Sonntag, 7. Juli 2019

Buchtipp | Clans of London. Hexentochter von Sandra Grauer

Ich bin ja immer Feuer und Flamme, wenn es bei Vorablesen coole, neue Jugendbücher gibt. So sicherte ich mir dieses mit meinen wohlverdienten Wunschbuchpunkten und hoffte, dass es sich lohnen würde.


Caroline plagen Kopfschmerzen, die immer schlimmer werden. Außerdem häufen sich eigenartige Ereignisse in ihrem Umfeld. Als ihr der gutaussehende Ash unterbreitet, dass sie eine Hexe ist, macht alles für Caroline einen Sinn. Das Problem dabei ist, allerdings dass ihre Magie nie aktiviert wurde und das endet für sie tödlich, wenn es nicht bis zu ihrem 18. Geburtstag in wenigen Tagen erfolgt ist.

Außerdem kommen auch noch Familienfehden und große Geheimnisse vor, um die Klischees für einen romantischen Fantasy-Jugendbuchtitel perfekt zu machen. Ich muss leider sagen, dass es mich zu Beginn schon sehr störte, wie sehr die Geschichte nach Schema F erzählt wurde. Davon gibt es einfach schon viel zu viele Bücher auf dem Markt. Warum überlegt man sich nicht einfach mal etwas anderes?
Dabei habe ich noch nicht viele Bücher über Hexen und Magier gelesen. Finde das Thema also durchaus noch unverbraucht, doch wenn ich von naiven Protagonistinnen lese, die von heißen Kerlen über ihre Gabe aufgeklärt werden und schicksalhafte Geheimnisse eine Rolle spielen werden, dann werde ich schnell gelangweilt.

So wollte mich die Handlung auch so schnell noch nicht packen. Ich hatte auch Probleme mit Caroline warm zu werden. Sie meint alles besser zu wissen, aber nicht auf charmante, sondern auf nervige Art. Irgendwie droht ihr ständig die Hand auszurutschen, wenn Ash sie auch nur schief anschaut.
Moralisch hat sie auch keine Probleme damit, dem Typen schöne Augen zu machen, in den ihre beste Freundin verschossen ist und der gleichzeitig auch der beste Freund des Kerls ist, auf den sie eigentlich steht... Was ein Drama! Das ich total unnötig und nervig fand.

Als diese Fronten geklärt waren und wir uns wieder auf die eigentliche Handlung um Carolines Magie konzentrieren konnten, ging es auch mit der Handlung bergauf. Zum Ende hin wurde es sogar noch richtig spannend. Von ein paar kleinen Logikfehlern abgesehen, konnte mich die Handlung doch noch mitreißen.
Die Geschichte endet mit einem fiesen Cliffhanger. Der zweite und letzte Teil erscheint im nächsten Frühjahr. Wegen der nervigen Protagonistin hätte ich eigentlich nicht weitergelesen. Da das Ende allerdings so ausfiel, muss ich doch wissen wie es weitergeht. Das hat die Autorin also doch noch gut hinbekommen. Überhaupt fiel mir ihr flüssiger Schreibstil positiv auf. Vielleicht bekommt auch noch Caroline im nächsten Teil die Kurve. Ich hoffe es zumindest!

"Clans of London. Hexentochter" von Sandra Grauer kommt leider nicht ohne Klischees und nerviger Protagonistin aus. Allerdings war das Ende so spannend, dass es neugierig macht, wie die Geschichte sich noch entfalten wird.

3,5/5


Donnerstag, 4. Juli 2019

Top Ten Thursday #423 | Lieblingscharaktere

Der Top Ten Thursday ist mittlerweile auf Aleshanees Blog zu finden. Dort gibt es jeden Donnerstag ein Thema zu dem eine Top 10 Liste erstellt werden kann.



Das heutige Thema lautet:

Deine 10 Lieblingscharaktere.

Das ist heute gar nicht mal so einfach! Ich erinnere mich bei Büchern meist an die Handlung und wie ich es im Allgemeinen fand. Wenn mir ein Charakter in Erinnerung blieb, dann muss er schon sehr besonders gewesen sein. Wenn ich dann auch noch den Namen der Figur weiß, ist das wirklich ein Ritterschlag! Also mal schauen, welche Figuren es somit auf meine Liste geschafft haben.

Mittwoch, 3. Juli 2019

Hörbuchrezension | Something in the Water von Catherine Steadman

Auf Vorablesen entdeckte ich einen Thriller, der mich direkt ansprach. Wer mich kennt, weiß dass ich Thriller nur dann lese, wenn mich der Klappentext in seinen Bann zieht. Umso glücklicher war ich, als das Hörbuch bei mir einzog. Am Wochenende hatte ich eine lange Fahrt nach Köln und zurück hinter mir, während der ich komplett in die Geschichte eintauchen konnte.


Erin hasst das Wasser, doch sie liebt Mark und so lässt sie sich während ihrer Flitterwochen auf einen Tauchgang ein. Was sie dabei entdecken, wird ihr Leben verändern!

Ich bleibe bei der Inhaltsangabe etwas wage, damit ich ja nicht zu viel verrate. Wer mehr zum Buch erfahren möchte, dem würde ich auch empfehlen in das erste Kapitel hineinzuhören oder hineinzulesen, denn das macht erst richtig neugierig auf den Thriller.

Das erste Kapitel ist essenziell für die Geschichte, denn es nimmt vorweg, wohin die Reise am Ende gehen wird und wir wollen natürlich wissen, wie es dazu kam. Das hat natürlich seine Vor- und Nachteile. Ich fand es erst einmal sehr clever gemacht, um den Spannungsbogen kräftig zu spannen.

Zunächst lernen wir die Protagonisten Erin und Mark ausgiebig kennen. Sie ist freischaffende Filmemacherin und arbeitet aktuell an einer Reportage über drei Gefängnisinsassen. Mark ist Banker und hat gerade seinen Job verloren. Daran hat er sehr zu kämpfen und zweifelt seine Lebenssituation an. Die Flitterwochen sollen für Ablenkung sorgen und das wird aufgrund des Fundes auch passieren.

Der Fund passiert erst im späteren Handlungsverlauf. Man braucht ein wenig Geduld, doch dabei wollte ich ganz dringend wissen, was es damit auf sich haben würde.

Die Autorin erzählt in der Zwischenzeit vom Alltag des Pärchens, wie es sich kennenlernte und wie es lebt. Interessant fand ich dabei die Darstellung von Erins Arbeit und die Geschichten der Gefängnisinsassen.

Schließlich nimmt die Handlung doch noch richtig an Fahrt auf und das fand ich sehr fesselnd und spannend. Ich habe das Hörbuch, welches von Tanja Fornaro eingelesen wurde, sehr gerne gehört. Ihre Stimme ist angenehm und unaufdringlich. Ich hatte an ihrer Arbeit nichts auszusetzen und das ist wohl das wichtigste bei einer Hörbuchstimme.

An der Geschichte muss ich leider das Ende bzw. dessen Auflösung bemängeln. Aufgrund des ersten Kapitels wissen wir, was geschehen wird, doch die Auflösung, wie es dazu kam, konnte mich nicht überzeugen. Die Gründe dafür hätten wohl nicht einfacher sein können. Ich hätte nicht gedacht, dass die Autorin die offensichtlichsten und einfachsten Motive wählt. Das fand ich sehr schade, eben weil ich das Hörerlebnis als sehr fesselnd empfand. Doch das Ende war in meinen Augen enttäuschend.

Catherine Steadmans "Something in the Water" spielt clever mit einer grandiosen Idee. Nur leider konnte die Autorin diese nicht zufriedenstellend genug zu Ende bringen. Ich bin froh, dass ich die Geschichte hörte, sonst hätte mir der Thriller sicher nicht so gut gefallen.

4/5

Dienstag, 2. Juli 2019

Gemeinsam Lesen #89 | Currently reading

Am heutigen Dienstag möchte ich auch wieder an der Aktion der "Schlunzenbücher" teilnehmen.

 

 

1. Welches Buch liest du gerade?

Ich lese gerade "Clans of London. Hexentochter" von Sandra Grauer, für das ich bei Vorablesen meine Wunschbuchpunkte einlöste.



2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
"So schnell, wie die Erinnerung gekommen war, so schnell verschwand sie wieder." 
S. 104

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden?

Ich lese super selten Bücher über Hexen. Daher ist das hier mal eine nette Abwechslung, auch wenn die Geschichte bisher nach Schema F im Jugendbuch-Fantasy-Bereich erzählt wird. Die Protagonistin weiß nichts von ihren Fähigkeiten, ein junger Kerl klärt sie auf, sie schwebt in Lebensgefahr und Familienfehden werden auch noch eine Rolle spielen. Bisher bin ich leider noch nicht mitgerissen wurden. Ich hoffe, das kommt noch. Die Geschichte lässt sich auf jeden Fall flüssig lesen.

4. Welches ist dein Buchhighlight aus der ersten Jahreshälfte?

Diese Frage habe ich auch im Midyear Book Freak out TAG beantwortet. (Hier gehts zum Beitrag.)
In diesem Jahr konnte ich mich nicht auf einen Titel festlegen. Ich fand "Niemalswelt", "Glück&los!" sowie "Gold und Schatten" in diesem Jahr bisher am besten.


Lasst mir doch gerne in den Kommentaren die Links zu euren Beiträgen da. Ich schaue später vorbei. :)

Montag, 1. Juli 2019

Neuzugänge Juni | Von glücklichen Prinzen im Wasser und just one Brotbelägen.

Der Juni war sehr ereignisreich bei mir. Mein Abitur ist 10 Jahre her - OMG ich bin alt! Ich war zu Gast bei einer Hochzeit auf einem Schloss und ich hätte fast ein Haus gekauft. Kein Wunder, dass es bei den Neuzugängen etwas ruhiger geworden ist.


Aber lasst uns die Titel etwas näher in Augenschein nehmen...


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