Ehlena und Rehv geben ein mitreißendes Vorspiel für Xhex und John.
Man kann wohl nicht gerade behaupten, dass im Leben des Reverends
absolut nichts los sei. Drogenbaron, Zuhälter, Unternehmer, Vampir,
Sympath, Sohn, Bruder, Onkel, Mörder - Rhev hat viele Namen. Das macht
ihn auch für seine Mitvampire so unberechenbar und er wird von den
Charakterschwachen gemieden. Als er eines Tages Ehlena kennenlernt, ist
für ihn schnell klar, er will einfach nur er selbst sein und mit dieser
Frau Zeit verbringen, solange seine vielen Geheimnisse ihm nicht zum
Verhängnis werden.
Als Rehv erstmalig im dritten Band der Black
Dagger eingeführt wurde, wusste ich nicht so recht was ich mit dem
empfindungsarmen (nur wegen des Dopamins^^) Pelzträger anfangen sollte.
Doch im Laufe der Geschichte und seiner im Speziellen kann man seine
zwielichtigen Machenschaften absolut verstehen und nachvollziehen.
Mit
Ehlena bekam er eine Partnerin an den Laib geschrieben, die durch
Umwege mit seiner ...sagen wir... Vielschichtigkeit zurecht kommen muss.
Ihre
Beziehung war mit so vielen komplizierten und schwerwiegenden Problemen
belastet, dass ich nicht voraussagen konnte, wie J.R.Ward es lösen
würde, doch leider bestand die Problembehebung eher darin, dass Ehlena
über ihren Schatten sprang und sich mit allem arrangierte.
Trotz dessen war das Finale eines der spannendsten der Serie, dank geballter Bruderschaftspower.
Leider
spielte die Liebesgeschichte der Protagonisten für mich nur die dritte
Geige, denn Wrath und Beth bekommen sehr viel Aufmerksamkeit und müssen
sich Problemen stellen, die ihrer jungen Ehe schwer zusetzen. Ein großer
Teil der heißen Szenen gehört ihnen.
Doch "zum
Seitenvorblättern, um nachzusehen, wann sie wieder auftauchen" haben
mich allein John und Xhex gebracht. Ich hatte die beiden schon lange
zuvor in mein Herz geschlossen, doch die dramatischen Entwicklungen
bescherten mir so einige Gänsehautmomente. Ich kann es kaum abwarten
nach diesem grandiosen Vorspiel, ihre Geschichte zu erfahren und hoffe,
dass sie allein die erste Geige spielen werden.
Ehlena und Rehv
hatten wirklich harte Konkurrenz aus den eigenen Reihen, sodass ihre
Beziehung ein wenig unterging, doch die Momente zwischen John &
Xhex, Xhex und Ehlena sowie der Bruderschaft mit und gegen Lassiter
machen "Racheengel" und "Blinder König" zu einem wirklich gelungen Stück
Black Dagger.
... deswegen gibt es hier auch Produkttests sowie Musik- und Filmkritiken.
Montag, 7. April 2014
3/5 für "Black Dagger 6: Blutlinien und Vampirträume" von J.R. Ward
Phury und Cormia verblassen im Roten Rauch.
Für mich ist "Blutlinien" bisher leider der schwächste Teil der Black Dagger
Reihe. Nach Vishous und Janes fabelhafter Erzählung war klar, dass es
Phury und Cormia nicht leicht haben würden dies zu toppen. Tatsächlich
kommen sie im 11. Buch noch nicht mal ansatzweise an ihre Vorgänger
heran.
Ich bin schon enttäuscht von Phury, der zu einem Bella anhimmelnden, selbstmitleidigen Drogensüchtigen geworden ist, der zu allem Überfluss auch noch einen Schizophrenen Zug entwickelt hat. Bei seinem Selbstzerstörungstrip dabei zu sein, hat mich nun nicht gerade erfüllt.
Seinen Primalspflichten kam er nun auch seit 5 Monaten nicht nach und das obwohl Cormia im nächsten Zimmer mehr als bereit ist und auf ihn noch weiter willige 39 Auserwählte warten, mit denen er die nächste Generation Vampire zeugen soll. Doch was macht Phury? Roten Rauch vom Dealer seines Vertrauens beziehen. Da muss im nächsten Teil seiner Geschichte definitiv noch einiges passieren.
Cormia hätte ich mehr Raum in dieser Geschichte gewünscht. Bisher im Reich der Jungfrau lebend, ist die normale Welt für sie vollkommen fremd und da wird allein das Fernsehprogramm, Erbsen und Zahnstocher ein wahres Erlebnis für die junge Auserwählte. Durch ihre Unwissenheit ergeben sich einige amüsante Begebenheiten, die sich ruhig noch häufen könnten. Ansonsten ist die Heldin dieser Geschichte eher blass geblieben.
Das mag auch daran liegen, dass J.R.Ward plötzlich Omega aus der Versenkung wieder auftauchen ließ, der nun seinen vampirischen Sohn zum Lesser machen möchte.
Auch um John, Blay und Quinn spinnt sich ein dramatisches Geflecht, welches noch ordentlich Stoff für die nächsten Plots liefern wird.
Ich bin schon enttäuscht von Phury, der zu einem Bella anhimmelnden, selbstmitleidigen Drogensüchtigen geworden ist, der zu allem Überfluss auch noch einen Schizophrenen Zug entwickelt hat. Bei seinem Selbstzerstörungstrip dabei zu sein, hat mich nun nicht gerade erfüllt.
Seinen Primalspflichten kam er nun auch seit 5 Monaten nicht nach und das obwohl Cormia im nächsten Zimmer mehr als bereit ist und auf ihn noch weiter willige 39 Auserwählte warten, mit denen er die nächste Generation Vampire zeugen soll. Doch was macht Phury? Roten Rauch vom Dealer seines Vertrauens beziehen. Da muss im nächsten Teil seiner Geschichte definitiv noch einiges passieren.
Cormia hätte ich mehr Raum in dieser Geschichte gewünscht. Bisher im Reich der Jungfrau lebend, ist die normale Welt für sie vollkommen fremd und da wird allein das Fernsehprogramm, Erbsen und Zahnstocher ein wahres Erlebnis für die junge Auserwählte. Durch ihre Unwissenheit ergeben sich einige amüsante Begebenheiten, die sich ruhig noch häufen könnten. Ansonsten ist die Heldin dieser Geschichte eher blass geblieben.
Das mag auch daran liegen, dass J.R.Ward plötzlich Omega aus der Versenkung wieder auftauchen ließ, der nun seinen vampirischen Sohn zum Lesser machen möchte.
Auch um John, Blay und Quinn spinnt sich ein dramatisches Geflecht, welches noch ordentlich Stoff für die nächsten Plots liefern wird.
5/5 für "Black Dagger 5: Seelenjäger und Todesfluch" von J.R. Ward
50 Shades of V...
Diese Rezension bezieht sich ebenso auf den ersten Teil der Geschichte von V und Jane ("Seelenjäger").
Der Vampirkrieger Vishous leidet schwer, als sein bester Freund Butch mit seiner Marissa endlich glücklich ist. V will diese Liebe auch für sich, will eigentlich auch Butch nur für sich. Während einer Kamikazeaktion gegen die Lesser wird er schwer verwundet und landet in einem Krankenhaus für Menschen. Dort rettet ihm die Ärztin Jane das Leben.
Als Jane entdeckt, dass ihr Patient so gar nicht menschlich ist, wird sie in die Welt der Black Dagger hineingezogen und verliebt sich in V. Doch V hat eine andere Aufgabe zu erfüllen, er soll der neue Primal der Auserwählten werden, um eine neue Vampirgeneration zu zeugen.
Ich war ganz euphorisch endlich Vs Geschichte zu erfahren. Seine unerfüllte, ganz eigene Lovestory mit Butch ist unglaublich und besonders in diesem Genre. J.R Ward hätte es sich wirklich trauen sollen die beiden zu verbinden. Ein großer Pluspunkt dieser Bücher war daher auch wieder die Momente, welche der Bulle und Vishous teilten. Da war sie endlich die lang ersehnte Aussprache, obwohl ich hoffe, dass das letzte Wort zwischen den beiden - trotz ihrer Partnerinnen - noch nicht gesprochen ist.
Jane hat mir dieses Mal auch deutlich besser gefallen als Marissa. Sie ist eine kleinere, weibliche Version von Butch, lässt sich auf alles ein und hat immer eine schlagfertige Erwiderung parat. Ich war gespannt, wie sie mit Vishous Dominanzvorlieben umgehen würde, aber Jane hat einfach mitgemacht. V macht hier auch eine Wandlung durch und lässt sich gern von seiner Ärztin dominieren.
Sein Charakter ist wohl neben Zsadist der spannendste der Reihe. Wir erfahren die tragischen Details seiner Herkunft, und Wandlung und was es mit seinen Fluch auf sich hat. Wenn er Jane gehen lassen muss - mehrfach - ist das einfach unglaublich emotional.
Die beiden sind ein tolles Team.
Ich weiß aber noch nicht, was ich mit Janes nun ja Veränderung am Ende der Geschichte anfangen soll. Da fehlt mir ein wenig die Vorstellungskraft, obwohl die beiden somit auch ihr holpriges Happy End erfahren.
Nach dem Prolog war ich schwer davon überzeugt, dass Janes verstorbene Schwester Hannah eine wichtige Aufgabe zukommen würde, dachte sogar, dass sie als die Auserwählte Cormia wiedergeboren wurde... hm, so wie es aussieht hat mich J.R. da ganz schön an der Nase herum geführt!
Ich fand es toll, dass den Lessern mal eine Auszeit gegönnt wurde und der Fokus, dadurch stets bei der Bruderschaft lag.
Endlich macht John seine Wandlung durch und ich bin schon so auf seine Geschichte gespannt. Er könnte auch zu meinen Lieblingen aufsteigen. ;)
Dr. Manello darf nun auch auf seine Geschichte warten. Ein neuer sympathischer Charakter, der seine Liebe sucht und in Jane nicht fand. Seine Zukünftige Payne wurde auch kurz und sehr spektakulär eingeführt. Das macht viel Lust auf mehr!
Das nächste Paar, Phury und Cormia, wurde auch bereits ausführlich vorgestellt, die Autorin hätte sich damit aber ruhig bis zu ihrem Buch Zeit lassen können. Mal sehen, ob er seinen Primalspflichten nachzukommen weiß...
"Seelenjäger" und "Todesfluch" sind die großartigen Nachfolgebände einer süchtigmachenden Buchreihe. Frau Ward, schön weitermachen!
Der Vampirkrieger Vishous leidet schwer, als sein bester Freund Butch mit seiner Marissa endlich glücklich ist. V will diese Liebe auch für sich, will eigentlich auch Butch nur für sich. Während einer Kamikazeaktion gegen die Lesser wird er schwer verwundet und landet in einem Krankenhaus für Menschen. Dort rettet ihm die Ärztin Jane das Leben.
Als Jane entdeckt, dass ihr Patient so gar nicht menschlich ist, wird sie in die Welt der Black Dagger hineingezogen und verliebt sich in V. Doch V hat eine andere Aufgabe zu erfüllen, er soll der neue Primal der Auserwählten werden, um eine neue Vampirgeneration zu zeugen.
Ich war ganz euphorisch endlich Vs Geschichte zu erfahren. Seine unerfüllte, ganz eigene Lovestory mit Butch ist unglaublich und besonders in diesem Genre. J.R Ward hätte es sich wirklich trauen sollen die beiden zu verbinden. Ein großer Pluspunkt dieser Bücher war daher auch wieder die Momente, welche der Bulle und Vishous teilten. Da war sie endlich die lang ersehnte Aussprache, obwohl ich hoffe, dass das letzte Wort zwischen den beiden - trotz ihrer Partnerinnen - noch nicht gesprochen ist.
Jane hat mir dieses Mal auch deutlich besser gefallen als Marissa. Sie ist eine kleinere, weibliche Version von Butch, lässt sich auf alles ein und hat immer eine schlagfertige Erwiderung parat. Ich war gespannt, wie sie mit Vishous Dominanzvorlieben umgehen würde, aber Jane hat einfach mitgemacht. V macht hier auch eine Wandlung durch und lässt sich gern von seiner Ärztin dominieren.
Sein Charakter ist wohl neben Zsadist der spannendste der Reihe. Wir erfahren die tragischen Details seiner Herkunft, und Wandlung und was es mit seinen Fluch auf sich hat. Wenn er Jane gehen lassen muss - mehrfach - ist das einfach unglaublich emotional.
Die beiden sind ein tolles Team.
Ich weiß aber noch nicht, was ich mit Janes nun ja Veränderung am Ende der Geschichte anfangen soll. Da fehlt mir ein wenig die Vorstellungskraft, obwohl die beiden somit auch ihr holpriges Happy End erfahren.
Nach dem Prolog war ich schwer davon überzeugt, dass Janes verstorbene Schwester Hannah eine wichtige Aufgabe zukommen würde, dachte sogar, dass sie als die Auserwählte Cormia wiedergeboren wurde... hm, so wie es aussieht hat mich J.R. da ganz schön an der Nase herum geführt!
Ich fand es toll, dass den Lessern mal eine Auszeit gegönnt wurde und der Fokus, dadurch stets bei der Bruderschaft lag.
Endlich macht John seine Wandlung durch und ich bin schon so auf seine Geschichte gespannt. Er könnte auch zu meinen Lieblingen aufsteigen. ;)
Dr. Manello darf nun auch auf seine Geschichte warten. Ein neuer sympathischer Charakter, der seine Liebe sucht und in Jane nicht fand. Seine Zukünftige Payne wurde auch kurz und sehr spektakulär eingeführt. Das macht viel Lust auf mehr!
Das nächste Paar, Phury und Cormia, wurde auch bereits ausführlich vorgestellt, die Autorin hätte sich damit aber ruhig bis zu ihrem Buch Zeit lassen können. Mal sehen, ob er seinen Primalspflichten nachzukommen weiß...
"Seelenjäger" und "Todesfluch" sind die großartigen Nachfolgebände einer süchtigmachenden Buchreihe. Frau Ward, schön weitermachen!
Freitag, 28. März 2014
5/5 für "Zeitenzauber 3 - das verborgene Tor" von Eva Völler
Anna und Sebastiano zum Dritten, oder der Fluch aus der Karibik im Regency...
![]() |
| Bildquelle |
Anna und Sebastianos neuester Auftrag treibt die Zeitenwächter in das Zeitalter des Regency. Denn im Englang des Jahres 1813 treibt einer der Zeitreisealten sein Unwesen und will die Zeit in Vergangenheit und Zukunft, bis auf dieses eine Jahr, auslöschen.
Klar, dass Sebastiano und Anna etwas dagegen unternehmen müssen und so beginnt ein spektakuläres Abenteuer und gleichzeitig die Krönung dieser Trilogie.
Mittlerweile habe ich dieser Fortsetzung sehensüchtig entgegengesehen, nachdem der Einstieg für mich nicht überzeugend war, mich die Fortsetzung schon eher abholen konnte, bin ich nun restlos vom großen Finale begeistert. Eva Völler hat es wirklich geschafft ihre Figuren und die Handlung immerweiter nach vorn zu bringen und ein wahres Leseerlebnis zu erschaffen.
Besonders begeistert bin ich von dem Humor (unvergesslich: Anna erzählt die Handlung von "Fluch der Karibik" während einer Gesellschaft) und der unaufdringlichen Detailverliebtheit der Autorin. Auch hier lässt sie wieder reale Persönlichkeiten dieser Zeit, hier der Maler der Romantik, William Turner und der Mitbegründer des Eisenbahnwesens, George Stephenson, in ihre Handlung maßgeblich einfließen. Ganz großes Kino!
Eva Völler schafft es einfach das Regencyalter mit all seiner Schönheit, seinen Tücken und seiner Armut wiederzugeben. Dabei entsteht kein verklärtes Bild von rauschenden Bällen und ausgelassenen Spazierfahrten im Hyde Park, sondern die Autorin schildert auch die Probleme der minderpreviligierten dieser Zeit. Sie ist dazu fähig das perfekte Gleichgewicht von Spannung und örtlichen Beschreibungen aufrecht zu erhalten, sodass ich mich auch durch die Straßen Londons und prunkvolle Anwesen hetzen sah, immer auf der Suche nach dem Übeltäter der Geschichte. Dieser war teilweise überraschend für mich. Bei einer begrenzten Anzahl von neuen Charakteren ahnt man ja meist etwas, beziehungsweise geht alle Möglichkeiten durch, doch die Thematik der zerstörten Zeitreiseportale und das Verschwinden der Zeit wurde überzeugend dargestellt.
Die Beziehung der beiden Zeitreisenden rückt ein klein wenig in den Hintergrund, macht jedoch einen besonderen Schritt zum Ende hin.
Ich kann mir gut vorstellen, dass dies nun wirklich das Ende der Zeitreisegeschichte ist. Einerseits ist es schade, weil die Bücher immer besser wurden, doch die Handlung scheint sich dann mehr in RIchtung Zukunftsgeschehen zu orientieren, was für mich weniger attraktiv wäre.
Die Autorin äußert sich auf ihrer Homepage dazu, dass dies nun der Abschluss sein soll, es ihr beim Anblick des neuen Covers aber in den Finger zum Weiterschreiben kribbelt. - Wir dürfen also gespannt bleiben.
Eva Völler hat es geschafft, dass ich seit langem mal wieder nichts zu meckern hatte. Der Abschluss ist einfach grandios und lässt mich leicht wehmütig zurück. Ich kann das Buch nur weiterempfehlen, denn Dranbleiben lohnte sich nach dem etwas mauen Einstieg allemale. Wäre ich nicht schon längst Geschichtsbegeistert gewesen, ich wäre es nach der Lektüre dieser Reihe auf jeden Fall geworden und das ist das größte Kompliment, welches ich der Autorin, ihrer Geschichte und ihren Charakteren machen kann.
Klar, dass Sebastiano und Anna etwas dagegen unternehmen müssen und so beginnt ein spektakuläres Abenteuer und gleichzeitig die Krönung dieser Trilogie.
Mittlerweile habe ich dieser Fortsetzung sehensüchtig entgegengesehen, nachdem der Einstieg für mich nicht überzeugend war, mich die Fortsetzung schon eher abholen konnte, bin ich nun restlos vom großen Finale begeistert. Eva Völler hat es wirklich geschafft ihre Figuren und die Handlung immerweiter nach vorn zu bringen und ein wahres Leseerlebnis zu erschaffen.
Besonders begeistert bin ich von dem Humor (unvergesslich: Anna erzählt die Handlung von "Fluch der Karibik" während einer Gesellschaft) und der unaufdringlichen Detailverliebtheit der Autorin. Auch hier lässt sie wieder reale Persönlichkeiten dieser Zeit, hier der Maler der Romantik, William Turner und der Mitbegründer des Eisenbahnwesens, George Stephenson, in ihre Handlung maßgeblich einfließen. Ganz großes Kino!
Eva Völler schafft es einfach das Regencyalter mit all seiner Schönheit, seinen Tücken und seiner Armut wiederzugeben. Dabei entsteht kein verklärtes Bild von rauschenden Bällen und ausgelassenen Spazierfahrten im Hyde Park, sondern die Autorin schildert auch die Probleme der minderpreviligierten dieser Zeit. Sie ist dazu fähig das perfekte Gleichgewicht von Spannung und örtlichen Beschreibungen aufrecht zu erhalten, sodass ich mich auch durch die Straßen Londons und prunkvolle Anwesen hetzen sah, immer auf der Suche nach dem Übeltäter der Geschichte. Dieser war teilweise überraschend für mich. Bei einer begrenzten Anzahl von neuen Charakteren ahnt man ja meist etwas, beziehungsweise geht alle Möglichkeiten durch, doch die Thematik der zerstörten Zeitreiseportale und das Verschwinden der Zeit wurde überzeugend dargestellt.
Die Beziehung der beiden Zeitreisenden rückt ein klein wenig in den Hintergrund, macht jedoch einen besonderen Schritt zum Ende hin.
Ich kann mir gut vorstellen, dass dies nun wirklich das Ende der Zeitreisegeschichte ist. Einerseits ist es schade, weil die Bücher immer besser wurden, doch die Handlung scheint sich dann mehr in RIchtung Zukunftsgeschehen zu orientieren, was für mich weniger attraktiv wäre.
Die Autorin äußert sich auf ihrer Homepage dazu, dass dies nun der Abschluss sein soll, es ihr beim Anblick des neuen Covers aber in den Finger zum Weiterschreiben kribbelt. - Wir dürfen also gespannt bleiben.
Eva Völler hat es geschafft, dass ich seit langem mal wieder nichts zu meckern hatte. Der Abschluss ist einfach grandios und lässt mich leicht wehmütig zurück. Ich kann das Buch nur weiterempfehlen, denn Dranbleiben lohnte sich nach dem etwas mauen Einstieg allemale. Wäre ich nicht schon längst Geschichtsbegeistert gewesen, ich wäre es nach der Lektüre dieser Reihe auf jeden Fall geworden und das ist das größte Kompliment, welches ich der Autorin, ihrer Geschichte und ihren Charakteren machen kann.
Mittwoch, 19. März 2014
4/5 für "Eternal Riders. Thanatos" von Larissa Ione
Wie der jungfräuliche Tod zum Kinde kam...
Thanatos, dritter Reiter der Apokalypse, hat mit seinem
Siegel wohl die schwerste Bürde zu tragen, denn wenn dieses bricht und den
Weltuntergang hervorruft, dann hatte der Reiter zum ersten Mal Sex. So lautet
zumindest die Legende. Das dem dann doch nicht so ist, muss Than erfahren als
Regan, ein Mitglied der Aegis, ihn verführt, um mit dem kleinen schreienden
Resultat die Welt zu retten.
- So zumindest ist es im 2. Teil der Eternal Riders um Limos
geschehen. Was recht spektakulär begann, erzählt Larissa Ione nun in
"Thanatos" weiter.
![]() |
| Bildquelle |
Für mich war die Handlung jedoch eher ein Schwachpunkt des
Buches. Than entführt die hochschwangere Regan und sieht sich schnell mit
seiner neuen Rolle als werdender Vater konfrontiert. Das ist aber weiter kein
Problem für ihn und auch Regans Verrat wird schnell verziehen. Viel spannender
scheint für Than die Frage zu sein, welcher seiner Vampire ihm nicht mehr treu
ergeben ist und wie sie es schaffen können Pestilence wieder zu Reseph werden
zu lassen. Das zieht sich elendlang hin, wobei ich nur auf die großen
Ereignisse der Niederkunft und Pestilence Ende warten musste. Das folgt fast
zeitgleich aufeinander während der letzten 50 Seiten.
Larissa Ione hätte das apokalyptische Baby schon viel früher
aus der Gebärmutter zaubern sollen. Ich hätte es viel spannender empfunden, wie
die frischgebackenen Eltern mit der neuen Situation und einander fertigwerden.
So fürchte ich, dass die junge Familie zwischen den Bänden und in Resephs
folgender Geschichte so ziemlich untergehen wird.
Ansonsten schafft es Larissa Ione wieder sehr gekonnt die
vielen Charaktere ihres Demonica-Universums mit Fragmenten der Mythologie zu verknüpfen.
Ich finde es toll, dass immer wieder alte Bekannte des Underworld Generals eine
wichtige Rolle einnehmen, dafür wird das Loslassen am Ende der Reihe umso
schwerer werden.
Die langersehnte Spannung kam im letzten Drittel dann auch
endlich auf und es wurde ein würdiges Ione-Fantasywerk, welches für mich
vielleicht das schlechteste der Reihe ist, daher gibt es schwächelnde 4 Punkte.
Negativauffallend waren für mich die gehäuft auftretenden Rechtschreibfehler, es hinterlässt einfach keinen guten Eindruck auf das Lektorat wenn ein Name innerhalb eines Absatzes in verschiedenen Variationen auftaucht...
Negativauffallend waren für mich die gehäuft auftretenden Rechtschreibfehler, es hinterlässt einfach keinen guten Eindruck auf das Lektorat wenn ein Name innerhalb eines Absatzes in verschiedenen Variationen auftaucht...
Bitte beachte!
Durch das Kommentieren eines Beitrags werden automatisch über Blogger (Google) personenbezogene Daten wie Name, Email und IP-Adresse erhoben. Diese Daten werden ohne Ihre ausdrückliche Zustimmung nicht an Dritte weitergegeben.
Beim Senden eines Kommentars werden diese Daten gespeichert. Mit dem Abschicken des Kommentars erkärst Du Dich damit einverstanden. Weitere Informationen findest Du in der DATENSCHUTZERKLÄRUNG.
Beim Senden eines Kommentars werden diese Daten gespeichert. Mit dem Abschicken des Kommentars erkärst Du Dich damit einverstanden. Weitere Informationen findest Du in der DATENSCHUTZERKLÄRUNG.

