Freitag, 23. Januar 2026

Hörbuchrezension | In the shadows we wait von Alessia Gold

 Auf den Spuren ihrer Wurzeln reist Xara nach Europa. Seit sie erfahren hat, dass sie adoptiert wurde, suchen sie Albträume aus einer Vergangenheit heim, die sie gar nicht gelebt haben kann. Als sie in ein kleines rumänisches Dorf kommt, wird sie von deren Bewohnern zwiespältig empfangen. Zwei von ihnen meinen in Xara die Reinkarnation ihrer Geliebten gefunden zu haben: Vampirfürst Dorian und sein Diener Juraj…


Ich war so gespannt auf die Geschichte; denn der Klappentext hatte mich direkt abgeholt und seit dem Film Van Helsing habe ich definitiv eine Faszination auf die Vampirmythen Europas. In diesem Vorbild stellte ich mir auch das Feeling des Buches vor. Tatsächlich war es weniger düster als erwartet.

Es ist Sommer und die Anwohner des kleinen Ortes zelebrieren ihre Dorfidylle, feiern Feste und gehen lebensfroh ihrem Alltag nach. Ab und an werden sie von fremden Vampirclans überfallen, doch daran kann sich später immer niemand mehr erinnern. Dafür sorgen Vampirfürst Dorian und Juraj, die zusammen in der Burg über ihre Dorfbewohner wachen und irgendwie in der Zeit fest stecken.

Beide leben schon seit mehreren 100 Jahren und müssen sich seit jeher verfeindeten Clans erwehren. Sie haben ein enges Verhältnis, doch sind die Hierarchien ganz klar definiert. Ich muss sagen, dass mir beide nicht so ganz näher gebracht wurden. Ich finde sie hätten mehr Tiefe vertragen. Die Geschichte wird aus Perspektive von beiden erzählt und ich hatte trotz unterschiedlicher Sprecher arge Probleme zuzuordnen, wer gerade der Erzähler ist. Das störte mich schon sehr.

Auch Xara blieb als Protagonistin sehr blass. Sie ist eine wissbegierige junge Frau, die keiner Fliege was zu Leide tun könnte.

Erst recht spät in der Handlung treffen sie zum ersten Mal aufeinander. Den Herren ist direkt klar, das ist unsere Frau von früher. Xara erfährt wer, bzw. was sie sind, dass es auch Werwölfe, Gestaltwandler und Hexen gibt, doch das erschüttert ihre Welt nicht wirklich. Sobald die ersten Träume mit Dorian und Juraj in den Hauptrollen auftauchen, ist sie plötzlich auch komplett into it. Und die Jungs wollen sowieso direkt dort anknüpfen, wo sie vor 100 Jahren aufhörten. Das war so unglaubwürdig und konnte mich so gar nicht begeistern. Nach dem ewig nichts passierte, ging es auf einmal ganz schnell und ich fühlte es gar nicht.

Ja, das Setting ist gut ausgearbeitet und der Weltenentwurf interessant. Handlungstechnisch hätte ich mir mehr Spannung gewünscht. So endete das Buch auch nicht gerade auf dem Höhepunkt und machte für mich keine Lust zu erfahren, wie die Geschichte weitergeht.

„In the shadows we wait“ von Alessia Gold klang so unglaublich gut, dass ich richtig Bock auf die Geschichte hatte, doch so richtig begeistern wollte sie mich leider nicht.

3/5

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