Dienstag, 15. November 2016

3 von 5 für "Das Gegenteil von cool" von Ria Voros

Über die Ebook-Plattform Netgalley habe ich "Das Gegenteil von cool" vom bloomoon Verlag gestellt bekommen. Vielen Dank dafür! Ich war auf dei Teenie-Lovestory mit dem gewissen Nerdfaktor sehr gespannt.
Gretchen Meyers und ihre beste Freundin Nemiah kann nichts trennen, dachte Gretchen zumindest immer. Als Nemiah mit ihrer neuen Schwimmteam-Clique abhängt und Gretchens Chemienoten immer weiter in den Keller sinken, war klar: Nachhilfe musste her. Zum Glück gibt es Nerd James mit seinen freakigen T-Shirts und dem attraktiveren älteren Cousin...

Ich lese gerne noch realistische Jugendbücher, wenn sie mit Witz und Charme geschrieben sind. Dies versprach ich mir auch von diesem Titel. Die Kapitel erinnern an Tagebucheinträge, da die Erzählung aus Gretchens Ich-Perspektive entsteht. Die Kapitel sind dann noch in kurze Abschnitte geteilt, die mit großen Teilüberschriften versehen sind, was ich zu beginn etwas irritierend fand. Die Form des Buches ist anders. Gretchen liebt Poesie, besonders Haikus und so findet man einige der Kurzzeiler in diesem Buch. Ab und an versucht sich Gretchen selbst am Dichten und die Situation wird in Versform beschrieben, was flott zu lesen ist, allerdings an Atmosphäre vermissen lässt.

Ria Voros schafft es ganz gut den Alltag einer 17-Jährigen in der Highschool wiederzugeben. Rowdys, Nerds, Sportler, Diven und eben Gretchen, die zwischen den Stühlen steht. So muss sich Gretchen gleichzeitig mit mehreren Problemen befassen. Sie fällt in Chemie durch, hat Streit mit ihrer besten Freundin und ihren ersten Schwarm. Später kommt nach einem tragischen Ereignis auch noch Trauer hinzu. Ria Voros will, dass wir ihre Protagonistin durch diese Phasen zum Erwachsenwerden begleiten, leider hat sie dies nicht überzeugend genug umsetzen können. 

Zum einen gehen durch Form und Kürze des Romans viel verloren. Ich konnte nicht mit Gretchen mitlachen oder leiden, da der Platz für Emotionalität fehlte. Diese ganzen Probleme werden angerissen, aber nicht zufriedenstellend zuende erzählt. Kurz nach dem großen Knall ist das Buch tatsächlich auch beendet und ließ mich verwundert zurück. Die Autorin hat einige Baustellen eröffnet, ohne sie fertigzustellen. Beispielsweise hätte es auch den Plot mit Dean, James Cousin, gar nicht gebraucht. Das fand ich schade, weil eine witzige und geistreiche Protagonistin irgendwann im Geschehen verloren ging.

Ich glaube nicht, dass mir die Geschichte lange im Gedächnis bleiben wird. Das Brownierezept auf den letzten Seiten werde ich allerdings mal ausprobieren. Kalorienbombe, ich komme!

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