Donnerstag, 11. August 2016

Neu bei dm: Balea "Doppelte Ergiebigkeit" Deodorant und Antitranspirant

In dieser Woche erreichte mich ganz unverhofft ein Packchen von den dm-Markeninsidern. Ich bekam zwei Produktneuheiten zugesandt, von denen ich kurz berichten möchte.
Das Deodorant "Soft Rock" hält bis zu 24h frisch und enthält keine Aluminumsalze. Der Geruch ist süßlich-blumig und hält den ganzen Tag über an.
Das Anti-Transpirant "Fit for Stress" hat mich heute durch einen nervenaufreibenden Zahnarzttermin begleitet und mein Schwitzen tatsächlich eingedämmt. Es soll bis zu 48h frisch halten, enthält dafür allerdings Aluminium. Der Geruch gefällt mir von beiden am besten, denn er ist fruchtig frisch.

Die Innovation der Produkte liegt an ihrer doppelten Ergiebigkeit. Dank eines veränderten Sprühkopfes soll der 200ml Inhalt die Ergiebigkeit von 400ml besitzen. Ich bin ein wenig skeptisch, ob dies tatsächlich möglich ist. Mir ist allerdings bei der Anwendung aufgefallen, dass der Sprühnebel der Deos viel feiner und mit weniger Druck aus den Dosen austritt. Also möglicherweise weniger Produkt, zielgerichteter auf die Achseln trifft. Ein Versuch sind die neuen Balea-Deos auf jeden Fall wert. Denn sie sind preiswert und halten selbst während des schlimmsten Zahnarztbesuches frisch.

Mittwoch, 10. August 2016

4 von 5 für "Nacht des Begehrens" (IaD1) von Kresley Cole

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Bücher aus dem LYX-Verlag begleiten mich schon seit einigen Jahren in meinem Leseverhalten. Die Immortals after Dark-Reihe von Kresley Cole ist bis jetzt immer an mir vorbeigezogen. Was sicher auch an den schrecklichen Covern und eindeutigen Titeln lag. Allerdings schwärmen so viele von der Reihe, welche mittlerweile fast 15 Titel umfasst, dass ich einfach zugreifen musste, als ich die ersten beiden Teile der Reihe günstig gebraucht bekam.

Doch was passiert im ersten Band "Nacht des Begehrens"?
Lachlain, König der Werwölfe, wurde vor 150 Jahren von den Vampiren gefangen genommen und seitdem aufs Grausamste gefoltert. Als er seine zukünftige Gefährtin wittert, kann er fliehen und trifft zu seinem Entsetzen auf Emmaline.
Emmaline ist ihm nicht nur vorherbestimmt, sie ist auch noch ein Vampir und beide sind sich spinnefeind.

Ich mag fantastische Liebesgeschichten sehr, die Demonica-Reihe von Larissa Ione ist da ein wahres Highlight. Ähnliche Wege geht die Immortals after Dark-Reihe. Unterschiedliche Mythenwesen suchen ihre Liebe und bekämpfen sich gegenseitig. Also beste Vorraussetzungen für gute Unterhaltung.

Vor dem Lesen wusste ich nicht, in welcher Zeit die Handlung angesiedelt sein würde. Der Klappentext klang sehr altertümlich, doch die Handlung spielt in der Gegenwart. Die Strukturen und Hierachien sind auch nicht die modernsten. Nicht verwunderlich, denn unser Protagonist ist immerhin über 1000 Jahre alt. Umso schwerer tut sich Lachlain mit der modernen Welt, in die er nach seiner Flucht hineinkatapultiert wird und vor scheinbar unlösbaren Rätseln steht. Was sind Autos und wie bedient man diese? Dies war eine nette Abwechslung zu all den gelesenen Fantasygeschichten. Etwas anders war auch Emmaline, die als Angsthäsin erzogen wurde. Erst im Laufe des Buches muss sie ihre Attitüde finden und entwickelt sich zu einer ernstzunehmenden Vampirin, bzw. Vampiküre. Ein Pluspunkt der Geschichte sind die vielfältigen Mythenwesen. Neben Lykae und Vampiren hatten auch Walküren einen wichtigen Part der Story inne. Emmas Tanten sind allesamt ziemlich durchgeknallte Walküren, die die Geschichte für mich erst richtig unterhaltsam machten.

Kresley Cole offenbahrt ein humoristisches Talent, wenn sie Emmas Tanten aus Vall Hale freilässt und diese über die Mythenwelt hereinbrechen. Ich freue mich schon sehr sie in den Folgebänden wiederzutreffen. Die Walküren waren mein Highlight aus "Nacht des Begehrens", welche allerdings erst recht spät die Geschichte ins Laufen brachten.

Ich hatte zu Beginn ein wenig Probleme in die Geschichte zu kommen. Ich hatte Schwierigkeiten mit der schreckhaften Emmaline warm zu werden. So wollten auch die Funken zwischen ihr und Lachlain nicht so recht sprühen. Ich hoffe, es kommen noch explosivere Paarungen in den nachfolgenden Bänden hinzu. Die ersten Andeutungen gibt es bereits.

Außerdem konnte mich die Rahmenhandlung nicht ganz überzeugen. Zuerst drehte sich alles nur um Lachlains Trieb Emmaline an sich zu binden, erst auf den letzten 70 Seiten rückt seine Rache an die Vampire in den Vordergrund. Der Spannungsbogen glich da für mich einem schlaffen Seil. Ich hoffe auf bessere Plots.

So quälte ich mich anfangs ein wenig durch die Handlung, wurde aber auf den letzten 100 Seiten mehr als entschädigt. Den Tanten und Emmas neuem Selbstbewusstsein sei Dank.

Alles in allem ist "Nacht des Begehrens" ein recht guter Start, der viel Luft nach oben lässt. Band zwei steht bereits im Regal und die Geschichten 3-7 machen sich als Rebuy-Bestellung auf den Weg zu mir. Ich hoffe es lohnt sich!


Montag, 8. August 2016

3 von 5 für "Was auch immer geschieht" von Bianca Iosivoni

Vor ein paar Wochen habe ich das Bücherportal "Lesejury" der Bastei-Lübbe-Verlagsgruppe entdeckt und mich für eine Leserunde beworben. Das Taschenbuch zu "Was auch immer geschieht" von Bianca Iosivoni erscheint erst im November und befand sich auf meiner Wunschliste. Das Ebook erschien allerdings bereits im Juli und so versuchte ich gerne meine Glück für die Leserunde und bekam die Zusage.
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Hinter dem wundervollen Cover versteckt sich folgende Geschichte: Callie ist in ihren Stiefbruder Keith verknallt, als ein Familiendrama sich ereignet. Keith steuert den Wagen als Callies Vater bei einem Unfall ums Leben kommt. Keith verschwindet und taucht nach 7 Jahren plötzlich wieder zuhause auf. Callies Gefühle liegen blank. Sie trauert noch um ihren Vater, doch ist die Anziehung zu Keith groß wie nie zuvor und dann sind da auch noch die Bedenken: Darf sie ihren Stiefbruder lieben?

Ich habe das Gefühl nach den Vampiren, dominanten Chefs und Rockstars sind nun die Stiefbrüder "das nächste große Ding". Da ich den moralischen Gradwandel ganz reizvoll fand und mir die angedeutete Familiendramatik in "Was auch immer geschieht" sehr zusagte, habe ich mich auf das Ebook sehr gefreut.

Dass sich hinter Bianca Iosivoni eine deutsche Autorin verbirgt, war mir vorm Lesen gar nicht bewusst. Ich finde es sehr spannend, dass LYX vermehrt deutsche Autorinnen ins neue Verlagsprogramm aufnimmt.
Ein wenig schade finde ich, dass die Autorin die Handlung in den Südstaaten der USA spielen lässt, denn man merkt, dass sie noch nie dort war. Genauso gut hätte "Was auch immer geschieht" in Deutschland, Großbritannien oder Australien spielen können. Ich finde, dass Boots und schwüle Luft allein noch kein Louisiana-Feeling machen.
Dabei begann das Buch wirklich gut. Der erste Eindruck von Callie gefiel mir sehr. Sie ist eine sympathische und gefühlvolle Protagonistin, die nicht auf den Kopf gefallen ist und sich mit ihrer Schwester unterhaltsame Wortgefechte lieferte. Beim ersten Wiedersehen mit Keith vibriert die Luft, doch leider hielt der Zustand nicht bis zum Ende an. Beide sind 21 und 22 Jahre alt, doch liest sich das Buch nicht wie ein typischer New Adult-Roman, in dem es auch schon mal heißer hergehen kann. Das Knistern vermisst man hier ein wenig. Bis auf eine Szene las es sich wie ein Jugendroman. Ich hätte mir gewünscht, dass die Autorin uns nicht nur erzählt, das Keith Callie morgens auf nicht jugendfreie Art weckte, sondern, dass sie uns dabei sein lässt.

Ähnlich harmlos entwickelt sich auch die große Konfliktsituation mit Keith und dessen Autounfall, der Callies Vater das Leben kostete. Callie hat daran sehr zu knabbern, doch die ganze Konfliktsituation würde nicht bestehen, wenn jemand zuvor erzählt hätte, was geschah. Somit ist der Konflikt eigentlich gar nicht existent, wenn man die Situation richtig aufgeklärt hätte. Die Auflösung fand ich somit nicht zufriedenstellend, möchte aber nicht weiter spoilern.

Genauso harmlos entpuppt sich auch das Stiefgeschwister-Ding. Callie und Keith haben nur für kurze Zeit zusammengelebt, bevor Keith nach dem Unfall verschwand. Somit konnten sie keine geschwisterliche Bindung aufbauen. Der eigentliche Tabubruch ist nicht vorhanden und auch ihre Familie geht sehr cool mit der Sache um. Aus beiden Situationen hätten man ruhig mehr Dramatik herausschlagen können.

So plätscherte die Handlung vor sich hin. Ich hätte mir mehr Knistern, Herzschmerz und Atmosphäre gewünscht.
So ist es auch kein gutes Zeichen für mich, dass ich für das Ebook mehr als zwei Wochen brauchte. Die Geschichte konnte mich leider nicht komplett fesseln.So ist das Ende auch recht offen geblieben. Schade finde ich, dass sämtliche Charaktere jetzt noch einen Entwichlungsspielraum besitzen. Ich hätte mir gewünscht, dass sich die Figurenkonstellationen, welche sich im Laufe des Buches andeuteten auch zuende erzählt worden wären. So bleibt man auf dem trockenen sitzen und fragt sich, was eigentlich aus Callies Schwester und ihren beiden besten Freunden wird.

"Was auch immer geschieht" war ganz sicher nicht schlecht, aber man hätte mehr aus der Geschichte und den Charakteren herausholen können. Es besitzt seine schönen Momente und unterhaltsamen Szenen, doch die Längen und ungenutzten Chancen überwiegen leider.

Donnerstag, 4. August 2016

5 von 5 für "Jane Austens Geheimnis" von Charlie Lovett

Vor ein paar Jahren hatte ich eine regelrechte Jane Austen Obsession. Ich habe drei ihrer Romane gelesen (Stolz und Vorurteil, Emma, Verstand und Gefühl) und den Großteil aller Verfilmungen zu Jane Austen und ihren Werken gesuchtet. Noch heute finde ich, dass sie eine faszinierende und begnadete Schriftstellerin war, der ich sehr gerne über die Schulter geschaut hätte.
Im neuesten Programm des Goldmann-Verlags bin ich dann auf dieses wundervolle Cover mit dem vielversprechenden Titel aufmerksam geworden.
Ich kann mir nicht helfen, doch ich bin davon ausgegangen, dass Charlie in diesem Fall ein weiblicher Vorname sein würde. Tatsächlich steckt hinter "Jane Austens Geheimnis" und diesem wundervoll blumigen Cover ein Schriftsteller. Mr. Lovett war übrigens einmal Antiquar und ist ein absoluter Bücherliebhaber. Wenig verwunderlich, dass seine Protagonistin da nachzieht.

Sophie Collingwood hat ihre Bücherleidenschaft von ihrem Onkel mitbekommen. Gemeinsam lasen sie alte Klassiker und Jane Austen ist tief in ihren Herzen verankert. Als Sophie nach einem schlimmen Schicksalsschlag einen Job im Antiquariat annimmt, kommt es zu eigenartigen Begebenheiten. Gleich zwei Herren beauftragen Sophie eine seltene 2.Ausgabe eines unbedeutenden Werkes aus dem späten 18. Jahrhundert aufzutreiben. Als Sophie versucht hinter das Geheimnis dieses Buches zu kommen, begibt sie sich ungeahnt in Lebensgefahr.

Bevor ich die erste Seite aufschlug, hatte ich Angst, dass mir der Roman nicht gefallen würde, dass mir der Schreibstil zu schwülstig sein würde, dass mich die Handlung nicht mitreißen könnte. Doch dies war unbegründet.
Charlie Lovett erzählt parallel zwei Geschichten. Die erste begleitet Jane Austen während ihres Schreibprozesses ihrer größten Werke bis zu ihrem Tod. Dabei knüpft die Autorin eine enge Freundschaft zu einem Geistlichen mit dem sie ihre Werke diskuttiert.
Dies ist so lebendig und atmosphärisch erzählt, dass es fast wahr erschien und ich mich fragte, ob es tatsächlich diesen Vertrauten gab. Doch wie der Autor im Nachwort schreibt, ist Richard Mansfield frei erfunden. So wechseln sich die Kapitel ab und wir switchen ins London der Gegenwart, wo Sophie sich auf die Suche nach dem gewünschten Buch macht und auf Jane Austens Spuren wandelt und einem alles verändernden Geheimnis auf die Spur kommt.

Die leichten Krimi- und Lovestoryelemente weben sich perfekt in die Handlung ein und machen "Jane Austens Geheimnis" zu einem ganz besonderen Roman.

Besonders gefiel mir, die Literaturleidenschaft, welche aus den Seiten hervorsticht und mir viel vor Augen führte. Das war sehr interessant. Ich werde jetzt bei meinen Leseexemplaren besonders auf den ersten Satz achten und schauen, ob dieser perfekt gewählt ist.
Charlie Lovett vermittelt seine Liebe für Bücher und große Schreiberlinge perfekt. Ein paar Parallelen zwischen seinen Charakteren und Jane Austens Figurenkonstellationen ließ sich auch hier erkennen. Somit ist "Jane Austens Geheimnis" eine wirklich gelungene und intelligente Unterhaltung, die mich sehr überraschte und eine perfekte Hommage an eine ganz große Frau der englischen Literatur ist.

Vielen Dank an den Goldmann-Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

Montag, 1. August 2016

4 von 5 für "Pornojahre" von Till Kraemer

Mein Urlaub ist nun seit gestern vorbei und viele schöne Erinnerungen bleiben fest in meinem Kopf verankert. Eine davon war, wie im letzten Jahr, unser Shopping-Trip im Bücheroutlet. Für Rund 42 Euro habe ich 16 Bücher aus dem riesigen Zelt getragen. Eines davon ist die etwas andere Strandlektüre "Pornojahre" von Till Kraemer. Für gerade mal 1,99Euro griff ich zu und stillte meine Neugierde.
Till hadert mit seinem Liebesleben und auch in Sachen Karriere sieht es nicht rosig aus. Da kommt ihm die Idee sein Hobby zum Beruf zu machen. Dies ist soweit nicht ungewöhnlich, doch die Branche, in der Till Fuß fassen will, ist etwas unkonventionellerer Natur. Denn Till dreht Pornos.
In 33 autobiografischen Kapiteln beschreibt er seinen Einstieg und Werdegang in der Erotikbranche.
Dies geschieht auf recht intelligente, unterhaltsame und humorvolle Art. Dabei hätte ich genauso gut eine Kolumne im Playboy lesen können. Wer also denkt, mit dem Intellekt von Pornodarstellern ist es nicht gerade gut bestellt, könnte nur bedingt recht haben. So wird schnell klar, dass Till feste Prinzipien hat, Vegetarier ist und ganz bestimmte Vorstellungen von seinem Leben hat. Dabei wirkte er in manchen Erzählungen leicht verschroben, was jedoch den Unterhaltungsgrad steigert.

"Pornojahre" gibt dabei natürlich nicht nur Einblicke in Tills Leben und seine Projekte, sondern natürlich auch in die Branche. Etwas salopp und ungefiltert kommen die Sexszenen daher. Hier wird allein die männliche Sicht auf die Branche geschildert, dadurch erschien mir das ganze sehr verherrlichend. Man sollte während des Lesens also auch das kritische Auge offen halten. Tills Erfahrungen deuten auch die Schattenseiten, wie mangelnde Hygiene und Krankheiten an, doch betont er mehr als häufig, wie "geil" der Job doch sei. Doch das, was man dann zu lesen bekommt, macht schnell klar, dass ein Leben mit Porno nicht ganz so geil sein kann.

Wenn man dies im Hinterkopf behält, ist "Pornojahre" eine unterhaltsame Lektüre, die Einblicke hinter die Kulissen der Pornoindustrie und deren Charaktere liefert.Till Kraemer betrieb übrigens auch eigene Youtube-Kanäle (Pornopedia, Till Kraemer etc.) Interessant, um zu erfahren, wer eigentlich hinter den geschriebenen Worten steckt.


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