Als ich zum ersten Mal das Cover dieser Märchenadaption sah, war ich sofort hin und weg. Der Klappentext versprach unglaublich gute Unterhaltung, doch als ich die ersten Rezensionen zum Buch sah, war ich etwas ernüchtert. Auf Tauschtiket konnte ich das Buch schließlich ergattern und machte mir direkt selbst ein Bild von Dornröschen nach ihrem Happy End.
Aurora schlägt nach einem 100-jährigen Schlaf die Augen auf. Prinz Roderic gab ihr den Kuss der wahren Liebe. Doch als Aurora so gar keine Gefühle für ihn entwickelt, aber trotzdem heiraten muss, gerät sie in Panik. So stellt sie sich ihr Leben nicht vor und auch die Vorkommnisse in ihrem Königreich entsetzen sie. Kann eine Prinzessin ihr eigenes Schicksal und das eines Reiches drehen?
Ich muss sagen, der Einstieg in die Geschichte war grandios. Roderic küsst Aurora nach 100 Jahren wach und es ist wie der Morgen danach für die beiden. Unbeholfene Gespräche und komischen Gefühle stellen sich ein. So haben beide sich den Kuss wahrer Liebe nicht vorgestellt.
Was ich mich bis zum Schluss fragte, warum ist Aurora überhaupt erwacht, wenn es doch sofort offensichtlich ist, dass es zwischen ihnen keine Liebe ist. Das ergibt für mich keinen Sinn, aber wäre Aurora nicht erwacht, gebe es diese Dilogie nicht...
Mir gefiel wie die Idee von Dornröschen weitergesponnen wurde und wie Aurora sich nach 100 Jahren aklimatisieren muss. An diesem Punkt enden allerdings schon die Positiven Aspekte des Buches.
Ich erwischte mich sehr oft dabei, wie ich während des Lesens abschaltete. Rhiannon Thomas Schreibstil konnte mich nicht gefangen nehmen. Sie schaffte es in ihrem Debüt auch nicht authentische Charaktere zu erschaffen. Für mich blieben die Figuren gesichtslos und blass.
Ich habe nicht verstanden, warum die Autorin drei verschiedene junge Männer einführt, die für Aurora von Interesse sein könnten. Dabei kommen alle drei Jungs total zu kurz und ich hatte keine Ahnung welche Rolle die Autorin ihnen zuschreiben wird, falls alle 3 im nächsten Teil überhaupt noch eine Rolle spielen werden.
Mir fehlten die Schocker in der Handlung. Gegen Ende passieren noch ein paar Überraschungen, doch diese konnten mich nicht für das Buch begeistern. Es packte mich einfach nicht! Dabei war die Idee so großartig, doch es hapert einfach an der Umsetzung.
"Ewig - Wenn Liebe erwacht" kommt mit einer märchenhaften Idee daher, doch was Autorin Rhiannon Thomas daraus machte, war wenig fesselnd. Schade, ich wünschte, ich hätte dem wunderschönen Buch mehr abgewinnen können.
3/5
... deswegen gibt es hier auch Produkttests sowie Musik- und Filmkritiken.
Dienstag, 27. Juni 2017
Sonntag, 25. Juni 2017
Maaauuu! | Darcy - Der Glückskater und der Geist von Renfield Hall von Gesine Schulz
Ich habe ein riesiges Herz für Katzen. Jedes Mal wenn ich eine sehe, muss ich mir ein ernsthaftes Quietschen verkneifen. Verwunderlich, dass ich Bücher mit Katzen eigentlich nicht lese. Auf vorablesen.de bin ich allerdings auf dieses Ebook aufmerksam geworden und wusste, dass ich es unbedingt lesen musste.
Glückskater Darcy liebte seine Familie bis er im Campingurlaub abhanden kam. Seitdem streift er durch England, um zu seinen Besitzern zurückzukehren. Eines Tages passiert er das heruntergekommene Anwesen Renfield Hall und spürt, dass dessen Eigentümerin Freda seine Gesellschaft gut gebrauchen könnte.
Mir ist vor 2 Monaten ein Kater zugelaufen, daher wusste ich, dass ich mich bestens mit der Geschichte würde identifizieren können. So war der Einstieg in das knapp 240 Seiten starke Ebook sehr angenehm zu verfolgen.
Gesine Schulz an einen sehr gesetzten und besonderen Schreibstil. Teils waren einige Begriffe etwas eingestaubt, was ich mochte, da es perfekt zur englischen Landlady Freda passte. Allerdings konnte sie mir auch perfekt das Setting vermitteln. Es machte einfach Spaß die Geschichte zu lesen.
Interessant war die Familienkonstellation rund um Freda. Sie ist nicht mal 40, aber verwitwet. Sie hat jung einen älteren Mann geheiratet, sodass ihre Stiefkinder fast so alt sind wie sie. Auf Renfield Hall fühlt sie sich allein und kann auch die anstehenden Reparaturkosten kaum stämmen. Daher denkt sie über einen Verkauf nach, als ihr Darcy begegnet.
Kurze Kapitel sind aus der Sicht des Katers geschrieben. Er wurde nicht zu stark vermenschlicht, allerdings sind mir auch kaum Wesenzüge aufgefallen, die ich von meinen Katzen kenne. Trotzdem fand ich seinen Part der Geschichte einfach nur goldig. (Funfact: ich habe mal gelesen, dass Glückskatzen (dreifarbige) immer nur weiblich sind, was auf Darcy nicht zutrifft.)
Was es mit dem Geist von Renfield Hall auf sich hat, kommt erst in der zweiten Hälfte des Buches zum Tragen. Die damit eingeführte Person ist ambivalent. Ich konnte ihr Verhalten nicht nachvollziehen. Sie machte die Geschichte aber einen Ticken interessanter. Ich finde allerdings, dass ihre Geschichte zum Ende hin nicht auserzählt wurde. Da hätte ich mir etwas mehr gewünscht.
Das Ebook ist übrigens der vierte Teil einer Reihe, den man getrost einzeln lesen kann. Ich fand sehr schnell in die Geschichte und hatte keine Probleme mich in ihr zurecht zu finden. Allerdings möchte ich nun wissen, ob und wann Darcy zurück nach Hause findet.
Der vierte Teil der Darcy Reihe ist eine sehr angenehm und kurzweilige Lektüre. Mir gefiel Freda ausgesprochen gut. Die Geschichte war einfach nett und unterhaltsam. Perfekt, nach einer zähen Lektüre.
5/5
Glückskater Darcy liebte seine Familie bis er im Campingurlaub abhanden kam. Seitdem streift er durch England, um zu seinen Besitzern zurückzukehren. Eines Tages passiert er das heruntergekommene Anwesen Renfield Hall und spürt, dass dessen Eigentümerin Freda seine Gesellschaft gut gebrauchen könnte.
Mir ist vor 2 Monaten ein Kater zugelaufen, daher wusste ich, dass ich mich bestens mit der Geschichte würde identifizieren können. So war der Einstieg in das knapp 240 Seiten starke Ebook sehr angenehm zu verfolgen.
Gesine Schulz an einen sehr gesetzten und besonderen Schreibstil. Teils waren einige Begriffe etwas eingestaubt, was ich mochte, da es perfekt zur englischen Landlady Freda passte. Allerdings konnte sie mir auch perfekt das Setting vermitteln. Es machte einfach Spaß die Geschichte zu lesen.
Interessant war die Familienkonstellation rund um Freda. Sie ist nicht mal 40, aber verwitwet. Sie hat jung einen älteren Mann geheiratet, sodass ihre Stiefkinder fast so alt sind wie sie. Auf Renfield Hall fühlt sie sich allein und kann auch die anstehenden Reparaturkosten kaum stämmen. Daher denkt sie über einen Verkauf nach, als ihr Darcy begegnet.
Kurze Kapitel sind aus der Sicht des Katers geschrieben. Er wurde nicht zu stark vermenschlicht, allerdings sind mir auch kaum Wesenzüge aufgefallen, die ich von meinen Katzen kenne. Trotzdem fand ich seinen Part der Geschichte einfach nur goldig. (Funfact: ich habe mal gelesen, dass Glückskatzen (dreifarbige) immer nur weiblich sind, was auf Darcy nicht zutrifft.)
Was es mit dem Geist von Renfield Hall auf sich hat, kommt erst in der zweiten Hälfte des Buches zum Tragen. Die damit eingeführte Person ist ambivalent. Ich konnte ihr Verhalten nicht nachvollziehen. Sie machte die Geschichte aber einen Ticken interessanter. Ich finde allerdings, dass ihre Geschichte zum Ende hin nicht auserzählt wurde. Da hätte ich mir etwas mehr gewünscht.
Das Ebook ist übrigens der vierte Teil einer Reihe, den man getrost einzeln lesen kann. Ich fand sehr schnell in die Geschichte und hatte keine Probleme mich in ihr zurecht zu finden. Allerdings möchte ich nun wissen, ob und wann Darcy zurück nach Hause findet.
Der vierte Teil der Darcy Reihe ist eine sehr angenehm und kurzweilige Lektüre. Mir gefiel Freda ausgesprochen gut. Die Geschichte war einfach nett und unterhaltsam. Perfekt, nach einer zähen Lektüre.
5/5
Freitag, 23. Juni 2017
Versetzungsgefährdet | Die Schule der Nacht von Ann A. McDonald
Als ich durch die Neuerscheinungen bei Random House stöberte, bin ich auf dieses wunderschöne Hardcover aufmerksam geworden. Der Klappentext sprach mich auch direkt an und so war ich schon ganz Feuer und Flamme für die mysteriöse Geschichte. Während des Lesens wurde aus der lodernden Flamme ziemlich schnell ein kleines Teelicht...
Cassandra erhält eines Tages einen mysteriösen Brief mit dem Foto ihrer verstorbenen Mutter, welches in Oxford aufgenommen wurde. Dabei wusste die 24-Jährige nicht mal, dass ihre Mutter studierte oder in Oxford war. Cassie schmiedet einen Plan und begiebt sich nach England. Warum brach ihre Mutter das Studium ab, wer ist ihr Vater und was ist die Schule der Nacht?
Ich versprach mir vom Debütroman der Autorin Atmosphäre, Geheimnisse, Spannung und ein tolles College-Setting. Was ich auf den ersten 200 Seiten bekam, war Ereignislosigkeit, trister Unialltag (wenn ich den gewollt hätte würde ich noch studieren) und eine Protagonistin, die schwer zu erreichen war.
Es fiel mir schwer mich auf die Geschichte einzulassen, da die Autorin sich wirklich auf Cassies langweiligen Unialltag beschränkte, dabei erinnerten mich die Erzählungen stark an meine Studienzeit, was ich nicht gerade gebraucht hätte.
Die Geschichte mit ihrer Mutter und was vor 25 Jahren geschah, kam viel zu kurz. Erst zur Mitte des Buches beginnen schockierende Ereignisse. Ich hatte nicht erwartet, dass uns in diesem Buch Paranormales erwarten würde. Das störte mich zwar nicht, doch war das Finale des Buches zu abgehoben und unglaubwürdig. Auch Cassies Rolle dabei war absurd und übertrieben.
Das konnte die Autorin einfach nicht gut genug umsetzen. Ich habe ihr die Charakterentwicklung in diesem Punkt nicht abgenommen. An anderen Stellen ist die Geschichte total vorhersehbar. Mir war von Anfang an klar, wie die Rollenverteilung im Geheimbund, der Schule der Nacht, sein würde. Auch das Geheimnis um Cassies Vater konnte kein anderes sein.
Ich hatte mich sehr auf "Die Schule der Nacht" von Ann A. McDonald gefreut. Doch leider entwickelte es sich zu einem Buch, bei dem ich froh bin, es endlich aus der Hand legen zu können. Die Idee ist toll und auch das Cover wunderschön. Gerade in der zweiten Hälfte beginnt die Geschichte an Fahrt aufzunehmen, doch dies reicht einfach nicht, um darüber hinwegzusehen, dass der Roman einfach nicht gut genug umgesetzt wurde.
3/5
Cassandra erhält eines Tages einen mysteriösen Brief mit dem Foto ihrer verstorbenen Mutter, welches in Oxford aufgenommen wurde. Dabei wusste die 24-Jährige nicht mal, dass ihre Mutter studierte oder in Oxford war. Cassie schmiedet einen Plan und begiebt sich nach England. Warum brach ihre Mutter das Studium ab, wer ist ihr Vater und was ist die Schule der Nacht?
Ich versprach mir vom Debütroman der Autorin Atmosphäre, Geheimnisse, Spannung und ein tolles College-Setting. Was ich auf den ersten 200 Seiten bekam, war Ereignislosigkeit, trister Unialltag (wenn ich den gewollt hätte würde ich noch studieren) und eine Protagonistin, die schwer zu erreichen war.
Es fiel mir schwer mich auf die Geschichte einzulassen, da die Autorin sich wirklich auf Cassies langweiligen Unialltag beschränkte, dabei erinnerten mich die Erzählungen stark an meine Studienzeit, was ich nicht gerade gebraucht hätte.
Die Geschichte mit ihrer Mutter und was vor 25 Jahren geschah, kam viel zu kurz. Erst zur Mitte des Buches beginnen schockierende Ereignisse. Ich hatte nicht erwartet, dass uns in diesem Buch Paranormales erwarten würde. Das störte mich zwar nicht, doch war das Finale des Buches zu abgehoben und unglaubwürdig. Auch Cassies Rolle dabei war absurd und übertrieben.
Das konnte die Autorin einfach nicht gut genug umsetzen. Ich habe ihr die Charakterentwicklung in diesem Punkt nicht abgenommen. An anderen Stellen ist die Geschichte total vorhersehbar. Mir war von Anfang an klar, wie die Rollenverteilung im Geheimbund, der Schule der Nacht, sein würde. Auch das Geheimnis um Cassies Vater konnte kein anderes sein.
Ich hatte mich sehr auf "Die Schule der Nacht" von Ann A. McDonald gefreut. Doch leider entwickelte es sich zu einem Buch, bei dem ich froh bin, es endlich aus der Hand legen zu können. Die Idee ist toll und auch das Cover wunderschön. Gerade in der zweiten Hälfte beginnt die Geschichte an Fahrt aufzunehmen, doch dies reicht einfach nicht, um darüber hinwegzusehen, dass der Roman einfach nicht gut genug umgesetzt wurde.
3/5
Mittwoch, 21. Juni 2017
Abgebrochen | Texas Heat von Gerry Bartlett
Eigentlich ist es nicht meine Art ein Buch abzubrechen. Doch nach "The Rough" ist "Texas Heat" schon das zweite Buch im kurzem Abstand, welches mir einfach keine Freude beim Lesen bereitet. Genau das möchte ich aber beim Lesen empfinden, ich will Spaß haben und nicht meine Zeit mit Büchern verwenden, die mir diesen vergraulen.
Warum dies schon nach eine Drittel meines Gewinns bei vorablesen.de der Fall war, möchte ich nun erklären.
Cassidy wird eines morgens zu einem Anwaltstermin eingeladen. Die junge Bankerin hat keine Ahnung, worum es geht, als sie plötzlich dem unbekannten Teil ihrer Familie gegenüber sitzt, um das Testament ihres fremden Vaters verlesen zu bekommen. Dieser war steinreich und führte ein Ölimperium. Cassidy soll Millionen erben, einziger Haken: dafür muss sie ein Jahr in der Firma arbeiten, mit dem heißen Millionärscowboy Mason an ihrer Seite.
Ich mag das Cover. Es ist zwar total kitschig und ein bisschen zum Fremdschämen, aber es drückt das texanische Feeling perfekt aus. Auch den Klappentext fand ich sehr ansprechend, deswegen wollte ich den Roman auch unbedingt lesen und zu Beginn las sich das Buch noch gut an.
Cassidy macht einen recht sympathischen und bodenständigen Eindruck. Sie kann nicht mit Geld um sich schmeißen und so prallen bei der Testamentsverlesung Welten aufeinander. Ihr unbekannter Vater hatte mehrere Frauen und einige Kinder von ihnen. Dabei verdient keiner der Figuren einen Sympathiebonus. Die Autorin hat hier mit einmal so viele Charaktere eingeführt, ohne diese wirklich abgrenzen zu könnne. Alle waren gleich überdreht, verwöhnt und unausstehlich. Es fiel mir schwer diese auseinander zu halten. Auch Cass Mutter war einfach nur nervig.
Doch auch Mason und Cass konnten mich nicht bei der Stange halten. Ich konnte ihre Verbindung nicht fühlen oder nachvollziehen. Mich stört es total, wenn alles viel zu schnell geht. Mason fährt Cass nach dem Anwaltstermin heim, küsst sie auf der Fahrt mehrmals. Nebenbei erfahren wir, dass Cassidy eigentlich einen Freund hat, mit dem sie noch schnell Schluss macht, da demnächst ein großes Erbe ins Haus steht und Mason ziemlich heiß ist. An welchem Punkt hätte ich da zu den Figuren eine Beziehung aufbauen sollen, die mich weiter durch die Seiten fliegen lässt?
Für solche Geschichten ist mir meine Lesezeit einfach zu schade und es warten so viele bessere Bücher darauf von mir gelesen zu werden. Wer packende Unterhaltung, einen mitreißenden Schreibstil und eine authentische Liebesgeschichte sucht, schaut besser weiter!
Warum dies schon nach eine Drittel meines Gewinns bei vorablesen.de der Fall war, möchte ich nun erklären.
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Cassidy wird eines morgens zu einem Anwaltstermin eingeladen. Die junge Bankerin hat keine Ahnung, worum es geht, als sie plötzlich dem unbekannten Teil ihrer Familie gegenüber sitzt, um das Testament ihres fremden Vaters verlesen zu bekommen. Dieser war steinreich und führte ein Ölimperium. Cassidy soll Millionen erben, einziger Haken: dafür muss sie ein Jahr in der Firma arbeiten, mit dem heißen Millionärscowboy Mason an ihrer Seite.
Ich mag das Cover. Es ist zwar total kitschig und ein bisschen zum Fremdschämen, aber es drückt das texanische Feeling perfekt aus. Auch den Klappentext fand ich sehr ansprechend, deswegen wollte ich den Roman auch unbedingt lesen und zu Beginn las sich das Buch noch gut an.
Cassidy macht einen recht sympathischen und bodenständigen Eindruck. Sie kann nicht mit Geld um sich schmeißen und so prallen bei der Testamentsverlesung Welten aufeinander. Ihr unbekannter Vater hatte mehrere Frauen und einige Kinder von ihnen. Dabei verdient keiner der Figuren einen Sympathiebonus. Die Autorin hat hier mit einmal so viele Charaktere eingeführt, ohne diese wirklich abgrenzen zu könnne. Alle waren gleich überdreht, verwöhnt und unausstehlich. Es fiel mir schwer diese auseinander zu halten. Auch Cass Mutter war einfach nur nervig.
Doch auch Mason und Cass konnten mich nicht bei der Stange halten. Ich konnte ihre Verbindung nicht fühlen oder nachvollziehen. Mich stört es total, wenn alles viel zu schnell geht. Mason fährt Cass nach dem Anwaltstermin heim, küsst sie auf der Fahrt mehrmals. Nebenbei erfahren wir, dass Cassidy eigentlich einen Freund hat, mit dem sie noch schnell Schluss macht, da demnächst ein großes Erbe ins Haus steht und Mason ziemlich heiß ist. An welchem Punkt hätte ich da zu den Figuren eine Beziehung aufbauen sollen, die mich weiter durch die Seiten fliegen lässt?
Für solche Geschichten ist mir meine Lesezeit einfach zu schade und es warten so viele bessere Bücher darauf von mir gelesen zu werden. Wer packende Unterhaltung, einen mitreißenden Schreibstil und eine authentische Liebesgeschichte sucht, schaut besser weiter!
Sonntag, 18. Juni 2017
Teil 3 | Alles oder nichts von Simona Ahrnstedt
Vor gerade mal einer Woche hatte ich den zweiten Teil der Only One Night Reihe von Simona Ahrnstedt beendet. Da sie mich mit ihren Charakteren so begeistern konnte, wollte ich direkt mit dem Finale der Reihe weitermachen, was bei 700 Seiten ein mächtiges Unterfangen ist.
Für Tom war das Jahr so richtig beschissen. Erst betrügt ihn seine langjährige Freundin und verlässt ihn, als wäre das nicht übel genug, geht auch noch einer seiner Auslandseinsätze schief und er bangt im afrikanischen Tschad um sein Leben. Wieder daheim plagen ihn posttraumatische Belastungsstörungen und eine Journalistin, die etwas zu neugierig erscheint.
Ersteinmal muss ich die wundervollen Cover der Reihe würdigen, auch dieses ist wieder perfekt gelungen, auch wenn die Protagonistin nicht in den Kreisen der schwedischen High Society verkehrt. Doch bei den Buchtitel hat LYX noch Nachholebedarf. Schon bei Band 2 und auch hier gleicht der Titel einer abgedroschenen Phrase, die dem Buch einfach nicht gerecht werden kann.
Ich war total gespannt darauf zu erfahren, wie sich Sicherheitsexperte Tom aus der Gefangenschaft befreien konnte. Ich war überrascht, dass wir ihn auf den ersten Buchseiten wohlbehalten im Norden Schwedens antreffen, was im vorherigen Band geschah wird nicht so stark thematisiert, wie ich es erwartet hatte. Der Fokus lag vermehrt auf Ambra und ihrem journalistischen Alltag. Sie hat mit ihrer Kindheit zu kämpfen, denn Ambra wurde von einer Pflegefamilie in die nächste gesteckt und sammelte ziemlich schlechte Erfahrungen. So ist sie im Norden Schwedens an einer brisanten Story dran.
Ich war von Anfang an perfekt drin in der Geschichte. Mir gefiel es richtig gut, dass die Autorin ihren Protagonisten so viel Zeit und Raum ließ um sich kennenzulernen. Einigen mag es zu langatmig erscheinen, doch für mich brachte sie es einfach authentisch rüber. Ambra und Tom konnten mich an diesem Punkt mit ihrer unbeholfenen Art bestens unterhalten. Dabei passierte im ersten Teil der Geschichte recht wenig, doch eigenartigerweise, störte es mich nicht.
Zwischen beiden knistert es, auch wenn sie mit einigen Hindernissen und Unsicherheiten zu kämpfen haben. Zwischen Ambra und Tom hat es einfach gepasst, auch wenn der Verlauf des Buches für sie eine einzige Berg- und Talfahrt war.
Wie wir es aus den anderen beiden Teilen der Reihe schon kennen, gibt es ein weiteres Liebespärchen. Es sind Matthias, Toms ehemaliger Kollege, und Jill, Ambras Schwester. Ich muss sagen, dass die anderen Nebengeschichten mich mehr begeistern konnten. Mir waren zwar beide sympathisch, aber sie bekamen im Buch zu wenig Raum, um eine nachvollziehbare Liebesbeziehung einzugehen.
Toll fand ich wiederrum die schwierige, aber unterhaltsame Verbindung von Tom und Matthias. Wie sie gemeinsam auf Rachefeldzug gingen oder sich in "Mädchenfragen" berieten, war ziemlich komisch.
Die Protagonisten aus den ersten Teilen erhalten wieder kleinere Auftritte, was mir gut gefiel. Mein größter Kritikpunkt an der Geschichte ist, dass sie im Laufe ihrer 700 Seiten abbaute. Die erste Hälfte war grandios, danach flaute die Handlung ab und das Ende wurde eher lieblos und schnell erzählt.
Mit "Alles oder nichts" ist Simona Ahrnstedt ein unterhaltsamer Abschluss ihrer Reihe gelungen. Tom und Ambra sind authentische und sympathische Figuren, die mit ihrem Schicksal hardern und mir dabei einige gute Lesestunden bescherten.
4/5
Für Tom war das Jahr so richtig beschissen. Erst betrügt ihn seine langjährige Freundin und verlässt ihn, als wäre das nicht übel genug, geht auch noch einer seiner Auslandseinsätze schief und er bangt im afrikanischen Tschad um sein Leben. Wieder daheim plagen ihn posttraumatische Belastungsstörungen und eine Journalistin, die etwas zu neugierig erscheint.
Ersteinmal muss ich die wundervollen Cover der Reihe würdigen, auch dieses ist wieder perfekt gelungen, auch wenn die Protagonistin nicht in den Kreisen der schwedischen High Society verkehrt. Doch bei den Buchtitel hat LYX noch Nachholebedarf. Schon bei Band 2 und auch hier gleicht der Titel einer abgedroschenen Phrase, die dem Buch einfach nicht gerecht werden kann.
Ich war total gespannt darauf zu erfahren, wie sich Sicherheitsexperte Tom aus der Gefangenschaft befreien konnte. Ich war überrascht, dass wir ihn auf den ersten Buchseiten wohlbehalten im Norden Schwedens antreffen, was im vorherigen Band geschah wird nicht so stark thematisiert, wie ich es erwartet hatte. Der Fokus lag vermehrt auf Ambra und ihrem journalistischen Alltag. Sie hat mit ihrer Kindheit zu kämpfen, denn Ambra wurde von einer Pflegefamilie in die nächste gesteckt und sammelte ziemlich schlechte Erfahrungen. So ist sie im Norden Schwedens an einer brisanten Story dran.
Ich war von Anfang an perfekt drin in der Geschichte. Mir gefiel es richtig gut, dass die Autorin ihren Protagonisten so viel Zeit und Raum ließ um sich kennenzulernen. Einigen mag es zu langatmig erscheinen, doch für mich brachte sie es einfach authentisch rüber. Ambra und Tom konnten mich an diesem Punkt mit ihrer unbeholfenen Art bestens unterhalten. Dabei passierte im ersten Teil der Geschichte recht wenig, doch eigenartigerweise, störte es mich nicht.
Zwischen beiden knistert es, auch wenn sie mit einigen Hindernissen und Unsicherheiten zu kämpfen haben. Zwischen Ambra und Tom hat es einfach gepasst, auch wenn der Verlauf des Buches für sie eine einzige Berg- und Talfahrt war.
Wie wir es aus den anderen beiden Teilen der Reihe schon kennen, gibt es ein weiteres Liebespärchen. Es sind Matthias, Toms ehemaliger Kollege, und Jill, Ambras Schwester. Ich muss sagen, dass die anderen Nebengeschichten mich mehr begeistern konnten. Mir waren zwar beide sympathisch, aber sie bekamen im Buch zu wenig Raum, um eine nachvollziehbare Liebesbeziehung einzugehen.
Toll fand ich wiederrum die schwierige, aber unterhaltsame Verbindung von Tom und Matthias. Wie sie gemeinsam auf Rachefeldzug gingen oder sich in "Mädchenfragen" berieten, war ziemlich komisch.
Die Protagonisten aus den ersten Teilen erhalten wieder kleinere Auftritte, was mir gut gefiel. Mein größter Kritikpunkt an der Geschichte ist, dass sie im Laufe ihrer 700 Seiten abbaute. Die erste Hälfte war grandios, danach flaute die Handlung ab und das Ende wurde eher lieblos und schnell erzählt.
Mit "Alles oder nichts" ist Simona Ahrnstedt ein unterhaltsamer Abschluss ihrer Reihe gelungen. Tom und Ambra sind authentische und sympathische Figuren, die mit ihrem Schicksal hardern und mir dabei einige gute Lesestunden bescherten.
4/5
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