Montag, 28. März 2016

3 von 5 für "Pick the Boss" von April Dawson

In diesem Jahr nehme ich bei der LYX-Lesechallenge teil, welche in einer eigenen Facebookgruppe von Charlotte und Stefanie organisiert wird. 12 LYX-Titel in 12 Monaten sind das Ziel. Klingt machbar, mal sehen ob ich durchhalte. Mein zweites Buch aus dem Verlagsprogramm ist ein Ebook von April Dawson von dem ich in der Gruppe nur gutes gehört habe. Da es mit seinen rund 160 Seiten ein schnelles Lesevergnügen versprach, habe ich zugeschlagen, denn die Leseprobe klang auch nicht schlecht.

Doch worum geht es?
Emmas erster Arbeitstag in einer Werbeagentur beginnt recht spektakulär. Erst erwacht sie neben einem heißen One Night Stand und dann kracht ihr auf dem Weg zur Arbeit auch noch ein gut aussehender Kerl ins Auto. Als Emma mit Verspätung ins Büro kommt, muss sie mit Entsetzen feststellen, dass beide Männer nun ihre Bosse sind. Liam (Mr. Autounfall) und Sean (Mr. One Night Stand) haben beide ein Auge auf Emma geworfen, was es der tollpatschigen Mittzwanzigerin nicht gerade leicht in ihrem Job macht.

Leider kann ich mit den vielen sehr guten Bewertungen zum Ebook nicht konform gehen. Dafür fehlt es an zu vielen Dingen im Buch.
Ersteinmal das Setting, die Handlung spielt in New York, doch davon bekomme ich nichts mit. Da sich die Autorin mit keinen Stadtbeschreibungen aufhält. Mit ein paar anderen Vornamen für die männlichen Protagonisten hätte es auch genauso gut Berlin, München, Hamburg, Wien oder Tokyo sein können.
Auch Emmas Büroalltag bleibt sehr flach. Es werden Charaktere mit ihren Kollegen oder der aufgedonnerten Chefin eingeführt, die nicht weiter ausgebaut oder nachverfolgt werden.  Dabei dachte ich, dass gerade Jazabell noch eine Rolle als Biest zugewiesen bekommt, doch sie bleibt total flach.

Ähnlich ging es mir mit dem Dreiergespann. Die Geschichte wird abwechselnd aus Emmas, Seans und Liams Sicht erzählt, wobei einige Handlungsstränge sich dabei wiederholten. Das fand ich während des Lesens etwas mühsam und unnötig. Schade war, dass ich zwischen den drei Erzählern keinen Unterschied im Erzählstil erkennen konnte. Die Gedankengänge der Personen blieben gleich, sodass ich mich ganz oft beim Lesen fragen musste "So denkt doch kein Mann?"
Seans und Liams Sicht auf die Ereignisse war sehr weiblich und identisch mit Emmas Gedankengängen. Das hätte man doch besser hinbekommen können! Für die männlichen Charaktere hätte ich es glaubhafter gefunden, wenn sie 10 Jahre reifer wären. Sean ist mit 25 Jahren doch noch recht jung und auch Liam mit seinen 27 Jahren, ist bereits Vater, geschieden und Juniorboss der Firma. Das würde älteren Charakteren besser zu Gesicht stehen.

Der zweite Teil "Love the Boss" erscheint in ein paar Tagen. Ich werde allerdings das Gefühl nicht los, dass beide Teile zusammengehören, denn der Abschluss zu "Pick the Boss" ist sehr offen und man muss eigentlich "Love the Boss" lesen, wenn man wissen will für wen Emma sich schließlich entscheidet. Da hätte der Verlag gleich ein Ebook für 8,99Euro daraus machen können. Außerdem hätte der Verlag einen Korrekturleser mehr auf das Script ansätzen sollen. Da ein paar ärgerliche Wortwiederholungen und Grammatikschnitzer enthalten waren. Das passiert beim Schreiben und Überarbeiten von Texten, muss doch aber nicht auch noch veröffentlicht werden.

Zugegebenermaßen hatte ich ein paar Probleme mit der Story und dem leicht aufgesetzten Schreibstil, doch hat das Ebook auch seine schönen und süßen Momente und weiß zu unterhalten. Die Idee ist keine Schlechte, doch die Umsetzung wird ihr nicht gerecht. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich mir den zweiten Teil herunterladen werde.

Freitag, 25. März 2016

3 von 5 für "Rosen und Seifenblasen. Verliebt in Serie 1" von Sonja Kaiblinger

Ich hatte mich auf Booktube mal wieder von anderen sehr positiven Meinungen anfixen lassen und zu "Rosen und Seifenblasen" dem ersten Teil der Verliebt in Serie - Reihe gegriffen. Kein Wunder eigentlich, denn das verspielte Cover ist ein absoluter Traum. Eigentlich Schade, dass man im Regal stehend immer nur den Rücken eines Buches zu Gesicht bekommt.

Doch nicht nur das bunte Äußere sprach mich an, sondern auch der Inhalt:
Abby ist ein Teenager in New York, welcher dem stressigen Schulalltag mit Relaxen daheim auf dem Sofa entkommen will. Nur blöd, das ihre Schwester Deborah eben dort am liebsten ihre schwülstige Seifenoper "Ashworth Park" gucken möchte. Abby hasst diese Serie abgrundtief, nur blöd dass sie eines Tages darin landet...
Ich hatte mal wieder richtig Lust ein tolles und spannendes Jugendbuch mit einer witzigen Idee zu lesen. Außerdem hat das Buch bzw. die Reihe auf Amazon nur Topbewertungen, was sollte da also schief gehen?

Zum einen fiel es mir schwer einen Draht zu den Figuren der Geschichte aufzubauen. Abby ist mit ihren 14 Jahren noch sehr jung, doch agiert sie schon recht reif und ist kein kreischender Teenie. Abby soll sehr humorvoll und ironisch daherkommen, leider empfand ich ihre Sprüche und Witze meist viel zu platt. Ich hatte gehofft, eine Geschichte mit Figuren à la Kerstin Gier zu lesen, doch das war es einfach nicht!  Außerdem konnte ich mir kein so richtiges Bild von ihr machen. Die Autorin vergleicht sie im Buch mehrmals mit der Mona Lisa, was bei der schmallippigen Dame nicht gerade vorteilhaft war. Ich fand den Vergleich auch recht weit hergeholt und trug nicht gerade zu einer plastischen Beschreibung der Protagonistin bei. Auch bei den anderen Charakteren setzte bei mir einfach kein Kopfkino ein. Leider!
Ich weiß nicht, ob dies Bestandteil des Buchkonzeptes ist, die Figuren genauso platt zu belassen, wie die Rollen einer Seifenoper, doch wirklich erstrebenswert scheint es mir nicht zu sein.
Der Serienliebling Julian ist auch so ein eigenartiges Kaliber, er ist wahnsinnig schnulzig und überdreht, was absolut gewollt ist, aber die Kritik bzw. Komik dahinter kommt für mich nicht auf den Punkt. 

Das zweite große Manko war für mich die Handlung. Bevor ich mit dem Lesen begann, dachte ich Abby würde an das Set der Serie verfrachtet werden und kurzerhand in den Dreharbeiten eingebunden werden. Doch dem war natürlich nicht so, denn Abby scheint in einer zweiten Realität zu landen. Ashworth Park liegt auf einer ziemlich großen Kanalinsel vor England. Dass die Insel sehr groß sein muss, vermute ich anhand der Beschreibung der Autorin, die mal eben eine Pferderennbahn und eine Stadt, die groß genug für ein eigenes Gartencenter ist, dorthin versetzt. Auch beim Setting fehlte mir wieder das Kopfkino. Es stellte sich einfach nicht ein.

Recht wirr erschien mir außerdem der Handlungsverlauf, welcher in diesem ersten Band auch sehr überschaubar ist. Vorhersehbar waren die kleinen Ereignisse für mich eigentlich nicht, da aus heiterem Himmel irgendwelche Ideen und Lösungsansätze von Abby präsentiert wurden sind (z.b. Clarissa), die sich nicht in die vorherige Handlung eingliederten. Es kam mir so vor, als hätte die Autorin just in diesem Moment die Idee gehabt und brachte sie zu Papier, ohne dass zuvor daraufhin gearbeitet wurde. Eine versteckte Kritik an Soap Operas kann das eigentlich nicht sein, denn die sind doch eigentlich total vorhersehbar. Ich hatte stets auf den großen Aha-Moment gewartet, doch der trat nie ein, vielmehr gab es "häh?"-Momente.

Dabei hat das Buch ganz gute Ideen und Ansätze. Warum kann nur Abbys TV-Gerät die Serie empfangen? Was hat es mit der Insel und Ashworth Park auf sich? Warum wird Abby jeden Abend in die Serie katapultiert und wie kommt sie dort wieder raus? Wegen der offenen Fragen werde ich vllt auch noch zum zweiten Teil der Trilogie greifen und hoffen, dass dieser mich überzeugen kann.

Leider kann "Rosen und Seifenblasen" für mich der guten Kritik nicht gerecht werden. Die Buchgestaltung und die Idee sind klasse, doch die Umsetzung verschenkt das meiste wieder. Die Figuren sind zu flach, die Handlung zu wirr und der Humor zu aufgesetzt. Was total schade ist, ich hätte das Buch nach den ganzen guten Stimmen so gerne auch gemocht. Doch so wurden die gerade mal 315 Seiten eine sehr zähe Angelegenheit.

Ich bin Produkttesterin für meinhaustier.de!

So in etwa lautete auch die Betreffzeile der E-mail, die ich vor wenigen Wochen erhielt und direkt meinen Tag rettete.
Das Hautierportal meinhaustier.de suchte exklusive Produkttester, die in regelmäßigen Abständen Produkte zugesandt bekommen und ausgiebig testen dürfen. Das klang für mich natürlich total verlockend. Schließlich finde ich es am spannensten neue Produkte für meine Vierbeiner auszuprobieren.

Ich war gespannt wie sich die Zusammenarbeit mit der Plattform, welche übrigens fast 200.000 fb-Follower hat, gestalten würde. Kurz darauf kam sogar ein Kooperationsvertrag ins Haus geflattert. Keine Angst, ich lasse mir meine Meinung (leider) nicht teuer bezahlen, sondern darf die Produkte schlicht behalten, was schon wirklich toll ist!

Das ist übrigens meine Vorstellung auf meinhaustier.de:

Eine Woche später kamen dann zwei große Pakete an, ein neuer Kratzbaum und Futter für Molly und später Futter für Theo. Ich bin jedesmal sehr dankbar, wenn der Postbote  an der Tür klingelt und stürze mich direkt ans ausprobieren. Zum Glück spielen Molly und Theo da bestens mit.

Leider darf ich die Testberichte nicht Wort für Wort auf meinem Blog veröffentlichen (Teil des Vertrages), aber das ist nicht weiter tragisch, ich werde die Berichte einfach in meinen Blogposts verlinken.

Der erste ist übrigens schon online. Es handelt sich um das Katzenfutter der Symphonie-Reihe von Granatapet, welches bei mir mit seinen Inhaltsstoffen total punkten konnte. Molly tut sich teilweise noch etwas schwer mit dem Nassfutter, aber das kenne ich von ihr auch nicht anders.

Hier findest Du den kompletten Bericht. 

In Kürze folgt dann mehr und ich bin wirklich sehr ausgelastet mit Berichten, aber ich freue mich darüber.

Montag, 21. März 2016

Meine Kurzgeschichte für das Schreibfest des Egmont LYX-Verlages.

Ich habe es gewagt. Ohne viel darüber nachzudenken. Habe es einfach getan.
Ich weiß ja nicht, ob ihr es wusstet, aber ich bin bei der Schreibplattform "Storyboard" des Egmont LYX-Verlages (mehr oder weniger) aktiv.
Zu Beginn des Jahres wurde zu einem Schreibwettbewerb aufgerufen. Die 10 besten Kurzgeschichten zum Thema "Bad Boys" sind gesucht.
Eigentlich nicht unbedingt mein Thema weil ich mit Bad Boys aktuell ganz stark das Contemporary Romance Genre verbinde. Also eine Grundlage, die mich nicht zum Schreiben reizen würde. Da der LYX Verlag allerdings keine Vorschriften gemacht hat, in welcher Welt die Geschichte spielen soll, habe ich meinen "Bad Boy" kurzerhand in ein fantastisches Reich verfrachtet.

Meine Kurzgeschichte trägt den Titel "Der Fluch des Greifen". Darin geht es um einen Fluch, der jede Nacht das Land Candor heimsucht und die Einwohner der Dörfer in Schrecken versetzt. Myra führt im Finkenwald ein ruhiges Leben bis sie zum Berg des Greifen verschleppt wird, um dort dem düsteren Midan zu Diensten zu sein. Myra soll seinen ganz persönlichen Fluch brechen.

Auf 15 Seiten habe ich soetwas wie einen Romanbeginn gestartet. Es ist keine abgeschlossene Geschichte an sich, doch viele Kurzgeschichten sind nicht mit einem absoluten Ende geschrieben.
Innerhalb von einer Woche habe ich die Welt um Candor und die Figuren in meinem Kopf reifen lassen und schließlich aufs Papier gebracht.
Dabei ist die Geschichte weit davon entfernt perfekt zu sein. Wie ich anhand eines sehr ausführlichen Kommentars auf der Schreibplattform auch gesehen habe. Aber das wusste ich bereits. Ich bin selbst sehr kritisch und die Geschichte ist nicht mein Optimum. Gleichzeitig freut mich der Kommentar sehr und ich finde es unglaublich, dass sich jemand die Mühe gegeben hat so einen Feedback zu erarbeiten. Vielen Dank an den Verfassenden!
Ich weiß, der Text muss wirklich noch überarbeitet werden. Es liegt fast die Rohfassung vor, weil ich einen Tag vor Deadlineende mit dem reinen Schreiben fertig geworden bin. Mehr oder weniger fertig, denn wie gesagt, das Ende ist sehr offen.

Was passiert nun mit der Geschichte?
Aktuell läuft die Abstimmungsphase. Es sind 47 Geschichte im Wettbewerb und von diesen werden nur die 10 besten vor eine Jury des Verlages kommen. Diese wählt schließlich die beste Kurzgeschichte aus. Die Autorin der besten Geschichte (es haben nur Autorinnen teilgenommen!) erhält ein 5-tägiges Romancoaching von einer Autorin/Lektorin. Welch ein einmaliges Erlebnis und eine tolle Chance. Denn aus der besten Kurzgeschichte soll schließlich ein Roman werden, der im digitalen Programm des Verlages erscheinen soll. Was für eine einmalige Chance!

Ich würde mich sehr freuen, wenn Du einmal bei meiner Geschichte auf dem LYX-Storyboardportal vorbeischaust und Deine Stimme für meine Geschichte dalässt. Natürlich nur, wenn sie Dir auch gefällt. Für ehrliches Feedback bin ich immer zu begeistern. Immer her damit.

Hier geht es zu meinem Beitrag:
https://lyx-storyboard.de/buch/der-fluch-des-greifen

Ps: Der Vorspanntext auf der Beitragsseite ist total falsch. Das hat man beim Verlag leider ein wenig verhauen und kann es nun nicht mehr abändern. :( Trotzdem happy reading! :)

4 von 5 für "Kultautos der 70er und 80er Jahre" von Jan Boyd

Erwischt! Ich mag Autos seit ich vor knapp 2 Jahren mein erstes eigenes Auto kaufte. Mein Toyota IQ ist übrigens auch eine kleine Seltenheit auf den deutschen Straßen.
Mittlerweile liebe ich es auch Autosendungen auf Dmax zu schauen, Top Gear, Fast 'n loud oder die Gebrauchtwagen Profis. Old- und Youngtimer haben ihren ganz eigenen Charme und  sind fernab vom Einheitsbrei der heute auf den Straßen unterwegs ist.

Eine Sammlung der Youngtimer aus den 70er und 80er Jahren präsentiert Jan Boyd in seinem Sammelband. Dabei werden ausgewählte Kultautos deutscher, europäischer, asiatischer und amerikanischer Hersteller vorgestellt. Nach einer kurzen Einleitung, in der für Anfänger (wie mich) die Klassifizierung genauer erklärt wird, folgt die Auflistung namhafter Automarken von A-Z mit ihren Kultobjekten.

Jedes Fahrzeug wird mit einer kurzen Anekdote vorgestellt. Außerdem gibt es die technischen Eckdaten, wie Modell, Motor, Geschwindigkeit, Hubraum, Leistung und Bauzeit zum nachlesen.
Ich hätte mir hier noch die Angaben zum damaligen Kaufpreis und den heutigen Wert je nach Zustand gewünscht, auch wenn diese Angabe immer schwankend ist, wäre ein Vergleich trotzdem interessant für mich gewesen.
Gespickt wird dies mit Fotos von verschiedenster Qualität, die an Straßenrändern, bei Schauen oder während der Fahrt aufgenommen wurden sind. Einige Bilder sind aufgrund von Verpixelungen und Zensuren und der Umgebung in der sie entstanden, nicht gerade Hingucker. Mich stört dies ein wenig, Autonarren werden dies vielleicht nicht einmal bemerken.
Für mich stimmt das Preis-Leistungsverhältnis des Bildbandes. Für 10 Euro bekomme ich viel Buch und einen tollen Geschenktipp. Das wird mein Buch auch werden, ein Geschenk für meinen Freund, in das ich vorher noch ausgiebig schmökern werde.

Danke an den Bassermann-Verlag für dieses Rezensionsexemplar!


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