. Dafür konnten mich auch die Nebencharaktere total begeistern. Wir haben super facettenreiche Figuren, die spannenden Spezies angehören und einfach frischen Wind rein bringen. Die Handlung ist grandios, denn im Zusammenspiel mit dem atemberaubenden Setting entstand ein Kino in meinem Kopf, dass mich gefesselt hat wie schon lange kein Buch mehr. Das Worldbuilding ist episch und die Ereignisse sind super spannend. Zum großen Finale hin kam auch noch eine Emotionalität hinzu, die mich zerstört hat. Ich musste mich wirklich schwer zusammenreißen, um im Büro beim Hören nicht in Tränen auszubrechen.

Das Hörbuch umfasst über 17h, die wie im Fluge vergingen. Rebecca Veil macht wieder einen richtig guten Job und ließ mich gebannt lauschen.

Ich bin komplett geflasht von Julie Johnsons „The Sea Spinner“ und habe schon lange keinen so guten zweiten Band mehr gelesen. Dieser katapultiert die Reihe auf eine komplett neue Ebene und gab mir definitiv ACOTAR 2 Vibes. Ich liebe alles daran und bin nach diesem verstörenden Ende desillusioniert, was ich nur machen soll bis nächstes Frühjahr endlich das Finale der Reihe erscheint.

5+++/5

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