Sonntag, 26. Juni 2016

4 von 5 für "Das verrückte Leben der Jessie Jefferson" von Paige Toon

Über die Buchblogger-Plattform hatte ich das Glück den Serienstart der ersten Jugendbuchreihe von Paige Toon zu erhalten. Erschienen ist das Buch im Harper Collins Verlag.
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Ich habe mich für den Titel beworben, weil der Inhalt sehr vielversprechend klang.

Durch einen tragischen Unfall stirbt Jessie Mum an ihrem 15. Geburtstag. Seit dem ist Jessies Leben geprägt von Wut, Trauer und schlechten Entscheidungen. So macht sie ihrem Stiefvater Stu, der auch noch ihr Mathelehrer ist, das Leben zur Hölle. Sie schwänzt, raucht, trinkt, kommt abends viel zu spät nach Hause. Als ein Streit mit ihm zu eskalieren droht, erfährt sie, wer ihr leiblicher Vater ist. Ihre Mutter wollte es ihr nie verraten. Umso größer ist die Überraschung als sie erfährt, dass es Rockstar Johnny Jefferson ist. Jessie weiß eines, sie muss ihn unbedingt kennenlernen.

Seit Meg Cabots Plötzlich Prinzessin Reihe liebe ich  solch Geschichten, in denen ein einfaches Mädchen erfährt, dass sie von etwas anderer Herkunft ist. Hier ist die Geschichte mit Jessie eine andere, doch die Motive sind ähnlich.

Was mir sofort an der Geschichte gefiel, war, dass ich direkt in Jessies Welt daheim war. Der Schreibstil ist sehr dicht. Autorin Paige Toon nimmt uns ab der ersten Seite mit, in die einfachen Verhältnisse von Jessie und ihrem Steifvater Stu. Dabei ist Jessie keine einfache Protagonistin, sie hat die falschen Freunde und benimmt sich viel zu oft daneben. Doch irgendwie konnte ich ihre Art nachvollziehen, denn Jessie hadert mit dem Verlust ihrer Mutter. Paige Toon erzählt dies sehr einfühlsam. Das hat mir wirklich gut gefallen, denn so wurde Jessie sehr lebendig, wirkt wie ein echter Teenie. Sie ist eine Figur mit Ecken und Kanten. Eine Protagonistin, die sehr lebendig erscheint und definitiv ihre Sympathiepunkte hinzubekommt.

Aber auch die anderen Charaktere konnten mich überzeugen. Stus Engelsgeduld ist bewundernswert, aber auch die Familie, in die Jessie in LA hineingerät fand ich sehr gut gezeichnet. Vorallem Jessies neue Stiefmutter Meg fand ich toll. Ihre anfänglichen Vorbehalte gegenüber die pubertierende Jessie sind für mich sehr nachvollziehbar gewesen. Komischerweise stellt sie Rockstar Johnny etwas in den Schatten. Er hätte gerne ein paar mehr Eigenarten haben können. Doch das ganze Szenario in das Jessie in Amerika hineingerät, finde ich sehr besonders. Für mich war dies mal komplett etwas anderes. Das hat mir sehr gut gefallen!

Natürlich darf in diesem Jugendbuch auch eine kleine Liebesgeschichte nicht fehlen. Eigentlich hatte Jessie daheim in England mit ihrem Mitschüler Tom angebändelt, doch kaum in LA angekommen, lernt sie den Musiker Jack kennen, der mit seiner Band auf den großen Durchbruch hofft. Doch Jack ist ein Frauenheld und Jessie nicht gerade erpicht darauf, die Fehler ihrer Mutter, welche Johnnys Groupie war, zu wiederholen. Mal sehen, wie sich dies in den kommenden Romanen entwickeln wird.

Was mir nicht ganz gefiel, waren die Länge innerhalb der Handlung. Zu Beginn geht es sehr schleppend voran, wir lernen Jessies Leben ersteinmal ausführlich kennen. Auch die Liebesgeschichte kommt erst sehr spät in Gange. Dazwischen tun sich einige Längen auf, was den Roman nicht ganz so flüssig erscheinen ließ. Dabei hat er gerade einmal 300 Seiten. Mir fehlte ganz einfach der Spannungsbogen und ich hoffe, dass sich in den kommenden Büchern um Jessie Jefferson noch ein paar mehr Probleme und Schwierigkeiten für die 15-Jährige auftun werden.

"Das verrückte Leben der Jessie Jefferson" von Paige Toon ist ein Jugendbuch der besonderen Art mit Tiefgang. Die Handlung verspricht viel Potenzial und die Charaktere sind interessant gezeichnet. Der Auftakt ist gemacht, doch kommt dieser mit einigen Längen daher. Mehr Spannung würde ich mir für die Fortsetzungen wünschen.

Mehr Infos zum Buch auf der Verlagsseite gibt es hier...


Kommentare:

  1. Das Buch hab ich schon das ein oder andere Mal gesehen. Ich selbst möchte es nicht lesen, aber super, dass es dir gefallen hat. Das Cover sieht so schön nach Urlaub aus. Bei bloggdeinbuch habe ich noch nicht mitgemacht.

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  2. Hi Ping! :)
    Ich glaube es gab auch eine Aktion auf lovelybox. Das Cover ist eigentlich nicht so meins. Es ist ganz klar sommerlich, aber mich spricht es nicht so an.
    Ich habe mich auch schon wieder für die nächste Publikation auf bloggdeinbuch beworben und hoffe sehr diese auch zu bekommen. Daumen drücken! ;)

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