Kaylin betreibt zusammen mit ihrem Bruder Eric sehr erfolgreich eine Bar und einen Nachtclub in Miami. Beruflich läuft es gut für die junge Irin und auch privat hat sie mit Nevin einen Mann an ihrer Seite, der zwar kommt und geht, wann es ihm passt, mit dem sie allerdings auch ihre geheimsten Fantasien ausleben kann. Der Undercoverpolizist scheint allerdings zu keiner engen Bindung fähig zu sein.
In einer Nacht bricht Kaylins Leben auseinander, als ihr Bruder ermordet wird und Nevin sich von ihr entfernen muss.
Da tritt der attraktive und geheimnisvolle Ciaran in ihr Leben und saugt sie in einen gefährlichen Strudel voll Verlangen und Abgründe ein.
Um ehrlich zu sein, bin ich auf "Undercover Lover" (was für ein schlimmer Titel) nur aufmerksam geworden, weil mir das Cover sofort ins Auge stach. Mich spricht die Farbgebung und der ästhetische Frauenkörper total an. Als ich dann las, dass es ein erotischer Roman mit tatsächlicher Handlung ist, nämlichen einem gut ausgearbeiteten Thrilleranteil, gab ich dem Buch gerne eine Chance.
Auf seinen fast 300 Seiten schreitet das Buch im rasanten Tempo voran. Dabei reihen sich explizite Szenen zwischen Kaylin und ihrem Freund mit gewissen Vorzügen - Nevin - und dem geheimnisvollen Fremden Ciaran in die Krimihandlung ein. Diese sind nicht von der soften Sorte und einige Tabubrüche klopfen auch an, was allerdings den Reiz des Thrillers ausmacht. Zartbesaitete sollten lieber die Finger davon lassen.
Der Mordfall und Nevins Undercoverermittlungen sind miteinander verwoben auch wenn schnell klar wird, wie das Buch ausgehen würde, habe ich die Geschichte doch verschlungen. Mir gefiel auch, dass Kaylin als Protagonistin kein dummes, gefühlsduseliges Mädchen war, sondern eine Frau mit Köpfchen, die zwar zwischen zwei Männern steht, sich allerdings nahm was sie will.
Romantikerin werden zum Ende hin auch noch auf ihre Kosten kommen, so ist "Undercover Lover" kein reiner schnöder Erotikroman, sondern ein Thriller mit erotischen und romantischen Elementen, der gut zu unterhalten weiß.
Das einzige Manko des Buches ist für mich die Vorhersehbarkeit der Handlung und der teilweise etwas holprige Schreibstil der Autorin Jazz Winter. Ansonsten hat mich das Buch positiv überrascht.
Vielen Dank an den Heyne-Verlag für das Rezensionsexemplar!
... deswegen gibt es hier auch Produkttests sowie Musik- und Filmkritiken.
Freitag, 11. März 2016
Montag, 7. März 2016
5 von 5 für "Im freien Fall oder wie ich mich in eine Pappfigur verliebte" von Jessica Park
Es fällt mir schwer bei diesem wundervollen Buch, aber heute muss ich mich wohl kurzfassen, denn ich kann nur einhändig tippen. Doch ich will nicht jammern, denn die Bühne gehört allein: "Im freien Fall oder wie ich mich in eine Pappfigur verliebte".
Der skurrile Titel war es, der meine Aufmerksamkeit auf das Buch lenkte. Die Geschichte klang noch skurriler: Julie zieht nach Boston um dort als Collegestudentin ein neues Leben zu beginnen, kaum dort angekommen, stellt sie fest, dass sie gar keine Wohnung hat. In ihrer Not kommt sie bei der Collegefreundin ihrer Mutter und deren Familie unter. Der clevere Nerd Matt ist sicher Julies normalster, neuer Mitbewohner, denn neben ihm lebt auch noch die sonderbare 13-jährige Celeste und ihr ständiger Begleiter Papp-Finn im Haus. Papp-Finn ist die lebensgroße Pappfigur des großen Bruders Finn, der, sich gerade auf Weltreise befindlich, Julie via Facebook in seinen Bann zieht.
Mir war schon recht schnell klar, wohin die Reise des Buches führen würde. Doch das war nich tragisch, als die Auflösung geschah, war ich trotzdem komplett hin- und mitgerissen. Ich liebe diese Geschichte und ich liebe die Figuren dahinter.
Julie ist so sympathisch und witzig, ihre spitzen Dialoge waren ein kleines Highlight. Aber auch der stille Nerd Matt wächst einem schnell ans Herz. Doch wirklich klasse fand ich Celeste und die Wandlung, welche sie durchlief. Von einem vorpubertären Mädchen mit ernsthaften Problemen entfaltet sie sich zu dem hochintelligenten und außergewöhnlichen Charakter, der sie sein soll.
Gespickt waren die Kapitelanfänge mit den fb-Statusmeldungen von Julie, Finn und Matt. Diese waren teilweise so speziell, dass sie zum genaueren Reflektieren anregen mussten.
Nach dem ich ein wenig brauchte um mich in die Situation einzufinden, war ich im Laufe des Buches immer mehr in der Geschichte gefangen und vergaß oft die Zeit. Das Buch hat viel Humor und viel Emotionalität.
Ich möchte nicht zu viel verraten, außer dass der Roman von Jessica Park es wert ist gelesen zu werden.
Der skurrile Titel war es, der meine Aufmerksamkeit auf das Buch lenkte. Die Geschichte klang noch skurriler: Julie zieht nach Boston um dort als Collegestudentin ein neues Leben zu beginnen, kaum dort angekommen, stellt sie fest, dass sie gar keine Wohnung hat. In ihrer Not kommt sie bei der Collegefreundin ihrer Mutter und deren Familie unter. Der clevere Nerd Matt ist sicher Julies normalster, neuer Mitbewohner, denn neben ihm lebt auch noch die sonderbare 13-jährige Celeste und ihr ständiger Begleiter Papp-Finn im Haus. Papp-Finn ist die lebensgroße Pappfigur des großen Bruders Finn, der, sich gerade auf Weltreise befindlich, Julie via Facebook in seinen Bann zieht.
Mir war schon recht schnell klar, wohin die Reise des Buches führen würde. Doch das war nich tragisch, als die Auflösung geschah, war ich trotzdem komplett hin- und mitgerissen. Ich liebe diese Geschichte und ich liebe die Figuren dahinter.
Julie ist so sympathisch und witzig, ihre spitzen Dialoge waren ein kleines Highlight. Aber auch der stille Nerd Matt wächst einem schnell ans Herz. Doch wirklich klasse fand ich Celeste und die Wandlung, welche sie durchlief. Von einem vorpubertären Mädchen mit ernsthaften Problemen entfaltet sie sich zu dem hochintelligenten und außergewöhnlichen Charakter, der sie sein soll.
Gespickt waren die Kapitelanfänge mit den fb-Statusmeldungen von Julie, Finn und Matt. Diese waren teilweise so speziell, dass sie zum genaueren Reflektieren anregen mussten.
Nach dem ich ein wenig brauchte um mich in die Situation einzufinden, war ich im Laufe des Buches immer mehr in der Geschichte gefangen und vergaß oft die Zeit. Das Buch hat viel Humor und viel Emotionalität.
Ich möchte nicht zu viel verraten, außer dass der Roman von Jessica Park es wert ist gelesen zu werden.
Samstag, 5. März 2016
Rinti Huhn Pur - Hundefutter im Test
Für die Futtertester durfte mein Jack Russell Terrier Theo das neue Hundefutter "Huhn Pur" von Rinti testen. Ich mag die Marke sehr gern, da das Futter für einen hohen Fleischanteil und tolle Qualität steht, mit dem wir sehr gute Erfahrungen gemacht haben.
Das besondere am neuen Nassfutter ist, dass Junghühner per Hand zerkleinert und in die Dose abgefüllt werden. Darin werden sie schonend gegart. Der Hund bekommt als einen puren Fleischgenuss serviert.
Als das Testpaket uns erreichte, war ich sehr über dessen Inhalt überrascht.
Ich war sehr gespannt wie das zerteilte Junghuhn (samt weichgegarter Knochen!) in der Dose wohl ausschauen würde. Neben etwas Gelee ist auch ganz eindeutig das Hühnchenfleisch erkennbar. Die Stücken sind mal größer und mal kleiner.
Das besondere am neuen Nassfutter ist, dass Junghühner per Hand zerkleinert und in die Dose abgefüllt werden. Darin werden sie schonend gegart. Der Hund bekommt als einen puren Fleischgenuss serviert.
Als das Testpaket uns erreichte, war ich sehr über dessen Inhalt überrascht.
Denn neben den beiden 825g Dosen waren auch noch Snacks für Theo als Zugabe enthalten. Zum einen der Zahnpflegesnack Chicko Dent, welchen ich auch schon des öfteren nachkaufte, da Theo die Zahnpflege mit reinem Fleisch besser zusagt, als die synthetischen Dentasticks. Theo beschäftigt sich länger mit dem Fleisch im Hautstreifen und die Ergebnisse an seinen Zähnen überzeugen auch mich.
Und zum anderen war mit Sensible ein gefriergetrocknetes Hühnenfleisch dabei, welches erstaunlicherweise sehr gut gerochen hat. Dieses Produkt kannten Theo und ich noch nicht, doch dafür fiel es ihm umso schwerer davon die Nase zu lassen.
Doch nun zum eigentlichen Testprodukt, dem Nassfutter Huhn pur, welches in den 825g Dosen daherkam. Persönlich würde ich zu so einer großen Größe nicht greifen, da sie für Theo zu lange offen stehen würde. Positiv hervorheben, möchte ich allerdings, dass die Dosen zusammen mit einem praktischen Verschlussdeckel geliefert wurden.
Ich habe mich an den Fütterungsempfehlungen orientiert und Theo 4 Mahlzeiten a ~ 200g gegeben, da er täglich Trockenfutter bereitgestellt bekommt. Die Menge im Napf sah im ersten Moment recht wenig aus, da es sich um pures Fleisch handelt, ist die Berechung allerdings auch etwas anders als bei vergleichbarem Nassfutter.
Ich war sehr gespannt wie das zerteilte Junghuhn (samt weichgegarter Knochen!) in der Dose wohl ausschauen würde. Neben etwas Gelee ist auch ganz eindeutig das Hühnchenfleisch erkennbar. Die Stücken sind mal größer und mal kleiner.
Theo hat sich - wie nicht anders zu erwarten - direkt auf das Futter gestürzt. Ihm hat es sehr gut geschmeckt.
Dem Hersteller war bei diesem Futtertest die Akzeptanz der Nahrung sehr wichtig und so hieß es, gut beobachten, was in den nächsten Tagen da so aus Theo herauskommen würde. Leider hat sich sein Stoffwechselendprodukt doch stark an Farbe und Konsistenz verändert. Ich denke, das liegt an dem Fettgehalt, denn in der Dose hatte sich gerade am Boden recht viel Fett, was vllt. aus der Haut des Huhns stammt, abgesetzt. So viel komprimiertes Fett würde ich auch nicht vertragen und bei Theo hat es leider auch auf die Verdauung geschlagen.
Dieser Punkt sollte vom Hersteller allerdings behebbar sein, sodass Rinti Huhn Pur ein tolles neues Nassfutter für Hundehalter sein kann, die auf die Ernährung ihres Lieblings achten und auch barfen.
Freitag, 4. März 2016
4 von 5 für "Bloodlines: Silberschatten" von Richelle Mead
Für Sydney ist der Super-GAU wahr geworden. Ihre Schwester hat sie verraten und somit ihre Strafe in der Erziehungsanstalt für Alchemisten besiegelt. Sydney soll durch die unmenschlichen Methoden der Alchemisten gebrochen und zu neuem Gehorsam erzogen werden. Doch Sydney wäre nicht unsere Heldin der Bloodlines Reihe wenn sie alles Verraten und Vergessen würde was liebt. Doch der Weg nach Draußen scheint unauffindbar zu sein. Sie setzt alles daran um auch ihre Mitgefangenen zu mobilisieren und Adrian zu kontaktieren. Dieser ist zurück an den Hof gekehrt, wo er seine Verzweifelung über Sydneys Verschwinden mit ganz viel Alkohol zu ertrinken versucht. Von Königin Lissa darf er keine Hilfe erwarten und die Zeit rennt den beiden Liebenden davon.
Der mittlerweile 5.Teil der Bloodlines Reihe von Richelle Mead ist ein Muss für mich gewesen. Nachdem ich lange pausiert hatte und überlegte, ob ich die Reihe überhaupt fortsetzen sollte, hatte mich schon im vergangenen Teil das Moroi-Fieber wieder gepackt. Dafür mag ich Richelle Mead und ihre Vampirwelt viel zu sehr, als dass ich diese Reihe abbrechen könnte. Auch wenn ich etwas brauchte um mit Sydney und der steifen Alchemisten-Gemeinschaft warm zu werden.
Der Einstieg in "Silberschatten" war ähnlich schwierig, das zwei Drittel des Buches in Isolation der beiden Protagonisten stattfindet. Es ist einfach wahnsinnig deprimierend mitzuerleben, wie Sydney gequält wird und trotzdem alles daran setzt aus der Umerziehung auszubrechen. Ihre Bemühungen sind leider nur selten von Erfolg gekrönt.
Ähnlich niederschmetternd war der Handlungsstrang um Adrian, der sich wie zu alten Zeiten gehen lässt und sogar mit einem Moroimädchen anbandelt. Es brauch seine Zeit bis er sich fängt und Sydney schließlich zu befreien versucht.
An diesem Punkt (ca. die letzten 100Seiten) geht es mit dem Buch bergauf. Die Handlung zieht an und wird richtig spannend. Am Ende gibt es sogar ein fullminantes Finale in Las Vegas bei dem zwar Glocken erklingen, die allerdings neue Probleme für den letzten Band der Reihe bereithalten.
Für mich war "Silberschatten" ein notwendiger Teil in der Reihe, um Sydneys Werdegang entgültig zu besiegeln, allerdings habe ich hier Leichtigkeit und altbekannte Charaktere wie Mrs. Tervilliger und die Schüler und Dhampire der High School in Palm Springs sehr vermisst. Jill und co. sind mir da zu kurz gekommen.
Außerdem würde ich mir wünschen, dass die Bösewichte der Handlung endlich einmal vollkommen für ihre Taten büßen müssen und nicht immer nur mit einem blauen Auge davon kommen.
Ich hoffe Richelle Mead hält die große Abrechnung für den "Rubinroten Zirkel" noch bereit.
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| Bildquelle |
Der mittlerweile 5.Teil der Bloodlines Reihe von Richelle Mead ist ein Muss für mich gewesen. Nachdem ich lange pausiert hatte und überlegte, ob ich die Reihe überhaupt fortsetzen sollte, hatte mich schon im vergangenen Teil das Moroi-Fieber wieder gepackt. Dafür mag ich Richelle Mead und ihre Vampirwelt viel zu sehr, als dass ich diese Reihe abbrechen könnte. Auch wenn ich etwas brauchte um mit Sydney und der steifen Alchemisten-Gemeinschaft warm zu werden.
Der Einstieg in "Silberschatten" war ähnlich schwierig, das zwei Drittel des Buches in Isolation der beiden Protagonisten stattfindet. Es ist einfach wahnsinnig deprimierend mitzuerleben, wie Sydney gequält wird und trotzdem alles daran setzt aus der Umerziehung auszubrechen. Ihre Bemühungen sind leider nur selten von Erfolg gekrönt.
Ähnlich niederschmetternd war der Handlungsstrang um Adrian, der sich wie zu alten Zeiten gehen lässt und sogar mit einem Moroimädchen anbandelt. Es brauch seine Zeit bis er sich fängt und Sydney schließlich zu befreien versucht.
An diesem Punkt (ca. die letzten 100Seiten) geht es mit dem Buch bergauf. Die Handlung zieht an und wird richtig spannend. Am Ende gibt es sogar ein fullminantes Finale in Las Vegas bei dem zwar Glocken erklingen, die allerdings neue Probleme für den letzten Band der Reihe bereithalten.
Für mich war "Silberschatten" ein notwendiger Teil in der Reihe, um Sydneys Werdegang entgültig zu besiegeln, allerdings habe ich hier Leichtigkeit und altbekannte Charaktere wie Mrs. Tervilliger und die Schüler und Dhampire der High School in Palm Springs sehr vermisst. Jill und co. sind mir da zu kurz gekommen.
Außerdem würde ich mir wünschen, dass die Bösewichte der Handlung endlich einmal vollkommen für ihre Taten büßen müssen und nicht immer nur mit einem blauen Auge davon kommen.
Ich hoffe Richelle Mead hält die große Abrechnung für den "Rubinroten Zirkel" noch bereit.
Dienstag, 1. März 2016
4 von 5 für Kill Girl - Tödliches Verlangen von A.R. Torre
Seit drei Jahren hat Deanna keinen Fuß mehr vor ihre Wohnungstür gesetzt. Seit 3 Jahren ist sie als Jessica Reilly erfolgreich im Sexgewerbe tätig. Seit 3 Jahren hat sie niemanden mehr getötet. Seit 3 Jahren wütet in ihr die Gier des Todes, welches sie von der Außenwelt isoliert hält.
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Vor drei Jahren erschütterte Deannas Familie eine unfassbare Tragödie, als einzige Überlebende mit dem unaussprechlichen Drang Menschen zu töten und ihnen Leid zuzufügen, kapselt sich Deanna von der Außenwelt ab. Sie verbarrikadiert sich in einem heruntergekommenen Loft und wird zu Jessica Reilly, einem Camgirl, welches mit seiner Ausdauer und Aussehen viel Geld für sexuelle Dienste vor der Kamera verdient.
Dabei erfüllt sie jeden Kundenwunsch und Fetisch ohne zu urteilen. Schließlich ist der Abgrund ihrer Seele viel tiefer als der ihrer Kunden. Bis sie eines Tages mit einem Pädophilen chattet und kurz darauf ein kleines Mädchen verschwindet, entdeckt Deanna die Parallelen und beginnt zu handeln. Kann sie ihren Drang zu töten überwinden und ein kleines Mädchen das Leben retten?
Auf Youtube bin ich über "Kill Girl-Tödliches Verlangen" von A.R.Torre gestoßen und war direkt von der Rahmenhandlung gefesselt. Ein vergleichbares Buch hatte ich noch nicht gelesen. Dass ein Thriller gepart mit einer Prise Erotik eine gute Unterhaltung sein kann, hat Shannon McKenna mit ihrer McCloud und Freunde Buchreihe bereits bewiesen. Ich war gespannt, wie sich die recht unbekannte Autorin A.R. Torre schlagen würde. In der ersten Hälfte des Buches werden wir direkt in Jessicas Arbeitsalltag als Camgirl hineingeworfen. Einige Kapitel werden mit den Definitionen verschiedener Fetische eingeleitet. Erklärender wird es dann nicht weiter. Ich hatte auch mit mehr Explizität gerechnet. Doch genauere Schilderungen bekommen wir eigentlich nur von Deannas Seelenleben und dem Konflikt in dem sie sich befindet. Hier hätte ich mir mehr Elemente gewünscht, die dem Prädikat "Erotikthriller" gerecht werden. Nichts desto trotz fliegen die kurzen Kapitel schnell dahin, das lag für mich an der interessanten kleinen Welt, die Deanna sich selbst geschaffen hat und aus der sie nun versucht auszubrechen, um ein kleines Mädchen zu retten.
Der Thrilleranteil des Buches erstreckt sich über die zweite Buchhälfte. Er war mehr oder weniger spannend, da vorhersehbar. Auch hier bin ich von einem Thriller härtere Kaliber gewöhnt.
Desweiteren scheint sich eine zarte Verbindung zwischen Deanna und ihrem Paketboten Jeremy anzubahnen. Sie muss ihren Drang zu töten unterbinden. Obwohl sie in einer unvorsichtigen Minute bereits versucht hatte, Jeremy zu erstechen. Deanna musste allerdings feststellen, dass ihr zierlicher Körper Grenzen hat und sie nicht die kraftstrotzende Tötungsmaschine ihrer Vorstellung ist.
Diesen Punkt fand ich von der Autorin sehr realistisch dargestellt. Deanna will zwar töten, befindet sich allerdings nicht in der körperlichen Verfassung, um einen kräftigen Mann zu überwältigen.
Insgesamt hat mich "Kill Girl-Tödliches Verlangen" gut unterhalten. Allerdings ist es nichts Halbes und nichts Ganzes. Um ein herausragender Erotikthriller zu sein fehlt es an beiden Elementen. Dem Buch kommt seine andersartige und interessante Protagonistin sehr zu Gute.
Der zweite Teil erscheint übrigens in wenigen Tagen. Insgesamt sind drei Bänden auf dem amerikanischen Markt erschienen.
Bitte beachte!
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