Sonntag, 9. Juni 2013

"Luzifers Kriegerin" von Colleen Gleason

Narcise kriegerischer Abschluss der Drakulia - Reihe.

 Bereits in den ersten beiden Teilen der Londoner Drakulia Reihe durften wir die Drakule –also die Nachfahren Drakulas, welche einen Pakt mit Luzifer schlossen, um ewiges Leben zu erlangen – Narcise Moldavi und Giordan Cale sowie den Vampirjäger Chas Woodmore kennenlernen.
Dort wurde in einzelnen Szenen bereits angerissen, dass Chas Narcise aus den kalten Fängen ihres Bruders befreien konnte, doch was Giordan Cale mit der ganzen Sache zutun hat und was ihn mit Narcise verbindet, blieb bis zu diesem Band ein großes Geheimnis…

„Luzifers Kriegerin“ ist in drei Teile untergegliedert. Im Ersten erfahren wir, wie Narcise in Gefangenschaft ihres Bruders lebt, seine Sklavin ist und seinen Machenschaften willenlos ausgeliefert ist. Dann gerät Giordan in die Dunstkreise Cezar Moldavis und verliebt sich in die atemberaubende Narcise. Er will sie befreien, doch Cezar ist ihm immer einen Schritt voraus und nutzt seine Schwäche für sie gnadenlos aus. Schließlich kommt es zum dramatischen Bruch zwischen ihnen…
Zehn Jahre später setzt der zweite Abschnitt ein und Chas tritt auf die Bildfläche. Er möchte dem „Kindersauger“ Cezar endlich ein Ende bereiten. Er dringt in sein Pariser Untergrundreich ein, trifft dort auf Narcise und ist von ihrer Schönheit geblendet. Obwohl sie eine Vampirin ist, verschont er sie, schafft es sogar sie zu befreien und mit ihr nach England zu fliehen.
Was im letzten Teil passiert, wird nicht verraten, es wird auf jeden Fall sehr spannend und unvorhersehbar.

Auch in diesem Buch waren wieder ein, zwei Szenen enthalten, die bereits in den Vorgängerbänden aus anderer Perspektive geschildert wurden. Das ist jedoch nicht der langweilenden Einfallslosigkeit der Autorin zu verschulden – ganz gewiss nicht! – sondern zeigt nur, welch grandiose Geschichtenerzählerin sie ist.

Wer die „Bücher der Vampire“ von ihr gelesen hat, dem wird auch hier wieder das ein oder andere Detail daraus auffallen. Ganz toll und ein kleines Tribut an die Venatoren!
Die starke, kämpferische Narcise erinnerte mich auch mehr als oft an Illa Gardella Viktoria.

Das einzige, was ich mal wieder zu bemängeln habe, ist erneut das Cover, welches an billigem Kitsch und Grauenhaftigkeit die beiden Vorgänger fast noch überbietet. Trotz der 2 Euro mehr im Preis, war das Rechtschreibprogramm wohl immer noch nicht das Beste. Obwohl es wirklich weniger Grammatik- und Interpunktionsfehler im Vergleich zu Teil 1 und 2 sind, sind trotzdem immer noch ärgerlich viele dumme Schnitzer enthalten. Doch für diese Kritikpunkte möchte ich keine Sterne abziehen, da ich nicht die Ausgabe, sondern die tolle Geschichte bewerte.

Colleen Gleason hat es wahrhaftig geschafft mit diesem Abschluss der Drakulia – Reihe noch gehörig einen draufzusetzen. Er ist düsterer, brutaler, heißer, packender und romantischer als die beiden großartigen Vorgänger. Ich bin traurig, dass auch diese wundervolle Serie ihren jähen Abschluss gefunden hat, obwohl für zwei Charaktere sicher noch ihre Geschichte machbar gewesen wäre. Schade!




Wertung 5/5

1. Luzifers Wüstling (Angelica & Voss)
2. Luzifers Heiliger (Maia & Dimitri)
3. Luzifers Kriegerin (Narcise & lest selbst!)

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