Sonntag, 20. Juni 2021

Buchtipp | Durch die Nacht und alle Zeiten von Eva Völler

 Ich hatte mich riesig gefreut, als ich sah, dass es etwas neues im Jugendbuchbereich von Eva Völler gibt, denn das bedeutete höchstwahrscheinlich: Zeitreisen. Und sie sollte mich nicht enttäuschen...


Loreley nimmt mit ihren Eltern und Schwester Mia einmal an einem Wochenende im Jahr an Reenactments teil. Ihr Vater liebt es die alte Schlacht England/Preußen gegen Napoleon nachzustellen. An so einem Wochenende begegnet ihr ein englischer, junger Mann in Militäruniform im Wald. Nicht wirklich ungewöhnlich zu so einem Schauspiel, doch Thomas behauptet felsenfest, dass er tatsächlich aus dem Jahr 1813 ist und nicht nur da um zu spielen. 

Das Cover ist wirklich ein romantischer Hingucker und hatte schon meine volle Aufmerksamkeit, bevor ich damals wusste, dass die Geschichte von Eva Völler ist.

Die Geschichte startet mit dem Beginn des Reenactments in der Nähe des berühmten Loreleyfelsens. Unsere Protagonistin hat daher auch ihren Namen, denn ihre Eltern lernten sich damals dort kennen. Von allen wird sie allerdings meistens Lori genannt. Auf jeden Fall ein ungewöhnlicher Name, der sich in dem ganzen immer gleichen Einheitsbrei gut abzusetzen wusste. Lori ist so ein bisschen die typische Eva Völler Protagonistin und erinnerte mich oft an Anna aus der Zeitenzauberreihe. Ich mochte sie, weil sie mutig, clever und emotional war.

Thomas ist als Leutnant der englischen Armee schon schlachtenerfahren, so kämpfte er bei Leipzig gegen die französischen Truppen. Jetzt soll er bei einer Verschwörung gegen Napoleon helfen. Jedoch gerät er zusammen mit ein paar französische Soldaten in Loreleys Gegenwart und läuft ihr prompt im Wald über den Weg. Lori glaubt ihm natürlich kein Wort und glaubt er sei ein Spinner. Einige unglückliche Umstände mit den verfeindeten, französischen Soldaten überzeugen sie allerdings vom Gegenteil.

Die Thematik fand ich sehr spannend, denn es hatte dieses Mal nichts romantisches, sondern war brenzlig und gefährlich. Die napoleonischen Feldzüge erschüttern Europa und so ist Thomas ein sehr ernster Protagonist, der keine Flausen im Kopf hat und immer auf der Hut ist. Ich mochte ihn ganz gerne, fand allerdings, dass er ruhig mehr Raum hätte bekommen können, da er ein wenig blass blieb.

Die Handlung ist durchaus spannend und ich flog nur so durch sie hindurch. Das war ein großer Pluspunkt und auch mein zeitreiseliebendes Herz fand seine Erfüllung. Ich fand es auch interessant, dass sich Eva Völler mit der Frage befasste, ob und wie die Ereignisse der Vergangenheit die Gegenwart beeinflussen können.

Was ich nicht ganz so gut durchdacht fand, war der Umstand, wie die Figuren durch die Zeit reisen konnten und was es dabei mit Loreleys eigenartiger Gabe auf sich hatte. Das wurde nie geklärt und war daher eher unglaubwürdig für mich geblieben.

Dennoch gefiel mir "Durch die Nacht und alle Zeiten" richtig gut. Endlich gab es neues von Eva Völler im Jugendbuchbereich. Interessante, spannende und romantische Jugendbücher sind einfach ihre Stärke und so war auch dieses mit ein paar Abzügen ein Lesegenuss.

4/5

Samstag, 19. Juni 2021

Hörbuchrezension | Tale of Magic. Die Legende der Magie - Eine geheime Akademie von Chris Colfer

 Über Umwegen bin ich auf dieses Schätzchen gestoßen und bin wahnsinnig froh, dass sich all die Zufälle so ergeben haben, sonst wäre mir ein wahrer Schatz durch die Lappen gegangen.


Brystal Evergreen lebt in einer Welt, in der ihr das Lesen nicht erlaubt ist, denn sie ist ein Mädchen. Dabei liebt sie Bücher über alles und verschlingt heimlich alles, was sie in die Finger bekommt. Als sie ein verbotenes Buch entdeckt, wird sich hier Leben verändern, denn sie erfährt, dass es Magie gibt und sie im Stande ist, diese zu wirken. Allerdings könnte dies im südlichen Königreich nicht verbotener sein und so kommt sie an Madame Weatherberrys geheimer Akademie für Magie und ein magisches, aber auch sehr gefährliches Abenteuer beginnt.

Als ich den Namen des Autors las, kam dieser mir irgendwie bekannt vor und so recherchierte ich, schnell kam heraus, dass Chris Colfer mir besser bekannt als Kurt aus Glee war. Unglaublich, was er für Talente hat. Schauspielern, unglaublich singen und sich fantastische Geschichten erdenken.

So eine ist die Legende der Magie in allen Punkten. Die 14-jährige Protagonistin Brystal macht in ihrem Leben so einiges durch. Sie kommt aus einer angesehenen Familie, doch als Mädchen ist sie nicht viel wert und soll vor allem die Rolle einer tollen Ehefrau und Mutter übernehmen, doch das sieht Brystal anders. Sie will lesen, lernen und sich für Gerechtigkeit einsetzen. Über Umwege lernt sie die Fee Mdme Weatherberry kennen. 

Mir gefiel die Welt richtig gut. Es war ein Setting wie im 18./19.Jahrhundert und das passte perfekt in die magische Thematik. Alles war gut durchdacht und stimmig erzählte. Es machte einfach Spaß die magische Welt mit all ihren Charakteren zu entdecken. 

Außerdem war immer etwas los und die Figuren schlitterten von einer Gefahr in die nächste. Das machte den ersten Teil einer Reihe zu keiner Zeit langweilig. Wenn ich die komplette Handlung haarklein wiedergeben müsste, könnte ich dies unmöglich tun.

Ein weiteres Highlight war, dass das über 13h umfassende Hörbuch von Rufus Beck eingelesen wurde und das gab mir die Harry-Potter-Hörbücher-in-der-Vorweihnachtszeit-Vibes. Was habe ich es geliebt, ihm wieder lauschen zu dürfen. Was Rufus Beck mit seiner Stimme macht, ist einfach bemerkenswert. Jede Figur bekommt ihre eigene Stimme und somit noch mehr Charakter. Rufus Beck macht Geschichten einfach noch lebendiger. Ich habe mich auch gefragt, ob ich Tale of Magic nur so gut finde, weil Rufus Beck es gelesen hat, doch auch nach dessen Ende, habe ich oft an Brystal und ihre Geschichte gedacht. Außerdem habe ich mir die erste Reihe des Autors komplett in der Hörbuchfassung gekauft, weil das Zusammenspiel einfach so perfekt ist.

Der erste Teil der Legende der Magie von Chris Colfer ist ganz große Fantasy, die einfach Spaß und Lust auf ganz viel mehr macht. Auch dank des von Rufus Beck gesprochenen Hörbuchs kommen Harry Potter Vibes auf, doch die Geschichte braucht sich dahinter nicht verstecken. 

5/5

Sonntag, 13. Juni 2021

Buchtipp | Eine Braut für den Duke von Sabrina Jeffries

 Gerade läuft es ganz gut mit dem Lesen, denn der nächste Historical ist auch schon gelesen und ich habe gerade mal eine habe Woche dafür gebraucht. So schnell wie schon seit ein paar Monaten nicht mehr.


Grey ist als Herzog nicht gerade auf Brautschau. Interessiert er sich doch hauptsächlich dafür seinen Besitz und Vermögen zu erweitern. Als er zur Beerdigung des Mannes seiner Mutter, übrigens bereits die dritte, eingeladen ist, trifft er auf seine entfernte Verwandte Beatrice. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund, um den Duke in seine Schranken zu weisen. Allerdings wird Beatrice ganz still, wenn es um die Thematik der Todesfälle auf dem Anwesen geht, denn sie glaubt jemanden beschützen zu müssen.

Ich habe mich riesig gefreut, als ich sah, dass es endlich was neues von Sabrina Jeffries auf dem deutschen Markt gibt und hoffe, dass der dp-Verlag auch ihre anderen Titel übersetzen wird. Ich liebe ihre Hallstead Hall-Reihe, die damals im LYX Verlag erschienen war.

Ich war ein wenig überrascht, dass ich nicht sofort, das alte Flair ihre Bücher oder ihren Schreibstil wiedererkannt habe. Ob das an der Übersetzung lag? Dennoch dauerte es nicht lange und die Geschichte entfaltete dennoch ihren Sog und ich war wieder voll im England des 19. Jahrhunderts gefangen. Das wäre voll meine Zeit gewesen.^^

Sabrina Jeffries hat es wieder verdammt clever angestellt, möglichst viele mögliche, zukünftige ProtagonistInnen in die Geschichte einzuweben. Denn Greys Mutter war verdammt produktiv und kein Kind von Traurigkeit. Sie ist dreimal verwitwet und kommt auf 6 Kinder, wenn mich nicht alles täuscht. Der Älteste ist Grey und hat so seine kleinen Problemchen mit der lieben Familie. Er ist der klassische, etwas hochnäsige Duke, der sich seiner Stellung sehr wohl bewusst ist.

Das erfährt auch Beatrice am eigenen Leib und bietet ihm Paroli. Ich mochte sie sehr gerne, denn sie war unkonventioneller als die klassische Lady des Regency. 
Dennoch war ich überrascht, wie schnell beide sich aufeinander einließen. Sabrina Jeffries hielt hier definitiv nicht die Etikette der damaligen Zeit ein. 

Mir gefiel der Krimipart in der Geschichte sehr gut. Das ist einfach ihr Ding, in jeder Reihe so etwas einzubauen und das hat mich während des Lesens auf jeden Fall auch bei der Stange gehalten. Wir erfahren allerdings noch nicht, was es mit den Todesfällen auf sich hat. Das wird sicher erst wieder im Laufe der Reihe aufgeklärt werden. Ich hoffe, diese wird bei dp fortgeführt werden. Ein potenzielles Pärchen hat sich bereits herauskristallisiert mit Greys Schwester und Beatrice Bruder.

Endlich ist mit "Eine Braut für den Duke" etwas Neues von Sabrina Jeffries auf deutsch erschienen. Zwar konnte der Reihenauftakt noch nicht an ihre Qualitat anknüpfen, dennoch hat mich die Geschichte um Grey und Beatrice sehr gut unterhalten und ich bin gespannt, wer hinter den Todesfällen steckt. Hoffentlich geht es bald weiter!

4/5

Samstag, 12. Juni 2021

Hörbuchrezension | Belial. Götterkrieg von Julia Dippel

 Als ich Belial bei Netgalley entdeckte, war klar, dass ich es hören musste, denn das Buch hat kurz nach Erscheinen unglaublich viele, positive Amazonrezensionen zu Tage gebracht und der Klappentext klang einfach unglaublich spannend und mitreißend.


Cassia ist Tempeldienerin im alten Rom. In einer Zeit, in der Dämonen von den Menschen wie Götter verehrt werden, erringt Dämon Ianus immer mehr Macht. Cassia soll ihn aufhalten und gerät dabei in eine gefährliche Wette hinein. Wenn sie dem Teufel Belial nicht widerstehen kann, gehört ihm ihre Seele.

Das Buch soll ein Spin-Off zur Izara-Reihe sein. Diese habe ich allerdings nie gelesen und ließ es gerne auf einen Versuch ankommen, ob mich dies tatsächlich stören würde. 
Zum Glück konnte ich ohne Vorwissen problemlos in die Geschichte eintauchen und wurde tatsächlich direkt mitgerissen.

Was mir von Anfang an richtig gut gefiel war das Setting. Ich kann mich an kein Buch erinnern, welches ich las, das im alten Rom spielte und das war definitiv ein Pluspunkt, denn ich bin für neues im Jugendbuch-Fantasybereich immer zu begeistern.

Die Autorin schaffte es auch recht schnell und mühelos mich in ihre Welt einzuführen. Cassia ist aufgrund der Umstände ihrer Geburt gegen Dämonenkräfte immun. Sie weiß daher, dass die Götter Roms eigentlich Dämonen sind, die nur ihre Schandtaten mit den Menschen treiben wollen.
So lernen wir diese auch kennen. Um ihre Macht auszubauen, treiben sie ihre Spielchen und Intrigen miteinander und nutzen die Menschen als ihre Sklaven.

Also gerät Cassia auch zwischen die Fronten des grausamen Ianus und des Namensgebers Belial. Das Mädchen wird Bestandteil einer Wette, um die sich der erste Band einer Dilogie drehen soll. Dabei ist sie eine sehr mutige und aufopferungsvolle Protagonistin, die zum Glück nicht feige oder treudoof war. Stellenweise hatte sie mich damit wirklich beeindruckt.

Belial trat wohl bereits in der vorherigen Reihe auf. Als uralter Dämon hat er schon alles gesehen, dachte er. Doch dann lief ihm die tapfere Cassia über den Weg. Ich mochte ihn gern und fand, dass er eine passende Ergänzung zu unserer Protagonistin war. Als Teufel hätte er jedoch etwas schneidiger auftreten können.
Was mich richtiggehend störte, war, dass Belial ständig "Bel" genannt wurde, was im Hörbuch wie "Belle" ausgesprochen wurde. Jedes Mal kam mir da die Titelmelodie von Die Schöne und das Biest in den Sinn. Eher kontraproduktiv für einen gefährlichen Dämon und von der Autorin ziemlich unglücklich ausgewählt. 

Ansonsten fand ich die Sprecherleistungen wirklich gut. Ein Pluspunkt war definitiv, dass die beiden Perspektiven von unterschiedlichen SprecherInnen übernommen wurde. In diesem Fall waren das Sven Macht und Jodie Ahlborn. Das Hörbuch umfasst über 11h, die sich für mich deutlich kürzer anfühlten und das war eine richtig gute Leistung.

Ich war gespannt, wie mir mit "Belial" mein erstes Buch von Julia Dippel gefallen würde. Ich wurde positiv überrascht, denn ihr Weltenentwurf im dämonischen, alten Rom war mal etwas anderes. Außerdem konnte sie mit einer mutigen Protagonistin punkten und ich freue mich auf das Finale der Dilogie, welches aber leider noch ein Jahr auf sich warten lassen wird. Hoffentlich ist auch dann wieder ein Hörbuch eingeplant, denn dies war ein rundum gelungenes Erlebnis.

5/5

Mittwoch, 9. Juni 2021

Teil 2 | Eine verbotene Liebe für die Lady von Sasha Cottman

 Als ich im April den ersten Band des Herzogs von Strathmore las, stand fest, dass ich unbedingt zurückkehren möchte in Sasha Cottmans englische Adelswelt. 


Seit Lady Clarice den fehlgeleiteten Liebesbrief erhielt, stand für sie fest, dass sie dessen Autor unbedingt in ihr Herz lassen sollte. Unglücklicherweise - für ihren Vater - handelte es sich aber um Daniel Radley, den unehelichen Erstgeborenen des Herzogs von Strathmore. Als Bastard hat Daniel keinen Anspruch auf einen Titel und hat in der oberflächlichen Gesellschaft nur einen schweren Stand. All das, was Clarice Vater nicht für seine Tochter will. Doch schon bald sollen Ereignisse, sie zu beherzterem Handeln zwingen.

Das Cover ist ein wunderschöner Hingucker, der es mir wirklich angetan hat. Hier sollte also die Geschichte von Clarice und Daniel erzählt werden. Mr. Radley war schon im ersten Band ein Sympathieträger, doch Clarice präsentierte sich in Band eins nicht immer von ihrer besten Seite, daher war ich gerade auf sie gespannt.

Clarice ist zu Beginn eine unsichere Heldin, die nicht auffallen möchte und sich in weiten Kleidern versteckt. Sie leidet noch sehr unter dem Tod ihrer Mutter vor drei Jahren. Clarice soll heiraten, doch sie ist sich nicht sicher, ob sie das überhaupt möchte, dabei hat sie im englischen Regency als Frau eigentlich keine Wahl. 
So hat es auch Daniel zunächst schwer bei ihr und versucht mit vollem Einsatz seines Charmes Clarice endlich aus der Reserve zu locken. 
Die Liebesgeschichte konnte mich definitiv mehr packen als noch im ersten Teil. Hier kommen gleich einige Hürden ins Spiel, die mich wirklich gut unterhalten haben. Wir sehen natürlich auch Figuren aus Band eins wieder und das macht den Charme der Reihe aus. So bin ich auch schon total auf Lady Lucy gespannt, die die nächste Liebesgeschichte bestreiten wird.

Sasha Cottmans Schreibstil ist wunderbar passend für das Genre. Man merkt einfach, dass man nicht in einem Contemporary Romance unterwegs ist und das macht einen großen Teil des Flairs aus, den ich in diesem Genre so liebe.

Was mich allerdings störte, waren die gehäuften Rechtschreibfehler im selfpublishing Ebook. Diese haben meinen Lesefluss stellenweise wirklich gestört. 

"Eine verbotene Liebe für die Lady" ist Sasha Cottmans sehr starker zweiter Teil der Strathmore Reihe. Ich liebe das Flair Englands des 19. Jahrhunderts und habe die Figuren mittlerweile sehr ins Herz geschlossen. Clarice und Daniels Liebesgeschichte ist aufgrund all der Hürden sehr unterhaltsam und daher eine absolute Empfehlung wert!

4/5

Dienstag, 8. Juni 2021

Unboxing | Bücherbüchse April

 Am Samstag traf endlich die Bücherbüchse aus dem April bei mir ein. Es gab Lieferschwierigkeiten, da der Digitaldruck das Buches etwas länger dauerte. Doch das warten sollte sich gelohnt haben...


Das Motto der Aprilbox war schon sehr vielversprechend und ich wusste auch ganz genau, welches Buch enthalten sein würde, denn es stand bereits auf meiner Wunschliste.

Doch zuerst lachte mich eine Tasse an, über die ich mich sehr freute. Sie trägt das Logo von Velaris und ist somit von das Reich der sieben Höfe inspiriert wurden.


Ein Pin, der das Maibuch gespoilert hätte, war außerdem in der Bücherbüchse. Er ist demnach von "Das unsichtbare Leben der Addie LaRue" inspiriert wurden.


Seit Längerem war mal wieder ein Lesezeichen in der Box, was ich eigentlich immer sehr mag, doch bei diesem weiß ich nicht, was man sich dabei gedacht hat. Das Format ist für ein Lesezeichen echt eigenwillig, da riesig. Doch das Design ist einfach mal ein Griff ins Klo. Es ist zu die Schöne und das Biest. Was hätte man da machen können! Das Ergebnis sieht eher aus als wäre es aus einem Photoshopkurs für Senioren zurechtgestempelt wurden. In Natura sieht es noch deutlich schlimmer aus, als auf dem Foto und daher ist es neben der obligatorischen Leseprobe in den Müll geflogen.


Mehr fürs Auge ist da der Print passend zum Buch, den ich zwar kitschig aber sehr gelungen halte. Er macht definitiv viel Lust auf die Geschichte!


Und als letztes zog ich das Buch aus dem Karton. Es ist der Auftakt der Fantasytrilogie von Brigid Kemmerer und eine etwas andere Erzählung von "die Schöne und das Biest". Ich habe bereits zwei Contemporary-Romane der Autorin gelesen, die ich richtig gut fand, daher sind meine Erwartungen auch sehr groß. 


Das Warten hat sich gelohnt, denn der Buchschnitt ist wirklich ein Hingucker! Auf ihm sind nun Dornen und das Schloss gedruckt. 


Ziemlich cool ist auch die gedruckte Signatur im Inneren, wobei ich mich wirklich frage, wie die Bücherbüchse das bewerkstelligt hat.


Die Aprilausgabe der Bücherbüchse gefiel mir um Längen besser als die Maibox, von der mich nur das Buch so richtig abholen konnte. Mit diesen beiden Geschichten möchte ich ganz bald beginnen, wenn ich die ausstehenden 3 Rezensionsexemplare erstmal aufgearbeitet habe.


Montag, 7. Juni 2021

Hörbuchrezension | Der Donnerstagsmordclub von Richard Osman

 Und da ist auch schon das nächste Hörbuch ausgehört! Der Krimi fiel mir zum ersten Mal bei Vorablesen auf, doch da hatte ich leider kein Glück. Netgalley sei Dank zog der Titel dann einfach als anderes Medium bei mir ein und ich konnte fast 11h lang der Geschichte lauschen.


In einer luxuriösen Seniorenresidenz in Kent treffen ein ehemaliger Psychiater, Gewerkschaftsführer und eine ehemalige Geheimagentin aufeinander. Als die 80-jährige Joyce dort einzieht, schließt sie sich deren Runde an: Dem Donnerstagsmordclub. Gemeinsam graben sie alte, ungelöste Fälle aus und klären sie auf. Als in Coopers Chase und Umgebung zwei Morde passieren, ist der Ermittlergeist der vier geweckt und sie begeben sich auf eine raffinierte Täterjagd.

Cover und Titel des Buches sprachen mich sofort an, da die perfekte ländliche Idylle in der englischen Literatur ja öfters mal von einem Mord gestört wird. Und so versprach ich mir hier spannende und vor allem atmosphärische Unterhaltung.

Ich glaube, ich hatte bisher noch kein Buch gelesen, in denen alle Protagonisten jenseits der 70 sind. Das Alter merkte man ihnen auch an. Sie machen Gedächtnisübungen und sind in stetiger Überlegung, was sie körperlich noch leisten können und was schon lange nicht mehr. Das fand ich kurios und sehr gut getroffen. Ich empfand die Figuren als sehr liebenswert und eigen. Der Autor hat hier für seinen Donnerstagsmordclub ein tolles Ermittlerteam erschaffen.

Hinter beiden Morden stecken Motive, die uns von Anfang an klar sind, wer der Täter ist, war mir allerdings nicht klar und somit komme ich zum größten und einzigen Kritikpunkt, den ich für das Buch habe. Während des Hörens wurde ich oft mit Namen bombardiert, so dass es mir wirklich schwer fiel, diese immer zuordnen zu können. Es sind auch wirklich viele Nebencharaktere dabei, die immer mal wieder angeschnitten werden. Und das fiel mir bei der Auflösung ein wenig auf die Füße.

Was mir dafür richtig gut gefiel war das Setting. Es ist so wunderbar idyllisch und die Geschichte lebt zum Teil davon. Es machte einfach Spaß, die Protagonisten durch Coopers Chase zu begleiten.

Ein richtiges Highlight war die sprechende Tätigkeit von Beate Himmelstoß und Johannes Steck. Gerade Letzterer spielte so sehr mit seiner Stimme, dass er den unterschiedlichsten Figuren Leben einhauchte und das war auf den Punkt gebracht. Ich fand das wirklich grandios.

Der Donnerstagsmordclub von Richard Osman punktete mit liebenswerten und ganz eigenen Senioren, die in einer perfekten englischen Idylle ermitteln. Das wurde im Hörbuch durch eine perfekte, sprecherische Leistung umgesetzt. Einzig die Flut an Charakteren und Namen waren für mich nicht ganz ideal.

4/5


Sonntag, 6. Juni 2021

Lesemonat Mai | Miss Countdown führt ein heikles Gespräch in der Tiefe

Der Mai ist ja so dahingeflogen und so war mein reiner Lesemonat schneller vorbei als gedacht. Dafür lief mein "Hörmonat" ziemlich gut. Vielleicht sollte ich die Kategorie ja erstmal darin umtaufen!^^


Also schauen wir mal, welche Bücher es im Mai waren.

Samstag, 5. Juni 2021

Neuzugänge Mai | Weniger Seiten, dafür mehr Minuten

 Buchtechnisch sah der Mai ziemlich mau bei mir aus. Zum Glück (für meinen SuB) sind nicht viele Bücher eingezogen. Dafür bin ich, dank einer neuen Möglichkeit, bei den Hörbüchern ein wenig eskaliert...


Und so kam hier doch eine kleine Menge zusammen:

Dienstag, 1. Juni 2021

Hörbuchrezension | Mit dir falle ich von Inka Lindberg

 Diesen New Adult hatte ich seit seinem Erscheinen auf dem Schirm gehabt und war froh, dass ich ihn als Hörbuch über Netgalley beziehen konnte. Doch hat sich dieses Debüt gelohnt?


Robyn ist ständig pleite und versucht alles, um während des Studiums nicht in den finanziellen Ruin zu gelangen. Reiche Schnösel wie Finn, die von ihren Eltern alles finanziert bekommen, sind ihr ein Graus. Doch eigentlich ist der große, dunkelhaarige Typ ganz süß und so lässt sich Robyn auf ihn ein.

Ich kannte die Autorin bisher nicht von ihren Social Media Kanälen und wusste daher auch nicht, was mich bei ihrem Debüt erwarten würde.

Ich fand den Einstieg in die Geschichte richtig gut gelungen. Wir lernen Robyn direkt bei einem riesigen Datingfail kennen, denn ihre Verabredung prellt die Zeche und lässt sie ohne Geld auf der Rechnung im Café sitzen. So lernt sie auch Finn kennen, der als Retter in der Not auftritt und für sie bezahlt. Außerdem bekommen wir einen eindrucksvollen und umfassenden ersten Eindruck von Robyn, der bis dato noch sehr positiv war. 

Allerdings wandelte sich das Ganze im Laufe des Buches. Ich würde sie auch nicht als Nachbarin haben wollen, bei ihrem Hang sämtliche Gefühle in lauter Musik zu ersticken. Außerdem verstand ich nicht, wie man einfach ständig so pleite sein, bzw. sogar Schulden machen konnte. Was dann passiert, als sie mit Finn zusammen war, müsst ihr wohl selbst lesen. Die wenigsten werden wohl verstehen, wie man nur so kopflos werden konnte. Ihr Männergeschmack ist einfach verdammt fragwürdig.

Finn ist der Protagonist, aber nicht der Held dieser Geschichte. Was für ein ätzender, unbelehrbarer Typ, von denen es da draußen sicher einige gibt. Schade, um den schönen Namen!

Was ich der Autorin zu Gute halten möchte, ist wie realistisch ihre Figuren sind. Selbst von den Nebencharakteren bekam ich einen sehr guten Eindruck. Außerdem gefiel mir, dass die Geschichte in Köln spielte und nicht in einer x-beliebigen, amerikanischen Collegestadt. 
Der Handlungsverlauf des New Adults ist auf jeden Fall mal ein anderer und das fand ich erfrischend, dennoch mochte ich die Protagonisten einfach nicht wirklich und das war in diesem Fall fatal. 

Gelesen wurde das ungekürzte, fast 12h umfassende Hörbuch von Dagmar Bittner. Diese macht einen soliden Job und verleiht Robyn ihre Jugendliche Stimme.

"Mit dir falle ich" von Inka Lindberg ist mal ein etwas anderes Debüt, bei dem ich das Kölner Setting und die realistischen Charaktere gut fand, allerdings waren meine Sympathien schnell dahin und ich war genervt von den Figuren. Das war eher suboptimal. 

3/5


Montag, 31. Mai 2021

Unboxing | Bücherbüchse Mai 2021

 Vor ein paar Tagen erreichte mich die Maiausgabe der Buchbox, die ich schon mit Vorfreude erwartete, denn das Buch stand schon ein Weilchen auf meiner Wunschliste.


Unsterblichkeit lautete das Motto der Box und ich war gespannt, welche Items dazu noch enthalten sein würden.


Ein weißer Plastik-Einkaufschip zu The Witcher. Was das eine mit dem anderen zu tun hat? Keine Ahnung! Ich bin auch nicht so begeistert über das sehr günstige Erscheinungsbild des Items. Ein paar Cents mehr ist es wirklich nicht wert und darauf hätte ich auch super verzichten können. Einen hochwertigeren Chip aus Metall in Münzoptik zum Fandom hätte ich gefeiert, doch das hier ist ein Flop.


Auch das nächste Produkt konnte nicht punkten. Das Design des Stickers zu Scythe sieht zwar cool aus, doch ein Sticker? Ernsthaft! Ich kenne niemanden, jenseits der Grundschule, der sich wirklich noch für Sticker interessieren würde.


Das wohl wertigste Item ist diese Buchhülle, welche mich allerdings auch nicht in Jubelstürme ausbrechen ließ. Zum einen schwärme ich einfach nicht mehr so für Twilight, wie vor 12 Jahren. Nicht nur ich, sondern auch das Fandom ist ganz schön alt geworden. Außerdem ist dies bereits die 3. Buchhülle, die ich über die Bücherbüchse erhalten habe. Ich nutze diese eigentlich nur im Urlaub und auch da hätte mir eine vollkommen gereicht. Ich muss aber sagen, dass sie bisher die schönste Hülle ist und mir der Stil sehr gut gefällt.



Neben den obligatorischen Werbeflyern war auch wieder ein Print zum Buch in der Box. Mir sagt das Artwork jetzt nicht so zu und ich finde auch den Druck sehr schwammig. Auf der Rückseite ist der Brief der Autorin gedruckt, was bei einer amerikanischen Autorin auf jeden Fall toll ist! Richtig klasse finde ich auch die handgeschriebene Signatur der Autorin, die ich mir ins Buch kleben werde. 


Das bringt uns dann auch schon zum Buch der Maibox und das ist "Das unsichtbare Leben der Addie LaRue" von V.E. Schwab. Ich habe schon so viel Gutes von dem Titel gehört und freue mich sehr auf die Geschichte, die wie eine weibliche Faust-Adaption anmutet. Ich bin total gespannt auf Addies unsichtbares Leben durch die Jahrhunderte und wie sie daraus ausbrechen vermag. Ich glaube, die Bücherbüchse hat bei diesem Buch auch wieder eine Exklusivausgabe mit farbigen Buchschnitt herausgebracht. Dieser ist nämlich grün wie das Cover und so kommt es meines Erachtens nicht auf den Markt. 
Allerdings habe ich auch ein paar Gedanken dazu. Die broschierte Ausgabe ist mit ihren 18 Euro schon recht teuer. Das sind normale Hardcoverpreise. Wenn dann auch noch für eine so geringe Auflage der Buchschnitt eingefärbt werden soll, dann kostet der Bücherbüchse das Buch noch mal einiges mehr. Ist es mir das wert, eine Exklusivausgabe zu besitzen mit Farbspritzern im Buch und zusammenklebenden Seiten? Die dann auch noch auf die Kosten der Goodies geht. Mal ehrlich der Sticker und der Chip sind eigentlich für die Tonne, zumal die Qualität des Chips so schlecht ist, dass er keine Woche am Schlüsselbund überleben würde. Da verzichte ich deutlich lieber auf einen exklusiven Buchschnitt und erfreue mich an wertigeren Items in der Box.

Die Aprilbox ist wegen des Buchschnitts noch nicht bei den Abonnenten eingetroffen, weil es Lieferschwierigkeiten mit der Druckerei gab. Ist es das wirklich wert? Ich warte auch noch auf sie. 


Sonntag, 30. Mai 2021

Highlight | Meeresglühen. Geheimnis in der Tiefe von Anna Fleck

Um zu verdeutlichen, wie lange das Buch nun auf meinem SuB lag, füge ich hier das damalige Neuzugangsfoto ein. Es waren zwar nur vier Monate und zum Glück sieht es aktuell jenseits der Fensterscheibe ein wenig farbenfroher aus.


Ella verbringt ihre Ferien in Cornwall, dort hat sie mit ihrer Mutter das Haus der Oma geerbt. Allein streift sie durch die raue Landschaft und steilen Küsten der englischen Gegend als sie eines Tages einen bewusstlosen, gestrandeten Surfer findet und ihm das Leben rettet. Aris spricht englisch nur mit einem fremden Akzent und auch so scheint er nicht ganz von dieser Welt zu sein. Ein feuchtes Abenteuer beginnt.

Der Klappentext ließ mich an einen ganz herkömmlichen Jugendroman des Genres denken, wie wir ihn schon so oft präsentiert bekommen haben. Das erste Drittel folgt auch diesem typischen Muster, doch dann tauchen wir im wahrsten Sinne des Wortes in ganz neue Gefilden ein und das hat mich wirklich sehr beeindruckt und begeistert. Der Autorin ist hier mit ihrem Debüt eine wundervolle Geschichte geglückt, wie ich sie im Jugendbuch-Fantasybereich auch noch nicht gelesen habe.

Für mich machen die Figuren zu großen Teilen die Geschichte aus, allen voran Protagonistin Ella. Wir erfahren ganz oft ihre Gedanken und das ist komisch, unterhaltsam und authentisch. gerade zu Beginn der Geschichte hatte ich mich sofort bestens mit ihr identifizieren können. Die 18-jährige Version von mir war auch so unterwegs. Sie mausert sich zu einer sehr mutigen und cleveren Abenteurerin. 

Aris ist ein mysteriöser, junger Fremder, von dem wir zunächst nur erahnen, woher er kommen mag. Er ist so wie ich mir einen Helden des Genres wünsche: Kein Bad Boy, zurückhaltend und einfach gut für unsere Protagonistin.

Doch auch die Nebenfiguren wie Som oder Tis mit ihrem Fisch haben es mir angetan gehabt, sodass ich mich freue, sie hoffentlich wiederzusehen. Ich dachte ja, dass es sich bei Meeresglühen um einen Einzelband handeln würde, doch es ist der Start einer Trilogie, welcher zum Glück ohne richtig fiesen Cliffhanger auskommt. 

Anna Flecks Debüt "Meeresglühen. Geheimnis in der Tiefe" punktet mit sympathischen und lebendigen Figuren. Der Roman bricht aus den typischen Jugendbuchschemata aus und startet in ein atemberaubendes Abenteuer auf dessen Fortsetzung im Oktober ich mich wirklich freue.

5/5

Samstag, 29. Mai 2021

Buchvorstellung | Schau, wie niedlich Tiere schlafen gehen von Frauke Weldin und Katja Reider

 Seit dem ich nun auch ganz "offiziell" ins Kinderbuchgenre einsteigen darf, bin ich natürlich immer auf der Suche nach tollen Büchern für den Bücherwurmnachwuchs und so konnte ich auch nicht an diesem Titel vorbei.


Einschlafen will gelernt werden, das habe ich in der Zeit mit Kind bisher wohl als erstes gelernt. Mittlerweile macht die Routine den Meister, doch wie läuft das eigentlich im Tierreich ab? Das fragte sich auch der Junge in diesem Buch und entdeckt wie Affe, Erdmann, Elefant, Delfin, Otter und co schlafen gehen. 

Dabei kann man auch noch etwas lernen, denn wusstest du, dass sich Otter an den Pfoten halten, damit sie nicht auseinandertreiben, wenn sie ein Nickerchen halten? Dank des Covers bekommt man schon einen sehr guten Eindruck, wie süß und farbenfroh die Illustrationen im Buch sind. Auf den zehn Doppelseiten gliedert sich der gereimte, kurze Vorlesetext sehr gut ein. Doch der Star des Buches sind ganz eindeutig die gepinselten Bilder, an denen man sich nur schwer satt sehen kann. 

Ich denke, das Bilderbuch wird auf jeden Fall eines unserer Lieblinge werden, denn die schlafenden Tierfamilien strahlen eine Ruhe und Geborgenheit aus, bei der man sich am liebsten gleich mit ins Bett kuscheln möchte. Ich freue mich schon aufs Vorlesen und gemeinsame Entdecken.

"Schau, wie niedlich Tiere schlafen gehen" von Frauke Weldin und Katja Reider ist ein wunderschönes und bezaubernd niedliches Kinderbuch, welches auf 20 Seiten mit tollen Illustrationen und informativen Reimen punkten kann. Empfohlen ab 24+ Monaten? Solange können wir bestimmt nicht warten!

Montag, 24. Mai 2021

Hörbuchrezension | Der Tag an dem Papa ein heikles Gespräch führen wollte von Marc-Uwe Kling

 Auf Netgalley entdeckte ich die Hörbuchfassung dieses Kinderbuchs und wollte es unbedingt hören, weil es vom Autor selbst eingelesen wurde und von dem hatte ich schon viel Positives gehört, daher wollte ich Marc-Uwe Kling endlich auch bei mir einziehen lassen.


Ein romantisches Wochenende soll es für die Eltern sein, deswegen kommen Oma und Opa vorbei, um auf die Enkel aufzupassen. Tiffany und Max werden ganz hellhörig als Papa ein aufklärendes Gespräch mit ihrer 17-jährigen Schwester Luisa und deren Freund führen will.

Ich war ein wenig überrascht, als ich sah, dass das Hörbuch tatsächlich nur 26 Minuten umfassen würde. Das Kinderbuch hat in gedruckter Form 72 Seiten, welches mit großflächigen Illustrationen daherkommt. Daher scheint die Hörbuchfassung nur so kurz auszufallen. 

Die Leseempfehlung dieses etwas anderen Aufklärungsbuchs liegt ab 6 Jahren. Dabei konnte man dem Vater beim Stammeln und Herumdrucksen zu dem heiklen Thema zuhören. Das war sehr witzig und unterhaltsam zu verfolgen. Besonders wenn die Großeltern sich noch mit ihren Kommentaren einmischten, wie wild es 1968 war oder die jüngeren Geschwister neugierige Fragen stellten.

Marc-Uwe Kling schaffte es mit seiner Stimme seinem Text und den Figuren viel Leben einzuhauchen und das gefiel mir gut. So war es, als könnte man bei einer Autorenlesung dabei sein und das war schon cool.

Allerdings stellte sich mir dann die Frage, ob ein illustriertes Kinderbuch tatsächlich eine Hörbuchfassung braucht, die nur 26 Minuten umfasst. Für mich hätte sich das Buch mehr gelohnt, schon allein aus dem Grund, weil mir so die Illustrationen nicht entgangen wären.

"Der Tag an dem Papa ein heikles Gespräch führen wollte" von Marc-Uwe Kling ist der witzige Versuch eines Aufklärungsgesprächs. Highlight der Hörbuchfassung ist die Lesung des Autors selbst. Die Geschichte ist aus einer ganzen Reihe zur Familie erschienen und irgendwann werden diese Bücher zum Vorlesen sicher auch noch bei uns einziehen.

4/5

Sonntag, 23. Mai 2021

Hörbuchrezension | Der Countdownkiller von Amy Suiter Clarke

 Ab und an darf es bei mir auch mal ein Thriller sein, wenn mich Cover und Klappentext in ihren Bann ziehen. Das war bei diesem Titel hier absolut der Fall. Als ich das Hörbuch bei Tauschticket ergattern konnte, war ich noch mehr Feuer und Flamme für den Titel, denn es war eine Hörspielfassung.


Elle betreibt einen erfolgreichen True Crime Podcast. Aus persönlichem Interesse lässt sie der Fall des Countdownkillers nicht mehr los. Er entführte und tötete Mädchen. Jede ein Jahr jünger als die vorherige. Doch die Mordserie riss vor 20 Jahren ab, als ein Opfer fliehen konnte. Als wieder zwei Mädchen verschwinden, verrennt Elle sich in der Vorstellung, dass der Countkiller zurück ist.  

Mich sprach die Tatsache an, dass wir mit dem Podcast ein etwas anderes investigatives Medium haben, welches möglicherweise frischen Wind in den Thriller bringen sollte. Elle unterhält sich für ihren Podcast mit ehemaligen Ermittlern, Professoren, Forensikern, aber auch mit Opfern und Zeugen. So bekommen wir einen breit gestreuten Blick auf den Fall des Countdownkillers, der an die 10 Opfer zu verbuchen hat. Dabei spielt eine ganz besondere Zahlenreihenfolge eine sehr wichtige Rolle für ihn. 

Aus einem sehr guten und plausiblen Grund, der mir schon sehr früh klar war, ist Elle besessen von dem Fall und hängt sich mehr rein als die Polizei, die nicht annehmen möchte, dass der totgeglaubte Killer wieder auf der Bildfläche aufgetaucht ist. 

Zwischen den erzählenden Kapiteln werden Podcastepisoden eingeschoben, was ich sehr gelungen und Interessant fand. Das machte den Fall sehr realistisch und vielschichtig beleuchtet. Außerdem gibt es Kapitel aus der Sicht des Countdownkillers, die seinen Werdegang darstellen sollen.

Hier lag für mich ein großer Schwachpunkt der Geschichte. Mit den Einblicken in die Vergangenheit des Serienmörders erfahren wir auch sein Motiv und das war in meinen Augen viel zu schwach und unbedeutend um so eine Entwicklung glaubhaft zu rechtfertigen. Dennoch jagten mir die Passagen aus seiner Sicht und überhaupt die ganze Thematik um die Entführungen einen Schauer über den Rücken.

Ein weiterer enormer Schwachpunkt des Thrillers war dessen Vorhersehbarkeit und das ist für mich in diesem Genre tödlich. Wenn ich einen Thriller lese, muss mich dessen Spannung mitreißen und die Aufklärung aus den Socken hauen. Mir war sehr schnell klar, was es mit Elle auf sich hatte und auch die Identität des Countdownkillers war nicht überraschend. Schließlich präsentierte die Autorin nur eine logische Möglichkeit und streute nur sehr halbherzig Finten aus. Das war dann doch ziemlich enttäuschend.

Was für mich das Buch rettete, war die Hörbuchfassung. Den Hauptpart las Ulrike Kapfer und machte dabei einen grundsoliden Job. Ich hörte ihr gerne zu. Was ich lobend herausstellen muss, ist die aufwendige Produktion des Hörbuchs. Die Podcastpassagen klangen sehr realistisch, denn es wurden sehr viele unterschiedliche Sprecher für die einzelnen Rollen engagiert. Davon einige bekannte Synchronsprecher und das war einfach ein Genuss für die Ohren, der das gehörte auch noch mal realistischer erscheinen ließ. Die Hörbuchproduktion hat an dieser Stelle alles richtig gemacht und rettet definitiv meine Bewertung für das Buch.

"Der Countdownkiller" von Amy Suiter Clarke war leider nicht das erhoffte Highlight. Dafür war der Thriller viel zu vorhersehbar. Trotzdem kann ich das Hörbuch dazu uneingeschränkt empfehlen, denn es war ein Fest für die Ohren und hat einfach nur Spaß gemacht!

4/5

Freitag, 21. Mai 2021

Hörbuchrezension | Miss Merkel von David Safier

 Ich habe neulich einen Berlin, Berlin - Marathon auf Netflix eingelegt. Alle 4 Staffeln der Serie hintereinander weggeschaut. Ich habe die Serie damals ja so geliebt! Beim Rewatch ist mir aufgefallen, dass David Safier der Autor der Serie war. Kuriose Ideen und tolle Charaktere kann er also erschaffen. Ich war gespannt, wie er es in seinem neuesten Roman getan hat, den ich übrigens wieder über Netgalley als Hörbuch bekam.


Auch eine Kanzlerin geht irgendwann mal in Rente und so verschlägt es Angela Merkel samt Ehemann, Personenschützer und Mops in ein neues Leben in die Uckermark. Aus Integrationszwecken besucht das Ehepaar Merkel/Sauer ein Schlossfest und stolpert während einer Führung direkt über den toten Schlossherren. Angela glaubt nicht an einen Selbstmord und so beginnt sie in bester Miss Marple-Manier zu ermitteln.

Als ich von der Idee des Buches hörte, war ich sofort Feuer und Flamme für die Geschichte. Es ist einfach so kurios und ich war gespannt wie David Safier Angies Rentenalltag erzählen würde. 

Achim und Angela haben sich ein schönes Fachwerkhäuschen mit Garten in der Uckermark gekauft. Dort führen sie ihren Mops Putin aus und versuchen mit der Landbevölkerung in Kontakt zu treten. Angela hätte so gerne eine Freundin zum Tee trinken und Kuchen essen, doch die meisten scheuen vor der Ex-Kanzlerin oder wollen sogar einen Nutzen aus ihr ziehen.
Als neues Hobby kommt die Ermittlung um den toten Schlossherren Angela sehr gelegen. Doch so richtig glaubt niemand an einen fingierten Selbstmord. Dabei haben so einige Damen aus Klein Freudenstadt ein heftiges Mordmotiv.

Was soll ich sagen, ich habe das Buch von Hinten bis Vorne geliebt! Die politischen Anspielungen waren urkomisch und teilweise ein wenig böse. Natürlich auf andere als Angelas Kosten. Was David Safier hier beschrieb, steckte aber auch voller Wahrheit und diese Mischung war einfach so unterhaltsam. Ich habe, soweit ich mich erinnere, auch noch keinen Roman gelesen, in dem die Protagonistin eine real existierende Person war und das machte auch einen gewissen Reiz aus. Während des Hörens fragte ich mich ganz oft, ob Frau Merkel oder ihr Ehemann eines Tages den Roman lesen würde.

Das Setting der Geschichte ist fast schon idyllisch, wenn nicht gerade jemand tot aufgefunden worden wäre. Doch besonders die Charaktere hatten es mir angetan. Allen voran unser Protagonistenpaar Angela und Achim aka Puffel und Puffeline. Ihr Umgang war sehr liebevoll und das war putzig zu verfolgen. Die anderen Bewohner der Kleinstadt haben auch so ihre kuriosen Eigenarten und trugen zum Charme der Geschichte bei.

Der Mordfall war spannend in bester Miss Marple Manier erzählt. Die Auflösung war jedoch keine große Überraschung für mich. Am Ende ließ David Safier noch die Möglichkeit für weitere Fälle offen und aktuell arbeitet er wohl an einem zweiten Band, worüber ich mich sehr freue. 

Das Hörbuch umfasst nicht ganz 9h und wurde von Nana Spier eingelesen, die als Synchronstimme von Drew Barrymore oder Claire Danes vielen im Ohr sein sollte. Sie hat einen perfekten Job abgeliefert und die Stimme der Kanzlerin auch ziemlich gut getroffen. So war das Hörerlebnis wirklich ein Genuss, dem ich so gerne folgte.

"Miss Merkel" von David Safier spielt mit dem kuriosen Gedanken, was macht Angela Merkel eigentlich nach ihrer Amtszeit. Das kleinbürgerliche Leben in der Uckermark wurde ihr schnell Langweilig, doch das Hörbuch rund um ihre Mordermittlungen ist es nicht. Die Geschichte steckt voller Charme und wahren Anspielungen, die sie einfach so unterhaltsam machen. Ich habe jede Minute geliebt!

5/5


Freitag, 14. Mai 2021

Hörbuchrezension | Deluxe Dreams von Karina Halle

 Ich war ganz aus dem Häuschen, als Netgalley ankündigte, nun auch Hörbücher im Angebot zu haben, das kommt für mich gerade wie gerufen und so fragte ich auch einige bei der Plattform an. Als erstes führte ich mir dieses Hörbuch zu Gemüte, denn ich hatte mal wieder Lust auf so eine Art Buch, denn das letzte seiner Art ist schon etwas länger her...



Sadie macht eine Rucksacktour durch Europa als sie eines Abends überfallen wird. Ein fremder Franzose eilt ihr zu Hilfe und kümmert sich um ihren verletzten Knöchel. Es stellt sich heraus, dass die Studentin dem Erben einer französischen Luxusmarke ins Netz gegangen ist. Doch dieser möchte dem Familienimperium eigentlich nichts mehr zu tun haben.

Ich las von dem Roman zuerst eine Leseprobe, die mir eigentlich ganz gut gefiel. Also freute ich mich sehr, als ich das Hörbuch bekam. 
Es geht auch noch recht spannend los. Sadie startete ihre Reise in einer Beziehung, doch kam sie als Single in Frankreich an. Auf sich allein gestellt, wird sie eines Abends überfallen. In letzter Sekunde kommt Olivier ihr zu Hilfe und die beiden verbringen ab dieser Minute jede freie Minute zusammen.

Ab diesem Zeitpunkt, der sehr früh im Buch kam, ging die Handlung rapide bergab. Denn was dann folgte war eine lange Aufzählung maßloser Vögelei und das war tierisch langweilig. Es passierte einfach nichts weiter als Positions- und Locationwechsel. Eine dekadenter und luxuriöser als die nächste. 

Erst im letzten Drittel kommt ein wenig vorhersehbare Spannung auf, denn Oliviers Familie ist in zwei Lager gespalten und es kommt zu einem Todesfall. Mich wunderte, dass dieser Umstand nicht aufgeklärt wurde. Will die Autorin diese Enthüllung über die komplette Reihe ziehen?

Mich nervte die Protagonistin leider auch ganz schön. Sie ließ sich regelrecht von Olivier aushalten und betonte mehrfach, dass sie von ihm finanziell abhängig sei. Das fand ich echt unmöglich, auch ihre mitleidige Art... Olivier unterhielt sie gerne und machte ihr teure Geschenke. Darin bestand ihre ganze Beziehung und somit kamen bei mir auch überhaupt keine Gefühle an. Ich hatte auch nicht das Gefühl, dass beide sich sonderlich gut kannte. Überzeugt hat mich die Liebesgeschichte also wirklich nicht.

Das Hörbuch umfasst etwas mehr als 9h und ließ sich rasch weghören. Eingesprochen wurde es von Miriam Berger, deren Job ich nicht ganz so souverän fand. Viele Betonungen klangen wie klassisch gelesen und nicht wie eingesprochen. Das störte mich allerdings nicht so sehr wie das geleierte "Oliviiiieeerrr" der Protagonistin oder die arg verstellte Stimme des männlichen Helden. Leider konnte sie somit auch nicht die lahme Handlung herausreißen.

Karina Halles "Deluxe Dreams" war leider kein traumhafter Hörgenuss. Viel Handlung gab es nicht und auch kaum Gefühl. Dafür gab es ausreichend Geldgeschenke und Bettsport. Ich hätte es besser wissen sollen, doch irgendwie hatte ich mir doch etwas anderes erhofft. 

2/5

Dienstag, 11. Mai 2021

Hörbuchrezension | Zwischen zwei Herzschlägen von Eva Carter

 Auf Lovelybooks durfte ich an einer Hörrunde teilnehmen. Gelesen hätte ich das Buch wohl nicht selbst, doch am Hörbuch reizte mich, dass es von drei SprecherInnen eingelesen wurde und eigentlich klang die Handlung auch ganz vielversprechend.


Es ist Silvesterabend. Das neue Jahrtausend steht vor der Tür als Joels Herz aufhört zu schlagen. Kerry eilt ihm zu Hilfe und startet mit der Reanimation. Ihr bester Freund Tim ist wie paralysiert, dabei will er Arzt werden. Doch es ist Kerry, die beherzt einschreitet. Nach 18 Minuten ist Joel über dem Berg, doch von nun an ist sein Lebenstraum dahin, denn er muss einen Herzschrittmacher tragen. Tim beginnt ein Medizinstudium und fühlt sich diesem nicht gewachsen und Kerry fristet ihr Dasein fernab von ihrer wahren Berufung. Das Leben der drei wird sich in den kommenden Jahren immer wieder berühren.

Ich habe das Hörbuch als Download zur Verfügung gestellt bekommen. Es umfasste über 16h und das merkte ich auch an einigen Stellen.

Die Geschichte beginnt sehr dramatisch, aber auch interessant, denn eine Herzdruckmassage habe ich bisher noch nicht so oft, wenn überhaupt, in einem Roman angetroffen. Dabei ist es ein so wichtiges Thema. Die Protagonisten sind zu diesem Zeitpunkt gerade volljährig geworden. Sie starten also erst mit ihrem Leben. Kerry möchte eigentlich Ärztin werden, schaffte aber die Studienvoraussetzungen nicht. Tim hat sie geschafft, will aber eigentlich nicht als Arzt arbeiten und Joel gerät auf die schiefe Bahn, da er nach der geplatzten Fußballkarriere keine Perspektive im Leben mehr sieht.

Mit diesem Start erzählt die Autorin die komplexen Geschichten der drei Figuren, die immer wieder miteinander verwoben sind. Die Handlung erstreckt sich über 18 Jahre. Zwischen den Kapiteln springt die Autorin teilweise um mehrere Monate. Das störte mich nicht, sondern brachte die Geschichte voran. Was mir manchmal negativ auffiel, waren einige Längen. So gab es beispielsweise Episoden, die für mich die Handlung nicht voranbrachten.

Dafür wurde es am Ende wirklich dramatisch und mitreißend und ich hatte sogar ein wenig Gänsehaut. Das hat Eva Carter ziemlich gut hinbekommen.

Ich muss auch sagen, dass die drei Protagonisten nicht immer Sympathieträger waren. Doch ihr Verhalten war nicht beschönigt, sondern authentisch und auch das war wohl ein Pluspunkt in Sachen Charakterausarbeitung.

Gelesen wurde das Hörbuch von Marian Funk, Madiha Kelling Bergner und Jacob Weigert. Diese drei machen einen guten Job und ich mochte ihre Stimmen. Am Anfang musste ich etwas genauer hinhorchen, um die beiden Männerstimmen die jeweiligen Figuren zuzuordnen, da sie sich ein wenig ähneln.

"Zwischen zwei Herzschlägen" von Eva Carter erzählt die wichtige Geschichte von Joel, Kerry und Tim. Diese war nicht immer einfach, bequem und rosarot, aber sie war real und authentisch erzählt. Zwischen zwei Herzschlägen liegt nicht immer nur eine halbe Sekunde. Hier waren es 18 Minuten und was dazwischen zu tun ist, ist ein wichtiges Thema, welches der Roman sehr gut beleuchtete.

4/5


Mittwoch, 5. Mai 2021

Lesemonat April | Die gestohlene Liebesplaylist aus Fleury von Amari

Im April habe ich ein paar mehr Bücher verschlingen können als in den vorherigen Monaten. Allerdings habe ich mit den Hörbüchern auch eine "Geheimwaffe" entdeckt, um meinen Lesemonat ein wenig aufzumöbeln.


Also schauen wir mal, welche Bücher es im April waren.

Dienstag, 4. Mai 2021

Buchvorstellung | Sylvia und der Vogel von Gemma Koomen

 Auf Vorablesen gewann ich diesen Titel und tauchte somit in eine Welt ein, die gerade bei den ganz kleinen die Fantasie anregen wird.


Sylvia ist eine Baumhüterin, das heißt sie lebt mit ihren Volk in den Bäumen und ist dabei nur so groß wie ein Daumen. Die Baumhüter pflegen die Natur und ihre Heimat: die Bäume. Es ist eine eingeschworene Gemeinschaft, doch Sylvia hat keine Freunde. Da landet eines Tages ein junger Vogel bei ihr und die junge Hüterin kümmert sich um ihn. Die beiden werden Freunde und eröffnen einander eine neue Welt.

Cover und Titel des Kinderbuches sind eher etwas altmodischer. Daher war ich auch erst gar nicht auf die Geschichte aufmerksam geworden. Doch ein Blick ins Innere verzauberte mich direkt.

Die Illustrationen wurden mit Tusche gemalt und ihre Farbigkeit ist sehr naturgetreu. Die Details der Welt der Baumhüter ist bezaubernd und machte Spaß zu entdecken. Der Text, ein paar Verse pro Seite, webt sich in die großflächige Bilderlandschaft ein und macht das Buch somit zu einem Gesamtkunstwerk.

Außerdem stecken in dem Kinderbuch einige wichtige Botschaften. Achte die Natur und gib dir einen Ruck, damit die Leute dich so sehen können wie du bist.

Noch schöner finde ich allerdings, dass das Kinderbuch um Sylvia und ihren Vogelfreund die Fantasie anregt. Wie wäre es wohl, wenn wir alle nur cm-groß wären und unsere Heimat die Bäume wären. Ich freue mich darauf mit meinem Baby in ein paar Jahren darüber zu philosophieren.

Hinter dem unscheinbaren Äußeren von Gemma Koomens "Sylvia und der Vogel" steckt die fantasievolle Welt der Baumhüter. Die eingeschworene Gemeinschaft hat einige tolle Botschaften dabei, die ich gerne vorlesen werde. Für Groß und Klein ein tolles Bilderbucherlebnis.

4/5

Montag, 3. Mai 2021

Neuzugänge April | Es gibt einiges auf die Ohren!

 Weil im April ja Ostern war, gab es in diesem Monat definitiv mehr auf die Löffel ... äh Ohren als sonst. Buchtechnisch ist es ruhiger geblieben, was nach der Eskalation im März allerdings nicht ganz so tragisch war. 


Dennoch ist einiges bei mir eingezogen und das schauen wir uns jetzt mal genauer an.

Sonntag, 2. Mai 2021

Hörbuchrezension | Aquila von Ursula Poznanski

 Ich bin gerade so richtig im Hörbuchflow und so schaffte ich auch noch ein drittes im April. Ich konnte es auf Tauschticket ergattern und hörte hiermit meinen ersten Poznanski. Wie er mir gefallen hat?


Nika reiste für ihr Auslandssemester nach Siena, Italien. Dort lebt sie in einer WG mit Jenny. Die beiden gehen Feiern und am nächsten Morgen wacht Nika ziemlich durcheinander auf. Jenny ist nicht da, dafür findet sie einen Zettel mit mysteriösen Notizen, die keinen Sinn ergeben wollen. Als Nika dann auch noch feststellt, dass gar nicht Sonntag, sondern Dienstag ist, gerät sie in Panik. Was ist in den zwei Tagen ohne jegliche Erinnerung passiert und wo zur Hölle ist ihre Mitbewohnerin?

Ich war total gespannt auf die Geschichte, der Klappentext sprach mich total an und ich weiß, dass die Bücher der Autorin immer sehr viel gelobt werden. Daher ging ich davon aus, dass es mir auf jeden Fall gefallen würde.

Nika ist so ein bisschen eine typische Studentin. Sie genießt die positiven Seiten des Studentendaseins und will sich in Italien eine schöne Zeit machen. Doch dann passiert etwas, von dem sie nicht weiß, was es war, denn schließlich fehlen ihr jegliche Erinnerung. Ihr Handy, Pass und Schlüssel sind weg. Dafür findet sie seltsame Nachrichten. Sie versucht alles, um dahinter zu kommen und erfährt dabei so einiges, mit dem sie niemals gerechnet hätte. Ich war beeindruckt, wie gut Nika die ganzen Schläge im Laufe der Handlung wegstecken konnte. Was im Buch passiert, sollte einen Menschen wohl für das ganze Leben prägen, doch eine gefühlsmäßige Beeinträchtigung suchte ich bei ihr irgendwie vergeblich.

Ich schätze, dafür lag der Fokus zu sehr auf der Handlung. Es passiert auf jeden Fall so viel, dass ich wirklich aufmerksam zuhören musste. Als die große Auflösung erfolgte, war das Buch auch noch nicht zu ende, sondern die Vorgänge der Aufklärung zogen sich noch weiter dahin. Das war beim Hören zunächst ein wenig irritierend, aber eigentlich auch gut gemacht, denn so war es halt nicht: hier kommt der große Knall und dann ist alles gleich vorbei.

Dennoch muss ich sagen, dass ich irgendwie höhere Erwartungen hatte, die nicht komplett erfüllt wurden. Dadurch, dass wirklich so viele von den Büchern der Autorin schwärmen, hatte ich mehr Spannung erwartet. Ich nahm alles einfach hin, ohne dass es mich sonderlich überraschen konnte und das war ein wenig schade. *Minispoiler: Vielleicht bin ich auch zu gebrandmarkt, schließlich hatte ich einige Mitbewohnerinnen in meiner Studienlaufzeit, zu denen ich auch einiges berichten könnte.*

Mein Highlight war die Sprecherin Laura Maire. Als ich sah, dass sie das Buch las, wusste ich, dass ich es unbedingt hören wollte. Sie machte mal wieder einen tollen Job und stolperte auch nicht über all die italienischen Begrifflichkeiten oder Nirvana Liedzeilen. Das war perfekt.

Von Ursula Poznanskis "Aquila" hatte ich ein wenig mehr erwartet. Es passiert unglaublich viel mysteriöses, was aufgedeckt werden wollte, doch so richtig überraschend war das für mich leider nicht. Dafür war das Hörerlebnis rundum unterhaltsam gestaltet. Ich werde der Autorin mit einem ihrer Jugendthriller definitiv noch mal eine Chance geben, vielleicht überrascht sie mich beim nächsten Mal!

4/5

Samstag, 1. Mai 2021

Mehr erwartet | Long Distance Playlist von Tara Eglington

 Ich mag junge Liebesgeschichten mit Tiefgang sehr und freute mich daher umso mehr, dass ich bei der Lesejury an der Leserunde zu dieser Neuerscheinung aus dem One-Verlag teilnehmen durfte.


Isolde und Taylor waren einst beste Freunde. Doch ein schlimmer Streit zerstörte das Vertrauen zwischen ihnen. Monate später leidet Izzy unter Herzschmerz und meldet sich wieder bei Taylor, der in einem anderen Land wohnt. Die alte Vertrautheit kommt wieder auf, doch schaffen es die beiden endlich zu erkennen, dass möglichweise mehr zwischen ihnen ist als ein ganzer Ozean?

Ich mag solche Art von Jugendbücher, in denen Teenager etwas tiefgründiger unterwegs sind. Isolde und Taylor sind das auf jeden Fall. Sie tanzt ihr halbes Leben lang Ballett. Ein wichtiges Vortanzen verhaut sie allerdings, weil sie ihren Freund beim Fremdknutschen erwischte.

Zum Glück meldete sich Taylor wieder bei ihr und die alte Freundschaft lebt wieder auf. Taylor hat sich gerade von einem schwerwiegenden Unfall erholt, der ihn sein Bein kostete und somit auch seine Karriere als Profisnowboarder. Beide denken sehr viel, aneinander, an das Was-wäre-wenn, ihre Familie und ihre Zukunft.

Die Handlung besteht zu großen Teilen darin, dass die beiden Vergangenes rekapitulieren und miteinander darüber sprechen. In der Gegenwart passierte dabei nicht allzu viel. Das machte es mir stellenweise auch wirklich schwer am Ball zu bleiben. Ich habe an manchen Tagen nicht gelesen und die Geschichte dabei auch nicht vermisst. Das ist nicht gerade ein gutes Zeichen.

Die Protagonisten machten es mir am Anfang auch ein wenig schwer zu ihnen zu finden. Isolde hat mit ihrer frischen Trennung zu tun und alles dreht sich darum. Außerdem gebe es große Teile der spärlichen Handlung nicht, wenn beide einfach miteinander geredet hätten. Teenager, schätze ich...
Am Ende sind sie mir dennoch ans Herz gewachsen.

Die Geschichte wird in kurzen Kapiteln erzählt, die immer wieder durch Chatverläufe unterbrochen wurden. Außerdem spielen Playlisten eine große Rolle.

Das Ende war allerdings dann doch noch mal ein Dämpfer, denn das Buch endet abrupt. Einfach mittendrin und auf einer Note, die sich durch das ganze letzte Drittel zog. Es gab keinen Spannungshöhepunkt. Es war einfach zu Ende. Dabei hätte der Geschichte gerade ein Epilog, der ein paar Jahre später spielte verdammt gut getan.

Ich hatte mir von Tara Eglingtons "Long Distance Playlist einfach mehr erwartet. Doch die wenige Handlung wurden dann auch nicht zufriedenstellend beendet. Immerhin konnte die Geschichte mit tiefgründigen Protagonisten punkten.

3/5 

Donnerstag, 29. April 2021

Buchtipp | Der skandalöse Liebesbrief des Marquis von Sasha Cottman

 Seit Bridgerton sind Historicals scheinbar wieder salonfähiger geworden, was ich sehr begrüße, da ich in diesem Genre gerne mal eine Geschichte lese. Ich liebe das Flair und Setting aus dem vergangenen England einfach. In diese Kerbe sollte dieser Titel schlagen.


Millie Ashton erleidet einen Kulturschock als sie aus dem warmen Indien in das nasskalte England kommt und dort mit der hochnäsigen, gehobenen Gesellschaft konfrontiert wird. Millie soll in diese einheiraten, dabei möchte sie nichts lieber als zurück auf den asiatischen Kontinent. Einzig Alex Radley, der Marquis of Brooke scheint Millie mit Wohlwollen zu betrachten. Doch nach einem öffentlichen Affront scheint nur ein Liebesbrief die Wogen wieder glätten zu können, doch dieser gerät in die falschen Hände.

Was mir an der Geschichte sofort imponierte, war dass Millie, die keinem Standardmaß entsprach, sich nicht von den fiesen Bemerkungen und Ausgrenzungen der Londoner Gesellschaft unterkriegen ließ. Das war erfrischend für das Genre.

Alex ist dafür der stereotype Held, welcher begehrt ist und die Herzen der Damen höhereschlagen lässt. Allerdings hat der Marquis einen entscheidenden Makel, der ihn in ernsthafte Schwierigkeiten bringen wird. Das fand ich sehr sympathisch an ihm und auch, dass er Millie für das liebte, was sie war.

Ihr zwischenmenschliches Geplänkel fand ich sehr unterhaltsam. Allerdings konnten mich die beiden auf der Gefühlsebene nicht ganz erreichen. 

Handlungstechnisch fand ich es ungünstig, dass der Liebesbrief, welcher im Buchtitel ja sehr präsent ist, erst sehr spät auftritt und auch nicht so wie erhofft.

"Der skandalöse Liebesbrief des Marquis" von Sasha Cottman war anders als erwartet, aber gut! Die Protagonisten konnten mit ihrer Unperfektheit punkten und unterhielten mich dadurch sehr gut. Gerne mehr Historicals in nächster Zeit.

4/5


Sonntag, 25. April 2021

Unboxing | Mordsbüchse April 2021

Ich habe seit Längerem mal wieder Lust auf einen richtig guten Thriller, nur ist mir bisher noch keiner über den Weg gelaufen, der mich komplett angesprochen hätte. Als ich den Newsletter der Bücherbüchse, bzw. deren Thrillerableger Mordsbüchse bekam, in der die Aprilbox angeteasert wurde, bestellte ich sie mir kurzerhand.


Preislich liegt die Box genauso wie ihre große Schwester. Also mit Versand bei knapp 35Euro. Das Aprilmotto lautete:


Also schauen wir doch mal rein, was in der Mordsbüchse enthalten war.


Passend zum Motto war eine blutrote Duftkerze enthalten, die vom Buch inspiriert wurde. Ich bin gespannt, in wie weit der liebliche Vanille Patschuli Duft mit der Geschichte zu tun haben wird.


Als nächstes zog ich eine mysteriöse Box aus der Box. In ihr war ein Stiftset, bestehend aus Bleistift und Kugelschreiber aus Bambus enthalten.



Vom Buch inspiriert kam diese Karte und der Schreibblock daher. Diese geben eine mysteriöse und atmosphärische Vorschau auf das Buch, welches...


"Die Stieftochter" von Ildy Bach als signierte Ausgabe ist. Ich denke, dass der dtv-Verlag einen stimmungsvollen Thriller auf den Markt gebracht hat und bin gespannt auf die Story. 

Meine erste Mordsbüchse gefiel mir wirklich gut und ich bin froh, dass mich das Buch anspricht. Ich glaube allerdings nicht, dass ich mir häufiger eine bestellen werde, besonders nicht, wenn ich die reguläre Bücherbüchse abonniert habe.



Samstag, 24. April 2021

Hörbuchrezension | Die Rosen von Fleury von Jean Rémy

Da ich gerade Hörbücher für mich wiederentdecke, war ich sehr froh, dass ich auf Lovelybooks mal wieder ein glückliches Händchen hatte und diesen Roman in CD-Form gewann.


Emily ist Engländerin und glaubt in ihrem Leben bisher nichts großes Vorweisen zu können. Mit fast 30 erreicht sie ein Schreiben, dass ihre Tante im französischen Fleury verstorben ist und ihr ein altes Anwesen vererbt hat. Der Charme des Manoirs war nicht sofort ersichtlich, doch als Emily in Fleury ihre Jugendfreundin Isabelle wieder trifft, beschließen sie das Erbe in ein Hotel für Heiratswütige Gäste zu verwandeln.

Mir ist das Buch schon zuvor aufgefallen, weil ich die Thematik so charmant fand: französisches Flair, Renovieren eines alten Anwesens, Hochzeiten. Wären jetzt auch noch Schokolade und Katzenbabys Teil der Handlung geworden, wäre es die perfekte Wohlfühlstory gewesen. Doch hätte ich das Buch lesen müssen und nicht hören dürfen, ich hätte die ersten 50 Seiten nicht gepackt und abgebrochen!

Der Schreibstil des Autors, welcher sich mit Jean Rémy hinter einem Pseudonym "versteckt", ist wahrlich anstrengend. Teilweise hörten sich die Beschreibungen des fiktiven Örtchens im Périgord an, als entstammten sie aus einem Reiseführer. 
Deutlich schlimmer war allerdings sein Hang so viele französische Worte wie möglich einzubauen. Auch für alltägliche deutsche Begriffe, die in französisch einfach nur deplatziert wirkten. Meine letzte Französischstunde ist über 10 Jahre her. Ich konnte das meiste verstehen, aber wie soll das bitte jemand bewältigen, der niemals mit der Sprache in Berührung gekommen ist? 
Doch so richtig auf den Keks ging mir die Unart des Autors ständig irgendetwas aufzählen zu müssen. Ich muss nicht sämtliche Personen einer großen Abendrunde mit Vor-und Nachnamen aufgezählt bekommen. Es interessiert mich auch nur beim ersten Mal, was Emily so den ganzen Tag im Hotel zu tun hat. Aber so richtig gefreut habe ich mich über den Exkurs sämtlicher französischer Käsesorten!
Wer hat das bitte lektoriert?

Die Handlung plätschert zu großen Stücken auch nur sehr seicht dahin. Die Geschichte mutet ein wenig wie die französische Version von Rosamunde Pilcher an. Daher war ich wahrscheinlich auch nicht die passende Zielgruppe und das obwohl die Protagonistinnen in meinem Alter waren. Es ist schwer zu sagen, was Emily und Isabelle tatsächlich so sehr freundschaftlich verbindet. Sie gingen außerordentlich höflich miteinander um. Ich fand das für beste Freundinnen nicht unbedingt authentisch. Sie waren so reserviert miteinander. Außerdem rauchten mir die Figuren des Buches zu viel.

Dass das Buch zu einem absoluten Flopp wurde, verhinderte die Tatsache, dass die aufkommende Dramatik doch noch ein wenig unterhaltsam wurde und ich ab einem gewissen Punkt doch Lust hatte, die Geschichte weiterzuhören.

Das ungekürzte Hörbuch umfasst 13h und wurde von Hannah Baus gelesen. Lesen ist auch ein gutes Stichwort, denn ihre Betonung war die meiste Zeit über sehr monoton und klang wie klassisch vorgelesen und nicht gesprochen. Sie machte das Hörerlebnis also nicht unbedingt erträglicher.

Jean Rémys "Die Rosen von Fleury" waren nicht das erwartete charmante Hörerlebnis, sondern eine harte Bewehrungsprobe für meine Nerven. Selten ging mir bei einer Geschichte so viel auf die Nerven. Hätte ich es nicht gehört, sondern gelesen, ich hätte es abgebrochen!

2/5


Sonntag, 18. April 2021

Hörbuchrezension | Amari und die Nachtbrüder von B.B. Alston

Dank Lovelybooks gewann ich ein Hörbuch, welches mich während meiner morgendlichen Spaziergänge mit Baby und Hund begleitete. Und bestens unterhielt?


Amaris Bruder war ein Musterschüler, doch eines Tages verschwand er und ließ sie mit ihrer Mutter allein zurück. Als die 12-Jährige ein mysteriöses Lebenszeichen erhält, öffnen sich für sie die Tore zur Oberbehörde für Übernatürliches, denn Fabelwesen sind real und Amari hat die Chance in dieser neuen Welt Fuß zu fassen.

Ich hatte von diesem Jugendbuch wirklich überhaupt gar nichts erwartet und war daher umso überraschter wie sehr es mich abgeholt hat.

Zu Beginn lernen wir Amaris Lebensumstände kennen. Ihr Vater verließ die Familie, sodass ihre Mutter, eine Krankenschwester, Amari und ihren 10 Jahre älteren Bruder Quinton versorgen musste. Das Geld reichte nie und so konnte das Mädchen aus der armen Nachbarschaft nur dank eines Stipendiums an eine gute Schule. Dort ist sie als schwarzes Mädchen auch noch eine Außenseiterin und wir erleben die Vorurteile, unter denen sie leidet, hautnah mit. Mir gefiel, dass der Autor in einem jungen Fantasytitel diese Art von Gesellschaftskritik eingebaut hat.

Amari war eine tolle Protagonistin, die sehr klug und mutig ist. Für ihre 12 Jahre ist sie sehr weit. Außerdem trägt Amari ein brisantes Geheimnis in sich, welches in der Oberbehörde für Übernatürliches aufgedeckt wird.

Wie ihr Bruder bewirbt sich Amari um eine Ausbildung zur Agentin und lernt in der Einrichtung die unterschiedlichsten Charaktere und Geschöpfe kennen. Das war einfach wunderbar fantasievoll beschrieben. Der Autor hat mich mit seinem Ideenreichtum wirklich begeistern können und ich lauschte der Geschichte mit ganz viel Staunen. Es waren so viele neue, spannende Elemente in der Geschichte und das macht sie definitiv zu einem Highlight des Genres.

Auf den Fortgang der Handlung will ich nicht groß eingehen, da es einfach zu viel verraten würde. Es herrscht definitiv genug Spannung und die Geschichte endet zum Glück nicht mit einem riesigen Cliffhanger, was ich sehr begrüßte. Dennoch möchte ich unbedingt wissen, wie es weitergehen wird. Leider muss ich mich damit wohl noch bis zum nächsten Jahr gedulden.

Das Hörbuch ist ungekürzt und umfasste fast 11h. Eingelesen wurde es von Merete Brettschneider, die einen fantastischen Job machte! Ich hoffe, sie vertont auch noch die weiteren Teile der Reihe.

"Amari und die Nachtbrüder" von B.B. Alston ist für mich die Überraschung des Jahres. Mit ganz viel Ideenreichtum und Witz erschuf der Autor eine fantastische Welt voller liebenswerter Figuren und atemberaubender Spannung. Eine riesige Empfehlung von mir an alle, die im Jugendbuchfantasiebereich mal wieder überrascht werden wollen.

5/5


Montag, 12. April 2021

Buchvorstellung | Wer wohnt denn da im tiefen Wald? von Rachel Piercey und Freya Hartas

 Auf Vorablesen hatte ich das glückliche Händchen und gewann dieses wunderschöne Kinderbuch.


Der kleine Bär zeigt uns seinen Wald, egal ob im Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Dabei lernen wir auch seine Familie und Freunde kennen und entdecken ganz viel kurioses im tiefen Wald.

Das Wimmelbuch ist schon von Außen eine wahre Schönheit. Neben den tollen Illustrationen, die eine Vorschau geben, was uns im Inneren erwartet, zieren auch goldene Verzierungen das Cover.

Auf 40 Seiten erleben wir den Wald zu allen Jahreszeiten und den unterschiedlichsten Gelegenheiten (Sportfest, Picknick, Badetag am See oder Winterfest). Dabei wird das doppelseitige Wimmelbild mit einem Gedicht angekündigt und in einer Legende wird beschrieben, welche Tiere oder Dinge auf dem Bild gefunden werden sollen. Teilweise war das auch etwas schwieriger, was ich toll fand, so sind auch die Erwachsenen etwas mehr gefordert, wenn sie die Illustrationen zusammen mit ihren Kindern erforschen. Gut gemacht war auch der interaktive Part, denn zählen muss man ab und zu auch. Auf der letzten Seite wird außerdem das Suchspiel nach draußen in die freie Natur verlagert, denn vieles, was sich auf den Buchseiten versteckt, kann man natürlich auch in der freien Natur entdecken.

Besonders begeistern konnten mich die wunderschönen Illustrationen. Der Zeichenstil ist unglaublich niedlich und so schön "altmodisch". Ich mochte jede einzelne Seite des Kinderbuchs unglaublich gerne und freue mich schon darauf, wenn ich es zusammen mit meinem Nachwuchs erleben kann.

"Wer wohnt denn da im tiefen Wald" ist wirklich ein Highlight und eine ganz große Empfehlung für große und kleine EntdeckerInnen.

5/5

Sonntag, 11. April 2021

Teil 2 | Stolen. Verwoben in Verrat von Emily Bold

 Im letzten Jahr feierte ich den ersten Teil der neuen Jugendbuchreihe von Emily Bold. (Hier gehts zur Rezension.) Natürlich musste ich da die Fortsetzung lesen sobald sie erschien, doch...


Abby hat Bastians Ring gestohlen, doch dieser ist nun in die falschen Fänge geraten. Das stellt Bastian vor immense Probleme, denn er kann seinen Drang Seelenweben zu nehmen nicht mehr kontrollieren. Abby und die beiden Tremblay-Brüder setzen alles daran, den Ring zurückzubekommen.

Puh, ich weiß nicht, wo ich anfangen soll. Leider habe ich mich über zwei Wochen durch dieses Buch gequält. Nichts war mehr von dem großartigen Einstieg des letzten Jahres übrig geblieben.

Das Buch schließt zwar nahtlos an Teil eins an, aber das war es dann auch schon. Ich habe von vorneherein keinen Zugang zu den Charakteren gefunden. Einen Einstieg in die Handlung war so gut wie unmöglich, weil es leider keine gab. Das ganze Buch las sich wie ein 400 Seiten starkes Zwischenkapitel. Es gab keinen neuen Input für die Webenthematik. Es wurden keine Fragen geklärt und die Geschichte wurde auch nicht wirklich vorangetrieben, was ich sehr frustrierend fand. Somit gab es auch keinen Spannungsaufbau. Das Buch hat keinen dramaturgischen Höhepunkt, sondern plätscherte nur so vor sich hin und das nervte mich einfach nur. Was passierte mit der tollen Story aus Band eins?!

Nervig empfand ich auch das Schmachten Abbys jedes Mal wenn sie Bastian sah. Tut mir leid, ich kann es einfach nicht ernst nehmen, wenn eine 16-Jährige ihren Loveinterest als Gott betitelt und das Mehrfach. Überhaupt gab es zu viele Wortwiederholungen und das war ich vom eigentlich tollen Schreibstil der Autorin nicht gewohnt.

Abby traf viele unreflektierte Entscheidungen und von den beiden Tremblay-Brüdern gab es außer vieler Eifersüchteleien keinen Input. So eine Art Liebesdreieck ist einfach mal seit Twilight total öde geworden.

Es tut mir in der Seele weh, denn nach dem grandiosen ersten Band, fällt es mir verdammt schwer "Stolen. Verwoben in Verrat" von Emily Bold nur einen Stern zu geben. Doch ich kann an der Geschichte leider kein gutes Haar lassen. Und nur wegen des grandiosen Äußeren einen zusätzlichen Mitleidsstern zu geben, fühlt sich einfach falsch an. Dieses Buch war einfach nur sinnfrei und hat die Geschichte auf keiner Ebene weitergebracht. Für mich war das eine Zeitverschwendung und von Zeit zum Lesen habe ich mit dem Baby gerade nicht so viel.

1/5

Donnerstag, 8. April 2021

Top Ten Thursday #515 | Neuerscheinungen 2021

 Der Top Ten Thursday ist mittlerweile auf Aleshanees Blog zu finden. Dort gibt es jeden Donnerstag ein Thema zu dem eine Top 10 Liste erstellt werden kann.




Das heutige Thema lautet:

10 Neuerscheinungen, auf die du dich in diesem Jahr noch freust.


Ich liebe es die neuen Programme der Verlage durchzuforsten. Aktuell wurde ja auch einiges für das kommende Herbst-/Winterprogramm veröffentlicht. Ein paar tolle Sachen waren auf jeden Fall dabei. Ich weiß zwar nicht, ob ich heute 10 Titel aufzählen kann, aber ich wollte unbedingt mal wieder beim TTT mitmachen. Ich vermisse die Aktion, aber leider habe ich aktuell nicht wirklich viel Zeit dafür.

Montag, 5. April 2021

Neuzugänge März | Durch 10 flammende Sterne

 Der März hat einige tolle Titel zu mir gebracht und diese schauen wir uns jetzt mal etwas genauer an.


Zuerst erreichte mich der neue Jugendroman von Eva Völler als Rezensionsexemplar. Es hat wieder etwas mit Zeitreisen zu tun und ich freue mich schon riesig darauf und hoffe, dass es echt gut wird.


Dank Vorablesen zog dieser New Adult bei mir ein. Es ist mein erstes Buch von Sarah Saxx und ich weiß noch nicht, was ich von ihr erwarten darf. Die Motor Cross Thematik ist für mich mal etwas neues.


Auf Vorablesen gewann ich auch dieses wunderschön illustrierte Wimmelbuch für Kinder. Die Tiere des Waldes tun nicht ganz so typische Dinge und das ist toll zu entdecken.


Bei Lovelybooks hatte ich auch ein glückliches Händchen und freute mich über diesen Jugendthriller, den ich bereits in einer Leserunde las.


Außerdem gewann ich zwei Hörbücher bei Lovelybooks. Als Download "A Whisper of Stars" von Tami Fischer, welches ich bereits hörte und diese Geschichte gibt es demnächst auf die Ohren.


Im März erreichte mich die Buchbox Bücherbüchse und in ihr war der neue Roman von Brittainy C. Cherry enthalten.


Auf Tauschticket entdeckte ich ein Buch von meiner Wunschliste von dem leider nicht angegeben war, dass es aus einem Raucherhaushalt stammte! :( Ich hasse so etwas und eigentlich habe ich auch keinen Bock dieses dann zu lesen, wenn von den Buchseiten der eklige Qualmgeruch entsteigt.


Einige Bücher habe ich mir im März tatsächlich auch gekauft. Zum einen in einer Signieraktion "Flaming Clouds" von Gabriella Santos de Lima. Ihr Debüt "Writers in New York" hatte mir richtig gut gefallen und ich freue mich sehr auf ihre neue Lovestory.


Dank eines Prints bin ich so richtig neugierig auf die Hexenschwesternsaga von Marah Woolf geworden und gönnte mir im März den ersten Band.


Der erste Teil der neuen Reihe von Jennifer Benkau zog auch bei mir ein und ich bin schon ganz gespannt auf den Fantasyschinken.


Ein richtiges Schätzchen ist diese Schmuckausgabe des ersten Harry Potter Teils, die ich mir spendierte. Auf dem englischen Buchmarkt ist die MinaLima-Design-Ausgabe mit interaktiven Gadgets erschienen. Auf dem deutschen Markt kennen wir die Ausgaben zu "Die Schöne und das Biest" oder "Peter Pan". Leider wird der Coppenrath Verlag diese nicht herausbringen. Dann stelle ich sie mir eben auf englisch ins Regal.


Drei neue Ebooks nähren meinen Kindle nun auch wieder. Diesen Historical lese ich gerade.


Der neue und letzte (?) Teil von Piper Raynes Reihe schaffte es zu mir und ich muss dessen Vorgänger auch unbedingt bald lesen.

Diese Jugendbuchneuerscheinung von DTV klingt, als wäre sie ganz nach meinem Geschmack und ich verspreche mir viel von der Geschichte.


Sage und Schreibe 15 Titel sind im März bei mir eingezogen. Drei davon habe ich bereits gelesen, bzw. bin noch dabei. Ich hoffe, dass sich im April die Bücher nicht ganz so hoch stapeln werden...


 

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