Sonntag, 8. Mai 2022

Hörbuchrezension | Der Tote aus Zimmer 12 von Anthony Horowitz

 Nach all den Jahren und schreckliche Vorkommnissen in England hat Susan Ryeland endlich auf Kreta ihren Frieden geschlossen. Mit ihrem Lebensgeffährten führt sie dort ein kleines Hotel. Zum Teufel also mit Atticus und den Romanen, die Susan damals lektorierte und die ihr fast das Leben kosteten. Doch dann taucht eines Tages das Ehepaar Treherne auf und erklärt, dass am Hochzeitstag ihrer Tochter ein Mann ermordet wurde. Der Falsche sitzt dafür ein und als ihre Tochter herausfand, wer der Mörder war, verschwand sie spurlos. Den nötigen Tipp gab ausgerechnet das Buch "Atticus unterwegs" und Susan soll nun herausfinden, welcher Hinweis auf den wahren Mörder in ihrem Roman versteckt sein könnte.


Es ist schon ein paar Jahre her als ich "Die Morde von Pye Hall" las, in dem mir Lektorin Susan Ryeland schon einmal begegnete und sich mit den jenseitigen Launen des ermordeten Erfolgsautors Alan Conway auseinandersetzen musste. Auch noch Jahre später holt sie das verschlagene Treiben ihres ehemaligen Klienten ein. Der Krimi war damals ein absolutes Highlight für mich, daher freute ich mich sehr, als ich sah, dass mir die alten Charaktere erneut begegnen würden.

Lektorin Susan ist nun Hoteleigentümerin auf Kreta und dabei nicht so glücklich wie man meinen sollte. Sie lebt zwar dort, wo andere Urlaub machen, allerdings arbeitet sie vor allem dort und das bedeutet Stress mit Angestellten, Dienstleistern und Gästen. Außerdem plagen sie Geldsorgen. Als das Ehepaar Treherne erscheint und ihr 10.000 Pfund für das Aufklären des Vermisstenfalls ihrer Tochter bietet, kann Susan nicht absagen und macht sich auf den Weg nach England, wo die Trehernes ihrerseits ein Hotel betreiben, in dem es vor Jahren zu einem Mord kam und Erfolgsautor Alan Conway für ein Buch recherchierte und die Geschichte darin ausschlachtete.

Der Krimi wird also wieder auf zwei Ebenen erzählt, wie wir es bereits bei den Morden von Pye Hall kannten. Zum einen erfahren wir von allem, was im England der Gegenwart passiert, wie Susan ermittelt und alles zum damaligen Mordfall erfährt und zum anderen erleben wir die Geschichte des Buches "Atticus unterwegs", die von dem Fall inspiriert wurde und einen Hinweis auf den wahren Täter verbirgt. Die ganze Auflösung darum war für mich überraschend, da nicht vorhersehbar und somit auch sehr erfrischend.

Beides war wieder sehr atmosphärisch, englisch und clever erzählt, dass es einfach Spaß machte in den Krimi einzutauchen. Ich durfte das Hörbuch über Netgalley beziehen und mich damit in ein Hörerlebnis stürzen, welches mich sehr gut unterhalten konnte. Den "realen"-Handlungsstrang sprach Katja Danowski ein, die einen sehr guten Job machte und der reifen Susan eine passende Stimme verlieh. Volker Hanisch verlieh dem fiktiven Romanerzähler Atticus Pünd seine Stimme und hätte dies nicht besser tun können. 

"Der Tote aus Zimmer 12" ist ein neuer Fall aus der Susan Ryeland/Atticus Pünd Reihe und er konnte mich absolut begeistern. Ich hätte nie mit dieser Fortsetzung gerechnet und bin sehr froh, dass wir sie bekommen haben. Vielleicht gibt es in ein paar Jahren eine weitere Zugabe?

5/5

Montag, 18. April 2022

Buchtipp | Legend Academy. Fluchbrecher von Nina McKay

 Mir wäre das Buch aufgrund von Cover und Titel wirklich nicht aufgefallen. Ersteres sieht so nach sehr junger Barbie-Romantik aus und auch der Klappentext klang wie schon tausendmal gelesen. Doch dann schaute ich in die Leseprobe und war schlagartig überzeugt, das Buch einfach lesen zu müssen.


Graylee handelt sich mit ihrer aufmüpfigen Art und den Guerilla-Strickaktionen an ihrer Schule nur Ärger ein. Zur Besserung wird sie an die Legend Academy gesteckt. Das Internat ist ein atemberaubendes Schloss mitten in Texas, in dem die SchülerInnen von sprechenden Kolibris bedient werden, Klingt ziemlich irre, doch als Graylee auch noch offenbart wird, dass sie eine übernatürliche Gabe hat, fällt sie fast vom Glauben ab. Doch diese braucht sie ganz dringend, denn auf dem Internat liegt ein Fluch, der schon bald sein erstes Opfer fordern wird. 

Mich konnte schon auf den ersten Seiten unsere Protagonistin Graylee komplett überzeugen. Aus ihrer Sicht wird die Geschichte erzählt und mir war ihre witzige und sarkastische Art sofort sympathisch. Sie ist eine Außenseiterin, lässt sich davon aber nicht unterkriegen und lebt ihr Leben so wie sie es will. Das war erfrischend und echt. 

Etwas weniger erfrischend war allerdings, dass sie stets feststellen musste, wie unverschämt gut  ihr neuer Mitschüler Hudson ausschaut. Sie fühlt sich total zu ihm hingezogen, ohne dass sie (und somit auch wir) wussten wieso. Das war mir zu klischeehaft und eigentlich auch total typisch für das Genre.

Das Internatssetting gefiel mir richtig gut und vereinte viele gute Ideen und Elemente aus berühmten Reihen des Genres. Dabei hat Nina McKay aber auch ganz eigene, interessante Dinge eingebracht, von denen ich bereits eine leichte Ahnung habe, wie sie im zweiten und finalen Band der Reihe aufgelöst werden. Ihr Schreibstil ist wirklich toll und konnte definitiv mit den witzigen Sprüchen und Situationen voll bei mir punkten.

Im letzten Viertel des Buches hatte sie mich allerdings verloren. Eigentlich sollte die Geschichte ab hier in Fahrt kommen, doch es passierte zu wenig Packendes und ich schweifte immer wieder mit den Gedanken ab.

Mal sehen, ob ich Band 2 lesen werde. Der Einstieg in die Reihe war auf jeden Fall solide und konnte mit einer witzigen Protagonistin punkten.
4/5


Sonntag, 3. April 2022

Highlight | Dreivierteltot von Christina Stein



Den Urlaub hatte sich Kim irgendwie erholsamer gewünscht, dennoch wandert sie für ihren Freund Jon den West Highland Trail in Schottland mit ihm. 160km durch Nebel, Moore, Täler und an unglaublichen Berglandschaften vorbei. Der Wanderweg ist hochfrequentiert und so lernen die beiden die unterschiedlichsten Leute kennen. Darunter ist auch Sky, der mit seinem Hund Kim um den Finger wickelt und sich gar nicht darum scherrt, dass sie einen Freund hat. Doch die Stimmung kippt endgültig, als Kim und Jon eine Leiche finden…

Das war mein zweiter Jugendthriller von Christina Stein und ich war gespannt auf ihre Geschichte, die sich immer durch ungewöhnliche Ideen auszeichnet. Mich reizte an dieser Geschichte das Setting in der rauen Landschaft Schottlands. Die Atmosphäre passt perfekt für eine unheimliche Geschichte und das konnte die Autorin wirklich perfekt transportieren. Man merkte in ihren Beschreibungen auch, dass sie den berühmten Wanderweg wohl auch selbst bestritten hat.

Außerdem schaffte sie es auch ihren Figuren ganz eigene und authentische Züge zu verpassen. Allen voran war Kim eine sehr greifbare Protagonistin. Aufgrund ihres Äußeren wurde sie in der Schule gemobbt. Sie hat rote Haare, viele Sommersprossen und mehr Vorbau als die anderen Mädchen ihres Alters. Bei all ihren Unsicherheiten war Jon immer für sie da. Doch während ihrer Reise kommt es zu immer mehr Reibungspunkten und so lernt sie Sky kennen, der mit seinem süßen Hund als Tourist unterwegs ist.

Die Ereignisse scheinen sich zu überschlagen, als das Pärchen nach einer wilden Nacht die Leiche von Kims bester Freundin findet, gekleidet in ihrem Abiballkleid.

Christina Stein hat es hier sehr clever gemacht und spielte so sehr mit dem, was ihren Figuren passiert, das man nie sicher sein kann, was gerade wirklich passiert ist oder eben nicht. Doch auch mit dieser Auflösung hätte ich nicht gerechnet. Die kam wirklich aus heiterem Himmel und hat mich umgehauen. Das machte die Geschichte sehr besonders.

„Dreivierteltot“ ist der neue Jugendthriller von Christina Stein, der mit einer tollen Atmosphäre, authentischen Figuren, subtiler Spannung und einer unvorhersehbaren Auflösung begeistern kann. Mich hat das Buch komplett abgeholt und ich bin gespannt, was es als nächstes aus ihrer Feder geben wird.

5/5

Donnerstag, 31. März 2022

Hörbuchrezension | Miss Merkel. Mord auf dem Friedhof von David Safier

 Band eins zählte zu meinen vergangenen Jahreshighlights, daher freute ich mich riesig auf die Forstsetzung, welche ich über Netgalley als Hörbuch beziehen konnte.


Mit allem hätte Angela beim abendlichen Gassigehen gerechnet, doch nicht mit einer Laiche auf dem Klein-Freudenstädter Friedhof. Der Gärtner steckt kopfüber in der Erde und niemand will es gewesen sein. Dabei hat Miss Merkel direkt die potenziellen Täter ausgemacht und die sind ausgerechnet in zwei verfeindeten Bestatterfamilien zu finden. Dabei erliegt Angela dem Charme eines gebildeten, shakespeareliebenden Steinmetzes. Was Ehemann Achim wohl dazu sagen wird?

Die Idylle des Settings in der fiktiven brandenburgischen Kleinstadt hält nicht lange an und so muss sich die ehemalige Bundeskanzlerin mit einem neuen Mordfall beschäftigen. Dieser kommt ihr tatsächlich auch gelegen, denn Langeweile schleicht sich in Angelas Alltag ein. Ehemann Achim ist auf einem Wanderausflug und Angela vertreibt sich die Zeit mit ihrem Mops. 

Als der Friedhofsgärtner tot aufgefunden wird, taucht Angela in die örtliche Bestatterszene ein und lernt kuriose Charaktere kennen. Allen voran Kurt Kunkel, den Angela allerdings kurzerhand in Aramis umtauft, weil er sie an einen gutaussehenden, französischen Schauspieler erinnert. Dieser flirtet sogar mit ihr und Angela kann endlich die Fachgespräche über Shakespeare führen, wie sie es mit Achim nicht kann. Das versetzt Angela in einen Zwiespalt, denn sie liebt doch ihren Ehemann. 

David Safier stürzt Frau Merkel in eine waschechte Ehekrise und verlagert damit den Fokus der Ermittlergeschichte ein wenig. So wurde es für mich auch recht offensichtlich, wer der Täter sein würde, dennoch fand ich die Auflösung wieder sehr gelungen.

Die Geschichte versprüht außerdem ihren ganz eigenen Charme und macht einfach Freude beim Lesen, bzw. Zuhören. Ich hoffe ja, dass es noch viele Teile geben wird, bei der wir unserer Bundeskanzlerin in Rente beim Ermitteln werden zusehen dürfen.

Das Hörbuch umfasst knapp 9h und wurde wieder von Nana Spier eingelesen, die erneut einen tollen Job machte. Ich bin beeindruckt, wie viele Facetten ihre Stimme hat und somit auf die vielen liebenswerten Charaktere passt.

David Safiers zweiter Teil von Miss Merkel war wieder ein Highlight für mich, dem ich gerne lauschte, da er mich bestens unterhalten konnte. Die Geschichte sprüht vor Witz und lebt von ihren liebenswerten Charakteren in dem idyllischen Setting. Unbedingt mehr davon!

5/5


Sonntag, 27. März 2022

Hörbuchrezension | Prison Healer von Lynette Noni

Kiva ist eine von tausenden Insassen des Gefängnis Zalindov. Dabei konnte sie gar nichts für ihre Inhaftierung. Mittlerweile ist sie die Heilerin des Gefängnisses und muss sich um die Gesundheit von Wärtern und Gefangenen kümmern. Als eines Tages die Rebellenkönigin eingeliefert wird, muss Kiva alles dafür tun, um sie am Leben zu erhalten auch wenn das bedeutet ihr eigenes dafür aufs Spiel zu setzen. 

Ich war gespannt auf das Buch, weil ich schon ein paar positive Stimmen dazu gehört hatte. Glücklicherweise wurde es bei Netgalley als Hörbuch angeboten. 

Dies ist der Auftakt einer Jugendbuch Fantasie Trilogie, welches ich erst am Ende herausfand. Da ich von einem Einzelband ausging, war ich auf den letzten Seiten also dementsprechend verwirrt. Ich hätte mir auf jeden Fall gewünscht,  dass es ein Einzelband gewesen wäre. 

Das Setting ist mit Zalindov sehr trostlos und düster. Ich kannte bisher keine junge Fantasie, die in einem Gefängnis spielt. Das war interessant und mal etwas Neues.

Dabei ist Kiva keine klassische Gefangene, denn sie besitzt als Heilerin viele Freiheiten, ohne jedoch frei zu sein. Kivas Alltag wird von ihrer Tätigkeit auf der Krankenstation bestimmt. Besuche von liebgewonnenen Insassen lockern dieses auf. Es gibt ein paar Nebencharaktere, die ich wirklich toll fand. So auch Wärterin Naari, die für Kiva eine richtige Freundin wird.

Als Jaren in das Gefängnis kommt, entstehen zwischen den beiden Insassen zarte Gefühle. Ich mochte Jaren, würde aber nicht behaupten, dass mich die Liebesgeschichte sonderlich mitgerissen hätte. Dafür passiert einfach zu wenig.

Die Handlung dreht sich hauptsächlich um Kivas Bemühungen eine Seuche unter den Gefangenen zu bekämpfen und dem Elementarurteil. Kiva opfert sich für die Rebellenkönigin und bestreitet an ihrer Stelle die 4 Prüfungen des Elementarurteils um frei zu kommen. Das Buch hatte definitiv spannende und neue Elemente, was ich gut fand. Allerdings hatte ich oft das Gefühl, dass vieles für Kiva zu leicht lief.

Das Hörbuch dauert über 15h an und wurde von Nina Reithmeier eingelesen. Ich mag ihre Stimme, denn sie passte gut zur Geschichte. Kurios war, dass man an einer Stelle einen Kommentar aus dem Tonstudio hören könnte. Der würde wohl vergessen herauszuschneiden.

Prison Healer von Lynette Noni ist mal etwas anderes im Jugendbuch Fantasie Bereich, da das Setting mit einem Gefängnis ungewöhnlich ist. Allerdings war die Umsetzung nur nett und hat mich nicht wirklich von den Socken gehauen. 

4/5 Sterne

Sonntag, 13. März 2022

Buchvorstellung | Weißt du was die Tiere machen? Kleiner Elefant von Fhiona Galloway

 Auf Vorablesen gewann ich dieses süße Kinderbuch aus dem neuen Imprint "Glücksfisch" des Sauerländer Verlags.



Der neune Kinderbuchverlag hat ihr ein erstes kleines Sachbuch abgeliefert, das mit Schiebern und Klappen die ganz kleinen zum Entdecken und ersten Lernen begeistern soll.

Auf 12 Pappseiten wird dabei das Leben der Elefanten kurz und kindgerecht vorgestellt. Die Aufmachung und Illustrationen gefielen mir dabei besonders gut. Kurze Texte gliedern sich in das Gesamtbild ein, wobei das Verständnis dafür auch bei den 2-Jährigen (laut Altersempfehlung) noch nicht komplett gegeben sein wird. 

Mein Sohn liebt die interaktiven Elemente des Buches. Der integrierte Schieberegler auf dem Cover hat es ihm angetan. Davon hätten es ruhig mehr sein können. Auch die letzte Seite mit den Klappen hinter denen sich Tiere verstecken, sind sehr beliebt. Was mich leider zu meinem größten Kritikpunkt des Buches führt. Es hält nicht viel aus! Kleine Kinderhände lieben es zu entdecken und sind dabei nicht zimperlich. Bei uns sind direkt nach dem ersten Angucken die ersten Klappen umgeknickt gewesen, was wirklich nicht schwer war. Mittlerweile fehlt auch schon eine. Mein Bücherherz blutet bei dem Anblick, doch mein Kind soll den Inhalt schließlich selbst entdecken und nicht ich will die Klappen für ihn bedienen. Der Verlag hätte sich hier besser eine robustere Lösung überlegen sollen, die für die ganz kleinen eben geeignet ist. So hat man zwar ein süßes und schönes Buch daheim, welches aber schon nach kurzem Gebrauch alles andere als schön ausschaut...

Die Idee zu "Weißt du was die Tiere machen? Kleiner Elefant" von Fhiona Galloway ist toll und auch die Umsetzung schön gestaltet. Doch qualitativ konnte mich das Buch für die Altersgruppe nicht überzeugen.

3/5

Samstag, 12. März 2022

Highlight | Als wir tanzen lernten von Nicola Yoon

 Ich hatte zufällig bei Lovelybooks entdeckt, dass es ein neues Jugendbuch von Nicola Yoon gibt und war ganz hin und weg, dass ich auch noch das Glück hatte an der Leserunde teilnehmen zu dürfen.

    
Evie hat die Liebe abgeschrieben! Nach der Trennung ihrer Eltern kann sie nicht mehr daran glauben und sieht in Liebesbeziehungen keinen Sinn mehr. In letzter Instanz gibt sie all ihre ehemals geliebten Liebesromane in einen öffentlichen Bücherschrank. Dort trifft sie auf eine mysteriöse ältere Frau und kurze Zeit später sieht Evie die Enden von Liebespärchen als Vision und weiß nicht, wie ihr geschieht. Um hinter das Geheimnis zu kommen, gerät Evie an das La Brea Dance Studio und schlittert zusammen mit dem ziemlich coolen und heißen X in einen Tanzwettbewerb.

Mit "the sun is also a star" hatte die Autorin vor ein paar Jahren ein richtiges Highlight für mich abgeliefert. Daher freute ich mich so endlich ein neues Buch von ihr in den Händen zu halten. Dank ihres tollen Schreibstils war ich sofort wieder in ihrer Geschichte gefangen. Das Setting ist das sonnige LA und alle sprühen voller Lebensfreude. Außer Evie. Die Trennung ihrer Eltern hat sie sehr heruntergezogen, sie und ihr Vater waren ein eingespieltes Team bis sie ihn mit einer anderen Frau sah. Ich fand Evie sehr authentisch. Ich verstand ihre Gefühlswelt und mochte sie im Umgang mit ihren Mitmenschen. Sie muss erst wieder lernen, Menschen zu vertrauen und sich auf die Liebe einzulassen. 

Das schafft sie vor allem dank des Tanzwettbewerbs, für den sie trainiert und dank den sie X kennenlernt. X ist Musiker und will nach dem Tod eines Bandmitglieds erfolgreich durchstarten. Er ist neu in LA und überredet Evie, dass sie ihm die Stadt zeigt. X war ein toller Kerl, lässig, cool und mit dem Herz am rechten Fleck. Er hatte mich sofort auf meiner Seite nur bei Evie musste er einiges an Überzeugungsarbeit leisten.

Was sich die Autorin mit Evies Visionen überlegt hat, dass sie die Entstehung und Zukunft einer jeden Liebesgeschichte sieht, war wunderschön und berührend gemacht. Die meisten Geschichten enden nicht gut und so zieht dieses Wissen Evie noch mehr herunter. 
Mich berührten die Geschichten auch sehr und auch Evies und X Liebe trieb mir die Tränen in die Augen. Ich darf nicht zu viel verraten, aber die Autorin hat mal wieder gezeigt, dass sie sehr emotional und aufwühlend schreiben kann. Sie hat mich einfach wieder fertig gemacht!

"Als wir tanzen lernten" ist der neue Geniestreich von Nicola Yoon. Evies und X Liebesgeschichte ist außergewöhnlich, wunderschön und sehr emotional. Ich habe selten so viel weinen müssen bei einem Buch und hoffe, dass die Autorin sich nicht wieder so viele Jahre Zeit lässt bis ein neues Buch von ihr erscheint.

5/5




Sonntag, 6. März 2022

Lesemonat Februar | Kurz und ereignisarm

Im Februar bin ich gefühlt kaum zum Lesen gekommen und so richtig berauschend war das Gelesene dann auch nicht, also folgt hier eine relativ kurze Rekapitulation des Monats.



Samstag, 5. März 2022

Buchtipp | #London Whisper. Als Zofe ist man selten online von Aniela Ley


Zoe steckt gerade mitten in ihrem Auslandsjahr in London. Sie genießt die Stadt, das Internatsleben und findet neue Freundinnen, mit denen sie unerlaubterweise Mitternachtsbälle veranstaltet. Am Morgen nach so einem Abend wacht Zoe nicht nur an einem anderen Ort, sondern auch in einer anderen Zeit wieder auf. Es ist 1816 und die 15-Jährige tritt ihren ersten Tag als Zofe für die adlige Miss Lucie an und muss direkt einige Therapiestunden leisten, denn Lucie steckt voller Ängste und Unsicherheiten, die es ihr nicht möglich machen, an gesellschaftlichen Ereignissen teilzunehmen. Zoes Rat ist gefragt und als ihr dann auch noch ein anderer Zeitreisender begegnet, setzt sie alles daran, um wieder in ihre Gegenwart zurückzukehren.

 

Ich liebe ja bekanntlich Zeitreisegeschichten und so war diese auch ein absolutes Muss für mich! Denn ein Zeitsprung ins London des beginnenden 19. Jahrhunderts könnte wohl nicht interessanter für so einen Roman sein.

 

Als Zoe mit dem Aufwachen mit einer komplett neuen Realität konfrontiert wird, kommt sie damit erstaunlich gut zu recht. Für ihre 15 Jahre ist sie sehr reif, patent und schlau. Ich mochte sie auf Anhieb und fand, dass sie sich gut geschlagen hatte. Als modernes Mädchen wird sie 1816 mit all den Ungerechtigkeiten konfrontiert, die dem weiblichen Geschlecht der Zeit wiederfahren. Alles Interessante scheint tabuisiert zu sein und so wird auch über Probleme nicht gesprochen. Um das Seelenheil der jungen Damen wieder herzustellen, gibt Zoe die Whisper-Whisper-Briefe heraus, in denen sie wie eine gute Freundin Ratschläge verteilt. Die Briefe gehen in der Gesellschaft viral und auch Miss Lucie schafft es dank Zoe ihre Ängste auszustehen und sogar einen Verehrer an Land zu ziehen.

 

Doch es ist nicht alles eitel Sonnenschein in London, denn eine Geheimgesellschaft hat es auf einen geheimnisvollen  Spiegel abgesehen, mit dessen Hilfe in der Zeit gesprungen werden kann. So trifft Zoe auch auf Lord Falcon-Smith, der ebenfalls ein Zeitreisender zu sein scheint.

 

Die Geschichte umfasst knapp 300 Seiten und kommt nicht nur deswegen sehr kurzweilig daher. Ich mochte das komplette Setting und wie Zoe als modernes Mädchen sich als Zofe im Jahre 1816 schlägt. Das war unterhaltsam und hat einfach Spaß gemacht, da es immer wieder zu witzigen Situationen kam. Eine Liebesgeschichte kommt nicht so richtig in Gang, wobei mit unserem Protagonisten, der auch erst nach über einem Drittel auftaucht, viel Potenzial dafür vorhanden wäre.

 

Ich hatte lange wirklich nichts an der Geschichte auszusetzen, doch als sich die letzten 20 Seiten des Buches näherten, wurde ich ein wenig unruhig, weil von einem großen Finale noch nicht viel in Sicht war. Tatsächlich endet das Buch auch schon bevor dieses Finale überhaupt kommen kann und das ist natürlich wahnsinnig unglücklich gewählt. Die Ankündigung für Band 2 ist nämlich noch nirgends zu finden. Die letzten Seiten enden abrupt und der eigentliche Abschluss des Buches wurde als Prolog verfasst, was in diesem Fall nicht viel Sinn ergab. So richtig einstimmen tat dieser nämlich nicht in die Geschichte und noch einmal zum Schluss gelesen, wäre der Epilog ein viel runderer Abschluss für das Buch gewesen.

 

#London Whisper von Aniela Ley ist endlich mal wieder ein junger, frischer Zeitreiseroman, der viel Spaß macht, aber zum Ende hin arg schwächelt. Das große Finale ist eigentlich gar keines und somit muss man auf eine Fortsetzung warten, die nicht mal angekündigt ist…

 

4/5

Mittwoch, 2. März 2022

Buchtipp | Die entfesselte Liebe des Viscount von Amanda Quick


 Harriet lebt für ihre Leidenschaft, die Suche nach Fossilien. Eine Ehe hat sie mit ihren 25 Jahren bereits abgeschrieben. Als sie bemerkt, dass sich Diebe in ihrer Forschungshöhle befinden, kontaktiert sie den ansässigen Viscount, damit er sich dieser Sache annimmt. In einer Nacht und Nebel Aktion werden beide während der Flut in der Höhle eingeschlossen und Harriet wurde kompromittiert. Nur eine Ehe kann ihren Ruf noch retten, doch will sie diese wirklich mit dem als Ungeheuer verschriebenen Viscount eingehen?

 

Amanda Quick ist eine bekannte Autorin des Genres. Meine Tante hatte vor einigen Jahren auch schon Romane von ihr gelesen. Daher war ich gespannt auf ihre Geschichten, als ich diesen Titel beim dp-Verlag entdeckte. Tatsächlich ist dieser Titel im Original  schon vor 30 Jahren erschienen! Beim Historicalgenre ist dies ja kein Beinbruch, da die Geschichte ja eh durch eine andere Zeit getragen wurde.

 

Die Handlung beginnt mit einem Aufeinandertreffen von Harriet und Gideon, in dem die Pfarrerstochter ihn dazu auffordert ihre Forschungshöhle von Dieben und deren Diebesgut zu bereinigen. Damit sie sich dort wieder auf die Fossiliensuche begeben kann.

Harriet ist ein Blaustrumpf und nur an ihrer Forschungsarbeit interessiert. Heiraten zählte daher nicht zu ihren Absichten. Harriet ist mutig, ehrgeizig und voller Wissensdrang. Von Gideons Auftreten lässt sie sich nicht abschrecken.

 

Dieser pflegt einen sehr schlechten Ruf. So soll er am Tod seines älteren Bruders Schuld sein, um den Titel zu erben und er soll seine schwangere Verlobte in den Selbstmord getrieben haben. Das hat ihn verändert und sehr verschlossen werden lassen. Die Menschen haben Angst vor ihm und meiden ihn. Harriet lässt sich von den Geschichten allerdings nicht beeindrucken und bildet sich ein eigenes Urteil.

 

Die Paarung war schon interessant, da wir mit Gideon einen düsteren Helden haben und Harriet mit ihren Interessen wirklich eine ungewöhnliche Protagonistin war. Allerdings kam das Zwischenmenschliche bei mir nicht an. Harriet steht sofort für Gideon ein und himmelt ihn an, aber woher so schnell dieses Vertrauen und die Entwicklung kam, war für mich nicht nachvollziehbar.

 

Die Handlung rund um die Diebe und Gideons Vergangenheit trugen die Geschichte und konnten mich recht gut unterhalten. Am Ende erfolgte dann auch eine unvorhersehbare Auflösung.

 

In meiner Ebookversion gab es noch einige Rechtschreib- uns Satzbaufehler, die den Lesefluss ein wenig störten.

 

Die entfesselte Liebe des Viscount von Amanda Quick ist ein Historical mit einer interessanten Paarung, die mich leider gefühlstechnisch nicht erreichen konnte. Dafür gab es eine ereignisreiche Rahmenhandlung, die mich gut unterhalten konnte.

 

4/5

Montag, 28. Februar 2022

Neuzugänge Februar | Flirty Miss Prison lernt legendär zu tanzen

Der Februar war so kurz wie furchtbar, aber fangen wir am Besten gar nicht weiter davon an. Demnach zogen in diesem Monat nicht ganz so viele neue Titel bei mir ein. 


In der Januarbox der Bücherbüchse war diese Exklusivausgabe enthalten. Das Buch hatte ich gar nicht auf dem Schirm und bin gespannt, wie es mir gefallen wird. 
 

Bei Vorablesen entdeckte ich dieses Jugendbuch, welches mich auf den ersten Blick gar nicht angesprochen hatte und dann las ich die Leseprobe und war direkt Feuer und Flamme für die etwas andere Heldin. 


Ich wusste gar nicht, dass es etwas Neues von Nicola Yoon geben würde bis ich die Leserunde auf Lovelybooks entdeckte. Dann hatte ich auch noch das Glück zu gewinnen und bin gerade in der Geschichte vertieft. 


Es sind deutlich mehr Hörbücher als Prints eingezogen. So wie Signs of Magic.

Oder der herbeigesehnte 2. Teil von Miss Merkel. 


Aber auch das Jugendbuchdebüt Ancora von einem verdammt jungen Autor.


Bereits angehört und für ziemlich gut befunden, habe ich im Februar Mrs Potts Mordclub.

Aktuell höre ich Prison Healer, welches fantastisch, düster und sehr spannend ist. 


Ein Ebook ist im Februar auch noch eingezogen. Der mittlerweile 2. Band von Piper Raynes neuer Reihe. Da habe ich doch glatt den ersten Teil bei Netgalley verpasst. Bevor es hier losgeht, will ich aber zunächst die Baileys beenden. 


9 Bücher erreichten mich im Februar, von denen sind 3 bereits gelesen bzw. gerade in Bearbeitung. Bei so einer geringen Zahl ist das immerhin ein Drittel und das klingt gar nicht mal so schlecht. 




Freitag, 25. Februar 2022

Unboxing | Bücherbüchse Januar 2022

Anfang des Monats erreichte mich die Januarausgabe der Bücherbüchse und bisher war ich noch gar nicht dazu gekommen, sie hier zu zeigen. Das muss ich allerdings noch schnell nachholen, bevor die Februarbox verschickt wird. 


Das Motto lautete Schwesternschaft und  ich war sehr gespannt die Box, denn ich hatte dieses Mal keine Ahnung, welches Buch enthalten sein würde und es wurde ein neuer Sammelartikel angekündigt. 


Als erstes strahlte mich diese kleine Schachtel aus der Bücherbüchse an. Sie ist wie ein Buch gestaltet und sogar wie ein Hexenbuch, welches an das Buch des Monats angelehnt ist. Das Item gefiel mir richtig gut. Es ist hochwertig und passt in die Buchwelt.


Verzichten hingegen kann ich auf Sticker. Diese sind passend zum Buch. Allerdings habe ich keine Verwendung mehr für Aufkleber seit ich die Grundschule erfolgreich absolviert habe. 


Die obligatorische Leseprobe ist auch direkt weggeflogen. Positiv ist, dass diese mittlerweile nicht mehr als Item auf der Spoilerkarte auftauchen. 


Der Print gibt einen ersten Blick auf die Protagonistinnen frei.


Auch auf dem Sammelartikel finden wir die beiden wieder. Ich hatte keine Ahnung, was der Sammelartikel sein sollte. Bis ich es dann auf der Spoilerkarte las. In jeder Box des Jahres wird so ein kleines Kartenpaar enthalten sein und am Ende ein Memoryspiel ergeben. Für mich eher kein Grund die Box das ganze Jahr lang zu beziehen. Ich finde das Design für ein Memory auch schwierig. Das Pärchen sieht schon so unterschiedlich aus, wie soll man sich da überhaupt am Ende zurecht finden und wissen,  welche Paarungen zusammen gehören? Kann man das Spiel nur spielen, wenn man alle Bücher gelesen hat? Das wäre dann verdammt einsam.



Das Januarbuch ist "Der Club der Rabenschwestern", welches ich zuvor noch nicht gesehen hatte. Es geht um eine Studentenverbindung für Hexen. Das Buch ist eine Sonderausgabe mit farbigem Buchschnitt und nur hier als Hardcover erhältlich gewesen. Optisch sieht es wirklich toll aus. Mal sehen, wann ich in die Geschichte eintauchen werde. 

Mein Highlight der Box war die kleine Schachtel in Buchform, die restlichen Items waren nicht der Rede wert. Das Buch war dafür dieses Mal eine Überraschung. 

Montag, 21. Februar 2022

Flop | Peep Show von Isabella Starling

 Bei diesem Buch faszinierten mich auf den ersten Blick das Cover und der Klappentext, daher wollte ich es unbedingt lesen. Doch die anfängliche Euphorie sollte bald umschlagen…

 



Als Bebe eines Abends aus dem Fenster schaut, sieht sie ihren Nachbarn von gegenüber, nackt, tief in einer anderen Frau versunken. Das It-Girl kann gar nicht den Blick abwenden und beobachtet die beiden bis zum Ende. Ihrem Nachbarn bleibt das natürlich nicht verborgen und am nächsten Abend wiederholt sich das Schauspiel. Dabei wünscht sich Bebe nichts sehnlicher als an der Stelle der unbekannten Frauen zu sein.

 

Die Autorin spielt in ihrem Roman mit einem voyeuristischen Motiv, was zu Beginn noch gut aufgeht, entwickelt sich immer weiter in einer düsteren und selbstzerstörerischen Abwärtsspirale, mit der ich so nicht gerechnet hätte. Wir lernen die beiden Protagonisten besser kennen, sie sind beide die Erzähler der Geschichte. Miles leidet unter einer schweren Phobie und kann seine Wohnung nicht verlassen, da ihn sonst Panikattacken überfallen und er zu selbst geißlerischen Mitteln greift. Die unterschiedlichen Frauen sind Teil seiner künstlerischen Arbeiten, mit denen er sehr erfolgreich ist. Miles ist eine zutiefst gestörte Seele, die viele Probleme hat. Als er Bebe beim Spannen entdeckt, beginnt die Obsession und sie bestimmt von nun an sein Handeln.

 

Bebe feiert jeden Abend und hat sich damit einen gewissen Ruf und Beliebtheitsgrad verdient. Dabei schreckt sie nicht vor massig Alkohol und auch Drogen zurück. Ihre Freundin starb an einer Überdosis und sie möchte dem scheinbar unbedingt nacheifern. Auch ihre zahllosen sexuellen Bekanntschaften zeugen nicht von einem gesunden Lebenswandel. Als sie Miles beim Vögeln entdeckt, möchte sie unbedingt an der Stelle der Frauen sein, komme was wolle und auch sie entwickelt einen obsessiven Hang.

 

Mir fiel es also wirklich schwer mich mit beiden Figuren identifizieren zu können, bzw. überhaupt mitfühlen oder verstehen zu können, was sie antreibt. Beide waren so schnell von 0 auf 100, dass es einfach überhaupt nicht nachvollziehbar war, denn sie kennen sich ja auch gar nicht und haben sich einfach nur gesehen.

 

Dazu kamen ein paar Logikfehler und gerade zum Ende hin unrealistische Wendungen, in denen zu schnell zu viel passiert, was Miles psychische Erkrankung anbelangt. Außerdem empfand ich einige Rechtschreib- und Satzbaufehler als störend und auch die unrealistischen Vorstellungen der Autorin zu Körpersäften. Das war einfach too much.

 

Das Buch ging wirklich gut los, wurde dann aber umso abstruser. Mir gefiel auch nicht wie ungefiltert ihre toxische Beziehung romantisiert wurde. Miles greift zu einem unentschuldbaren Mittel, um Bebe von sich zu stoßen, doch dafür kommt er komplett ungeschoren davon, es ist sogar der Anlass, dass beide so richtig zueinander finden. Nein, das war nichts für mich und zum Ende hin las ich auch nur noch queer, damit ich es schnell hinter mich bringen konnte.

 

„Peep Show“ von Isabella Starling begann wirklich vielversprechend und verlor sich dann in einem Sog aus obsessiven Handlungen und toxischen Verbindungen, die romantisiert wurden. Das war überhaupt nicht mein Fall und leider seitens der Autorin nicht sonderlich gut gemacht, dafür gab es einfach zu viele Logikfehler.

 

2/5

Freitag, 18. Februar 2022

Hörbuchrezension | Mrs. Potts Mordclub von Robert Thorogood

 




Judith Potts ist 77, lebt in einem alten Herrenhaus an der Themse und verdient ihren Lebensunterhalt als erfolgreiche Kreuzworträtselautorin. Als sie eines Tages auf dem Nachbargrundstück einen Mord bemerkt, will ihr die Polizei nicht glauben, denn es gibt keine Leiche. Also ermittelt die ältere Dame auf eigene Faust und findet schließlich Anschluss mit der neurotischen Pfarrersfrau Becks und der chronisch pleiten Hundesitterin Suzie. Der Marlow Mord Club findet seinen Ursprung. Als ein zweiter Mordfall passiert, gerät das Trio in mysteriöse und gefährliche Ermittlungen.

 

Bekanntlich lese ich ja nur Krimis und Thriller, wenn mich der Klappentext sofort anspricht, und das war hier absolut gegeben. Das Setting mit der englischen Kleinstadtidylle sprach mich direkt an. Die Themse schlängelt sich durch das beschauliche Örtchen Marlow und das Stadtbild wird von der Kirchengemeinde geprägt. Es gibt aber auch markante Charaktere, die Marlow und somit auch dieses Buch ausmachen.

 

Allen voran natürlich Judith Potts, die ein stattliches Herrenhaus und Vermögen erbte und sich nun ein schönes Leben macht, mit gelegentlichem Nacktschwimmen in der Themse, um sich frei zu fühlen. Wobei ich mich fragte, kann man das überhaupt (Strömung) und will man das überhaupt (Wasserqualität)? Judith hat die eigenartige Angewohnheit keine Zeitung seit den 80er Jahren wegzuwerfen. In ihren Haus hat sie auch genug Platz zum Horten. Den geheimnisvollen Grund dahinter erfahren wir auch später im Buch. Judith ist nämlich nicht nur eine nette alte Dame, sondern hat es faustdick hinter den Ohren und das machte sie zu einer sehr liebenswerten und interessanten Protagonistin, die ich direkt in mein Herz geschlossen hatte.

 

Auch ihre beiden Mitstreiterinnen des Mordclubs sind kuriose Figuren gewesen. Becks ist die perfekte, aber leicht verzweifelte Hausfrau, da ihr Mann, der Pfarrer, sie für selbstverständlich nimmt und das macht sie unzufrieden. Suzie hält sich mit Hundesitterjobs über Wasser und gerät so als Zeugin in einen Mordfall hinein.

 

Die Kriminalfälle um den toten Nachbarn und weitere Einwohner von Marlow waren spannend erzählt und für mich unvorhersehbar. Die Auflösung war schlüssig und sinnvoll, was ein großer Pluspunkt für das Buch ist. Seit langem hatte ich an einem Krimi nichts auszusetzen, da mich Handlung, Setting und Figuren absolut begeistern konnten. Der Autor, Robert Thorogood, hat alles richtig gemacht und ich würde mir wünschen, dass er den drei Ladies des Mordclubs noch weitere Fälle schreiben wird.

 

Das Hörbuch umfasst etwas mehr als 9h und wurde von Christine Prayon eingelesen. Ihre Stimme passte perfekte auf die weiblichen Figuren und sie schaffte es den jeweiligen Situationen das richtige Maß an Leben einzuhauchen.

 

„Mrs. Potts Mordclub“ von Robert Thorogood ist der perfekte englische Krimi mit einem idyllischen Setting, originellen und liebenswerten Figuren, sowie spannenden Mordfällen. Ich wurde bestens unterhalten und hoffe, dass ich eines Tages nach Marlow zurückkehren kann.

 

5/5

Sonntag, 13. Februar 2022

Buchvorstellung | Lotta entdeckt die Welt am Wasser von Sandra Grimm

 Über Vorablesen zog dieses Kinderbuch bei mir ein. Ich hatte schon von einigen Titeln aus der Reihe gehört und war daher gespannt, wie uns das erste Buch über Lotta gefallen würde.


Lotta macht mit ihrer Mama, Hund Zottel und Teddybären einen Ausflug in die Natur ans Wasser. Dort gibt es so einiges zu entdecken und zu erleben. 

So finden sie sogar eine Entenfamilie, beobachten Schafe beim Weiden oder lassen ein Floß schwimmen. Außerdem helfen sie Bibern beim Bauen eines Damms. Gemeinsam haben sie viel Spaß bei ihrem Ausflug. Das kommt bei den kurzen Texten auch sehr gut rüber. Sie sind perfekt zum Vorlesen geeignet und beschreiben sehr gut, was auf den Bildern zu sehen ist.

Die Gestaltung des Buches ist sehr besonders. Die Illustrationen stammen von Katja Senner und sie betten sich tatsächlich in Fotos ein. Ich musste genauer hinschauen, um zu erkennen, was von der Natur noch illustriert ist und was zu einem Foto gehört. Das ist ziemlich gut gemacht und macht Spaß all die Details zu entdecken. 

Das Buch besteht aus 16 Pappseiten und macht einen sehr robusten Eindruck. Es ist ab 18 Monaten geeignet und lädt spielerisch zum Entdecken und Lernen ein. Wir werden uns sicher auch noch die anderen Lotta-Bücher zum Wald und Garten anschauen und sind gespannt, wo die Reise des kleinen Mädchens als nächstes hingehen wird.

5/5


Donnerstag, 10. Februar 2022

Teil 3 | Twist of a love affair von Piper Rayne

 Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich schon über ein Jahr nicht mehr in Lake Starlight war, um die Dramen der Großfamilie Bailey mitzuverfolgen. Da sich mittlerweile schon 7 Romane aus der Reihe auf dem deutschen Markt tummeln, war es an der Zeit, endlich mal wieder in die Geschichte einzutauchen.


Rome wollte eigentlich nur mit seiner Familie ein Testessen für sein erstes Restaurant veranstalten, als auf einmal eine wütende, junge Frau mit einem Baby auf dem Arm in die Runde platzt und behauptet, er sei der Vater. Zu doof, dass Rome sich nicht erinnern kann und felsenfest davon ausgeht, dass sein Zwillingsbruder die Fremde geschwängert haben muss, doch der weiß auch von nichts. Fakt ist, ein Bailey ist der Vater...

Ich fand es toll wieder in die alaskische Kleinstadt Lake Starlight eintauchen zu können. In ihr dreht sich alles um die verwaisten Kinder der Großfamilie Bailey, die das Stadtbild prägen wie keine anderen. Und so fühlte ich mich direkt wieder heimisch und konnte mich sofort auf die Geschichte einlassen. 

Der Start für unsere Protagonisten war auf jeden Fall sehr konfliktreich, dramatisch und von Missverständnissen geprägt. Harley tauchte aber auch aus heiterem Himmel mit ihrer 1,5-jährigen Tochter Calista auf. Diese hat eine Erbkrankheit und nur deswegen kam Harley nach Alaska, um herauszufinden, ob diese von der Seite des Vaters vererbt wurde. Harley selbst kennt ihre Eltern nicht, denn sie wurde von Pflegefamilie zu Pflegefamilie gereicht. Zu Vertrauen und Gefühle zuzulassen fällt ihr daher ziemlich schwer. Tatsächlich zählt Harley nicht zu der herzlichen Sorte und ist eine ziemliche Kratzbürste. Das machte es mir nicht immer leicht, mich mit ihr verbunden zu fühlen.

Rome war bisher der Spaßvogel der Familie. Zusammen mit seinem Zwilling und dem besten Kumpel, Liam, trieb er einen Streich nach dem nächsten oder schleppte eine Frau nach der anderen ab. Doch als Harley und Calista in seinem Restaurant auftauchen, muss er plötzlich mit dem Ernst der Lage klar kommen, denn er möchte eine Rolle in dem Leben des Kindes spielen. Ich fand es ziemlich beeindruckend, wie Rome mit der Situation klarkam und verbissen dranblieb, und es unbedingt wollte, dass diese Familie eine intakte wird. 

Zwischen den Figuren sprühen immer die Funken und eigentlich stimmt auch die Chemie. Ich fand auch hier, dass Harley und Rome schon ziemlich gut harmoniert, doch nahm ich ihnen ihre gemeinsame Entwicklung nicht unbedingt ab, denn um ehrlich zu sein, verbindet die beiden nur ihre sexuelle Anziehung und ihre Tochter. Das fand ich zu wenig. Da haben wir einfach schon romantischere Beispiel in der Familie Bailey erlebt.

Dafür zeigten die beiden Autorinnen wieder wie unterhaltsam und witzig sie schreiben können. Sie haben einfach ein Händchen für tolle und kuriose Szenen. Ich musste herzlich lachen bei der Genitalien/Joghurt/Milch-Szene.

Der nächste Teil dreht sich um die ältestes Schwester Savannah und Liam, ich bin so gespannt, wie sich alles zwischen beiden anbahnen wird, hier und da fielen auch schon ein paar Andeutungen.

"Twist of a love affair" ist der dritte Band von Piper Raynes Reihe um die Großfamilie Bailey. Harley und Rome haben einen turbulenten Start hingelegt und schlitterten von Null ins Familienleben hinein. Mich hat ihre Beziehung nicht komplett überzeugt, dafür hat mich die Geschichte wieder richtig gut unterhalten können.

4/5


Sonntag, 6. Februar 2022

Hörbuchrezension | American Crown von Katharine McGee

 Auf Amazon bin ich schon vor ein Weilchen auf das Buch aufmerksam geworden. Damals hatte es noch ein ganz anderes Gewand und ist nun endlich im überarbeiteten Design bei Fischer erschienen. Tollerweise konnte ich über Netgalley ein Hörbuch beziehen und machte es mir bei dem stürmischen Wetter drinnen zum Hören gemütlich.


Beatrice wurde ihr Leben darauf getrimmt die zukünftige Königin der Vereinigten Staaten zu werden. Ihr Leben gehört der Krone und so muss sie auch einen Ehemann finden, der aus adligem Hause ist und eine gute Verbindung bedeuten würde. Doch dabei schlägt Beatrice Herz allein für ihren Personenschützer Connor.

Zum englischen Original gibt es wahnsinnig viele positive Stimmen und so war ich auf das Buch sehr gespannt, denn ich mag royale Lovestories und fragte mich, wie die Autorin aus den USA eine Monarchie machen würde.

Ganz einfach in dem George Washington nach der Unabhängigkeit von England als erster König und nicht als Präsident eingesetzt wurde. Darum strikte die Autorin eine ganz eigene Historie und das fand ich interessant und schlüssig gemacht. Die gut durchdachte Weltenkonstruktion konnte mich schon einmal überzeugen.

Womit ich mich erst einmal zurecht finden musste, war die Tatsache, dass das Buch, zwar mit Beatrice und Theodore untertitelt war, diese aber gar nicht die alleinigen Protagonisten des Buches sind. Beatrice hat nämlich auch noch zwei Geschwister, die ein dramatisches Liebesleben haben, sowie Freund auf die das auch zutrifft. So ergeben sich gleich mehrere Handlungsstränge, die parallel erzählt werden und vom Umfang her einen ganz eigenen Roman füllen könnten. Die Autorin hat sich allerdings dazu entschieden alles in ein Buch zu verpacken und so fiel es mir lange Zeit schwer mit den einzelnen Figuren warm zu werden und mich in ihre Geschichte hineinzufinden.

Im Laufe der Handlung wurde das zum Glück besser und es ergaben sich auch spannende Wendungen, die mich mitfiebern ließen. Ein großer Pluspunkt war dabei auch das glamouröse, royale Setting, welches aber auch seine Schattenseiten besaß und mich an eine Mischung aus Gossip Girl und The Royals erinnerte. Ich finde auch, dass das Buch gutes Serienpotenzial besitzt.

Die Geschichte ist am Ende noch nicht auserzählt. Es gibt keinen fiesen Cliffhanger, aber es ist auch einfach kein zufriedenstellender Abschluss und so bin ich gespannt, wie es weitergehen wird.

Das Hörbuch umfasst über 14h und wurde von Corinna Dorenkamp eingelesen. Ihre Stimme fiel nicht groß auf, aber ihre Art zu lesen war sehr angenehm zu verfolgen. Daher machte sie auf jeden Fall einen soliden Job.

"American Crown. Beatrice & Theodore" war der interessante und unterhaltsame erste Teil einer Reihe, die sich mit der Frage auseinandersetzt, wie die USA von einer modernen Monarchie geführt werden würden und das mit jungen Monarchen, die von Intrigen und ganz großen Gefühlen geleitet werden. Ich bin gespannt, was sich Katharine McGee für den zweiten Teil überlegt hat und hoffe, dass auch dieser als Hörbuch erscheinen wird.

4/5

Samstag, 5. Februar 2022

Lesemonat Januar | Von rebellischen Zimmermädchen im Meer der Erbinnen

Der erste Monat des Jahres ist auch schon geschafft. Mein Lesemonat ging leider richtig frustrierend und schlecht los, konnte sich aber zum Ende hin in ein richtiges Highlight-Feuerwerk verwandeln.


Doch zunächst kommt hier erst einmal der erste Flop des Jahres:

Freitag, 4. Februar 2022

Neuzugänge Januar | 2 Seelen-Projekte in London am Wasser

 Und schon wieder ist ein Monat vorbei, in dem neue Bücher bei mir eingezogen sind. Ein paar mehr als im Dezember sind es schon gewesen, aber alles noch in einem vernünftigen Rahmen.


Im letzten Jahr bestellte ich mir zwei Exklusivausgaben bei der Bücherbüchse, weil ich die Bücher eh unbedingt lesen wollte und die farbigen Buchschnitte wirklich toll finde. 
Der zweite Band von Kelly Orams neuester Reihe passt da perfekt zum ersten Band, den ich auch über die Bücherbüchse bekam.



The inheritance Games klangen ziemlich genial und ich bin richtig gespannt, ob der Inhalt halten kann, was der Klappentext versprach.



Da ich bei Vorablesen mittlerweile wirklich viele Punkte angesammelt hatte, gönnte ich mir im Januar gleich drei der Neuerscheinungen, in dem ich meine Wunschbuchpunkte einlöste. #London Whisper lese ich aktuell und die anderen beiden Titel werden dann danach folgen.




Außerdem gewann ich dann noch auf Vorablesen dieses Kinderbuch, welches wirklich toll gestaltet ist und einiges zum Entdecken bereithielt. So sieht es übrigens immer aus, wenn ich versuche Buchfotos zu machen. Ein kleiner Saboteur krabbelt ins Set und will mich bestehlen: 


Ein Ebook ist bei mir eingezogen, dessen Klappentext wirklich verboten gut klang. Wenn ich mit meinem aktuellen Ebook durch bin, werde ich mit "Peep Show" anfangen und hoffe wirklich, dass die Geschichte halten kann, was sie verspricht.


Außerdem sind auch noch folgende Hörbücher über Netgalley bei mir eingezogen, von denen ich "The Maid" bereits gehört habe und bei "American Crown" fast am Ende angelangt bin.





11 Titel erreichten mich im Januar, von denen 4 bereits gelesen sind. Das ist ein ganz guter Schnitt und auch der Rest wird sicher bald folgen.




Sonntag, 30. Januar 2022

Teil 3 | Die Rebellinnen von Oxford. Furchtlos von Evie Dunmore

 Nachdem mir Band eins und zwei so richtig gut gefielen, fieberte ich der Fortsetzung so sehr entgegen und machte es mir bequem, um wieder in das Oxford der Vergangenheit zu reisen.


Hattie Greenfield hat es satt, nur als entzückend bezeichnet zu werden und nicht ernst genommen zu werden. Ihr Kunststudium in Oxford erfüllt sie nicht. Ein gestohlener Kuss ist es, der sie in die Arme des berüchtigten Geschäftsmanns der Londoner Unterwelt, Lucian Blackstone, treibt. Zur Ehe gezwungen, sieht sich Hattie mit einem düsteren Schotten konfrontiert, der sie manipuliert hat und nun auch noch nach Schottland bringt. Dort lernt Hattie einen ganz anderen Lucian kennen und hadert mit ihrem Vorhaben ihn niemals zu vertrauen oder gar zu lieben.

 Band eins der Reihe zählt immer noch zu meinen absoluten Alltimefavorites und ich spiele mittlerweile sogar mit dem Gedanken ihn noch einmal zu lesen. Dabei ist das letzte Mal gerade mal ein halbes Jahr her. Wie hat sich im Vergleich zu Annabelle also Hattie geschlagen?

Hattie kannten wir als modebegeisterte, junge Künstlerin, die immer für ihre Freundinnen da war. In ihrer Geschichte lernen wir sie besser kennen und erfahren, dass sie sich nicht ernstgenommen fühlt. In einer Familie voller Zahlengenies fühl sie sich mit ihrem Unverständnis dafür und der Leserechtschreibschwäche irgendwie Fehl am Platz. Dabei sehnt Hattie sich nach einem Abenteuer und so gerät sie auch in die Fänge von Lucian.

Lucian Blackstone wird von der gehobenen Gesellschaft gefürchtet, denn er kennt ihre Geheimnisse und sie haben Schulden bei ihm. Dieses Image pflegte er bisher. Doch nun lernen wir eine komplett andere Seite kennen. Hattie will er zunächst, damit sie sein Image aufpolieren kann und die Türen für die gehobene Gesellschaft öffnet. Womit er nicht gerechnet hat, war, dass der Wirbelwind ihm den Kopf verdreht.

Für beide beginnt ihre Ehe unter keinen guten Voraussetzungen, denn Hattie durchschaut schnell Lucians Vorhaben. Doch beide verbindet trotzdem eine Chemie, die keiner leugnen kann und die auch ich zwischen den Seiten spürte. Mir gefiel, dass Evie Dunmore ihren Protagonisten viel Zeit ließ, um eine glaubhafte Verbindung aufzubauen. Dabei müssen sie einige Konflikte austragen und Umwege in Kauf nehmen, um ans Ziel zu gelangen.

Außerdem war ich mal wieder zutiefst beeindruckt von dem tollen Erzählstil der Autorin. Es gab immer wieder Verweise auf englische Romane des 19. Jahrhunderts, von denen ich auch einige kannte. Dieses Buch zu lesen, hatte also viel Vertrautes und Schönes mit sich gebracht. 

Die Thematik drehte sich dieses Mal nicht nur um die Frauenrechtsbewegung, sondern auch um die Arbeiterklasse und deren Alltag. Dieser Aspekt war wirklich interessant und die Rechercheleistung der Autorin war wieder einmal enorm. 

Bei dieser Reihe passt für mich einfach alles zusammen, auch wenn Hattie und Lucian wohl als Paarung hinter den anderen beiden anstehen müssen. Das schmälerte aber nicht mein Leseerlebnis, denn ich erwischte mich sogar ganz oft dabei, wie ich es nicht abwarten konnte, wieder in die Geschichte einzutauchen.

"Die Rebellinnen von Oxford. Furchtlos" ist der wieder einmal unglaublich gute, mittlerweile dritte Band der Historical Reihe von Evie Dunmore. Die Autorin ist ein wahres Talent, welches mich jedes Mal aufs Neue mit ihren Geschichten und Figuren begeistern kann. Im September erscheint der letzte Band der Reihe, doch ich hoffe, dass sie noch viele weitere Romane schreiben wird, die bei LYX ein Zuhause finden können.

5/5


Samstag, 29. Januar 2022

Buchvorstellung | Emil Einstein. Die weltbeste Dieb-Schreckfalle von Suza Kolb

 Dieses Buch entdeckte ich bei Vorablesen und war aufgrund der tollen Illustrationen sofort Feuer und Flamme.


Emil Einstein fährt mit seiner selbstgebauten Seifenkiste in die Schule und ist besonders schnell dabei. Dank des geheimen Apfelsaft-Treibstoffs! Doch dieser ist eines Tages verschwunden und Emil findet verdächtige Spuren. Wer hat den Treibstoff gestohlen und können ihm seine tierischen Freunde bei dem Fall helfen?

Emil ist ein liebenswerter Junge, der verdammt clever ist und mit seinem Einfallsreichtum tolle Dinge erschafft. So auch seine Seifenkiste, doch nach dem Diebstahl kann er mit ihr nicht mehr schnell unterwegs sein und das muss er, wenn er gegen die gemeinen Viertklässler gewinnen will. Also muss der Dieb seines Treibstoffes schnell gefasst werden. Dabei sind Emil auch wieder seine niedlichen, tierischen Freund behilflich.

Die Geschichte ist total liebenswert, niedlich und mit einer einfühlsamen Botschaft geschrieben. Dabei ist sie auch noch unterhaltsam und lädt zum Mitfiebern ein.

Aufgelockert werden die Kapitel mit den großflächigen und farbigen Illustrationen, die von Anja Grote stammen. Das machte für mich das Leseerlebnis aus, denn auf den niedlichen Bildern gab es viel zu entdecken. 

Ich freue mich schon darauf, wenn ich Emil Einstein und die weltbeste Dieb-Schreckfalle von Suza Kolb zum ersten Mal mit meinem Kleinen gemeinsam entdecken werde. Bis dahin ist allerdings noch so viel Zeit, dass ich die unterhaltsame Geschichte um den liebenswerten Emil auch schon wieder vergessen habe. Das Kinderbuch ist eine absolute Empfehlung an alle, die eine toll illustrierte Vorlesegeschichte suchen.




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