Samstag, 2. August 2014

4/5 für "Silber - das zweite Buch der Träume" von Kerstin Gier

Eine Fortsetzung auf Augenhöhe.



Liv schafft es einfach nicht ihren Schlaf aus den Fluren der Träume herauszuhalten und so wandert sie jede Nacht durch ihre grüne Traumtür und tritt ein in eine fantastische Welt, in der alles möglich scheint. Doch ist auch alles Schlechte möglich und so schwebt die junge Schülerin weiterhin in Gefahr. Doch nicht nur sie, sondern auch ihre junge Schwester Mia schlafwandelt und bringt sich damit unfreiwillig in brenzlige Situationen.

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Lange habe ich dem zweiten Buch der Träume von Kerstin Gier entgegengefiebert. Es gibt auf dem deutschen Markt einfach keine Zweite, die so fantastisch, unterhaltsam und humorvoll Geschichten erzählen kann.
Besonders überzeugen konnten mich in dem zweiten Band der Trilogie die Figuren und das Leben, welches sie innerhalb der Seiten verbreiten. Jeder Charakter besitzt das gewisse Etwas und erscheint zu keiner Zeit platt oder eindimensional. Sie sind allerdings ein wenig überspitzt und scheinen teilweise etwas übertrieben, doch gerade in der Literatur ist es so wichtig den Figuren etwas mehr Leben einzuhauchen, damit sie überzeugend und nicht platt erscheinen.
Besonders als die Patchworkfamily aufeinandertraf - beim Verlobungsessen oder den Feiern entwickelte sich eine Eigendynamik, die absolut unterhaltsam war.

Die Charaktere und der Humor sind also das ganz große Plus dieser Geschichte.  Ein Fakt, der mich weniger überzeugen konnte war die Handlung um "die Bösewichte des Buches". Ohne zu viel verraten zu wollen: Mich störte, dass Finten ausgelegt wurden, die nur dahin führten, dass doch Altbekannte dahintersteckten. Das war leider sehr wenig einfallsreich. Außerdem störte es mich, dass mit "Senator Tod" im Land der Träume eine mysteriöse Figur eingeführt wurde, von der eine gewisse Bedrohung ausgehen sollte, doch verlief diese dann komplett im Sand, (falls sie im 3. Teil nicht doch noch zum Tragen kommt) was wirklich ärgerlich erscheint, warum macht man sich dann die Mühe soviel Zeit und Arbeit auf diesen Handlungsstrang zu verwenden?

Ich muss sagen, dass mir dieses Cover bei weitem besser gefällt, als das Vorherige. Der wunderschöne mintgrüne Schutzumschlag verbirgt überraschend etwas noch viel schöneres, nämlich einen prächtigen Jaguar in schwarz - weiß. Ganz großes Kino!

Ich kann nicht beurteilen, ob mir dieser Teil besser gefallen hat als der Erste.  Deswegen gibt es auch die gleiche Wertung. Ein wenig habe ich den Rasierspaß - Ken vermisst. Hoffentlich hat Kerstin Gier ihn wieder für das große Finale im Gepäck, ebenso wie die große - und hoffentlich überraschende - Enthüllung um Secrecys Identität.

Freitag, 27. Juni 2014

2/5 für "Das Phantom der Lust" von Colette Gale



Das Phantom des Frusts...

Die junge Tänzerin Christine Daeé ist am Pariser Opernhaus des endenden 19. Jahrhunderts engagiert, doch sie hat auch das Potenzial eine begnadete Sängerin zu sein. Als eines Tages die Hauptdarstellerin eines Stückes ausfällt, springt Christine ein und verzaubert die Menge mit ihrer Stimme, doch zieht sie damit auch die Aufmerksamkeit dreier Herren auf sich. Die zwielichtigen Direktorenbrüdern de Chagny und das Phantom der Oper - kurz Erik -  wollen Christine für sich. Ein gefährlicher, frivoler und kopflos-perverser Wettlauf beginnt...

Ich hatte mir dieses Buch allein deswegen gekauft, weil es aus der Feder von Colleen Gleason stammt, die sich hinter dem Pseudonym Colette Gale verbirgt. Da sie eine meiner Lieblingsautorinnen ist, griff ich blindlings zu und hoffte, dass diese Erzählung genauso gut sein würde wie ihre Romane im Bereich der historischen Fantasy. Weit gefehlt...

Ich hätte wirklich nicht ahnen können, dass Colleen Gleason dieses niveaulose, absurde und unansprechende Gerammle als Erotik verkauft. Die Figuren, welche auf der Erzählung "Das Phantom der Oper" basieren, verkommen mit ihren Handlungen zu notgeilen Karikaturen, die des Lesens nicht wert sind. Wenn Spannung aufkommt wird diese im wahrsten Sinne des Wortes wieder zerstoßen. Das ist weder glaubwürdig noch ansprechend. 

Ich bin kein Fan des "Phantoms der Oper", gut, ich mag die Musik des Musicals und habe die aktuelle Verfilmung mit Gerald Butler als Phantom gesehen, doch kenne ich mich mit den ganzen Figuren nicht aus und so fiel es mir schwer zu Beginn in die Handlung zu finden. Die Autorin wirft mit Namen um sich, ohne diese groß zu erläutern, das sorgte für einige Verwirrung bei mir.
Die Mitte der Handlung mit der Entführung Christines war zwischenzeitlich einmal ansatzweise spannend, doch das Finale unterläuft dann wieder die Grenzen des guten Geschmacks. 

Gelungen fand ich das Vor- und das Nachwort, in dem die Autorin ihren eigentlichen Humor verbreitet und die ganze Geschichte mit einem Augenzwinkern als wahre Geschichte des Phantoms verkaufen möchte. Ich wünschte, sie hätte die ganzen Bett- und Kulissen- und Keller- und Flurszenen auch mit einem Augenzwinkern geschrieben.

Für Fans der Autorin oder des Musicals ist dies auf jeden Fall ein Schuss in den Ofen, alle die erotische Literatur, ohne Sinn, Verstand und Anspruch wollen, dürfen hier gerne zuschlagen...

Sonntag, 22. Juni 2014

7 Tage - 7 Romanverfilmungen VII

7. Tag: eine Romanverfilmung, die ich unbedingt noch sehen muss

Abschließend zur Mottowoche möchte ich einen kleinen Ausblick geben, welche Verfilmung ich unbedingt noch sehen möchte und zwar ist dies, nachdem ich den Trailer zum zweiten Teil gesehen hatte, die Edelsteintrilogie von Kerstin Gier. Nachdem der erste Teil der Trilogie bei den Kritiker nicht so gut weggekommen ist, muss ich sagen, dass mich die Trailer schon angesprochen haben, denn die jeweiligen Settings und Kostüme sind einfach umwerfend. Außerdem ist die Buchreihe eine meiner absoluten Favoriten im Jugendbuch - Fantasybereich, von daher werde ich dieser deutschen Produktion, denen ich meist sehr skeptisch gegenüberstehe, auf jeden Fall eine Chance geben.

Trailer Rubinrot:





Trailer Saphirblau (Kinostart August 2014)


Die Reihenfolge der Edelstein-Trilogie:
1. Rubinrot
2. Saphirblau
3. Smaragdgrün

(Die Links führen zu den Buchrezensionen)






Samstag, 21. Juni 2014

7 Tage - 7 Romanverfilmungen VI

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6. Tag: eine Romanverfilmung, die ich wohl niemals sehen werde

Obwohl ich das Buch las und die gesamte Reihe eigentlich schätze, werde ich vielleicht niemals mir diese Romanverfilmung ansehen. Es handelt sich hier bei um, "Die Chroniken der Unterwelt: City of Bones 1" (Hier geht es zur Buchrezension...).
Die Kritiken und die Besucherzahlen sprechen leider gegen diesen Film, sodass möglicherweise die Buchreihe (6 Bände) garnicht komplett verfilmt werden wird. 
Was mir persönlich jedoch nciht zusagt, ist die Besetzung des Hauptcasts. Ich bin fest davon überzeugt, dass man eine junge, frische und spritzigere Variante des "Jace" hätte finden können als Jamie Campbell Bower. Warum nicht komplett unbekannte Leute casten, wie man es bei Harry Potter tat und dies war ein Riesenerfolg! 
Außerdem beschreibt die Autorin in ihren Roman Clary als eine jüngere, mutigere und sicher auch sportlichere Variante von sich selbst. Lily Collins, die nur durch Schönheit und ihrem Vater besticht, passt dort nicht hinein. Sie konnte mich nicht in "Spieglein, Spieglein" als Schneewittchen überzeugen, es darf also angezweifelt werden, dass sie sich bis zu diesem Dreh schauspielerisches Talent bzw. Können zugelegt hat. Schade, wenn einem schon die Darsteller nicht zusagen, wird es schwer für den Film gemocht zu werden.

Freitag, 20. Juni 2014

7 Tage - 7 Romanverfilmungen V

5. Tag: die Goodmother aller modernen, fantastischen Romanverfilmungen

Wenn man sich mit Romanverfilmungen im Fantasybereich beschäftigt, muss man sich heute fragen, was diesen momentanen Hype ausgelöst hat und kommt dabei leider nicht an der Twilight - Saga von Stephenie Meyer vorbei. Einige werden sicher die Harry Potter Verfilmung dafür halten, doch besitzt diese eher einen EInzelstatus, nur nach Twilight schoßen die ganzen Romanverfilmungen wie Pilze aus dem Boden. Biss zum Morgengrauen - große Literatur sieht eindeutig ganz anders aus als die Geschichte um Bella und Vampir Edward, die sich unsterblich ineinander verlieben und von nun bis in alle Ewigkeit Blut saugen wollen. Eines muss man dieser Reihe und ihren Verfilmungen jedoch lassen, sie ermöglichten es weiteren Autorinnen in diesem Genre Fuß zu fassen und richteten den Blick vieler Filmstudios auf Fantasyerzählungen. Sicher gäbe es ohne diese Teenieschmonzette keine Jennifer Lawrence, die als Katniss Everdeen über die Leinwand hobst und Tribute massakriert. 
Einen gewissen Kultstatus hat die Twilight-Reihe somit erreicht und besitzt durchaus ihre Daseinsberechtigung, die sich über vier Bücher (ja, alle gelesen) und 5 Filme erstreckt (fast alle gesehen).

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