Dienstag, 11. Juni 2013

"Süßer Tod" von Sandra Brown

Ganz großes (Kopf-)Kino.


 Die Journalistin Britt Shelley erwacht neben einen Toten, doch weiß sie nicht warum oder wieso der Mann tot ist, der ihr am Vortag noch eine ganz große Story angeboten hatte. Sie wird zur Topverdächtigen der Polizei. Doch sie glaubt, dass sie aufgrund ihrer Unschuld nichts von den Polizei- und Justizbehörden zu befürchten hat.Ein Irrtum? Als sie von Raley Gannon, einem ehemaligen Feuerwehrmann gekidnappet wird, beginnt eine mitreißende und gefährliche Reise. Die beiden sind sich nicht unbekannt, denn Britt trug erheblich an seinem Rufmord bei, als er vor fünf Jahren ebenfalls neben einer Leiche erwachte, ohne sich daran zu erinnern, was geschah. Die beiden kommen sich auf Umwegen näher und müssen schon bald feststellen, dass ihrer beide Schicksal eng mit einem verherrenden Brand und vier vermeintlichen Helden verknüpft ist.

In alter Manier baut Sandra Brown unbarmherzig eine mitreißende Spannung auf, die in mehreren Herzschlagmomenten und einem unerwarteten Finale gipfelt.
Die Charaktere sind allesamt überzeugend gezeichnet, obwohl im vergleich zu älteren Romanen der Sandra Brown auf ein psychologisches Profil verzichtet wurde, was auch seine guten Seiten hat, denn so wird die Story schneller und die Protagonisten verloren aufgrund dessen nicht sonderlich an Qualität. Raley ist ein Mann, wie er im Buche stehen sollte und Britt eine (wie immer) bildschöne toughe Reporterin. Gemächlich beginnt es zwischen den beiden zu knistern und der Herzschlag des Lesers schnellt in die Höhe. Obwohl die beiden wirklich schon früher zur Sache hätten kommen sollen.
Wie auch schon in "Ewige Treue" ist auch hier wieder die Story des Buches außergewöhnlich. Aber das ist ja ein Markenzeichen der Sandra Brown und gleichzeitig ihr größtes Talent.
Sandra Browns "Süßer Tod" ist zwar nicht so mitreißend und gefühlsbetont wie ihre Werke "Trügerischer Spiegel" oder "Ein Hauch von Skandal", es gehört aber auf jeden Fall neben "Weißglut" zu den besten Veröffentlichungen der letzten Jahre. Was das Buch aufjeden Fall der sich über 510 Seiten hinziehenden Spannung und den atemstockenden Wendungen verdankt. Denn am Ende ist nicht so wie es schien und Freunde werden zu Feinden, wenn es um die Karriere geht.
Fazit:
Bei diesem Buch würde ich es mir noch mehr wünschen, wenn endlich ein Brownscher Roman mit hochkarätigen Schauspielern verfilmt werden würde. Dieser Stoff bietet allemale mehr Spannung als so mancher Thriller aus Hollywood.
Ansonsten ist "süßer Tod" ein Muss für alle Fans der Autorin und eine Empfehlung für diejenigen, die mal wieder ein richtig gutes Buch auf dem Gebiet der Romantic Suspense lesen wollen.
Überzeugende Charaktere, wahnsinnige Spannung und das gewisse Fünkchen Etwas im Plot bringen die volle Sternzahl. 

Wertung 5/5

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