Dienstag, 18. August 2026

Abbruch | Red Star Rebels von Amie Kaufman



Wir schreiben das Jahr 2067 und befinden uns auf dem Mars. Durch die Evakuierung der UN-Station auf dem Mars bleiben versehentlich die illegale Siedlerin Cleo und Unternehmenserbe Hunter zurück. Doch dann tauchen einige Piraten auf und haben Bomben im Gepäck. Um zu überleben, müssen Hunter und Cleos zusammenhalten, dabei könnten die Gegensätze zwischen Ihnen nicht größer sein.

Nach der diesjährigen Mondmission war ich empfänglich für ein Weltraumabenteuer, wobei Sciene Fiction nicht gerade mein Genre ist. Doch der Klappentext klang echt gut und daher wollte ich der Geschichte eine Chance geben. Um dann etwas tun zu müssen, was ich so selten mache: Ein Hörbuch abbrechen.

Der Einstieg in die Geschichte erfolgt ohne Umschweife, wir landen mit Hunter auf dem Mars. Seiner Familie gehört ein Unternehmen, welches für die Besiedlung des Mars verantwortlich ist. Ihm steht dort also alles offen. Cleo hingegen muss möglichst unentdeckt bleiben, denn sie dürfte sich gar nicht auf dem roten Planeten aufhalten. Die Geschichte wird aus beiden Perspektiven erzählt, wobei Hunter glaubt, das Cleo eine Mitarbeiterin auf der Station ist. Sie weiß allerdings, wen sie da vor sich hat. Was mich seht störte und im Gesamtkontext der Geschichte total irritierte: Es herrscht eine enorme Insta-Lust. Beide stellen in den unmöglichsten Situationen fest, wie gutaussehend oder heiß der andere doch ist. Leute, ihr müsst gegen eine Bedrohung ankämpfen, die Wahrscheinlichkeit, dass ihr dies nicht überleben werdet, ist verdammt hoch! Was macht ihr da also?! Und dies passiert wirklich sofort, innerhalb der ersten eins, zwei Stunden werden Händchen gehalten und krasse Deeptalks ausgepackt. Die Geschichte hatte mich da einfach verloren. Dabei hätte es doch so rasant und spannend sein sollen, doch ich verlor den Fokus von der Geschichte, weil es mich wirklich nicht fesseln konnte, welche Kindheitstraumata beide aufarbeiten müssen, während im Hintergrund eine Bombe tickt. Nach 50% zog ich dann die Reißleine und investierte meine Zeit lieber in ein anderes Hörbuch.

Dabei hätte die Geschichte wirklich eine kurzweilige Angelegenheit sein sollen. Das Hörbuch hat gerade mal 7h und wurde von Aileen Wrozyna und Tim Gössler eingelesen. Beide machten einen soliden Job.

Trotzdem war Amie Kaufmans „Red Star Rebels“ für mich ein Flop und einer der wenigen Hörbuchabbrüche bisher.

1/5

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