Dienstag, 1. September 2026

Buchtipp | The Poison Daughter von Sheila Masterson

Über Vorablesen zog dieses Buch bei mir ein und ich war so gespannt auf die Geschichte, weil ich schon richtig viel Gutes dazu hörte. Außerdem klang der Klappentext ganz nach meinem Geschmack und ich freute mich sehr in „The Poison Daughter“ einzutauchen.



Ein Kuss von Harlows Lippen tötet jeden. Ihr erster Ehemann ist schon längst tot, ihr Zukünftiger soll bald folgen. Nachts vergiftet Harlow so jeden Mann, der sich an Frauen und Kindern vergeht. Als ihr neuestes Opfer nach einem Kuss nicht tot umfällt, ist Harlow entsetzt. Ihre giftigen Lippen wirken immer! Als sich das Opfer auch noch als Henry Havenwood entpuppt, ihr Verlobter, ist Harlow ziemlich aufgeschmissen. Doch anstatt Harlows Spiel auffliegen zu lassen, nimmt Henry sie mit in seine Stadt. Er hat ganz eigene Pläne und Harlows Wege, ihn wieder loszuwerden, führen über sein Herz.

Der Beginn der Geschichte ist wirklich packend. Die Autorin nimmt uns direkt mit auf Harlows nächtliche Rachezüge. Sie ist eine Auftragskillerin und entledigt Frauen ihrer gewalttätigen Männer. Dem wichtigsten Menschen in ihrem Leben kann sie so nicht helfen. Ihre Schwester bedeutet Harlow alles, doch ausgerechnet sie ist in einer gewaltvollen Ehe gefangen. Harlow hat mehrere Geschwister und alle werden von ihren Eltern für ihre Zwecke eingespannt, um die Machtverhältnisse in Lunameade aufrecht zu erhalten. Die Feste ist von hohen, dicken Mauern umgeben, denn sie muss vor den Blutleeren verteidigt werden. Diese hausen in den Wäldern und greifen alles und jeden an.

Einige Einwohner von Lunameade sind von den Göttern gesegnet. Das heißt, sie haben besondere, magische Fähigkeiten. Harlows Familie zählt dazu. So ist Harlows Fähigkeit das Erzeugen von Giften. Die Welt, die die Autorin erschuf, war wirklich spannend, sehr bildhaft, aber auch leicht nachzuvollziehen. Das fand ich während des Lesens sehr angenehm, weil ich mich komplett auf die Handlung einlassen konnte, ohne Verwirrungen und Hinterfragen, wie etwas gemeint sein könnte. Dennoch haben wir mehrere komplexe Bedrohungsszenarien, auf die wir uns einstellen müssen.

An unserer Seite ist dabei eine sehr starke Protagonistin, die schon früh erkennen musste, dass sie sich nur auf ihre Schwester verlassen kann und ihre Eltern kein sicherer Hafen sind. Harlow arrangiert sich mit allem und stimmte auch nur in die neue Verheiratung ein, in dem Wissen, dass ihr Kuss die Ehe schnell wieder beenden wird. Danach sollte sie von ihren Eltern endlich frei sein und Lunameade mit ihrer Schwester verlassen können. Leider hatte sie da die Rechnung ohne Henry gemacht. Zwischen den beiden knistert es sehr schnell, denn auch aus Hass entsteht Leidenschaft. Henry hat seine ganz eigene Rechnung mit Harlows Familie offen. Die Geschichte wird aus der Perspektive von beiden erzählt. Wir stecken also immer in ihren Köpfen und wissen was los ist. Daher gab es kaum Geheimnisse, die mich hätten überraschen können. Beide zusammen sind unglaublich unterhaltsam. Harlow ist extrem witzig und Henry unterliegt einfach ihrem Charisma. Die Schlagabtäusche sind goldwert. Es knistert heftig zwischen beiden. So richtig, richtig spicy wird es aber erst nach 400 Seiten, die extrem kurzweilig waren. Danach kommen mehr Spice-Szenen vor, die sehr verdorben waren. Die Autorin traute sich hier über einige Hürden zu springen und das gefiel mir gut. Es ist düster, weil die Welt und Harlow auch sehr düster sind. Gleichzeitig haben wir mit Henry einen Protagonisten, der trotz seiner Intensionen ein Guter ist und Harlow sein lässt, wie sie ist. Beide zusammen machten für mich das Highlight des Buches aus.

Die Handlung war für mich nämlich nicht so episch, wie ich es erwartet hatte. Die Geschichte ist ein Standalone, was wirklich erfrischend ist. Es endet also nicht mit einem Cliffhanger und wir werden auf 900 Seiten mit allem versorgt. Inhaltlich hätte die Geschichte aber auch auf 600 Seiten auserzählt sein können. Für mich hatte die Autorin kaum überraschende Enthüllungen im Gepäck. Das Buch endete wie erwartet und die Bedrohungen, welche von Anfang an präsent waren, wurden am Ende ohne großen Spannungsbogen beseitigt bzw. offenbahrt. Da habe ich schon Romantasy mit weniger Umfang gelesen, in der mehr passiert ist. Trotzdem wurde ich danke Harlow und Henry gut unterhalten, doch während des Lesens erwartete ich mehr Spannung, die einfach ausblieb.

Die Geschichte hat ein paar wenige interessante Figuren, wie Harlows Bruder Kellan und auch ihre Schwester, die ein ganz eigenes Buch hätten füllen können. Ich frage mich also, ob die Autorin vielleicht in einem Spin-Off erneut in die Welt zurückkehren wird.

Was mich während des Lesens wirklich ärgerte, war die Fülle an Satzbaufehlern. Da waren Wörter zu finden, die definitiv nicht in den Satz gehörten und das häufte sich immer mehr. Wurde die Übersetzung überhaupt korrigiert?

Sheila Mastersons „The Poison Daughter“ wird mir aufgrund ihrer Figuren noch lange im Gedächtnis sein. Sie zu begleiten hat schon Spaß gemacht, allerdings hatte ich mir von der Handlung schon mehr versprochen!

4/5

Sonntag, 30. August 2026

Kinderbuch | Der Mond im Meer von Sandra Dieckmann

Dank Vorablesen zog dieses wunderschöne Kinderbuch bei mir ein. Vorlesen ist bei uns abends ein geliebtes „Pflichtprogramm“ über neuen Lesestoff und mehr Abwechslung freue ich mich wahrscheinlich mehr als die Kids.


Die Maus lebt allein in einem knorrigen alten Baum am Meer. Sie führt ein ruhiges Leben und erzählt jede Nacht ihrem Freund dem Mond von ihren Träumen. Doch dieser antwortet nie. Maus ist traurig und enttäuscht und schleudert einen Stein nach ihm, der den Mond ins Meer befördert.

Die Geschichte ist unglaublich fantasievoll. Eine Maus, die den Mond mit einem kleinen Stein vom Himmel holt, so etwas gibt es wohl nur in Kinderbüchern. Zum Glück… Was dann passiert ist unglaublich bildgewaltig erzählt. Tiere aus dem Wald, dem Meer und der Luft kommen hervor und wundern sich, was mit ihrem Freund dem Mond passiert ist. Gemeinsam versuchen sie ihn wieder an den Himmel zu bringen. Die kleine Maus muss erkennen, dass sie doch nicht so allein ist, dass der Mond nicht ihr allein gehörte und dass man alles schaffen kann, wenn man nur zusammen hält.

Mich konnte die Idee der Geschichte total begeistern. Sie ist so abstrakt und fantasievoll, dass sie Vorstellungen sprengt. Gleichzeitig wird die Geschichte so bildgewaltig untermalt. Die Illustrationen sind von der Autorin selbst mit tiefen, kräftigen Farben und einer liebe fürs Detail gezeichnet. Die Geschichte zu entdecken macht so viel Spaß und auch die Jungs lauschten ganz ruhig und hatten einiges auf den Seiten mit ihren Augen zu entdecken.

„Der Mond im Meer“ von Sandra Dieckmann ist ein unglaublich tolles Kinderbuch, welches zeigt, dass Willen manchmal Berge bzw. Monde versetzen kann.

5/5

Dienstag, 18. August 2026

Abbruch | Red Star Rebels von Amie Kaufman



Wir schreiben das Jahr 2067 und befinden uns auf dem Mars. Durch die Evakuierung der UN-Station auf dem Mars bleiben versehentlich die illegale Siedlerin Cleo und Unternehmenserbe Hunter zurück. Doch dann tauchen einige Piraten auf und haben Bomben im Gepäck. Um zu überleben, müssen Hunter und Cleos zusammenhalten, dabei könnten die Gegensätze zwischen Ihnen nicht größer sein.

Nach der diesjährigen Mondmission war ich empfänglich für ein Weltraumabenteuer, wobei Sciene Fiction nicht gerade mein Genre ist. Doch der Klappentext klang echt gut und daher wollte ich der Geschichte eine Chance geben. Um dann etwas tun zu müssen, was ich so selten mache: Ein Hörbuch abbrechen.

Der Einstieg in die Geschichte erfolgt ohne Umschweife, wir landen mit Hunter auf dem Mars. Seiner Familie gehört ein Unternehmen, welches für die Besiedlung des Mars verantwortlich ist. Ihm steht dort also alles offen. Cleo hingegen muss möglichst unentdeckt bleiben, denn sie dürfte sich gar nicht auf dem roten Planeten aufhalten. Die Geschichte wird aus beiden Perspektiven erzählt, wobei Hunter glaubt, das Cleo eine Mitarbeiterin auf der Station ist. Sie weiß allerdings, wen sie da vor sich hat. Was mich seht störte und im Gesamtkontext der Geschichte total irritierte: Es herrscht eine enorme Insta-Lust. Beide stellen in den unmöglichsten Situationen fest, wie gutaussehend oder heiß der andere doch ist. Leute, ihr müsst gegen eine Bedrohung ankämpfen, die Wahrscheinlichkeit, dass ihr dies nicht überleben werdet, ist verdammt hoch! Was macht ihr da also?! Und dies passiert wirklich sofort, innerhalb der ersten eins, zwei Stunden werden Händchen gehalten und krasse Deeptalks ausgepackt. Die Geschichte hatte mich da einfach verloren. Dabei hätte es doch so rasant und spannend sein sollen, doch ich verlor den Fokus von der Geschichte, weil es mich wirklich nicht fesseln konnte, welche Kindheitstraumata beide aufarbeiten müssen, während im Hintergrund eine Bombe tickt. Nach 50% zog ich dann die Reißleine und investierte meine Zeit lieber in ein anderes Hörbuch.

Dabei hätte die Geschichte wirklich eine kurzweilige Angelegenheit sein sollen. Das Hörbuch hat gerade mal 7h und wurde von Aileen Wrozyna und Tim Gössler eingelesen. Beide machten einen soliden Job.

Trotzdem war Amie Kaufmans „Red Star Rebels“ für mich ein Flop und einer der wenigen Hörbuchabbrüche bisher.

1/5

Samstag, 15. August 2026

Hörbuchrezension | 00-Laschet von David Safier


Armin ist ganz aus dem Häuschen, dass er das Kanzleramt zum Glück umgehen konnte, dafür aber Bundespräsident wurde. An seinem ersten Arbeitstag stellt sich allerdings heraus, dass der neue Job, doch nicht so glimpflich ist, denn unter Schloss Bellevue ist die Zentrale des geheimsten Geheimdienstes der Welt und Armin nur ein Lockvogel, um Geheimagenten in die elitärsten Kreise einzuschleusen. Mit einer Topagentin an seiner Seite muss Armin schon ganz bald die Menschheit vor der Auslöschung bewahren und tritt dabei in so einige Fettnäpfchen im Schloss Windsor oder dem Vatikan…

Ein neues Buch von David Safier – aber anders als erwartet, ist es kein neuer Teil der Miss Merkel Reihe. Dafür kommt der Protagonist auch wieder aus der deutschen Politiklandschaft und tatsächlich wusste ich nicht so wirklich, was ich von ihm halten sollte, denn Armin Laschet ist für mich kein Sympathieträger. #laschetlacht

Da ich den Humor des Autors sehr unterhaltsam finde, gab ich seinem neuen Buch trotzdem die Chance mich zu überzeugen.

Die Idee zur Geschichte ist auch wieder ziemlich ausgefallen. Es gibt einen Geheimdienst, von dem niemand weiß und dieser nutzt den Bundespräsidenten, um seine Agenten auf die exklusivsten Events und Empfänge zu schleusen. Armin hält sich dabei auch so langsam selbst für einen Topagenten und will am liebsten überall dabei sein. So tritt er bei den Royals in mächtig tiefe Fettnäpfchen, dass die Fremdscham mich beim Hören der Geschichte überkam. Dabei sollte Armin den Superreichen auf der Spur sein, die jegliche Moral über Bord werfen. Der Plot ist wirklich wild, turbulent und echt spannend. Die Geschichte ist wirklich wie ein sehr kurzweiliger, humorvoller Agentenstreifen, der einfach Spaß machen soll. Das hat mir also wirklich gut gefallen.

Gespickt wird dies auch immer wieder mit politischer Satire und das macht das Buch so unterhaltsam.

Die Charaktere sind sehr überzeichnet, aber das kennen wir auch aus den anderen Romanen des Autors. So wird Armin als trotteliger, älterer Herr mit Figurproblemen dargestellt, der eine eigenartige Verbindung zu Nagetieren hat. Das habe ich tatsächlich nicht so ganz verstanden, was es mit den Mäusen und Hasen auf sich hat. Also Armin Laschet konnte mich auch im Buch nicht so ganz überzeugen, dafür habe ich die Handlung sehr genossen.

Das Hörbuch umfasst knapp 7,5 Stunden und wurde von Thomas Nicolai eingelesen, der einen guten Job machte und den verschiedensten Figuren mit seiner Stimme Leben einhauchte.

„00-Laschet“ von David Safier ist ein sehr humorvoller, satirischer Agentenroman, der mich richtig gut unterhalten konnte, auch wenn Armin wohl nie mein Lieblingsprotagonist werden wird.

4/5

Donnerstag, 13. August 2026

Hörbuchrezension | The Brave and the Reckless von Dylan Dyer


Esra reicht es. Nach dem sie den Erwartungen ihrer Eltern entflieht und auch die Uni hinschmeißt, zieht sie zu ihrem Bruder, der in Bravetown arbeitet. Kurzerhand heuert sie auch in dem Western-Vergnügungspark an und wird aus der Not heraus als nächste Annie Lou gecastet. Jeden Tag soll sie sich von dem Banditen Ace Ryder auf der Bühne kidnappen lassen und die große Liebe vorspielen. Dabei können sie und Noah, der Ace verkörpert, sich nicht ausstehen. Hinter der Bühne fliegen die Fetzen und auf der Bühne müssen sie das Pärchen spielen. Doch schon bald sollen die Grenzen verschwimmen.

Das Cover hat mich neugierig gemacht, denn es ist wie ein kitschiges Werbeplakat gestaltet, mit dem Bravetown für seine Shows werben würde. Die Thematik um den Freizeitpark fand ich genauso interessant. Es war einfach mal etwas anderes und deswegen wollte ich die Geschichte hören.

Esra ist mit Anfang 20 noch recht jung. Sie ist super schlau und hätte eigentlich Medizin in Yale studieren sollen. Allerdings war das eher der Traum ihrer Eltern. Diese wollten stets ihre Erwartungen über Esra stülpen und bevormundeten sie. Für Esra ist dies zu viel, sie rebelliert und bricht aus. Esra hat nach einem Unfall sehr anfällige Gelenke, wo jede kleine Verletzungen zu großen Schmerzen führen kann. Die Rolle der Annie Lou mit Stunts und Reiten ist für sie auch mit großen Gefahren verbunden. Trotzdem lässt sie sich darauf ein, weil sie Bock darauf hat und weiß, dass ihre Eltern dies niemals gutheißen würden. Leider haben die Zuschauer erst einmal Probleme mit ihr, weil die türkischstämmige Esra nicht dem Bild einer blonden Westernschönheit entspricht. Die Autorin hat mit Esra einen sehr plastischen Charakter erstellt. Sie hat Ecken und Kanten, ich fand nicht alles gut, was sie tat, dennoch hat alles Sinn gemacht und Esra war sehr lebendig. Einzig mit ihrem Namen hatte ich zu Beginn ein wenig Probleme, weil mir hauptsächlich männliche Esras bisher über den Weg liefen und das war zunächst etwas verwirrend.

Noah spielt schon seit einigen Jahren Ace Ryder und ist der Fanliebling. Die Ladies sind ganz verrückt nach dem gutaussehenden Schurken. Noah kann eigentlich nichts aus der Ruhe bringen, doch dann zieht Esra in das Mitarbeiterwohnheim ein und vergreift sich an seinen Sachen. Für Noah ein rotes Tuch. Er ist sehr kontrolliert und ordnungsliebend. Das komplette Gegenteil zu Esra. So geraten die beiden auch ständig aneinander. Für die Show müssen sie sich allerdings aufeinander verlassen können. Zwischen beiden entspinnt sich eine unglaubliche Chemie und die Spiceszenen waren erfrischend heiß und versaut. Das hatte ich auf diesem Level nicht erwartet.

Ich muss sagen, dass mir die Geschichte richtig gut gefiel. Das Setting mit Bravetown ist klasse und macht einfach Spaß. Gerne wäre ich auch dort gewesen. Für mich kam auch sehr gut der Zusammenhalt der Crew rüber. Die Leute sind dort wie eine große Familie, wo jeder jeden gut kennt. Esra und Noah sind sehr vielschichtige Figuren, aber auch die Nebencharaktere waren super lebendig. Die Beziehung der Beiden bzw. deren Entwicklung hat mich total mitgerissen und das hatte ich von der Geschichte nicht unbedingt erwartet. Ich bin echt gespannt, wie es mit der Reihe weitergehen wird, denn als nächstes wird es sich um Adrianna und einen Countrymusik-Star drehen.

Das Hörbuch umfasst 11h und wurde von Nina Detzner und Max Rauch eingelesen, die beide einen sehr guten Job machten, um den Figuren Leben einzuhauchen.

Mich konnte „The Brave and the Reckless“ von Dylan Dyer absolut überzeugen. Das Setting rund um Bravetown ist so interessant und auch die Figuren konnten mich abholen. Das Buch hat wirklich Spaß gemacht.

5/5

Dienstag, 4. August 2026

Highlight | Stolz, Vorurteil & Hexerei von Melinda Taub

 Nach dem ich nicht gerade einen Lauf bei Büchern habe, habe ich dafür einen Lauf bei Vorablesen, denn diesen Titel gewann ich wieder über die Plattform und war so früh darüber, denn der Titel stand definitiv auf meiner Wunschliste!


Lydia Bennet ist wohl die unbeliebteste der Bennet-Schwestern. Was niemand von ihr weiß: Lydia ist eine Hexe und als diese kommen so einige Schwierigkeiten in ihr ohnehin schon kompliziertes Leben hinzu. Wickham ist in Wahrheit ein Dämon und macht ihr das Leben schwer, während Mr. Darcy unfreiwillig Lydias Hilfe braucht, denn seine Schwester wurde verflucht...

Ich liebe Stolz und Vorurteil, habe die Geschichte schon über so viele Medien erlebt. Lydia kam dabei natürlich nicht gut weg, denn sie beschert der Familie Bennet einige Schwierigkeiten. So war ich echt gespannt, was die Autorin mit ihr machen würde.

Lydia ist die Erzählerin der Geschichte und berichtet in direkter Rede von den Geschehnissen als würde sie ihre Memoiren schreiben. Dabei berichtet sie auch von Episoden aus ihrem Familienleben. Wir erfahren so, warum Mr. Collins überraschend Charlotte Lucas einen Antrag machte. Dabei bewies die Autorin einen unglaublich feines Gespür für die Figuren und fing sie so ein, wie wir sie im Original oder den Verfilmungen kennenlernten. Besonders Mr. Bennets feiner Humor kam sehr gut raus.

Ich fand es toll, dass wir Lydia auch einfach anders kennenlernten. Sie ist eine Hexe und hat mit Kitty, die eigentlich eine verzauberte Katze ist, eine Gefährtin, die mit ihr Magie kanalisiert. Das Magiesystem war wirklich spannend und gut gemacht. Es war für mich total verständlich und auch so sinnvoll. Es hat richtig Spaß gemacht darin einzutauchen.

Lydia steckt voller Esprit und ist nicht so einfältig, wie sie alle glauben lässt. Sie hat ein schwieriges Verhältnis zu Jane, Mary und Lizzy. Allein Kitty steht ihr unglaublich nah und so spielt die Beziehung der beiden im Buch auch eine große Rolle. Außerdem rücken Lydias Verbindungen zu den verschiedensten Hexen in den Vordergrund und den Dingen, die sie tun müssen, um ihr Ziel zu erreichen. Das war wirklich spannend gemacht und nicht vorhersehbar. Die Autorin schaffte es auch, in meinem Kopf ein Kino entstehen zu lassen. Ich war so froh, endlich mal wieder eine richtig gute Geschichte lesen zu können, auf die ich mich komplett einlassen konnte.

Lydias Verbindung zu Wickham ist zunächst nicht so wie gedacht, dennoch bekommt Wickham seinen Raum und ich mochte die Entwicklung, die seine Figur nahm.

Der einzige, kleine Kritikpunkt war, dass die Autorin auf den Zeitebenen hin und her sprang und ich auf den ersten 100 Seiten etwas brauchte, um mich zurecht zu finden, in welcher erzählten Zeit wir gerade unterwegs sind. Doch das trübte am Ende nicht, den grandiosen Eindruck der Geschichte.

"Stolz, Vorurteil & Hexerei" von Melinda Taub ist die innovative Geschichte von Lydia, die von allen verkannt sich durch einige Abenteuer zaubern muss und mich dabei unglaublich gut unterhielt.

5/5

Montag, 27. Juli 2026

Enttäuschung | The Arcane Arts von S.D. Coverly

Dieses Buch gewann ich auf Vorablesen und war total hyped auf den Titel, weil mir die Leseprobe richtig gut gefiel und das Buch einfach ein Hingucker mit dem schönsten Farbschnitt ist, den ich seit Langem sah!


Ellsbeth Schwester starb unter mysteriösen Umständen am Newlyn College. Als Selbstmord deklariert, hat Ellsbeth rege Zweifel und macht sich auf den Weg in den Fußstapfen ihrer Schwester zu wandeln. Dort versucht sie alles, um in den Kurs des berühmten Professor Rawlins zu gelangen. Zwischen beiden entspinnt sich bald eine tabuhafte Verbindung. 

Mir gefiel der Einstieg in die Geschichte richtig gut. Es beginnt zwar düster mit dem Tod von Ellsbeths Schwester. Doch dann kommt der Cut und wir lernen Ellsbeth und Rawlins kennen, die sich einen Schlagabtausch als Emailverkehr liefern. Sie versucht alles, um in seinen Kurs zu kommen, doch Rawlins will an den Richtlinien der Uni festhalten. Ellsbeth ist super wortgewandt und clever. Sie schafft es den Prof an die Wand zu spielen und das war beeindruckend. Sie hat einige Ambitionen auf dem Gebiet der Arkanen Forschung. Doch eigentlich versucht sie herauszufinden, was mit ihrer Schwester wirklich geschah. Nach dem guten Start verlor Ellsbeth für mich ihr Ziel aus den Augen. Sporadische Besuche bei der Polizei brachte den Mordplot nicht voran. Wir erlangen keinen Erkenntnisse zu dem Fall, es gab keine spannenden Wendungen und so war dies mehr ein Rahmen für die Beziehung von Rawlins und Ellsbeth.

Er ist 21 Jahre älter als sie. Er brachte einen Bestseller im Bereich seiner Forschung heraus. Doch mittlerweile ist einige Zeit vergangen und er steckt am College in der Belanglosigkeit fest. Jeder Tag ist wie der andere und so ist Ellsbeth ein frischer Wind in seinem Leben. Die Beziehung geht zunächst von ihr aus und wir wissen nicht, warum sie unbedingt auf unprofessioneller Ebene mit ihrem Prof anbahnen möchte. Vermutungen, dass es mit ihrer Schwester zu tun haben könnte, verlaufen im Sande. Es geht also hauptsächlich, um eine Anziehung, die gar nicht bei mir ankam. Es gab keine Tension, sondern hauptsächlich eigenartige Cringe-Momente, die dann in Szenen endeten, die nicht wirklich spicy oder explizit waren. Es war wie gewollt und nicht gekonnt, ein wenig so wie 50 Shades of Grey in der soften Akademie-Ausgabe. Der Sticker "Dark Romantasy. Ab 18" Sticker schürte da für mich Erwartungen, die das Buch nicht einhalten konnte.

Mich konnte auch das Magiesystem nicht abholen. Bei den Arkanen Studien werden Magierituale erstellt. Und das ziemlich aufwendig. So kommen sehr viele kostspielige Elemente zum Einsatz damit Ellsbeth beispielsweise für wenige Sekunden die Handlungen von Menschen kontrollieren kann. Meist genutzt wurde die Magie, um sich beim Geschlechtsverkehr die Fesseln zu sparen. Also richtig sinnvoll und innovativ... 

Nach dem mich all dies schon nicht abholen konnte, kamen auch noch so viele Längen hinzu, die mich nicht bei der Stange halten konnten. Ich war so oft davor das Buch abzubrechen, quälte mich aber mit ganz viel Querlesen bis zum Ende und bin mittlerweile echt genervt, wie viele schlechte Bücher, ich in letzter Zeit erwischte. So macht das Lesen definitiv keinen Spaß und ich will mich endlich mal wieder ganz in einer Geschichte fallen lassen, weil es nichts gibt, was mich stört, weil sich alles easy und mitreißend anfühlt.

"The Arcane Arts" von S.D. Coverly konnte mich nur am Anfang kurz abholen. Dann ließ mich die Geschichte im Regen stehen. Eine schöne Hülle macht eben lange kein gutes Buch.

2/5

Samstag, 25. Juli 2026

Hörbuchrezension | If books could kill von Kate Eberle


Roxys größtes Hobby ist, nach dem Kampfsport, das Lesen. Sie ist in einem Buchclub und fiebert jedem Buch ihrer Lieblingsautorin Anna Matthews entgegen. Als sie eines Abends den Gedanken ausspricht, gerne mal in einem ihrer Liebesroman zu landen. Soll ihr größter Wunsch wahr werden. Allerdings arbeitet Anna Matthews gerade an einem Thriller und so versucht Roxys Date sie kurzerhand umzubringen. Eine ziemlich wilde Reise beginnt…

Ich fand, der Klappentext klang echt besonders und machte mich definitiv neugierig auf die Geschichte. Allerdings tat ich mich mit dieser zu Beginn etwas schwerer. Roxy ist eine richtig toughe Protagonistin, die voll in ihrem Kampftraining aufgeht, sie hatte oft Pech in der Liebe und flüchtet sich in den Lovestories fiktionaler Charaktere. Sie hat also eine sehr harte Seite, landet in einem Thrillerroman und hinterfragt gar nicht groß, sondern ist direkt voll im Actionmodus. Was sie da so abzog war schon sehr beeindruckend. 

Das Kontrastprogramm, bildet Grant, den sie kurzerhand auf ihrer Flucht kidnapped und der gar nicht weiß, wie ihm geschieht. Grant ist ein Collegedozent, der eigentlich Autor sein möchte und ein sehr theoretisches Leben führt. Er will nichts wagen und hängt dem hinterher, was gewesen sein könnte. Dass da so eine irre Actionheldin auftaucht, die behauptet, dass sie in einem Roman gefangen ist, damit kommt er gar nicht klar. Grant brauchte einige Zeit, um sich darauf einzulassen. So ging es auch mir. Als Grant in der Geschichte ankam und Roxy nicht mehr ganz so drüber war, konnte ich mich mehr auf die Story einlassen und wurde dann auch richtig gut unterhalten. 

Es passiert auch so einiges, denn in der fiktiven Thrillerhandlung versuchen Roxy und Grant als Lockvögel einem Ermittlerduo beim Auffliegen eines Serienkillerrings zu helfen. Das war wirklich kurios, denn die Killer haben witzige Namen und morden aus den absurdesten Gründen. Die fiktiven Charaktere, denen Roxy und Grant über den Weg laufen, sind alle ganz schön überzeichnet, eben wie in einer unlektorierten Romanfassung. Das war richtig clever gemacht. Roxy und Grant als Buchmenschen konnten alles hinterfragen, was die Autorin gerade damit bezweckt, in welchem Stadium der Geschichte sie sich gerade befinden. So war es eine Hommage an das Bücherschreiben von einer realen Autorin mit ihren erdachten Charakteren über eine fiktive Autorin mit ihren Figuren. Klingt erstmal kompliziert, doch wenn man sich darauf einlässt, macht es eigentlich echt Spaß. Dazu kommen ein paar spannende Wendungen, die das Buch für mich noch einmal drehten von „Was ist das denn?“ zu einem wirklich guten Buch.

Das Hörbuch umfasst über 11h und wurde von Viola Müller eingelesen, die einen guten Job machte.

„If Books could kill“ von Kate Eberle brauchte ein wenig, doch als es mich dann packte, hatte mich die Geschichte auch in ihren Bann gezogen. Das war wirklich ein ungewöhnliches Buch, welches einem so schnell nicht wieder über den Weg laufen wird.

4/5

Sonntag, 19. Juli 2026

Hörbuchrezension | The Rose Bargain von Sasha Peyton Smith


London 1848 in einer von Feen regierten Welt, Ivy Benton muss eine gute Partie machen, um das Ansehen und den Wohlstand ihrer Familie zu erhalten. Nach dem Verschwinden ihrer Schwester liegen alle Hoffnungen auf ihr. Als die Königin verkündet, dass ihr Sohn in dieser Saison heiraten wird, geht Ivy einen Handel ein, um an dem Wettstreit um Brams Herz teilzunehmen. Um den Sieg nicht zu gefährden muss sich Ivy allerdings ganz dringend von dessen Bruder Emmet fernhalten.

Dieses Buch wurde als Bridgerton mit Feen beworben und das hat mich schon neugierig gemacht. Ich mag beides und die Kombination klang vielversprechend.

Wir lernen Ivy in einer verzweifelten Position kennen. Nach dem Verschwinden ihrer Schwester geriet der Ruf der Familie in Schieflage. Die Gesellschaft schneidet sie und so sind Ivys Heiratsaussichten denkbar schlecht. Gleichzeitig versucht Ivy dringend herauszufinden, was mit ihrer Schwester geschah. Ich mochte Ivy, weil sie ehrgeizig, pragmatisch, aufopfernd und liebend ist. Sie würde für ihre Familie alles tun und versucht sich stets mit den schwersten Situationen zu arrangieren.

Sie trifft zuerst zufällig auf Prinz Emmet, der einen fürchterlichen Ruf hat und hat Angst von ihm kompromittiert zu werden. Beide haben eine gute Chemie und es entsteht eine Verbindung. Doch auch Prinz Bram kann Ivy einiges abgewinnen. Doch am Hof der Fae-Königin von England wird Ivy mit einigen Komplotts, Intrigen und Grausamkeiten konfrontiert. Die Geschichte wird hauptsächlich aus Ivys Perspektive erzählt, allerdings gibt es auch jeweils ein Kapitel aus der Sicht ihrer Mitstreiterinnen und Prinz Emmets. Das fand ich sehr spannend und hat mir geholfen die Motive der Figuren besser zu verstehen.

Das Worldbuilding ist cool. Wir haben den Vibe Englands des 19.Jahrhunderts mit seinen Palästen, Anwesen und Bällen. Bekommen aber einen Faetwist dazu. Das war gut gemacht und ich war von der Handlung gecatcht.

Was mich nicht ganz überzeugen konnte, war wie schnell sich Ivy und ihr Loveinterest sicher waren, dass es die ganz große Liebe ist, zuvor aber nicht genug Momente zwischen ihnen gab. Das hat mich die Lovestory nicht so fühlen lassen. Außerdem fand ich die Enthüllung des wahren Bösewichten zu vorhersehbar. Ich bin dennoch gespannt, wie es im finalen zweiten Band weitergehen wird.

Das Hörbuch umfasst 11,5h und wurde von Corinna Dornencamp eingelesen, die einen sehr guten Job machte. Ich lausche ihrer Stimme wirklich gerne.

„The Rose Bargain“ von Sasha Peyton Smith war ein sehr kurzweiliges Hörbuch mit interessantem Worldbuilding. Ich bin gespannt wie es weitergehen wird.

4/5

Dienstag, 14. Juli 2026

Hörbuchrezension | Swept away von Beth O’Leary


Für Lexi und Zeke sollte diese Nacht nur ein One Night Stand auf einem Hausboot sein. Doch als dieses in der Nacht aufs offene Meer hinaustreibt, bekommen beide unfreiwillig eine Verlängerung. Das Hausboot ist in keinem fahrtüchtigen Zustand und so wird aus einem One Night Stand eine Survivalexperience der anderen Art…

Ich bin durch das wunderschöne Cover auf das Buch aufmerksam geworden. Es ist so romantisch und weckte in mir eine sommerliche Urlaubsstimmung. Außerdem fand ich den (originalen) Klappentext des Buches ansprechend, denn der versprach eine spicy RomCom mit ungewöhnlichem Setting. Bekommen sollte ich tatsächlich etwas anderes…

Lexi ist gerade an einem Scheidepunkt in ihrem Leben. Ihre beste Freundin, mit der sie zusammen wohnte und sich gemeinsam mit ihr um deren kleine Tochter kümmerte, hat einen neuen Freund und so muss Lexi ausziehen. Sie denkt das Hausboot ihrer Familie wäre eine gute Übergangslösung. An einem verzweifelten Abend lässt sie sich auf den Fremden in der Bar ein und nimmt ihn mit auf das Boot. Lexi ist Anfang 30 und weiß nicht, wohin der Weg nun für sie führen mag. Wir lernen sie in einem unzufriedenen Punkt in ihrem Leben kennen. Lexi ist ein Charakterkopf, der seine Macken hat. Das hatte sie aber auch sehr nahbar gemacht.

Zeke ist deutlich jünger als Lexi. Mit gerade mal Anfang 20 hatte er schon einige Sexualpartner und erkannte, dass sich etwas ändern musste. Nach Monaten der Abstinenz lässt er sich auf Lexi ein, weil er fasziniert von ihr war. Zeke ist liebenswert vertrottelt und ein starker Kontrast zu Lexi. Beide ergänzten sich sehr gut. Wir lernen sie am Morgen danach kennen. Dort beginnt die Geschichte und das üble Erwachen als beide feststellen, dass sie nicht mehr am Hafen anliegen, sondern im Meer herumtreiben und nicht wissen, wo sie sind.

Ich hatte mich auf eine klassische RomCom eingestellt mit viel Humor und vielen romantischen Momenten. Das war aber nicht der Plan der Autorin. Denn es gibt einige Verwirrungen um den rechtmäßigen Besitzer des Hausboots und Lexis Misstrauen, ob Zeke die Situation provoziert hat und sie nun ermorden möchte. Gleichzeitig erklärt Zeke, dass jegliche sexuelle oder vertraute Handlung nun tabuisiert sind und ich dachte mir beim Hören: „Leute, dafür bin ich nicht hier!“. Der Großteil der Geschichte dreht sich zunächst also um Survivalstrategien und dem Kennenlernen und Instandhalten des Hausboots. Das war für mich wirklich mühsam, denn ich hatte einfach etwas anderes erwartet.

Tatsächlich weiß ich nicht, wie realistisch dieses Szenario tatsächlich war. Beide haben nicht wirklich eine Ahnung von Booten und kennen sich auch mit der Technik nicht aus. Sie finden also nicht heraus, wo sie gerade sind und wie sie sich selbst aus der Situation herausbringen können. Soweit so gut, das hätte mir auch passieren können. Was mich nur wunderte, warum hat sie niemand gefunden? Fällt es keiner Küstenwache oder anderen Booten auf, dass ein Hausboot aus dem Hafen heraustrudelt und einfach nur vor sich hin treibt und kein Ziel zu verfolgen scheint? Die beiden sind zwei Wochen auf See verschollen, sehen kein Land und nur einmal ein Frachtschiff aus der Ferne. Das Hausboot treibt in der Nordsee herum und nicht mitten im Pazifik! Wie glaubwürdig war also dieses Szenario?! Dann stranden beide auf einer verlassenen Bohrinsel. Es wird gefährlich und düster. Irgendwie hat mir das schon den Spaß an der Geschichte genommen, weil Klappentext und Cover einfach etwas anderes versprachen. Das letzte Viertel des Buches konnte mich mehr abholen. Das Zwischenmenschliche rückt wieder mehr in der Vordergrund und versöhnte mich mehr mit dem Buch. Die Geschichte ist definitiv besonders aufgrund der Thematik und ich werde vielleicht auch noch öfter darüber nachdenken, doch eigentlich hatte ich mir etwas anderes versprochen.

Das Hörbuch wurde von Fynn Engelkes und Mona Fischer eingesprochen und läuft über 11h. Beide konnten die Figuren ganz gut zum Leben erwecken. Was mir beim männlichen Sprecher nicht so gut gefiel, er sprach die Nebenfiguren wirklich eigenartig, sodass diese wie lächerliche Karikaturen wirkten und das kann nicht im Sinne der Geschichte gewesen sein.

„Swept Away“ von Beth O’Leary verführte mich mit seinem wunderschönen Cover und versprach eine besondere Geschichte. Besonders war diese wirklich, doch anstatt Humor und Romantik bekam ich Verwirrung und Survival. Echt Schade!

3/5

Donnerstag, 9. Juli 2026

Enttäuschung | A Crown of War and Shadows von J.R. Ward

 Ich hatte das große Glück und konnte seit Langem mal wieder an einer Lovelybooks Leserunde teilnehmen und das auch noch zu einem Titel, den ich mir eh im Buchladen kaufen wollte.



Sorrel ist eine Ausgestoßene in ihrem eigenen Dorf. Jeder braucht ihre heilenden Fähigkeiten doch gemieden wird sie trotzdem für ihre vermummte Erscheinung. Sorrel hat ein großes Geheimnis: mit einem Blick in die Augen der Menschen kann Sorrel deren Tod sehen und spürt ihn auch selbst. Dieses Risiko will sie niemals eingehen. Dann häufen sich Morde in ihrem Dorf, ein Dämon soll sein Unwesen treiben. Sorrel muss gehen bevor die Dorfbewohner sie verdächtigen. Auf ihrer Reise begleitet sie ein Söldner, den Sorrel für seinen Schutz bezahlen muss, aber nicht das nötige Geld dafür hat…

Das Buch ist mir sooft bei Instagram über den Weg gelaufen und wurde so dermaßen gelobt, dass ich echt neugierig war und meine Erwartungen auch demensprechend hoch.

Der Einstieg in das Buch gefiel mir noch richtig gut. Wir lernen Sorrel und ihre lebensunwürdigen Umstände kennen. Sie arbeitet in einem Gasthaus und hilft nebenbei den Kranken und Verletzten des Dorfes. Sie ist total aufopfernd und kümmert sich fürsorglich, ohne etwas zurückzubekommen. Es war schon hart zu sehen, in welche Umständen sie da gerät und wie einsam sie ist. Das Buch beginnt auch sehr traumatisierend und brutal. Das war erstmal nichts für schwächere Nerven. Sorrel bleibt lange ein Mysterium, zu dem sich sehr langsam die ersten Geheimnisse lüften.

Ebenso mysteriös ist auch Merc. Er tauchte plötzlich auf und versprach die Rettung für Sorrel zu sein. Er ist stark, aber man sieht ihm auch ein hartes Leben an. Wir wissen kaum etwas zu seiner Vergangenheit, ahnen aber, dass er ein mächtiges Päckchen zu tragen hat.

Zwischen beiden breitete sich sofort eine sexuelle Spannung auf, die immer wieder mit Blicken und Andeutungen gefüttert wurde. Allerdings erreichte mich diese nicht. Ich habe nicht verstanden, wie die beiden in solch einer Situation daran denken konnten und darüber sprechen konnten, während sie auf der Flucht waren oder von irgendwelchen Wesen Gefahr liefen getötet zu werden. Bis zum Ende ist ihre Verbindung sehr toxisch und einfach nicht nachvollziehbar für mich gewesen. Die Spiceszenen waren strange und entstanden immer wieder (es sind nur 2) aus den falschen Motivationen. Aus Insta Lust wurde Insta Love und das hat mich überhaupt nicht überzeugt.

Das Worldbuilding ist speziell, wir haben eine Fantasywelt mit mittelalterlichem Komfort und Kleidung, dafür aber mit Schusswaffen. Es gibt normale Tiere, aber auch Lebewesen wie Dämonen oder erdachte Geschöpfe, die allerdings kaum beschrieben wurden und einfach nur einen neuen komplizierten Namen bekamen. Ich fragte mich, hätten die beiden der Einfachheit halber nicht von einem Krokodil angegriffen werden können. Darunter hätte man sich wenigstens etwas vorstellen können. So kämpfte der Protagonist in meinem Kopf mit einem körperlosen Wort.

Auch der Schreibstil ist speziell und es gibt immer wieder Redenwendung oder Logikfehler, die den Lesefluss immens störten. War dies der Übersetzung geschuldet? Jedenfalls erkannte ich J.R. War weder im Schreibstil noch in ihren Figuren wieder. Ich habe ihre Black Dagger Reihe lange verfolgt und da liegen einfach Welten dazwischen.

Ich kämpfte mich durch die 620 Seiten. Die Geschichte machte mir einfach keinen Spaß. Ich fühlte die Figuren nicht und mich nervten die ganzen Sidequests, die sich immer mit ganz viel Zufall wie von selbst auflösten. Im letzten Drittel las ich einfach nur noch quer, um das Buch endlich zu beenden. Und mir entging dabei auch nichts wichtiges, wie ich dank der Leserunde nachverfolgen konnte. Das war schon eine herbe Enttäuschung. Das Buch endet dann auch noch mit einer Überraschung, sehr überhastet, doch relativ abgeschlossen. Ich werde daher die Reihe auf keinen Fall weiter verfolgen. Dafür ist mir meine Lesezeit einfach viel zu schade und jetzt freue ich mich auf ein Buch, das mir hoffentlich wieder mehr Spaß machen wird.

„A Crown of War and Shadows“ von J.R. Ward war nach all dem Lob eine unglaubliche Enttäuschung für mich. Ich quälte mich durch eine Geschichte, die mich in vielen Teilen nicht überzeugen konnte. Da hatte ich von der Autorin echt anderes erwartet!

2.5/5

Dienstag, 7. Juli 2026

Hörbuchrezension | Der Donnerstagsmordclub und der unlösbare Code von Richard Osman

 


Ein Jahr war es ruhig um den Donnerstagsmordclub. Elisabeth trauert. Joyce plant eine Hochzeit. Ibrahim verschließt die Augen vor den Machenschaften seiner Lieblingspatientin und Ron hat mit familiären Problemen zu tun. Dann erfährt der Club von einem Code für ein Bitcoinkonto hinter dem einige zwielichtige Gestalten her sind. Als dann noch ein Mord passiert, sind die vier wieder voll im Einsatz.

 

Ich hatte meine vier Lieblingsrenter nach dem sehr emotionalen und packenden Band schon vermisst und war froh wieder nach Coopers Chase zu kommen. Es geht ruhig los. Die Hochzeit von Joyce Tochter steht an und Joyce könnte nicht stolzer auf ihren Schwiegersohn sein. Doch dann verschwindet dessen Trauzeuge, nachdem er dem Donnerstagsmordclub offenbarte, dass jemand versucht ihn umzubringen. Als tatsächlich jemand stirbt und die Renter von den Bitcoinmillionen erfahren, steigen sie wieder in ihre Ermittlungen ein. Dabei werden wieder mehrere Handlungsstränge miteinander verknüpft. Zum Glück hatte ich mir wieder die vielen neuen Charaktere notiert, um nicht durcheinander zu kommen. Das ist bei der Reihe immer Gold wert.

 

Unsere Protagonisten hatten alle sehr mit sich selbst zu tun. Es sind auch einige große Probleme, die bei ihnen im Raum standen. So kam das klassische gemeinsame Ermitteln dieses Mal ein wenig kurz. Dafür passierte einiges an Charakterentwicklung und ich denke, wir lernten Figuren kennen, die uns noch weiter durch die Reihe begleiten werden, denn bei einigen von ihnen war mir deren Handlungsstrang nicht auserzählt erschienen.

Der Krimiplot war auch nicht so spannungsgeladen wie erwartet. Als die Auflösung kam, war ich auch nicht sonderlich überrascht auch wenn ich nicht zu vor darauf gekommen war. Es war einfach nur unspektakulär.

Dennoch konnte mich die Geschichte sehr gut unterhalten, weil ich die Protagonisten so liebgewonnen habe und ihre andere Sicht auf das Leben schätze. Ich hoffe, es wird noch lange weitergehen mit dem Donnerstagsmordclub.

 

Das Hörbuch hat 11,5h und wurde wieder von Beate Himmelstoß und Johannes Steck eingelesen. Wenn ich ihre Stimmen höre, bin ich jedes Mal wieder in Coopers Chase angekommen und liebe es. Ganz großes Kino für die Ohren.

 

„Der Donnerstagsmordclub und der unlösbare Code“ von Richard Osman ist der langersehnte 5. Band der Reihe. Es geht ruhiger zu. Dafür passierte viel mit den Charakteren und ich freue mich darauf, sie wiederzusehen.

4/5

Sonntag, 28. Juni 2026

Hörbuchrezension | No place to be single von Felicia Kingsley

 Im Juni gab es eine Neuerscheinung, der ich entgegenfieberte. Ein neues Buch von Felicia Kingsley, deren vorherige Bücher mich richtig gut unterhalten konnten. Besonders Courting war ein absolutes Highlight. Ihr neuester Roman ist eine Adaption von Stolz und Vorurteil. Als ich dies erfuhr, war ich sofort all in!



Die Aufregung ist riesengroß als Michael D’Arcy nach Jahren an den Ort seiner Kindheit zurückkehrt und single ist. Sämtliche Mütter und deren unverheiratete Töchter laufen Sturm als Michael auf das Weingut, wo Elisa arbeitet, zurückkehrt. Michael soll den Verkauf des Gutes für seinen Freund auf den Weg bringen. Elisa weiß noch nicht, dass ihr Zuhause verschachert werden soll, um einem Golfplatz zu weichen. Sie freut sich über die Rückkehr ihres Kindheitsfreunds. Doch dann erfährt sie die Wahrheit und Michael punktet nicht gerade mit seiner Arroganz bei ihr. Wird Elisa das Weingut retten können und kann Michael all den heiratswütigen Damen entkommen?

Der erste Satz des Buches hatte mich direkt abgeholt und mitgenommen. Er ist an Stolz und Vorurteil angelehnt und ich war gespannt, wie die Autorin diese Geschichte in die Toskana der Gegenwart bringen würde.

Elisa ist Winzerin und lebt mit ihrer Tochter, Schwester und Mutter auf dem Weingut. Alles daran ist ihr Leben und zumindest Elisa geht voll darin auf. Elisa ist temperamentvoll und weiß was sie will. Sie kümmert sich um das Weingut als wäre es ihr eigenes und ist immer für die Frauen ihrer Familie da. Mit Michael verbindet sie die tollen Sommer ihrer Kindheit. Doch dann kommt er zurück und zeigt sich von seiner nervigsten Seite. Aus Rache für eine Kränkung zwingt sie ihm Dates mit den verzweifelten Singles des Dorfes auf.

Michael ist Partner einer Investmentfirma. Für ihn zählen nur Zahlen und keine Gefühle. Als sein bester Freund das Weingut erbt, reist er mit ihm dorthin um den Verkauf vorzubereiten. Elisa erkennt er gar nicht, als er nach all den Jahren wieder auf sie trifft. Sie reitet ihn in eine mächtige Misere auf die Michael sich einlassen muss. Wir merken schnell, dass sein Gebären Fassade ist und er eigentlich das Herz am rechten Fleck hat. Allerdings schreckt Michael auch nicht vor losen Damenbekanntschaften zurück und so kommt es zu einigen witzigen Verwicklungen in der Geschichte. Zwischen ihm und Elisa gibt es einiges an Feuer. Doch auch die Gefühle kommen nicht zu kurz und es gibt einiges an Drama, wie man es auch aus Stolz und Vorurteil kennen mag. Die Autorin erzählte den Klassiker nicht eins zu eins nach. Auch nicht alle Charaktere tauchen auf, bzw. deren Rollen wurden geändert. Das fand ich sehr interessant gemacht und liebte es, bekannte Handlungsstränge wiederzuentdecken.

Der Ort Belvedere und besonders dessen Bewohner ist so liebenswert, kurios und witzig, dass ich Michaels Spießrutenläufe bei den Dates, in der Apotheke oder auf dem Bauamt einfach liebte. Das war die beste Unterhaltung und ich musste so viel lachen, wie ich es zuvor nicht erwartet hätte. Die Autorin hat einen wunderbaren Schreibstil und immer wieder Zitate eingebaut, die mir im Kopf blieben und das passiert mir bei Hörbüchern sonst nicht. Die Geschichte hat den nötigen Tiefgang, gleichzeitig ist sie die perfekte Sommergeschichte und sprüht vor Witz. Ich habe alles daran geliebt.

Ich bin nur nicht wehmütig, dass sie nun zu Ende ist, weil es die Buchverfilmung schon zu Amazon Prime geschafft hat und ich weiß, was ich am Wochenende gucken werde!

Das Hörbuch wurde von Sven Macht und Sandra Voss eingesprochen, die einen grandiosen Job machten. Gerade die Verkörperung des Apothekers hat die Vertonung noch mal auf ein anderes Level gehoben. Es war einfach perfekt.

„No place to be single“ von Felicia Kingsley ist für mich das Sommerbuch des Jahres. Die Autorin hat mal wieder voll abgeliefert und mir mit ihrer Geschichte unterhaltsame Stunden beschert. Ich wünschte, ich könnte ewig bei Elisa und Michael verweilen. Ich bin gespannt, was als nächstes von der Autorin erscheinen wird und hoffe, dass dies einfach nicht so lange dauern wird…

5/5

Samstag, 20. Juni 2026

Hörbuchrezension | My evil Boss von Sarah Stankewitz

 Nach all den spicelosen Geschichten der letzten Wochen wollte ich eine Geschichte hören, die davon reichlich haben sollte. Das Hörbuch subbte schon ein Weilchen bei mir und schien dafür der perfekte Kandidat zu sein.

Als Aurora des nachts in eine verlassene Kirche einsteigt und sich im Beichtstuhl versteckt, erfährt sie die übelsten Geheimnisse eines Fremden. Ihre Begegnung endet verstörend, heiß und brutal. Ein paar Wochen später sitzt Aurora diesem Fremden bei einem Bewerbungsgespräch gegenüber und hofft unerkannt zu bleiben. Ayden ist der Boss des Nachtclubs Red Poison und hat etwas andere Wertevorstellungen und Ansichten, was man seine Angestellten zumuten darf…

Ich habe schon ein paar Bücher von Sarah Stankewitz gelesen und die waren mit wenigen Ausnahmen echt gut. Ich war gespannt auf diesen Ausflug in das Dark Romance Genre, denn das kommt bei mir auch nicht so oft vor. Ich zweifelte tatsächlich auch schon beim ersten Aufeinandertreffen von Ayden und Aurora daran, ob das eine gute Entscheidung war. Für mich war die Szene echt abstoßend und leicht verstörend. Ich gab den beiden dennoch eine Chance und hörte weiter.

Aurora lebt in beschissenen Verhältnissen. Ihre Mutter ist ein Junky und vernachlässigt dazu auch noch ihre beiden Kinder. Aurora kümmert sich um ihren kleinen Bruder und verdient das Geld für ihr Überleben. Auroras Situation hat mich wütend gemacht. Da wunderte es nicht, wie viel sie hinnehmen konnte, ohne schockiert zu sein. Aurora ist tough und schon recht kaputt, wenn man erfährt was sie anmacht und wie hörig sie ihrem Boss wurde.

Ayden ist der klassische Protagonist. Echt fies, gutaussehend, brutal und dauerhart. Nach und nach entpuppt sich, aus welchen Motiven er handelt und die Autorin schaffte es erstaunlicherweise somit seine Taten zu relativieren.

Es gibt eine präsente Handlung, die auch für Spannung sorgte. Die Spiceszenen fügten sich darin ein, ohne die Handlung zu dominieren. Auch wenn alles ein wenig too much war.

Das Hörbuch umfasst nicht ganz 10h und wurde von Larissa List und Sebastian Seidel eingesprochen. Ich denke, beide SprecherInnen waren neu für mich. Teilweise fand ich die Auswahl nicht ganz passend. Auroras Part klang mir zu reif für eine 21-Jährige. Die Stimme hätte auch super für Charaktere in einem Cosycrime Roman aus der Seniorenresidenz gepasst. Auch der Kinderpart klang strange. Das hat mir tatsächlich nicht so gut gefallen.

„My Evil Boss“ von Sarah Stankewitz ist moralisch höchstfragwürdig. Es hat mich trotz der Schwächen abgeholt und recht gut unterhalten. Das Genre wird trotzdem kein Dauerbrenner bei mir werden.

4/5


Freitag, 19. Juni 2026

Teil 2 | Die erste Braut von Julianna Grohe

 Beim Stöbern in der Buchhandlung fiel mir diese Schönheit ins Auge und in die Hände. Mittlerweile 10 Jahre ist es her, dass „Die vierte Braut“ von Julianna Grohe zu einem absoluten Lieblingsbuch wurde. Tatsächlich habe ich nie die weiteren Bücher der Reihe gelesen. Also gab ich mir einen Ruck und nahm die ziemlich teure Schmuckausgabe mit. Da ich Band eins so sehr glorifiziert hatte, tat ich etwas so seltenes und wagte einen Reread. Was soll ich sagen, das Buch hätte heute von mir nur noch 3 Sterne bekommen. Na gut ich kannte den Plottwist natürlich schon, aber ich hatte es dann doch deutlich überragender in Erinnerung und muss auch sagen, dass ich die Beziehung der beiden mit anderen Augen sah. Die Herren der Geschichte sind schon recht toxisch und Mayrin bekam nie ihren Mund auf. Was war da eigentlich los? Ich hatte also ein paar Bedenken als ich mit „die erste Braut“ startete und hoffte, dass es keine Enttäuschung werden würde.


Damit ihre Schwester den Mann heiraten kann, den sie liebt, reist Prinzessin Elaine an deren Stelle zur Brautschau in das benachbarte und verfeindete Königreich. Eine Heirat mit dem Königshaus soll die Wogen glätten und beiden Ländern endlich Frieden bescheren. Blöd nur, dass Elaine in die Brautschau gar nicht erst aufgenommen wird und sich als Magd verkleidet nach Wondringham Castle einschleichen muss. Dort soll sie in den Gärten aushelfen und lernt dabei einen jungen Gärtner kennen, der ihr Herz höher schlagen lässt und dabei ihre Mission absolut gefährdet, denkt sie zumndest...

Dies ist also die Geschichte wie Elaine den Kronprinzen kennenlernte und dies ist keinesfalls ein Spoilern, denn wir wissen sofort wer der Gärtner ist und überhaupt kennen wir den Ausgang ihrer Geschichte ja bereits aus Band eins. Dort präsentiere sich Elaine immer als makellose Kandidatin, die die Brautschau ohne Umschweife durchlief und zur zukünftigen Königin wurde. Dass ihr Weg allerdings ziemlich steinig war, erfahren wir nun hier.

Das tat ihrer Figur auch wirklich gut. Nahm ich Elaine in Band eins als unnahbar wahr, präsentiert sie sich in ihrer Geschichte als liebenswerte, naive junge Frau, für die es alles andere als glatt läuft. Gerade den Beginn der Geschichte fand ich toll, als sie sich von der Prinzessin in eine Bedienstete verwandeln muss und dies ohne zu meckern tut. Elaine ist unglaublich aufopferungsvoll ihrer Schwester gegenüber und könnte niemandem etwas zu Leide tun. Man muss sie einfach mögen!

Die Geschichte wird dieses Mal auch teilweise aus Alexanders Sicht erzählt und das tat ihm gut. Wir lernten ihn damals durch Mayrins Augen kennen und da kam er nicht immer so gut weg. Auf Alexanders Schultern liegt eine große Last. Sein Vater ist schwer krank und somit wird er ganz bald zum neuen König. Er muss bei der Brautschau also die perfekte Frau finden, weil sie die nächste Königin wird. Nach seinem Herzen kann er da nicht gehen. Dann lernt er Elaine als Magd in seinen geliebten Gärten kennen und ahnt, dass sie nicht aus einfachem Hause stammen kann. Dafür ist ihr Auftreten zu geschliffen. Er ermöglicht ihr also die Teilnahme in der Brautschau und so nimmt die Geschichte ihren Lauf.

Ich fand beide zusammenwirklich gut und konnte ihre Chemie spüren. Das erste Aufeinandertreffen war zwar nicht optimal, aber die Prinzen sind einfach von Geburt an herrisch. Ich war dann doch überrascht wie sehr mich ihre Lovestory mitreißen konnte und das erleichterte mich nach dem Reread von Band eins sehr.

Handlungstechnisch ist einiges los und ich war doch erstaunt, was alles passierte gerade zum Ende hin, wovon wir in Band eins gar nichts ahnten. Ich glaube, dass dies von der zeitlichen Logik auch nicht ganz passen konnte. Doch mich hat die Geschichte wirklich gut unterhalten und sie gefiel mir im direkten Vergleich auch besser als „Die vierte Braut“.

Ich bin auf den nächsten Teil gespannt. Die Autorin hat einige spannende Andeutungen am Ende einfließen lassen und ich frage mich, was da noch auf uns zukommen mag.

„Die erste Braut“ von Julianna Grohe erzählt Elaines und Alexanders Geschichte, die mich wirklich gut unterhalten konnte und der Brautschau auf Wondringham Castle eine ganz neue Perspektive verlieh. Es gibt ein paar Ungereimtheiten, doch alles in allem war dies wirklich ein starker zweiter Band.

4,5/5



Donnerstag, 18. Juni 2026

Abgebrochen | Dragon Cursed von Elise Kova

 Auf Vorablesen gewann ich dieses Schmuckstück und war ganz gespannt auf den Titel, denn der Inhalt klang spannend und auch die Sonderausstattung des Buches hat mich total neugierig gemacht.



Isola lebt in der letzten Bastion der Menschheit. Der Rest wurde von Drachen zerstört. Und auch Vingard wird immer wieder von Drachenangriffen erschüttert. Isola soll nun am Tribunal teilnehmen, welches alle jungen Leute Vingards zu durchlaufen haben, um herauszufinden ob diese drachenverflucht sind und sich in diese Bestien verwandeln würden. In Isola liegt die Hoffnung, dass sie die Reinkarnation des großen Drachtöters ist, doch insgeheim glaubt sie, dass sie ebenso verflucht ist…

Zuerst möchte ich ein paar Worte zur Ausstattung des Buches verlieren, die sehr vollmundig beworben wurde. Schließlich hat das Buch in der Specialedition mit 28 Euro einen stattlichen Preis, dafür dass es knapp über 400 Seiten hat und mal nicht so ein dicker Schinken ist. Das einzig spezielle in meinen Augen ist die Kartonage, welche als Minischuber für das Buch dienen soll und das Cover des Buches zeigt. Diese ist allerdings von so minderer und weicher Qualität, dass extra ein Warnhinweis auf den Barcode gedruckt werden musste, dass man das Buch ja vorsichtig auspacken sollte. Während des Lesens ließ ich den Schuber gleich komplett ab. Wenn ihr Interesse am Buch habt, kauft die normale gebundene Ausgabe. Diese ist 4 Euro günstiger und hat einen Schutzumschlag. Der Rest ist gleich. Also die angepriesene Optik konnte mich leider nicht vom Hocker hauen.

Tatsächlich machte es mir auch der Inhalt sehr schwer. Wir werden direkt in die Handlung geschmissen, was nicht schlecht ist. Somit hatten wir einen rasanten Einstieg und lernten Isolas Lebensumstände kennen. Was die Autorin nur vergaß, war uns etwas über ihre Welt zu erzählen. Es wurde so gut wie gar nichts erklärt und das frustrierte mich ungemein, weil ich mich nicht zurecht fand und auch die ganzen Begrifflichkeiten wie Geißeln, Sigilien oder Ätherlicht in keinen Kontext einordnen konnte. Das ist als würde man teilweise in einer Sprache lesen, die man gar nicht versteht. Das hat mich so oft aus der Handlung gerissen, dass ich am Stück nie viel lesen konnte und das ist bei meiner begrenzten Lesezeit wirklich fatal. Die Geschichte machte mir keinen Spaß. So dass ich immer wieder mit dem Gedanken spielte, das Buch einfach zur Seite zu legen.

Isola war als Protagonistin recht interessant. Die Leute von Vingard setzen so viele Hoffnungen auf sie, doch Isola weiß schon lange, das etwas mit ihr nicht stimmt und rechnet fest damit, dass sie das Tribunal nicht überleben wird. Dann gibt es da noch Lucan, der sie auf Schritt und Tritt verfolgt und der Sohn eines üblen Mannes ist. Die Liebesgeschichte wurde als Enemies to Lovers beworben, doch als die beiden während ihres ersten Aufeinandertreffens im Tribunal direkt anfingen zu flirten, war ich einfach raus. Ich wusste, das wird nicht meine Geschichte und so brach ich sie nach ca. 30% ab.

„Dragon Cursed“ war mein erstes Buch von Elise Kova und sie hat es mir mit diesem Titel verdammt schwer gemacht, sie zu mögen. Ich konnte der Geschichte kaum was Gutes abgewinnen und beendete sie vorzeitig, da mir meine Lesezeit einfach zu kostbar ist, um sie mit schwachen Büchern zu verschwenden.

2/5

Montag, 8. Juni 2026

Hörbuchrezension | The Sea Spinner von Julie Johnson

 Bei Vorablesen gewann ich das Hörbuch dieses zweiten Teils. Dabei war ich so gar nicht sicher, ob ich die Reihe überhaupt weiterlesen sollte. Ich wusste, Band eins fand ich ganz gut, allerdings war mir dazu nicht so viel im Gedächtnis geblieben. Was bin ich froh, dass ich auf diesem Weg zum Hörbuch kam, denn mein Gott, was hätte ich verpasst!!!



Nach dem großen Angriff in der Fyrenight liegt Caldera in Trümmern. Rhya gibt sich die Schuld. Pen zieht sich vor ihr zurück und versucht alles um die Schutzmauern seines Königreichs wieder hochzuziehen. Rhya existiert nur noch für andere und gibt sich und ihre Fähigkeiten als Windweberin fast auf. Durch einen riesigen Irrtum landet sie im Water Court bei König Soren, dem Wassergebundenen. Dort lernt Rhya ein ganz anderes Leben kennen. Aber vor allem lernt sie dort ihre Fähigkeiten ganz neu kennen und entwickelt schon bald Gefühle, die ihr alles anzweifeln lassen, was sie zu kennen glaubte.

Die Handlung steigt kurz nach den Geschehnissen aus Band eins ein und ich habe mich erstaunlich gut wieder zurecht gefunden. Rhya versucht als Heilerin den Menschen von Caldera zu helfen. Nur Pen, der Feuergebundene, will sich von ihr nicht helfen lassen und ertrinkt in seiner Rache gegen den Magier, der sein Königreich in Schutt und Asche legte. Pen gab mir in diesem Band viel stärkere Toxic-Dude-Vibes und ich hoffte nur, dass Rhya von ihm los kommen würde.

Ich mag Rhya unglaublich gerne, sie hat eine sehr empathische und fürsorgliche Seite, die sie fast bis zur Selbstaufopferung treibt. Die Menschen in Caldera sind zu ihren Freunden geworden. Doch sie verlässt das Reich und gelangt an den Wasserhof. Dort trifft sie Soren wieder, der am Ende des ersten Bands schon einen nachhaltigen Eindruck auf mich hinterlassen hatte. Ich war so froh, dass seine Rolle hier immer größer wurde. Er tut Rhya unglaublich gut, hört ihr zu und hilft ihr beim Beherrschen ihrer Fähigkeiten weiter. Rhya blüht wieder auf und entwickelt sich unglaublich weiter. Soren und sie haben eine unglaubliche Chemie und ich liebte ihr Zusammenspiel. Gleichzeitig verfluche ich die Reihe für ihren übertrieben Slow Burn. Wie oft will man bitte unterbrochen werden???!!!

Aber gut. Dafür konnten mich auch die Nebencharaktere total begeistern. Wir haben super facettenreiche Figuren, die spannenden Spezies angehören und einfach frischen Wind rein bringen. Die Handlung ist grandios, denn im Zusammenspiel mit dem atemberaubenden Setting entstand ein Kino in meinem Kopf, dass mich gefesselt hat wie schon lange kein Buch mehr. Das Worldbuilding ist episch und die Ereignisse sind super spannend. Zum großen Finale hin kam auch noch eine Emotionalität hinzu, die mich zerstört hat. Ich musste mich wirklich schwer zusammenreißen, um im Büro beim Hören nicht in Tränen auszubrechen.

Das Hörbuch umfasst über 17h, die wie im Fluge vergingen. Rebecca Veil macht wieder einen richtig guten Job und ließ mich gebannt lauschen.

Ich bin komplett geflasht von Julie Johnsons „The Sea Spinner“ und habe schon lange keinen so guten zweiten Band mehr gelesen. Dieser katapultiert die Reihe auf eine komplett neue Ebene und gab mir definitiv ACOTAR 2 Vibes. Ich liebe alles daran und bin nach diesem verstörenden Ende desillusioniert, was ich nur machen soll bis nächstes Frühjahr endlich das Finale der Reihe erscheint.

5+++/5

Donnerstag, 28. Mai 2026

Hörbuchrezension | Blue Sparrow Girls von Laura Willud

 Nach dem ich Off-Campus gebingewatched habe, hatte ich tatsächlich Lust auf einen New Adult für die Ohren. Nach dem ich dem Genre eigentlich abgeschworen hatte, war ich gespannt, ob es mich dem Off-Campus Hype nachhängen lassen würde.


Nach dem überraschenden Tod von Olives Mutter macht diese sich auf nach Nashville, um auf den Spuren ihrer Mum, ihre eigenen Träume zu verwirklichen. Die Suche nach einem WG-Zimmer gestaltet sich verdammt schwierig. Nach mehreren katastrophalen Anläufen landet Olive einen Glückstreffer und bezieht eine wunderschöne Wohnung mit tollen Mitbewohnerinnen. Der Haken: die benachbarte Jungs-WG, mit denen die Mädels eine verbitterte Feindschaft pflegen. Oberste Regel: Lasse dich auf niemanden von ihnen ein! Blöd nur, dass Olive mit Drew eine aufregende Nacht verbrachte und seine Hilfe im Songwriting braucht…

Mich sprach die Musikthematik total an und das Setting in Nashville war erfrischend neu. Der Einstieg in die Geschichte ist von einer leichten Melancholie geprägt. Olive wagt nach ihrem tragischen Verlust einen Neuanfang und denkt sehr oft an ihre Mum. Der Start gestaltet sich allerdings äußerst schwierig. Ich habe Olive als sehr angenehme und liebevolle Protagonistin wahrgenommen, die ihren Traum leben will und das Andenken ihrer Mutter ehren möchte.

Sie lernt Drew vor dem Einzug in die WG in einer Bar kennen. Sie verbringen einen Abend miteinander und Olive denkt oft an ihn. Bis sie ihn schließlich als Nachbar ihrer neuen WG wiedertrifft, der somit zum großen Tabu wurde. Drew ist Musikproduzent, der gerade seinen Job loswurde, da sein Boss mit Drews Freundin schlief und Drew daraufhin seine Beherrschung verlor. Ansonsten ist Drew eine absolute Green Flag, die auf Olives Bedürfnisse eingeht und einfühlsam für sie da ist. Das war echt schön zu verfolgen. Was mir bei beiden ein wenig fehlte, war die Chemie. Wann sie sich ineinander verliebten, habe ich da irgendwie verpasst, bzw. einfach nicht gespürt.

Für mich lebte die Geschichte von den tollen Figuren. Olives Mitbewohnerinnen sind super und immer für sie da. Auch die Jungs aus der Nachbar-WG waren witzig. Die Autorin hatte es richtig gut raus, wie man vielschichtige Charaktere zum Leben erweckt. Sodass ich schon gespannt bin, wie ihre Geschichten sein werden und das obwohl mich dieser Band nicht zu 100% überzeugen konnte.

Das Hörbuch umfasst über 11h und wurde von Tim Gössler und Josephine Hochbruck eingelesen. Ich denke, es war mein erstes Hörbuch mit dieser Sprecherin. Sie hat eine sehr angenehme und schöne Stimme. Was mich leider sehr störte, war, wie sie englische Worte aussprach. Das war mit so einem Übereifer diese super perfekt und authentisch zu betonen, dass mich dies beim Hören wirklich irritierte und aufregte. Es gab einige englische Songtextpassagen und auch Drew wurde ganz oft überbetont, dass es mich echt nervte.

„Blue Sparrow Girls. A Song for you and me“ von Laura Willud lebt von seinen tollen Charakteren, das Setting ist toll und die Songwritingthematik mal etwas anderes. Leider konnte ich keine Chemie zwischen Drew und Olive spüren.

4/5

Dienstag, 19. Mai 2026

Hörbuchrezension | Beth is dead von Katie Bernet

Bei dieser Neuerscheinung sprach mich der Klappentext absolut an und gab mir ein wenig Pretty Little Liars Vibes. Ich war also ganz gespannt, was mich erwarten würde.


Beth ist tot. Die Nachricht erschüttert eine ganze Kleinstadt und vor allem Beth drei Schwestern und deren Mutter. Was ist passiert? Diese Frage beschäftigt schließlich auch ein ganzes Land, denn der Vater der Mädchen veröffentlichte jüngst ein skandalöses Buch über seine Töchter. Was passierte also wirklich mit Beth? Jede der Schwestern hat ein Geheimnis zu verbergen…

Der Start des Buches beginnt direkt mit dem Fund der Leiche. Dann lernen wir nach und nach Joe, Amy und Meg kennen – Beth Schwestern. Die Schwestern sind sehr unterschiedlich, verfolgen aber ehrgeizig ihre Ziele. Joe ist Influencerin und giert auf einen eigenen Buchvertrag. Amy will Künstlerin werden und Meg studiert Medizin. Sie wollen aus dem Schatten ihres berühmten Schriftstellervaters treten und dann stirbt Beth. Nach und nach werden die Geheimnisse der Mädchen aufgedeckt. Jede hätte ein Motiv. Allerdings auch die Menschen in ihrem Umfeld. In diesem Roman laufen parallel also mehrere Handlungsstränge und die Geschichte wird auf unterschiedlichen Zeitebenen erzählt, sodass wir auch Beth vor deren Tod kennenlernen. Ich schreibe mir bei einem Hörbuch mittlerweile immer die Namen der Charaktere runter und ihre Funktion in der Geschichte. Bei diesem Buch war dies goldwert, sonst wäre ich total durcheinander gekommen und hätte den Faden verloren. Ich brauchte ein wenig, um in die Geschichte zu kommen, als ich dann einmal drin war, konnte sie mich wirklich gut unterhalten. Die Spannung ist zwar nicht überkochend, aber es gibt eine gewisse Sogwirkung. Da war die Auflösung für mich eher enttäuschend, da es schon so ziemlich das einfachste war, wer in solchen Mordfällen der Täter ist.

Das Hörbuch umfasst über 12h und wurde von vier unterschiedlichen SprecherInnen eingesprochen, die den Schwestern ihre Stimme verliehen und doch recht ähnlich klangen.

„Beth is dead“ von Katie Bernet lebt von seinen interessanten Frauencharakteren und den Geheimnissen, die sie zu verbergen versuchen. Das war interessant zu verfolgen. Doch leider konnte mich das Ende nicht von sich überzeugen.

3,5/5

Mittwoch, 13. Mai 2026

Highlight | The Wolf King von Lauren Palphreyman

Dieses Buch wollte ich unbedingt lesen, weil ich einiges von ihm gehört hatte, was mir in Romantasyliteratur gefällt. Daher zögerte ich nicht lange als ich es im Buchladen liegen sah und nahm es mit nach Hause. Ich sollte es nicht bereut haben.


Am Vorabend ihrer Hochzeit rettet Aurora einem jungen Werwolf das Leben. Das sollte allerdings nicht ohne Folgen bleiben, denn dessen Alpha entführt die Prinzessin und verschleppt sie in das Reich der Wolfclans, wo sie sich für einen Krieg gegen die Menschen vorbereiten. Callum sieht in Aurora das Mittel zum Sieg und will sie skrupellos eintauschen, doch dann kommen die Zweifel und Sehnsüchte…

Aufgrund des Klappentextes hatte ich das Buch tatsächlich nicht so auf dem Schirm, doch die ganzen positiven Stimmen brachten mich dazu, es zu lesen.

Nach meinem vorherigen Buch, welches ich abbrach, war es so erfrischend eine Geschichte zu lesen, die von Anfang an eine unglaubliche Sogwirkung bei mir auslöste. Ich war sofort drin in der Geschichte und bekam schnell ein sehr gutes Gefühl für die Figuren.

Aurora dient als Prinzessin hauptsächlich den Männern in ihrem Leben. Ihr Vater nutzt sie, um politische Ränke zu Schmieden. Und so wird es auch mit Auroras zukünftigem Ehemann laufen, der sich als unbarmherziges Monster entpuppt und brutale Wolfskämpfe ausrichtet. Was ich an Aurora richtig gut fand: Sie ist nicht naiv. Sie weiß von Anfang an um ihre Rolle und durchschaut die Männer in ihrem Leben. Aurora erkennt allerdings auch die Ausweglosigkeit ihrer Lage und ist dementsprechend resigniert und wenig positiv gestimmt. Sie hat einfach nichts mehr zu verlieren und hilft so unwissend den Werwölfen bei ihrer Flucht. Kurzerhand wird sie von einem Alpha verschleppt. Von da an soll sich das Blatt für sie wenden.

Callum ist ein Held des Genres wie er im Buche steht. Am Anfang hat er ein sehr hartes und raues Auftreten, welches im Laufe der Geschichte für Aurora immer mehr aufweicht. Er war definitiv ein Guter und ich mochte die Chemie am Anfang zwischen beiden unglaublich gerne. Ich hielt sie für das Endgame der Reihe. Doch dann trat Blake auf und ehrlicherweise weiß ich nicht mehr, wo die Reise hingehen wird. Diese Figur ist so mysteriös und komplex, dass ich noch nicht weiß, ob wir sie lieben oder hassen werden. Blakes Geheimnisse müssen alle erst noch ans Licht kommen.

Das macht die Reihe auch so spannend, denn Band 1 endet mit einer Offenbarung, die für viel Furore sorgen wird. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, wie es weitergehen wird.

Ich muss sagen, dass mir das Worldbuilding richtig gut gefiel. Wir sind in einer mittelalterlichen Welt unterwegs, die schottisch inspiriert ist und in der Clans herrschen. Was mich manchmal etwas irritierte war, dass die Autorin moderne Begriffe wie „Laktoseintoleranz“ einfließen ließ.

Ich hatte an „The Wolf King“ von Lauren Palphreyman nichts auszusetzen und wurde wirklich bestens unterhalten. Ich bin so gespannt wie es weitergehen wird!

5/5

Dienstag, 28. April 2026

Abbruch | Weavingshaw von Heba Al Wasity

 Auf Vorablesen entdeckte ich dieses Buch, welches mir dank des tollen Covers sofort auffiel. Dazu klang der Klappentext so grandios, dass ich es einfach lesen musste. Nun von meiner anfänglichen Euphorie blieb schnell nicht mehr viel übrig.


Leena kann Geister sehen und mit ihnen kommunizieren. Um die nötige, teure Medizin für ihren Bruder zu besorgen, verkauft sie dieses Geheimnis an St. Silas, der die Geheimnisse anderer Menschen sammelt. Doch dieser will das Geheimnis für sich nutzen und Leena soll für ihn einen Geist aufspüren. Gemeinsam begeben sie sich nach Weavingshaw, ein verfluchtes Anwesen in den Mooren, wo sich der Gesuchte aufhalten soll.

Tatsächlich bin ich mit den Protagonisten nicht bis nach Weavingshaw gekommen, denn ich brach die Geschichte zuvor ab und das bei ca. 150 Seiten. Bis dahin schaffte es die Autorin leider nicht, mich mit ihrem Buch in den Bann zu ziehen, geschweige denn ein Gefühl für die Charaktere entwickeln zu können.

Sie hat hier eine alternative Welt erschaffen, die dem Europa des frühen 19. Jahrhunderts sehr ähnlich ist. Einzig die verwirrenden Länder- und Sprachennamen gaben für mich den Unterschied. Bei diesem Buch hätte ich mir da auf jeden Fall eine Karte gewünscht, um einen Überblick zu bekommen, doch die gab es nicht. So gab es nur ein Worldbuilding, welches genauso gut mit London anno 1830 gleichgesetzt werden könnte und nur mit alternativen, erdachten Namen getoppt wurde. Das war mir zu wenig für ein Worldbuilding, um mich begeistern zu können.

Leena lebt allein mit ihrem Bruder in ärmlichen Verhältnissen. Sie hat keine andere Möglichkeit als ihr Geheimnis und ihr Wissen an St.Silas zu verkaufen. Für mich blieb Leena sehr blass, sie scheint nur aus ihrer aufopferungsvollen Art zu bestehen und fügte sich in jede Situation. Einzig spannend war ihre Fähigkeit Geister zu sehen und so kam es auch zu gruseligen Begegnungen. Doch dies stagnierte irgendwann und die Figuren drehten sich nur im Kreis. Sie suchten einen Geist in ihren Sitzungen, fanden aber keinen und das war so langweilig. Die Handlung ging nicht vorwärts und da zog ich die Reißleine, weil meine wenige Lesezeit mir zu kostbar ist, um sie mit Büchern zu vergeuden, die mich nicht packen können.

Ich hätte „Weavingshaw“ von Heba Al-Wasity gerne verschlungen und gefeiert. Der Klappentext klang einfach so gut, doch leider stagnierte die Handlung und ich fand keinen Zugang zu den Figuren und dem Worldbuilding.

2/5

Montag, 27. April 2026

Hörbuchrezension | Les Bouttiers von Antonia Wesseling

 Ich hatte im vergangenen Jahr mein erstes Buch von Antonia Wesseling gehört und war echt begeistert. Bei dieser Neuerscheinung hätte mich der Inhalt gar nicht so angesprochen, doch weil es von der Autorin war, wollte ich es unbedingt hören.



Elodie hatte Paris einige Jahre den Rücken gekehrt. Doch ein waschechter Skandal droht das Modehaus ihrer Familie zu ruinieren, also reist sie zurück, um ihre Familie zu unterstützen. Die erste Nacht verbringt sie mit einem Fremden, der sich später als Erbe des Konkurrenzlabels herausstellt. Und auch Elodies Cousin wird für ein mächtiges Gefühlschaos sorgen.

Ich fand es ganz interessant, dass die Geschichte in der Modewelt spielt. Das war mal was anderes und hat Spaß gemacht. Der Einstieg in die Handlung war packend. Wir begeben uns mit Elodie nach Paris und begegnen einen Fremden, bei dem die Chemie sofort stimmt. Beide verbringen eine heiße Nacht. Dann kommen wir bei den Les Bouttiers an und werden mit den alteingesessenen Strukturen konfrontiert. Elodies Großeltern sind die Chefs des Labels und müssen sich gerade heftigen Anschuldigungen erwehren. Wir lernen nach und nach sämtliche Familienmitglieder kennen und versuchen zusammen mit Elodie eine neue Kollektion auf die Beine zu stellen.

Nach dem guten Start, stagnierte die Handlung zur Mitte des Buches hin und blieb für mich ohne spannende Highlights. Am Ende versucht der Cliffhanger noch mal Neugierde auf Band zwei zu schüren, doch ehrlicherweise weiß ich nicht, ob ich da dabei sein werde.

Elodie war eine ganz süße Protagonistin, die aber auch naiv ist und sich schon einiges gefallen lässt. Ich hätte mir gewünscht, dass sie mehr für sich einsteht.

Sie steckt in einem gefürchteten Liebesdreieck fest, welches ich nicht gebraucht hätte. Wenn es nach mir ginge, hätte sie sich direkt und ausschließlich auf Adam stürzen können. Dieser hat einen miesen Vater, der seinen Sohn nur für seine Zwecke einsetzt. Doch man merkt, dass Adam trotz all der Intrigen das Herz am rechten Fleck hat. Leider gibt es da noch Gabriel – Elodies Adoptivcousin, wie inflationär oft erwähnt wurde. Dieser ist ziemlich toxisch. Er ist super abweisend gegenüber seiner Cousine und stößt sie umso härter weg, wenn er doch ein wenig Nähe zuließ. Gleichzeitig gönnt er Elodie aber auch keine Vertrautheit zu anderen. Diese Figur hätte es für mich nicht gebraucht und ich hoffe, sie sind im zweiten Teil nicht das Endgame.

Das Hörbuch umfasst 13,5h und wurde von Hannah Schepmann, Markus J. Bachmann und Louis Friedemann Thiele eingesprochen. Ehrlicherweise dachte ich, es gibt nur einen männlichen Sprecher für Gabriel und Adam. Beide klangen so ähnlich, dass es mir schwer fiel die Rollen auseinander zu halten, wenn ich mitten im Kapitel wieder einstieg. Das war natürlich nicht so optimal.

Mit „Les Bouttiers“ hat Antonia Wesseling eine Story abgeliefert, die in der Pariser Modewelt spielt und dadurch interessant wurde. Leider konnten mich die Figuren und ihre Handlungen nicht so sehr begeistern.

3/5

Donnerstag, 23. April 2026

Hörbuchrezension | The Iced Caramel Coffee Agreement von Kyra Groh

Was habe ich dieser Neuerscheinung entgegen gefiebert! Ich fand Band eins im letzten Herbst grandios und war so gespannt, wie es in Lower Whilby mit den liebgewonnenen Charakteren weitergehen würde.



Eleanore wird von allen Bewohnern der Kleinstadt als zuverlässiger und toller Mensch beschrieben. Noch nie sah jemand eine tolle Frau in ihr und so lebt sie seit 26 Jahren ein Leben als Single. In der Zeit hat sie allerdings auch einen ziemlichen Crush auf einen Musiker entwickelt, den sie als Teenie auf dem berühmten Frühlingsfestival von Lower Whilby traf. Dex hat sein Leben überhaupt nicht im Griff. Mit seiner Musikkarriere sieht er sich als gescheitert an und erstickt seine negativen Gefühle in Alkohol und Drogen. Nachdem er in London aus seiner Zwischenbleibe flog, hält er Lower Whilby für das nächste, beste Ziel, denn dort betreibt sein Bruder James ein kleines Café. Dieser Zwischenhalt wird Eleanore in ein mächtiges Gefühlschaos stürzen.

Ich mochte Eleanore in Band eins schon unglaublich gerne und war so auf ihre Geschichte gespannt. Sie war mal eine etwas andere Protagonistin und ich konnte mich sehr gut mit ihrer Gefühlswelt identifizieren. Die Gedanken, die sie im Buch hat, waren sehr nahbar. Sie erzählt von Scham und Gefühlen, die man ihr immer sofort im Gesicht ablesen kann. Und von Gefühlen nicht so zu sein wie die anderen. Das hat Eleanore zu einer sehr realen Figur gemacht, die unglaublich viele Facetten hatte und mich wirklich berührt hat. Eleanore war für mich das große Highlight des Buches.

Dex war da eher das Problemkind der Geschichte. Er ist der Sohn von berühmten Rockstareltern und wollte in riesige Fußspuren treten, womit er kläglich scheiterte. Also betäubt er sich mit Drogen und seine Familie befürchtet, dass er dem Club 27 beitreten wird. Dex scheint das egal zu sein. Einen Sinn sieht er nicht mehr. Ich nahm ihn als labile Figur wahr. Er ist ein guter Mensch, der auf die schiefe Bahn geriet. Er lebt im Moment und treibt damit vor allem seinen Bruder in den Wahnsinn.

Dann trifft er auf Eleanore und sie erkennt in ihm den jungen Musiker vom Festival wieder. Er kann sich natürlich nicht an sie erinnern, verbringt aber unglaublich gerne Zeit mit ihr. Dex hilft Eleanore aus sich herauszukommen und gemeinsam unternehmen sie so einiges. Eleanore wird sein neues High. Langsam nähern sie sich an und daraus entsteht eine ganz zarte Lovestory.

Beim Ende der Geschichte fällt es mir schwer zu glauben, dass Dex nicht wieder rückfällig wird und Eleanore doch enttäuschen wird. Dafür war seine Figur zu labil für mich. Und irgendwie hätte ich mir ein anderes Ende für Eleanore gewünscht. Wir werden von beiden sicher noch in den nachfolgenden Bänden hören und die Autorin wird mich da eines Besseren belehren.

Ich liebe den Schreibstil von Kyra Groh, die mit so viel Situationskomik und Humor erzählt, gleichzeitig aber ihre Figuren nie aus den Augen verliert. So sind James und Jude ein großer Teil der Handlung und auch Judes Schwester nimmt eine Rolle ein, die mich so neugierig auf ihre Geschichte macht. Ich freue mich sehr auf den nächsten Teil.

Das Hörbuch umfasst 14h und wurde von Sandra Voss und Jesse Grimm eingelesen, die mal wieder einen tollen Job machten.

„The Iced Caramel Coffee Agreement“ ist der zweite Teil der Reihe von Kyra Groh, den ich für seine wundervolle Protagonistin liebe. Doch vielleicht hätte ich mir für sie einen etwas anderen Protagonisten gewünscht.

4/5

Donnerstag, 16. April 2026

Buchtipp | Kiss of the Basilisk von Lindsay Straube

Letztes Jahr bin ich über dieses Buch gestolpert, dessen Klappentext mich neugierig machte, weil er einfach komplett nichtssagend war und eine mysteriöse Geschichte versprach. Ich las also in die englische Leseprobe hinein, um abschätzen zu können, ob das Buch etwas für mich sein würde, bevor ich all das Geld für die wunderschöne Ausgabe der Bücherbüchse ausgeben würde.


Ich werde nicht den Klappentext des Verlags copy-n-pasten, sondern umreiße kurz, worum es geht:

Temperance lebt in einem kleinen Dorf, das in stetiger Angst vor den Basilisken lebt. Dabei tut die königliche Familie alles, um seine Untertanen vor den Monstern zu schützen. Zum Dank werden die Damen im gleichen heiratsfähigen Alter, wie der Prinz ins Schloss gebracht, um eine Ausbildung der etwas anderen Art zu erhalten. Der Prinz soll sich am Ende dann für seine Frau entscheiden. Nur übernimmt nicht der Prinz die Ausbildung selbst, sondern die unterjochten Basilisken… Was Temperance nicht ahnen konnte, sie würde eine unwiderstehliche Anziehung zwischen Lehrer und Prinz gleichzeitig entwickeln…

Wir lernen Tem, wie sie meist kurz genannt wird, in ihrem einfachen alltäglichen Leben kennen. Sie lebt mit ihrer Mutter allein und betreibt eine Hühnerfarm. Sie verteilt die Eier im Dorf und erntet dafür auch schon mal Spot. Gerade für ihre Naivität wird sie von Mädchen in ihrem Alter aufgezogen. Sie leidet schon unter ihrer Situation und will einmal etwas gewagtes tun, als sie zu der Auswahl ins Schloss geht. Von da an macht Tem wirklich eine wilde Reise mit, die sie von einem verschüchterten Naivchen zu einem mutigen, sexuellen Wesen.

Die Reise war zwar lang, aber ja wir kommen irgendwann zu einem Punkt, wo es einfach nur wild wird. Die erste Hälfte des Buches war da noch gesitteter. Wir lernen Caspen kennen, der ein Basilisk ist, also sich in eine riesige Schlange verwandeln kann. Er soll Tem alles beibringen, was sie wissen muss, um den Prinzen bestmöglich „bedienen“ zu können. Dabei verlieben sie sich ineinander und das war mir ehrlicherweise zu schnell zu viel. Ich konnte nicht mitfühlen, warum dieses uralte Wesen nach all den anderen Schülerinnen nun ausgerechnet so obsessiv mit Tem war. Caspen ist dabei auch ein streitbarer Charakter, der im Buch einige Red Flags mit sich herumtrug.

Interessant war die Idee der Basilisken, die auch in einer königlichen Hierarchie zusammenleben und hoch sexualisierte Wesen sind, die es wild treiben. Kein Wunder, dass die Kammer des Schreckens so gut versteckt war! Das war einfach mal was anderes.

Für mich war der Prinz der interessantere männliche Protagonist, der seine ganz eigene Geschichte hat, die auch noch nicht auserzählt ist.

Die zweite Hälfte des Buches ist stellenweise absurd und ziemlich trashig. Ich überlegte auch oft, ob ich eigentlich noch weiterlesen wollte, weil die Sexszenen sich einfach nur so anhäuften und die Handlung sich verlor.

Für mich hat der Prinz und sein Handlungsstrang die zweite Hälfte gerettet, sodass ich wohl doch noch weiterlesen möchte. Ich hoffe nur, dass Band zwei nicht so lang sein wird. Denn hier haben wir über 800 Seiten, die es für diese Story aber nicht gebraucht hätte!

„Kiss of the Basilisk“ von Lindsay Straube ist ein wilder Ritt, im wahrsten Sinne des Wortes. Man sollte sich auf einiges gefasst machen und Geduld für das lange Buch mit sich bringen. Ein Charakter hat es für mich herausgerissen, sodass ich Band zwei wohl doch noch lesen werde.

3,5/5

Dienstag, 14. April 2026

Hörbuchrezension | Guilty Pleasure von Linda Schipp

Auf diese Neuerscheinung wurde ich durch Cover und Titel aufmerksam. Dazu klang der Klappentext so gut, dass ich es unbedingt hören musste. So subbte die Geschichte erst gar nicht und ich drückte direkt auf Play.


Das Hotel Guilty Pleasure ist nur offen für die Superreichen. Auf einer abgelegenen Seychelleninsel können sie dort tun, was immer sie wollen, unbeobachtet. Es gibt keine Grenzen. Und so treffen dort Fremde aufeinander, die alle ein schwerwiegendes Geheimnis mit sich herumtragen und nicht wissen, dass sie für eine Realityshow gefilmt werden…

Ich liebe Trash TV und ein Thriller, der in diesem Milieu angesiedelt ist, da bin ich doch gerne dabei! Wusste ich, was mich erwarten würde? Definitiv nicht!

Die Geschichte wird aus der Sicht vielfältigster Charaktere erzählt, die alle eine unterschiedliche Motivation haben. An der Stelle möchte ich nicht so viel verraten, weil es die Story spoilern würde. Am besten man lässt sich auf die Story ganz unvoreingenommen ein, dann hat man den meisten Spaß. Jedenfalls waren die Figuren sehr stark ausgearbeitet und wir stecken auch in ziemlich kranken Köpfen fest. Ich hätte da tatsächlich am Anfang nicht erwartet, wie düster und beklemmend das Buch sein würde. So etwas habe ich tatsächlich schon lange nicht mehr gelesen, bzw. gehört.

Dann war da auch noch ein Kleinkind involviert. Das mitzuverfolgen, was dort mit dem Kind geschieht, die kranken Gedanken zu hören, war für mich schwererträglich. Man assoziiert automatisch mit seinen eigenen Kids. Also checkt unbedingt vorher eure Trigger!

Davon abgesehen war die Geschichte sehr mitreißend und ich wurde richtig hineingesogen und wollte das Hörbuch gar nicht pausieren. Es kommen immer wieder Wendungen hinzu die überraschend waren und man definitiv erstmal verarbeiten musste.

Das Vorwort der Autorin an die „Bookies“ war, dass man es nicht kommen sehen würde. „Versprochen!“ Dann kam das Ende und ich wartete auf den großen Knall, der für mich ausblieb. Die vollmundige Ankündigung der Autorin hat mich einiges durchspielen lassen und ich dachte, wenn ich so ein Vorwort raushaue, würde ich die Geschichte so auflösen. Und so kam es dann auch. Alles fügte sich für mich zu konstruiert zusammen. Die Schockmomente, welche im Laufe der Handlung immer wieder da waren, blieben im großen Finale aus. Das war schon eher enttäuschend.

Das Hörbuch wurde gleich von vier SprecherInnen und der Autorin selbst eingelesen, was ich sehr besonders fand und zum Hörerlebnis positiv beitrug.

„Guilty Pleasure“ ist nichts für schwache Nerven. Es ist mitreißend, spannend, krank und am Ende sehr konstruiert. Dennoch würde ich es weiterempfehlen, wenn man vorher seine Trigger checkt und bin gespannt, ob es eine Fortsetzung geben wird.

4/5

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