Montag, 9. Oktober 2023

Hörbuchrezension | It happened one Summer von Tessa Bailey

 Piper Bellingers Leben besteht aus Partys, Instagram und Männerbekannschaften, die nie länger anhalten als wenige Wochen. Nach eben so einer Trennung will Piper es ihrem Ex zeigen und bricht in einen Hotelpool ein, um dort die Party des Jahrhunderts zu feiern. Blöderweise finden das die Polizei und ihr Stiefvater gar nicht so lustig. Nach dem das Partygirl inhaftiert wurde, dreht ihr Stiefvater ihr den Geldhahn zu und schickt sie kurzerhand von LA in einen kleinen Fischerort an der Küste. Dort kam Pipers Vater beim Krabbenfischen auf hoher See ums Leben und vererbte ihr und ihrer Schwester einen Pub. Den müssen Piper und Hanna nun zum Laufen bringen, um finanziell unabhängig zu sein. Ihre Mutter gab den beiden noch den Tipp mit: „verliebt euch bloß nicht in einen Fischer!“…

 

Ich muss sagen, dass ich kein so großer Fan des Covers bin. Es ist mal etwas anderes für das Genre, doch richtig ansprechend ist es in seiner Einfachheit irgendwie nicht. Die Figuren wirken auch zu sehr wie stereotype Karikaturen. Ich wollte die Geschichte unbedingt hören, als ich las, dass sie wie eine Netflix RomCom sein soll und dass sie von Dagmar Bittner eingelesen wurde.

 

Ich war überrascht von unserer Protagonistin, deren Vorbild scheinbar Paris Hilton zu ihrer wildesten Zeit war. Piper ist unglaublich oberflächlich als wir sie kennenlernen, mit einem teuren, fragwürdigen Kleidungsgeschmack und sehr wenig vorzuweisender Intelligenz. Stellenweise stellte sie sich wirklich naiv und dämlich an. Da brauchte ich schon recht lange, um mit ihr warm zu werden. Sie machte im Laufe der Geschichte eine Wandlung durch, aber ich glaube nicht, dass diese groß genug für mich war, um sie zu mögen. Dennoch weiß ich auf jeden Fall zu schätzen, dass wir hier einfach mal eine andere Art von Protagonistin serviert bekamen.

 

Brandon ist der Loveinterest und schon eher der stereotype Held des Genres. Er ist Kapitän eines großen Krabbenkutters und steht kurz vor dem Beginn der neuen Saison, als er Piper in seine Lieblingskneipe stöckeln sieht. Seit ein paar Jahren ist er verwitwet, hat aber seinen Ehering noch nicht abgelegt. Er ist sofort fasziniert von Piper, die eigentlich gar nicht in seine Welt passt. Ich muss sagen, dass ich die Anziehungen zwischen beiden weder fühlen noch nachvollziehen konnte. Über das Körperliche, welches zahlreich stattfand, scheint ihre Beziehung auch nicht wirklich hinauszugehen.

 

Ich muss sagen, im Nachhinein passt der Vergleich mit den Netflix-Romcoms sehr gut. Die Geschichte hat ihre humorvollen Momente, ein kleines bisschen unnötiges Drama und viel Seichtheit. Denn mir fällt tatsächlich auch keine romantische Netflix-Komödie ein, die mich komplett überzeugt hätte.

 

3/5

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