Dienstag, 11. Juni 2013

"Chicagoland Vampires: Frisch gebissen" von Chloe Neill

Ungewöhnlich ... gut.

Doktorandin Merrit hatte ihr Leben bereits gut vorgeplant, als sie eines Nachts auf dem Campus angefallen wird und schließlich stirbt. Doch Merrit findet sich nicht unter der Erde wieder, sondern im Angesicht von Ethan Sullivan, einem Meistervampir und ihrem Macher. Doch wird Merrit sich in den hierachischen Strukturen der Vampire unterordnen können?

  Dieses Buch ist so untypisch im Vergleich zu den diversen anderen Büchern des Vampirgenres. Zum Glück. Die aggierenden Charaktere sind allesamt überzeugend und vielschichtig gezeichnet. Es macht Spaß und ist erfrischend ihnen dabei zuzusehen wie sie durch die 423 Seiten wandeln. Der Computerfreak Jeff mit seiner mehr oder weniger subtilen Art zu flirten, sticht dabei besonders ins Auge. Auch die hormonstrotzenden möchtegern "Karnickel" Mallory und Catcher sind in Kombination einfach unsterblich. Die Hauptprotagonistin Merit ist tollpatschig und liebenswert, sodass man sich ständig in ihr wiederfindet.
Ihren Weg zur Unsterblichkeit ist eher ungewöhnlich, da es ungewollt war. Nun muss sie sich mit ihrem neuen Leben arangieren. Dabei bekommt sie die Grenzen von ihrem Meister Ethan aufgezeigt. In einer großartigen Szene des Buches wird Merit sogar zur Voyeurin, was die Stimmung zwischen beiden weiter anheizt.Das Konfliktpotenzial wartet an jeder Ecke und tritt mit Vampir Morgan auch ernsthaft in Erscheinung und umgarnt Merit. Die Dreiecksbeziehung ist kompliziert, brisant und weist noch entwicklungspotenzial in den Folgebänden auf.
Einziger Kritikpunkt ist der etwas schleppende Einstieg, denn die Geschichte kommt erst nach den ersten 150 Seiten in fahrt, doch dafür bannt sie am Ende umso mehr.
Insgesamt ist der erste Band der Chicagoland Vampires brisant, witzig, fesselnd, innovativ und einfach frisch. "Frisch gebissen", halt.

Wertung 5/5

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