Mittwoch, 5. Mai 2021

Lesemonat April | Die gestohlene Liebesplaylist aus Fleury von Amari

Im April habe ich ein paar mehr Bücher verschlingen können als in den vorherigen Monaten. Allerdings habe ich mit den Hörbüchern auch eine "Geheimwaffe" entdeckt, um meinen Lesemonat ein wenig aufzumöbeln.


Also schauen wir mal, welche Bücher es im April waren.

Dienstag, 4. Mai 2021

Buchvorstellung | Sylvia und der Vogel von Gemma Koomen

 Auf Vorablesen gewann ich diesen Titel und tauchte somit in eine Welt ein, die gerade bei den ganz kleinen die Fantasie anregen wird.


Sylvia ist eine Baumhüterin, das heißt sie lebt mit ihren Volk in den Bäumen und ist dabei nur so groß wie ein Daumen. Die Baumhüter pflegen die Natur und ihre Heimat: die Bäume. Es ist eine eingeschworene Gemeinschaft, doch Sylvia hat keine Freunde. Da landet eines Tages ein junger Vogel bei ihr und die junge Hüterin kümmert sich um ihn. Die beiden werden Freunde und eröffnen einander eine neue Welt.

Cover und Titel des Kinderbuches sind eher etwas altmodischer. Daher war ich auch erst gar nicht auf die Geschichte aufmerksam geworden. Doch ein Blick ins Innere verzauberte mich direkt.

Die Illustrationen wurden mit Tusche gemalt und ihre Farbigkeit ist sehr naturgetreu. Die Details der Welt der Baumhüter ist bezaubernd und machte Spaß zu entdecken. Der Text, ein paar Verse pro Seite, webt sich in die großflächige Bilderlandschaft ein und macht das Buch somit zu einem Gesamtkunstwerk.

Außerdem stecken in dem Kinderbuch einige wichtige Botschaften. Achte die Natur und gib dir einen Ruck, damit die Leute dich so sehen können wie du bist.

Noch schöner finde ich allerdings, dass das Kinderbuch um Sylvia und ihren Vogelfreund die Fantasie anregt. Wie wäre es wohl, wenn wir alle nur cm-groß wären und unsere Heimat die Bäume wären. Ich freue mich darauf mit meinem Baby in ein paar Jahren darüber zu philosophieren.

Hinter dem unscheinbaren Äußeren von Gemma Koomens "Sylvia und der Vogel" steckt die fantasievolle Welt der Baumhüter. Die eingeschworene Gemeinschaft hat einige tolle Botschaften dabei, die ich gerne vorlesen werde. Für Groß und Klein ein tolles Bilderbucherlebnis.

4/5

Montag, 3. Mai 2021

Neuzugänge April | Es gibt einiges auf die Ohren!

 Weil im April ja Ostern war, gab es in diesem Monat definitiv mehr auf die Löffel ... äh Ohren als sonst. Buchtechnisch ist es ruhiger geblieben, was nach der Eskalation im März allerdings nicht ganz so tragisch war. 


Dennoch ist einiges bei mir eingezogen und das schauen wir uns jetzt mal genauer an.

Sonntag, 2. Mai 2021

Hörbuchrezension | Aquila von Ursula Poznanski

 Ich bin gerade so richtig im Hörbuchflow und so schaffte ich auch noch ein drittes im April. Ich konnte es auf Tauschticket ergattern und hörte hiermit meinen ersten Poznanski. Wie er mir gefallen hat?


Nika reiste für ihr Auslandssemester nach Siena, Italien. Dort lebt sie in einer WG mit Jenny. Die beiden gehen Feiern und am nächsten Morgen wacht Nika ziemlich durcheinander auf. Jenny ist nicht da, dafür findet sie einen Zettel mit mysteriösen Notizen, die keinen Sinn ergeben wollen. Als Nika dann auch noch feststellt, dass gar nicht Sonntag, sondern Dienstag ist, gerät sie in Panik. Was ist in den zwei Tagen ohne jegliche Erinnerung passiert und wo zur Hölle ist ihre Mitbewohnerin?

Ich war total gespannt auf die Geschichte, der Klappentext sprach mich total an und ich weiß, dass die Bücher der Autorin immer sehr viel gelobt werden. Daher ging ich davon aus, dass es mir auf jeden Fall gefallen würde.

Nika ist so ein bisschen eine typische Studentin. Sie genießt die positiven Seiten des Studentendaseins und will sich in Italien eine schöne Zeit machen. Doch dann passiert etwas, von dem sie nicht weiß, was es war, denn schließlich fehlen ihr jegliche Erinnerung. Ihr Handy, Pass und Schlüssel sind weg. Dafür findet sie seltsame Nachrichten. Sie versucht alles, um dahinter zu kommen und erfährt dabei so einiges, mit dem sie niemals gerechnet hätte. Ich war beeindruckt, wie gut Nika die ganzen Schläge im Laufe der Handlung wegstecken konnte. Was im Buch passiert, sollte einen Menschen wohl für das ganze Leben prägen, doch eine gefühlsmäßige Beeinträchtigung suchte ich bei ihr irgendwie vergeblich.

Ich schätze, dafür lag der Fokus zu sehr auf der Handlung. Es passiert auf jeden Fall so viel, dass ich wirklich aufmerksam zuhören musste. Als die große Auflösung erfolgte, war das Buch auch noch nicht zu ende, sondern die Vorgänge der Aufklärung zogen sich noch weiter dahin. Das war beim Hören zunächst ein wenig irritierend, aber eigentlich auch gut gemacht, denn so war es halt nicht: hier kommt der große Knall und dann ist alles gleich vorbei.

Dennoch muss ich sagen, dass ich irgendwie höhere Erwartungen hatte, die nicht komplett erfüllt wurden. Dadurch, dass wirklich so viele von den Büchern der Autorin schwärmen, hatte ich mehr Spannung erwartet. Ich nahm alles einfach hin, ohne dass es mich sonderlich überraschen konnte und das war ein wenig schade. *Minispoiler: Vielleicht bin ich auch zu gebrandmarkt, schließlich hatte ich einige Mitbewohnerinnen in meiner Studienlaufzeit, zu denen ich auch einiges berichten könnte.*

Mein Highlight war die Sprecherin Laura Maire. Als ich sah, dass sie das Buch las, wusste ich, dass ich es unbedingt hören wollte. Sie machte mal wieder einen tollen Job und stolperte auch nicht über all die italienischen Begrifflichkeiten oder Nirvana Liedzeilen. Das war perfekt.

Von Ursula Poznanskis "Aquila" hatte ich ein wenig mehr erwartet. Es passiert unglaublich viel mysteriöses, was aufgedeckt werden wollte, doch so richtig überraschend war das für mich leider nicht. Dafür war das Hörerlebnis rundum unterhaltsam gestaltet. Ich werde der Autorin mit einem ihrer Jugendthriller definitiv noch mal eine Chance geben, vielleicht überrascht sie mich beim nächsten Mal!

4/5

Samstag, 1. Mai 2021

Mehr erwartet | Long Distance Playlist von Tara Eglington

 Ich mag junge Liebesgeschichten mit Tiefgang sehr und freute mich daher umso mehr, dass ich bei der Lesejury an der Leserunde zu dieser Neuerscheinung aus dem One-Verlag teilnehmen durfte.


Isolde und Taylor waren einst beste Freunde. Doch ein schlimmer Streit zerstörte das Vertrauen zwischen ihnen. Monate später leidet Izzy unter Herzschmerz und meldet sich wieder bei Taylor, der in einem anderen Land wohnt. Die alte Vertrautheit kommt wieder auf, doch schaffen es die beiden endlich zu erkennen, dass möglichweise mehr zwischen ihnen ist als ein ganzer Ozean?

Ich mag solche Art von Jugendbücher, in denen Teenager etwas tiefgründiger unterwegs sind. Isolde und Taylor sind das auf jeden Fall. Sie tanzt ihr halbes Leben lang Ballett. Ein wichtiges Vortanzen verhaut sie allerdings, weil sie ihren Freund beim Fremdknutschen erwischte.

Zum Glück meldete sich Taylor wieder bei ihr und die alte Freundschaft lebt wieder auf. Taylor hat sich gerade von einem schwerwiegenden Unfall erholt, der ihn sein Bein kostete und somit auch seine Karriere als Profisnowboarder. Beide denken sehr viel, aneinander, an das Was-wäre-wenn, ihre Familie und ihre Zukunft.

Die Handlung besteht zu großen Teilen darin, dass die beiden Vergangenes rekapitulieren und miteinander darüber sprechen. In der Gegenwart passierte dabei nicht allzu viel. Das machte es mir stellenweise auch wirklich schwer am Ball zu bleiben. Ich habe an manchen Tagen nicht gelesen und die Geschichte dabei auch nicht vermisst. Das ist nicht gerade ein gutes Zeichen.

Die Protagonisten machten es mir am Anfang auch ein wenig schwer zu ihnen zu finden. Isolde hat mit ihrer frischen Trennung zu tun und alles dreht sich darum. Außerdem gebe es große Teile der spärlichen Handlung nicht, wenn beide einfach miteinander geredet hätten. Teenager, schätze ich...
Am Ende sind sie mir dennoch ans Herz gewachsen.

Die Geschichte wird in kurzen Kapiteln erzählt, die immer wieder durch Chatverläufe unterbrochen wurden. Außerdem spielen Playlisten eine große Rolle.

Das Ende war allerdings dann doch noch mal ein Dämpfer, denn das Buch endet abrupt. Einfach mittendrin und auf einer Note, die sich durch das ganze letzte Drittel zog. Es gab keinen Spannungshöhepunkt. Es war einfach zu Ende. Dabei hätte der Geschichte gerade ein Epilog, der ein paar Jahre später spielte verdammt gut getan.

Ich hatte mir von Tara Eglingtons "Long Distance Playlist einfach mehr erwartet. Doch die wenige Handlung wurden dann auch nicht zufriedenstellend beendet. Immerhin konnte die Geschichte mit tiefgründigen Protagonisten punkten.

3/5 

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