Freitag, 13. Februar 2026

Teil 4 | Ein Herz für den Earl von S.M LaViolette


Annis Bowman steckt in mächtigen Schwierigkeiten. Ihrer Reputation und ihres Geldes beraubt, bleibt ihr nur ein Ausweg: Sie muss sich bestmöglich verheiraten, um sich und ihre Großmutter nicht komplett zu ruinieren. Henry ist gerade aus Indien zurückgekehrt und hat ganz frisch einen Titel geerbt, ihm bleibt nichts anderes übrig als zu heiraten. Um einen unverfälschten Eindruck von der Londoner Gesellschaft zu bekommen, gibt er sich als Diener des Earls aus. Beide lernen sich kennen und sind voneinander hingerissen, doch dann erfahren sie die wahren Motive des jeweils anderen und unglückliche Umstände ketten sie aneinander.

Dies ist Band vier einer Reihe, die schon vor einiger Zeit begann und dann pausierte. Ich bin froh, dass der dp-Verlag sie nun fortsetzte und die restlichen Bände nun auch zeitnah erschienen sind.

Annis war Lehrerin in der Stefani-Academie, doch nach Schließung der Schule kann sie nicht mehr selbst für ihren Unterhalt aufkommen und muss sich in die Hände ihres Onkel begeben, um sich bestmöglich verheiraten zu lassen. Recht schnell ist ein älterer Gentleman gefunden, doch Annis Herz schlägt heimlich für den Diener des Earls of Rotherhithe höher. Annis steckt mächtig in der Klemme und man merkte anhand ihrer Figur sehr gut, wie ausweglos die Situation der Frauen dieser Zeit sein konnten, wenn sie in eine missliche Lage gerieten. Das prägte sie so weit, dass sie sich niemandem anvertrauen konnte. Sie war eine ängstliche Figur, aber ich konnte ihr Handeln in diesem Kontext definitiv nachvollziehen.

Henry hat eine lieblose Kindheit als uneheliches Kind eines Adligen verbracht. Nach einer gemeinen Intrige davongejagt, verbrachte er sein Leben als Geschäftsmann in Indien. Er hält nicht viel von der adligen, englischen Gesellschaft und das kann man auch total nachvollziehen. Er ist im Rachemodus und das konnte ich total nachvollziehen. Er ist total fasziniert von Annis Wesen, doch dann erfährt er ihre Hintergründe und sieht sich in seinem Bild von der Gesellschaft bestätigt.

Nach dem beide so unbeschwert und euphorisch starteten, kommt die Ernüchterung und so dreht sich die Handlung auch darum, dass beide wieder Vertrauen fassen müssen. Die Geschichte hat einige Themen und konnte mich tatsächlich erst nach der ersten Hälfte so richtig packen. Der Beginn war tatsächlich wie schon hunderte Male zuvor gelesen, was ich sehr schade fand und mir tatsächlich überlegte, ob ich die Reihe abbrechen sollte. Dabei freue ich mich immer auf die Romane der Autorin, doch in letzter Zeit konnte mich keines mehr zur Gänze begeistern.

Ich bin gespannt, wie die Geschichte um Miles werden wird und werde dann weitersehen. Bis dahin kann ich „Ein Herz für den Earl“ von S.M. LaViolette schon weiterempfehlen auch wenn die Geschichte nichts neues ist, dennoch ist sie interessant gemacht und gibt authentische Einblicke in die Lebensumstände der Zeit.

4/5   

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