Freitag, 12. Juli 2013

"Eternal Riders: Ares" von Larissa Ione

Wie Ares und Cara nicht zimperlich dem Weltuntergang entgegenreiten...

Bildquelle
 Ares ist der erste und bisher mächtigste Reiter der Apokalypse und steht auf der Seite der "Guten", doch wenn sein Siegel bricht, wird er zu War und stürzt die Menschheit in einen ewigen Krieg. Damit dies nicht passiert, ist er auf der Suche nach seinem Siegel, oder Agimortus, und findet es schließlich in Tiermedizinerin Cara. Diese ist nach einem Überfall schon sichtlich traumatisiert, doch als ein verletzter Höllenhundwelpe, Wächter der Aegis und Ares in ihr Heim stürmen, ändert sich ihr Leben von grundauf. Schließlich bleibt ihr mit dem Agimortus in sich nicht mehr viel Zeit zum Leben und wenn sie stirbt, ist auch der Weltuntergang zum Greifen nahe.

Nach dem der erste Teil der neuen Eternal Riders Serie von Larissa Ione ein Jahr lang in meinem Bücherregal auf das Ende der Demonica - Reihe warten musste, konnte ich nun endlich Ares und Caras Geschichte lesen. Die neue Serie baut auf den Geschehnissen des FinalesDemonica: Tödliche Verlockung auf. Die Autorin selbst sieht die Reihe eigentlich als ganzes an, da sie auch im gleichen Universum spielen und die Mitarbeiter des Underworld Generals ihre kleinen Handlungsparts abbekommen.

Ich war ganz begeistert, wie schon lange nicht mehr, beim Lesen der ersten Seiten. Diese Euphorie war vergleichsweise beim Debüt von Larissa Ione (Demonica: Verführt) für mich zu spüren. Mich störten auch keineswegs die viel kritisierten Fantasyelemente, denn mal ehrlich wie soll die Autorin, denn die Apokalyptischen Reiter plausibel einführen, wenn sie dafür kein Hintergrundwissen liefert. Man kann ihr jedenfalls nicht vorwerfen, dass die Handlung und Charaktere zu schwammig seien. Die Geschichten und Mythologien, welche hier bedient und in das 21. Jahrhundert transportiert wurden, empfand ich als sehr fesselnd und gut erarbeitet. Ein kleines Highlight für mich war der Auftritt von Zerberus und Hades im großen Showdown. Toll fand ich auch, wie die Autorin die Pferde der Reiter erscheinen lässt. Für bestes Kopfkino ist also wirklich gesorgt.

Ein klitzekleiner Wehrmutstropfen war für mich der recht schleppende Anfang von Caras und Ares Liaison und die dadurch entstandenen Längen gerade im Mittelteil.

Doch die beiden Protagonisten haben dies gerade zum Ende hin mehr als aufgehoben, gerade was die heißeren Szenen anbelangt. Ein Plus für die Geschichte bilden auch die drei weiteren Reiter. Zum einen Limos, deren dunkles Geheimnis im nächsten Teil gelüftet werden wird, oder Thanatos, der mit Sex sein Siegel brechen könnte. Doch zum anderen ist da noch Reseph, der als Pestilence die Menschheit schon jetzt mit Krankheiten ausrottet. Ich bin gespannt, wie es mit ihm weitergeht.

Alle, die die Demonica-Reihe mit Spannung verfolgten, kommen auch an den Apokalyptischen Reitern nicht vorbei. Die Fantasyelemente empfand ich als sehr stimmig und wirklich gelungen. Es geht genauso heiß her wie im Underworld General aber doch auch blutiger und brutaler. Doch wer den Weltuntergang nahen sieht, darf eben nicht zimperlich sein!

Wertung 5/5

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen