Dienstag, 31. März 2020

Gemeinsam Lesen #128 | Currently reading

Am heutigen Dienstag möchte ich auch wieder an der Aktion der "Schlunzenbücher" teilnehmen.

 

 

1. Welches Buch liest du gerade?

Ich lese gerade in einer Leserunde "für immer und dich" von Anna Rosina Fischer, in dem sich zwei Jugendlich in einer Berliner Bahn begegnen, den Nachmittag miteinander verbringen und schließlich wieder aus den Augen verlieren.





2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
"Ich bin fast ein bisschen enttäuscht, sagte mein bester Kumpel Rick mit vorgeschobener Unterlippe, als wir gemeinsam tiefenentspannt das mir so verhasste Schulgebäude verließen." 
S. 83


3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden?

Mir gefällt die Geschichte bisher richtig gut. Ich bin überrascht, wie schnell ich in der Geschichte vorankomme, was immer ein sehr gutes Zeichen ist. Die Autorin hat einen sehr besonderen Schreibstil, der nichts beschönigt. Überhaupt zeichnet sie ein sehr tristes, dreckiges und kritisches Bild von Berlin.
Jonas ist ein lässiger Typ, der immer einen witzigen Spruch auf Lager hat. Das mag ich an ihm. Von unserer Protagonistin wissen wir noch nicht so viel. Nicht mal ihren Namen. Ich bin gespannt, was mit ihr passiert ist, denn sie wird sich wohl nicht mehr an die Bahnfahrt erinnern, laut Klappentext. Kennt ihr "Songbird" von der Autorin? Das soll ja richtig gut sein und der Klappentext klingt auch mega!

4. Hat sich die Buchbloggerszene in den letzen Jahren verändert?

Ein ganz klares: Keine Ahnung!

Lasst mir doch gerne in den Kommentaren einen Link zu eurem Beitrag da. Ich schaue später vorbei! :)

Montag, 30. März 2020

Buchtipp | Ferryman. Der Seelenfahrer von Claire McFall

Auf diesen Titel aus dem aktuellen Arctis-Programm hatte ich mich schon sehr gefreut, denn er klang nach einer atemberaubenden und vor allem neuartigen Geschichte, die ich mir nicht entgehen lassen wollte.


Dylan sitzt im Zug auf dem Weg zu ihrem allerersten Treffen mit ihrem leiblichen Vater, als das große Unglück passiert. Dylan stirbt und erwacht im Niemandsland. Dort trifft sie auf Tristan, der sie persönlich durch dieses Land führen soll damit ihre Seele Erlösung findet. Dies hat er schon tausendmal getan, doch bei Dylan ist der Job anders...

Was mich an diesem Buch ansprach, war die Thematik! Ich kannte bisher noch kein Jugendbuch, dass sich mit so einem Thema beschäftigt. Im ersten Moment dachte ich bei dem Titel "Ferryman" an die Seelen, die in der Unterwelt über den Fluss setzen müssen. Doch mit der griechischen Mythologie hat diese Geschichte nicht viel zu tun.

Dylan lebt in Schottland allein bei ihrer Mutter. Nach 16 Jahren soll sie zum ersten mal ihren Vater kennenlernen. Doch zu diesem Treffen soll es nicht kommen. Dylan ist eine sehr starke Protagonistin, die sich nicht so gerne an die Regeln hält. Sie nörgelt gerne und hasst das Wandern, was ich irgendwie sympatisch fand! :D

Nach ihrem Tod gerät sie in das Niemandsland und trifft dort auf ihren ganz persönlichen Seelenwanderer, der ihrer Seele weiterhelfen soll, sonst würde sie für immer sterben und nicht weiterleben dürfen. Dies ist Tristan. Er nimmt die jeweilige Gestalt einer Vertrauensperson für seinen Schützling an. Mit Dylans aufmüpfiger Art muss er erstmal zurecht kommen. Tristans Figur fand ich leider ein wenig blass und nicht so interessant ausgearbeitet, wie sie es hätte sein können.

Dafür war die Welt sehr interessant und einfach neuartig. Das gefiel mir gut. Im Niemandsland warten auch einige Gefahren und so sind die Seelen nur in speziellen Unterkünften auf ihrer Reise sicher.

Dylan und Tristan knüpfen auf ihrer Tour ein zartes Band, das es eigentlich nicht geben darf und so fällt Dylan ein paar weitreichende Entscheidungen. Ich war ein wenig erstaunt, wie schnell es zwischen beiden ging, denn eine wirkliche Chemie konnte ich zwischen ihnen leider nicht spüren.

Was allerdings mein größter Kritikpunkt ist, sind die Längen in der Handlung, welche in den ersten und letzten 100 Seiten vermehrt auftraten. Das fand ich sehr schade, denn die Geschichte hätte einfach noch mehr Potenzial gehabt, welches nicht so ganz zünden wollte.

"Ferryman" von Claire McFall ist eine Jugendbuchneuerscheinung aus dem Arctis Verlag, die mit einer ungewöhnlichen und interessanten Idee daherkommt. Das Setting ist atemberaubend, doch leider schwächeln Lovestory und Handlung ein wenig.

3,5/5

Sonntag, 29. März 2020

Highlight | Loveless. Eine Liebesgeschichte von Katy Regnery

Vor genau einem Jahr entdeckte ich einen Titel aus dem LYX digital-Programm, den ich am liebsten sofort gelesen hätte. Allerdings kam mal wieder alles mögliche dazwischen und so wanderte das Buch auf die Kindle-Warteschleife. Zum Glück konnte ich es nun endlich davon befreien!


Brynn hat vor zwei Jahren ihren Verlobten und auch die Freude am Leben verloren. Als sie sich endlich beschließt mit allem Abzuschließen, unternimmt sie eine Wanderung auf den Lieblingsgipfel ihres verstorbenen Verlobten. Dort passiert ihr allerdings etwas Traumatisches und so gerät sie an Cassidy, der allein in einer einsamen Hütte haust und sich schwor, niemals zu lieben. Dafür hat er auch einen guten Grund...

Zu erst muss ich loswerden, dass ich nur aufgrund des Klappentextes und der Leseprobe auf die Geschichte aufmerksam wurde. Ein Coverkauf wäre das wohl niemals geworden, denn der deprimiert dreinblickende Hipster ist ja wirklich sowas von 0815! Ich hätte mir gewünscht, dass man das originale Cover übernommen hätte, denn auf diesem sind Blutspritzer an einer Wand zu sehen, die ein Herz formen. Das klingt zwar ganz schön makaber, passt aber auf mehreren Ebenen perfekt zur Handlung!

Die Geschichte beginnt sehr emotional, denn wir erleben Brynns Alltag und erfahren, was mit ihrem Verlobten passierte. Sie tat mir unglaublich leid und gleichzeitig wünschte ich ihr, dass sie sich aus allem Befreien kann. Das tut sie schließlich auch und unternimmt einen Ausflug zu dem Berg, den ihr Verlobter in und auswendig kannte. Dort passiert ihr etwas Unaussprechliches. (Nein, hier wird zum Glück niemand vergewaltigt!)

So gerät Brynn an Cassidy, der einsam in einer Hütte haust und Berührungspunkte mit der Zivilisation weitestgehend vermeiden will, denn Cassidy ist der Sohn eines verurteilten Serienmörders und lebt in der Angst dieses Gen auch in sich zu tragen! Diesen Aspekt fand ich sehr interessant, denn die Autorin geht auch etwas näher auf diese Thematik ein.
Gleichzeitig lernen wir Cassidy als einen herzensguten jungen Mann kennen, der fast eine kindliche Unschuld in sie trägt. Dadurch, dass er seit seiner Kindheit dort lebt, kennt er viele alltägliche Dinge, wie das Internet und Fernsehsendungen oder Smartphones.

Dass er so ein unbeschriebenes Blatt war, machte ihn auch in den Interaktionen mit Brynn so spannend. Ich hatte jedes Mal ein Prickeln auf der Haut, wenn beide aufeinandertrafen und das war einfach toll und einzigartig zu erleben. Die Geschichte ist sehr romantisch und in dieser Hinsicht auch ein wenig drüber. Doch das passte und war unglaublich unterhaltsam.

Gleichzeitig hat das Buch sehr viele düstere Szenen, mit denen ich so erstmal nicht gerechnet hatte, denn auch diese jagten mir einen Schauer über die Haut. Die Handlung ging am Ende sehr glatt, aber nicht vorhersehbar aus und auch das war ein großer Pluspunkt.

Ein paar Worte möchte ich noch zur "Qualität" des Ebooks verlieren, bzw. zu meiner Ausgabe, diese können ja immer wieder vom Verlag korrigiert werden. Jedenfalls traten wahnsinnig viele Rechtschreibfehler auf und ich fand es total irritierend, dass gerade zum Beginn ganze Sätze am Ende einer Seite wegbrachen oder sich zum Beginn der nächsten Seite wiederholten. Das störte den Lesefluss extrem.

"Loveless" von Katy Regnery ist eine ganz andere Liebesgeschichte, in der zwei sehr tragische Figuren aufeinandertreffen und lernen wie es ist zu lieben. Das war sehr schön erzählt und kam mit einigen Wendungen daher, mit denen ich nicht gerechnet hätte. Daher kann ich es nur wärmstens weiterempfehlen.

5/5

Samstag, 28. März 2020

Ausgepackt | Natur pur - Überraschung von Rossmann

Als ich in dieser Woche von der Arbeit nach Hause kam, erwartete mich eine Überraschung, mit der ich überhaupt nicht gerechnet hatte. Ein Paket von Rossmann stand bereit und dabei hatte ich nichts bestellt gehabt. (Klopapier ist nämlich auch online bei Rossmann ausverkauft! :D ) Als ich einen Blick hinein warf, entdeckte ich den Gewinn des Natur pur-Naturkosmetikgewinnspiels.


Und diesen möchte ich euch hier auch unbedingt zeigen!


Freitag, 27. März 2020

Abgebrochen | Die Stummen Wächter von Lockwood Manor von Jane Healey

Auf Lovelybooks entdeckte ich eine Neuerscheinung von Hanser, die richtig gut klang und mich total neugierig machte. Allerdings wurde meiner Begeisterung schnell wieder den Stecker gezogen, als ich sie in den Händen hielt und zu lesen begann.


Hetty arbeitet im Museum und betreut dort die Sammlung der Säugetiere. Allerdings tut sie dies in einer sehr unsicheren Zeit, denn der 2. Weltkrieg steht vor der Tür. Daher nimmt sie ein unverhofftes Hilfsangebot an und zieht mit ihrer Sammlung in das Herrenhaus Lockwood Manor. Dieses hat seine besten Tage hinter sich und irgendwie scheinen die präparierten Tiere übernacht lebendig zu werden...

Ich liebe ein bisschen Spuk und Mystery in alten Herrenhäusern und freute mich daher sehr darauf in Lockwood Manor zu verschwinden. Das Cover ist dazu auch traumhaft schön und passt auch zur Geschichte.

Da ich schon mal in einem Museum arbeitete und auch die Säugetiersammlung des Naturhistorischen Museums in Berlin großartig finde, hätte das Buch perfekt für mich sein müssen.

In den ersten Kapiteln war ich auch noch euphorisch bei der Sache, doch dann begann die Geschichte einfach wirr zu werden. Mein größtes Problem hatte ich leider mit dem Schreibstil gehabt. Die Autorin rasselt eine Fülle an Beschreibungen und Begebenheiten in wenigen Sätzen herunter, dass es mir unmöglich war mitzuhalten.
Dabei erzählte sie in einem Atemzug Belangloses und Dinge, die für die Handlung sicher noch relevant geworden wären. Allerdings schaltete ich immer viel zu schnell ab. Ich erwischte mich abends sogar dabei, wie ich über dem Buch einschlief und das ist nun wirklich kein gutes Zeichen. So ermüdend empfand ich den Erzählstil der Autorin.

Ich habe über 70 Seiten gelesen, als ich beschloss abzubrechen. Bis dahin ist einfach auch nichts passiert. Ich habe dann erst wirklich herausgefunden, dass die Protagonistin Hetty heißt. Keine Ahnung, wann mir das schon einmal bei einem Buch passiert ist!

Das ist einfach so schade, denn die Geschichte hatte so viel Potenzial. Das Setting ist toll, die mysteriöse Thematik hätte perfekte Unterhaltung werden können. Und ich finde es mutig von der Autorin, dass die Protagonistin im Laufe des Buches möglicherweise mit der Tochter des Hauses Lockwood Manor anbandeln wird. Nur werde ich niemals zu diesem Punkt gelangen. Das hat mir der ermüdende Schreibstil leider tüchtig verhagelt.

Jane Healeys "Die stummen Wächter von Lockwood Manor" hatte das Potenzial ein tolles Buch zu werden. Nur leider wollte das mit uns einfach nicht klappen. Schade um die wunderbare Idee und das tolle Cover. :(

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