Donnerstag, 31. Mai 2018

Highlight | Ich bin dann mal Prinzessin von Meg Cabot

Das mache ich wirklich nur sehr selten, dieses Buch durfte meinen SuB überspringen. Das Spin-Off einer meiner Lieblingsreihen ist aus dem Briefkasten direkt auf meinen Nachttisch gewandert.



Olivias Tag an der Middle School lief nicht gerade blendend. Doch der Tag bekommt eine unerwartete Wendung als Prinzessin Mia von Genovien aus einer Limousine steigt und Olivia eröffnet, dass sie ihre Halbschwester ist, was Olivia automatisch auch zu einer Prinzessin macht. Das Leben der 12-Jährigen könnte eine fantastische Wende nehmen, doch jemand legt ihr Steine in den Weg...

Ich habe es schon ein paar mal auf meinem Blog erwähnt, ich liebe die Prinzessinnen Tagebücher rund um Mia Thermopolis von Meg Cabot. Sie begleiteten mich durch meine Jugend und waren wirklich etwas besonderes für mich.

Ich habe mich riesig gefreut, als ich sah, dass der dtv-Verlag das Spin-Off der Serie bringen würde, nachdem Cbt ja leider den letzten und wichtigsten Band, Royal Wedding, um Mias und Michaels Hochzeit nicht übersetzte.

Die Zielgruppe für die neue Reihe ist eine andere als damals bei Prinzessin Mia. Olivia richtet sich an jüngere Leserinnen, was man an der Aufmachung auch sehen kann. Die ist übrigens richtig gut gelungen. Besonders gefielen mir die Illustrationen im Buch, die von Meg Cabot selbst stammen. Ich wusste gar nicht, dass die Autorin so gut zeichnen kann. Die Bilder rundeten definitiv das Leseerlebnis perfekt ab.

Die Geschichte fasst knapp 170 Seiten und ist in einfacher Sprache witzig und liebenswert verfasst. Ich fand es toll Mia, ihren Vater und die berüchtigte Grandmère wiederzusehen. Ich glaube, es ist besser die Prinzessinnen-Reihe zu kennen, da diese sehr zum Flair der Geschichte beiträgt. Ohne das Hintergrundwissen wäre mir Olivias Geschichte ein wenig zusammenhangslos erschienen.

Olivia ist eine sehr liebenswerte Protagonistin, deren Geschichte eigentlich sehr traurig ist und mich an Aschenputtel erinnerte. Meg Cabot schafft es allerdings, die Geschichte sehr traumhaft und locker süß zu verfassen, sodass die Traurigkeit kaum einen Platz hatte.

Ich liebe "Ich bin dann mal Prinzessin" von Meg Cabot dafür, alte und geliebte Figuren wiedersehen zu können und wieder in die bezaubernde Welt eintauchen zu können. Die Illustrationen waren großartig und ich habe die Geschichte sehr genossen und das, obwohl ich mehr als doppelt so alt bin als die eigentliche Zielgruppe. Doch ich schätze, ich bleibe ewig ein Fan von Prinzessin Mia und ihrer Royal Family.

5/5

Vielen lieben Dank an den dtv-Verlag für das Rezensionsexemplar! <3

Top Ten Thursday #367 | Leseliste 2018

Der Top Ten Thursday ist mittlerweile auf Aleshanees Blog zu finden. Dort gibt es jeden Donnerstag ein Thema zu dem eine Top 10 Liste erstellt werden kann.



Das heutige Thema lautet:

10 Bücher, die du in diesem Jahr noch lesen möchtest.

 

Sonntag, 27. Mai 2018

Buchtipp | Wie man die Zeit anhält von Matt Haig

Auf Vorablesen habe ich mal wieder ein Buch für mich entdeckt, dessen Klappentext mich so neugierig machte, dass ich es unbedingt haben musste!


Tom Hazard sieht aus wie 40, doch fühlen tut er sich wie 440, denn das ist sein wahres Alter. Tom hat einen Gendefekt und altert viel langsamer als die anderen Menschen. Das macht sein Leben ziemlich einsam, denn mit dem Verlieben geht auch die ständige Angst einher für immer zu verlieren. Als Tom seine Lehrerkollegin Camille kennenlernt, schwankt sein Entschluss für immer allein mit seinem Geheimnis zu leben...

Ich hatte bisher noch kein Buch von Matt Haig gelesen. Da ich allerdings wahnsinnig gerne Romane lese, in denen mit der Zeit gespielt wird, musste ich es auf einen Versuch ankommen lassen. Denn die Geschichte klang einfach nach allem, was ich liebe. Ich freute mich darauf zu erfahren, was hinter Toms Alter steckt, welche Ereignisse er in seinem langen Leben schon erlebt haben muss und ich wünschte mir eine epische Liebesgeschichte herbei.

Schon auf den ersten Seiten ist mir aufgefallen, was für einen schönen, leicht philosophischen Schreibstil Matt Haig hat. Jede Pointe saß und so entstanden ein paar große und wichtige Aussagen.

Tom ist ein Protagonist, dessen Besonderheit gleichzeitig wie ein Fluch ist, denn er kann nie lange Zeit mit Menschen zusammenleben, schon gar nicht sich öffnen. Aufgewachsen zur Zeit der Hexenverfolgung, wurde diese Toms Mutter zum Verhängnis. Getrieben von der Angst wieder für den Tod eines geliebten Menschen verantwortlich zu sein, zieht Tom umher. Bis er seiner ersten großen Liebe Rose begegnet.

400 Jahre später denkt Tom oft an diese Zeit zurück und das erleben wir mit. Die Perspektiven springen von der Londoner Gegenwart zu den unterschiedlichen Zeiten umher. Mir fiel es schwer, mich da ganz auf die Geschichte einzulassen, denn kaum waren wir erzählerisch in einer Zeit angekommen, sprangen wir auch schon wieder zurück in eine andere.

 Hauptsächlich halten wir uns in Toms ersten Jahren auf, wo er auch Shakespeare kennenlernte. Das fand ich ziemlich cool, auch wenn ich erwartet hatte, dass viel häufiger Anekdoten von Ereignissen und Persönlichkeiten einfließen würden. Doch den Wunsch erfüllte mir der Autor leider nicht.
Dafür erfand er eine Gesellschaft, die aus anderen Menschen besteht, die wie Tom sind und einander aufspüren. Damit hatte ich nicht gerechnet, da ich nach dem Klappentext davon ausging, dass Tom ein Einzelfall sei.

So nahm der Handlungsstrang um die Gesellschaft einen sehr großen Anteil, was leider auf Kosten der Liebesgeschichte ging. Hier hatte ich mehr erwartet, Camilles Stellenwert für die Geschichte ist verschwindend gering und ihre Liebesgeschichte kaum existent gewesen. Der Klappentext hat bei mir die falschen Erwartungen diesbezüglich geweckt. Eigentlich ist Tom im Laufe des Buches auf der Suche nach einer anderen Art von Liebe aus seiner Vergangenheit. Doch an der Stelle möchte ich nicht mehr verraten, weil es eine der wenigen Überraschungen des Buches war, welche aber auch recht früh in der Handlung enthüllt wird.

Die Idee hinter "Wie man die Zeit anhält" und Matt Haigs Schreibstil machen das Buch zu etwas besonderem. Allerdings war es leider nicht so überzeugend und episch, wie ich das von ihm erwartet hatte.

4/5

Freitag, 25. Mai 2018

Highlight | Victorian Rebels. Mein schwarzes Herz von Kerrigan Byrne

Ich durfte für die Lesejury mal wieder vorab an einer Leserunde teilnehmen. Dieses Mal zu einem, im LYX-Verlagsprogramm selten gewordenen, Historical. Dieser wurde schon für das vergangene Jahr mit einem anderen Titel und Cover angekündigt und wieder verschoben. Für mich hat sich das Warten eindeutig gelohnt, denn hinter dem tollen neuen Äußeren verbarg sich eine mitreißende Geschichte...


Farah MacKenzies Herz zerbrach früh an ihrer ersten großen Liebe zu Dougan. Nach fast 20 Jahren denkt sie immer noch an ihn zurück, als sie vom berüchtigten Dorian Blackwell entführt und in die Highlands verschleppt wird. Angeblich nur auf ihren Schutz bedacht, muss Farah bald erkennen, dass Dorian mehr mit ihrer Vergangenheit zu tun hat und ihr Herz erneut in Gefahr gerät zu zerbrechen.

Ab und an lese ich sehr gerne eine historische Liebesgeschichte und war gespannt, welche Variante uns die Autorin hier präsentieren würde.
Das erste recht ausschweifende Kapitel erzählt von Farahs und Dougans Kennenlernen in einem Waisenhaus. Nur einander habend, entsteht zwischen beiden eine enge Bindung, die sie sogar mit einem Eheschwur krönen. Ein Verbrechen bringt sie schließlich auseinander. Jahre später erfährt Farah von Dougans Tod.

18 Jahre später setzt schließlich der Hauptteil der Handlung ein. Diese findet 1874 in London statt. Farah arbeitet als Sekretärin für Scottland Yard als sie in einem Vernehmungsraum den berüchtigten Verbrecher Dorian Blackwell kennenlernt.

Dorian ist schlau, gefährlich und den Ermittlern immer eine Spur voraus. Getrieben vom allmächtigen Rachegedanken entledigt er sich seiner Feinde in der Londoner Unterwelt und im Rechtssystem.

Schnell wird klar, dass Dorian und Dougan eine gemeinsame Vergangenheit und vielleicht noch mehr verband. Dorian ist ein sehr düsterer Charakter, der sehr viel erleiden musste. Dies strahlt er auch in der Gegenwart aus. Niemand darf ihn berühren und schon gar nicht Farah. Doch beide treffen ein brisantes Abkommen miteinander.

Ich liebe beide Protagonisten. Ich war überrascht von Dorians Fisternis. Überhaupt ist die Geschichte sehr düster, doch das gefiel mir, da sie der Handlung sehr viel Tiefe verlieh. Dorian verhält sich nicht immer wie ein Gentleman, doch das machte ihn umso interessanter.
Das Licht der Geschichte ist Farah. Sie ist eine sehr patente, liebenswerte und kluge Protagonistin. Zu Dorian ergibt sie einen tollen Kontrast. Zwischen ihnen stimmte die Chemie so sehr, dass sie mir Herzklopfen bereitete.

Diese etwas andere Liebesgeschichte mit einem Geheimnis, dass ich bereits erahnt und herbeigesehnt hatte, wird schließlich noch mit liebenswerten Nebenfiguren und ein paar spannenden Elementen abgerundet.

Für September und Februar sind die Teile 2 und 3 bereits angekündigt. Ich hoffe sehr, dass sich die Victorian Rebels gut verkaufen werden, denn Kerrigan Byrne hat mit ihrem Historical ein ziemlich gutes und unterhaltsames Buch abgeliefert, das mit seinen kontrastreichen Figuren stark bei mir punkten konnte.

5/5

Dienstag, 22. Mai 2018

Gemeinsam Lesen #44 | Mein currently Reading

Wie schon in der letzten Woche möchte ich auch am heutigen Dienstag an der Aktion von "Schlunzenbücher" teilnehmen.

 

 

1. Welches Buch liest du gerade?

Ich werde heute mit "Wie man die Zeit anhält" von Matt Haig starten, das dank meiner angesammelten Wunschbuchpunkte von Vorablesen bei mir einzog.


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

"Ich denke oft daran, was Hendrich damals zu mir sagte, vor über hundert Jahren in seinem Apartment in New York."
Seite 7

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden?

Ich habe noch kein Buch von Matt Haig gelesen, weiß aber, dass sie mit ziemlich außergewöhnlichen Ideen daherkommen. Der Klappentext sprach mich direkt an. Es geht um Tom, der aussieht wie 40, in Wahrheit aber über 400 Jahre alt ist. Der ganze Umstand ist so spannend, dass ich unbedingt erfahren muss, warum Tom nicht stirbt, wieso er äußerlich nicht altert, was er alles erlebt hat und was passiert, wenn er auf Camille trifft. Ich hatte in die Leseprobe schon hineingeschnuppert und war direkt angetan von Matt Haigs Schreibstil. Meine Erwartungen an dieses Buch sind demnach ziemlich hoch! 
 

4. Wenn Du einen Tag mit einer Autorin geschenkt bekommen würdest, welche würde es sein?

Ich würde ja sehr gerne einmal Jane Austen treffen und sehen wie sie wirklich war. Ich finde die Zeit, in der sie lebte sehr spannend und natürlich interessiert es mich, was damals zwischen ihr und Thomas Lefroy wirklich war.
Um eine zeitgenössische Person noch zu nennen, würde mir spontan Kerstin Gier einfallen. Ich glaube mit ihrer humorvollen Art würde man einen tollen Tag erleben.


Welche AutorInnen stehen auf euerer Liste? Lasst mir doch gerne den Link zu eurem Beitrag in den Kommentaren da!

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